RRC im Rahmen der GTP in Dijon
Das 5. Rennen des Radical Race Cup konnte aufgrund der Homologationseinschränkungen des Salzburgrings für den schnellen Radical SR8 nicht im Rahmen der Beru Top 10 stattfinden. Kurzfristig wurde der Lauf daher parallel zur Veranstaltung der GTP nach Dijon in den Rahmen des "GTP 100" verlegt. Bernd Rübig in seinem Radical SR8 beherrschte dabei das Feld und fuhr sowohl im Qualifying als auch im Rennen mit 1:17 die schnellste Runde.
Auch in der Startaufstellung reflektierte sich die Stärke des Radicals: In den ersten fünf Startreihen fanden sich unter 10 Fahrzeugen sechs Radical. Vehement ging es dann auch gleich zur Sache: Rübig bestimmte im SR8 von Anfang an die Pace des Gesamtfeldes, eng gefolgt von Dzikevic, Meidinger und Kirchmayr in ihren SR3 1500cc. Dahinter fighteten Jürgen Güllert und Christian Droop. Dabei kam Güllert mit dem von Radical Motorsport Deutschland nach Ausfall seines SR8 clever zur Erhaltung der Siegchancen für die Gesamtmeisterschaft gemieteten SR3 1500cc gut zurecht. Im SR3 1300cc verteidigten Häppi Behler und Tom Ledur bei ihrem ersten Renneinsatz erfolgreich das Mittelfeld gegen die anstürmende GT-Phalanx. In dem 75-minütigen Rennen gab es viele packende Zweikämpfe, exemplarisch verdeutlicht durch das stetige Duell zwischen Ernst Kirchmayr und Thomas Meidinger, die sich Runde für Runde nichts schenkten.
Leider konnte sich die Vorherrschaft der Radical nicht komplett bis ins Ziel behaupten: Zunächst schied Ernst Kirchmayr aus, dem in einem am Samstag gefahrenen Sprintrennen ein anderer Teilnehmer das Differential beschädigt hatte, dann musste Bernd Rübig nach Öldruckverlust seine Führungsposition aufgeben. Im Ergebnis fuhren Christian Droop, Jürgen Güllert und Behler/Ledur aufs Radical-Podium. Nach dem 5. Lauf sieht der Gesamtmeisterschaftsstand des Radical RaceCup wie folgt aus:
Name: Punkte Dijon: Punkte Gesamt:
1. Jürgen Güllert 45,3 240,6
2. Thomas Meidinger 40,1 206,0
3. Christian Droop 50,3 202,7
4. Ernst Kirchmayr 0 186,3*
5. Andzey Dzikevic 0 151,2
6. Anja/Hubert Jouhssen 0 148,2
7. Bernd Rübig 0 145,1
8. K. Schmid/A. Schwarz 0 140,0
9. Kühlwein/Mayer 0 50,1
10. Behler/Ledur 50,0 50,0
11. Bernd/Dominik Ries 0 0
* vorbehaltlich Ergebnis Berufungsverfahren Assen
Ein weiterer deutscher Pilot wird in Jarama in der GT2-Klasse antreten: Wolfgang Kaufmann verstärkt die James Watt-Mannschaft mit Paul Daniels und Peter Cook. Daniels und Cook hatten sich in der Euro-GT-Serie 2001 kennen gelernt. Nach Empfehlung des Porsche Werks hat man sich nun der Dienste des „Piranhas“ versichert, der die Strecke von Jarama aus der spanischen GT-Meisterschaft 2001 noch kennt. „Ich freue mich schon darauf, Pauls Porsche auf Dunlops um den Kurs jagen zu können. Das Rennen in Jarama wird tricky mit dem Verkehr und dem großen Feld. Aber es gibt für die großen Wagen genügend Überholmöglichkeiten und die GT2 werden in den Haarnadelkurven den selben Speed wie die Prototypen haben.“
Die Britische GT-Meisterschaft geht in ihre entscheidende Phase: Das zwei-Stunden-Rennen am 24.09. ist schon das Saisonfinale für die Klassen GTC und GT3, die GT2 haben noch eine zusätzliche Veranstaltung im Oktober in Magny-Cours. Im vorläufigen Entry finden sich 29 Autos, klare Anwärter auf den Gesamtsieg in Silverstone sind die in der GT2-Wertung dominierenden Besatzungen des Scuderia Ecosse-Ferrari und des LNT-Panoz.