Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
GT3 und kein Ende – mindestens 4 neue Hersteller könnten im nächsten Jahr die Szene der in diesem Jahr neugeschaffenen GT3-Klasse bereichern. Damit würde die Anzahl der potentiell zur Verfügung stehenden Marken auf über ein Dutzend steigen.
Die neueste Marke ist nun Gillet. Vom Vertigo ist dem Vernehmen nach für das kommende Jahr auch eine GT3-Version geplant. Damit dürfte sich der belgische Hersteller wohl aus der G2-Klasse verabschieden, die man in diesem Jahr noch exklusiv mit dem Belgium Racing-Team beschickt hatte.
Ein weiteres belgisches Team plant angeblich das Debut des Ford GT 40 in einer GT3-Version. Demnach soll PSI daran interessiert sein vom wieder neu aufgelegten Klassiker unter den Sportwagen 3 Wagen aufzubauen um sie im kommenden Jahr in der FIA-GT3-EM einsetzen zu können. Falls man keine Franchise für die Serie erwerben sollte, was angesichts der Attraktivität des Projektes unwahrscheinlich erscheint, bliebe zumindest ein Einsatz in der GT3-Klasse der Belcar als Alternative.
Apex Motorsport in England hat schon vor längerer Zeit angekündigt die Marke Jaguar wieder in den GT-Sport zurück zu bringen. Nun sind auch erste Renderings des XKR GT3 veröffentlicht worden. Angeblich soll es auch ein Kundeninteresse aus Deutschland geben, das mit dem geplanten ADAC GT3-Masters verknüpft werden könnte. Potentiell kommt hierfür der deutsche Importeur Arden in Betracht, der in der Vergangenheit mehrfach Absichten für ein motorsportliches Engagement bekundet hatte. Das erste Chassis des Jaguars wird derzeit bei Apex komplettiert und soll im Dezember seinen Rollout erleben, bevor es dann Anfang des kommenden Jahres zu den ersten Einstufungstests der FIA – wohl wieder auf dem HTTT – gehen wird.
Schließlich konkretisieren sich die Fakten um den schon dieses Jahr debütierten Mosler immer mehr. Die einheimischen Fans hatten schon in der vergangenen Woche die Gelegenheit auf der Motorsport-Expo in Köln ein Exemplar des Renners zu bewundern. Das Auto verbleibt noch in Deutschland um Anfang Dezember in Essen auf dem Stand des ADAC-GT3-Masters neben anderen Fahrzeugen ausgestellt zu werden. Mehr zum Thema Mosler in den kommenden Tagen.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Italienische GT & Prototypen
Die Italienische GT-Meisterschaft 2006 wird vor allem als eine Saison mit schwachen Teilnehmerzahlen in Erinnerung bleiben – meist standen auf die vier Klassen verteilt insgesamt nur dreizehn Fahrzeuge am Start. Dabei hatte vor Saisonbeginn vor allem das Antreten zweier Maserati MC12 Anlass zu Hoffnungen auf ein attraktives Feld gegeben. Etliche Teams bevorzugten jedoch statt der nationalen Meisterschaft ein Antreten in Spanien oder bei den internationalen Events, vor allem das Fehlen von Autos der Teams BMS bedeutete einen qualitativen Rückschritt für die GT Italia.
In der GT1-Kategorie fiel bereits früh eine Vorentscheidung, als der Racing Box-MC12 mehrmals wegen technischer Probleme ausfiel und Gianbattista Giannocaro / Toni Vilander im Playteam-MC12 (Bild links) einen klaren Vorsprung im Punkteklassement herausholten. Der D&R-Saleen, der Kessel Racing-Ferrari und die Racing Box-Chrysler Viper hatten gegen die übermächtigen Maseratis von vornherein keine Chancen. Nachdem die Ferrari 575 GTC nie den Durchbruch geschafft hatten, zählte das von Loris Kessel eingesetzte Exemplar heuer bereits zu den GT-Exoten.

Zumindest bei den GT2 bleib die Entscheidung bis zuletzt spannend – sowohl Alex Caffi / Denny Zardo (Villorba Corse-Ferrari F430, Bild rechts) als auch die nur knapp geschlagenen Maceratesi / Cadei (Playteam-F430) punkteten in allen 16 Saisonläufen, am Ende lagen nur sechs Zähler zwischen den beiden Mannschaften.

Die GT3-Klasse steckte dieses Jahr in Italien noch in den Anfängen, was sich durch stets wechselnde Nennungen äußerte – „Linos“ / Giacomo Piccini (Mik Corse-Lamborghini Gallardo, Bild unten links) holten durch eifriges Punktesammeln die GT3-Trophy. Die Cup-Kategorie war offensichtlich nicht von großen Interesse für die italienischen Teams – meist ging dort mit dem Porsche 996 GT3 Cup (Bild unten rechts) von Dario Cerati / Mario Sala nur ein Auto am Start.
Verfasst von Hans Theis Schmidt. Veröffentlicht in DMV-GTC
Für sehr viele Fahrer liegt der besondere Reiz der vier UHSport-Divinol-GT- und Tourenwagen-Meisterschaften darin, den Titel auf einem ganz persönlichen Lieblingsauto bestreiten zu können. Die Markenvielfalt im Divinol-Cup ist entsprechend: Porsche, Ferrari, Lamborghini, V8Star, Donkervoort, Ultima, Audi, VW, Seat, BMW, Skoda, Alfa Romeo, Lotus, Toyota, Ford, Opel, Peugeot, Renault, Vauxhall waren unter anderem am Start. 90 Fahrerrinnen und Fahrer haben sich 2006 am Divinol-Cup (http://www.divinol-cup.com/) teilgenommen. Fahrer aus Deutschland, Tschechien, Österreich, Monaco, dem Libanon, der Schweiz, Italien, Dänemark und den Beneluxländern gingen an den Start. 2005 war es Graf Freddy Kottulinsky (S) der die Farben Schwedens in Oschersleben vertrat.
Der Cup und der Pokal gingen an Skoda, die EM-Trophy an Porsche und die Winterserie an BMW. Gesamtsiege holten Porsche- und Audi-GT’s.
UHSport-Manager & Divinol-Promoter Gerd Hoffmann war selbst Rennfahrer. 2007 hat Hoffmann Rennen in Hockenheim, am Nürburgring, in Oschersleben, am Eurospeedway, in Most, am Salzburgring und in Dijon in Planung. 16 Fahrer aus Tschechien sind 2006 im UHS-Divinol-Cup an den Start gegangen. Mehr Starter aus einem Nachbarland waren nie im UHS-Meisterschaftspaket am Start. Drei Fahrer (Kurt Thiim, Mike Holden, Steffen Larsen) kamen aus Dänemark. „Wenn wir 2007 weitere Fahrer aus Skandinavien im Cup haben werden, steht auch die Einbeziehung einer Strecke in Dänemark oder Schweden für 2008 nichts im Wege.“