Auszeichnungen für Audi & Corvette

Finish LM 2006Audi hat einen weiteren Titel für den Audi R10 TDI eingeheimst. Eine Jury der britischen Fachzeitschrift "Race Engine Technology" wählte das rund 650 PS starke V12 TDI-Triebwerk des Audi R10 sowohl zum "Rennmotor des Jahres 2006" als auch zum "Alternative Race Engine of the Year".
Stellvertretend für die Audi AG nahm Motorenentwickler Ulrich Baretzky die "Race Engine of the Year"-Trophäe auf der Professional MotorSport World Expo in Köln entgegen. Der Leiter Motorentechnik bei Audi Sport wurde auf der internationalen Motorsport-Messe zudem als "Design Engineer of the Year 2006" ausgezeichnet.
Der Audi R10 TDI ist seit seinem Debüt bei den 12 Stunden von Sebring 2006 ungeschlagen. 8x ging der Diesel-Sportwagen bisher an den Start, achtmal überquerte er die Ziellinie als Sieger. Von den Erkenntnissen aus Le Mans profitieren in Zukunft auch die Audi Kunden: Den Anfang macht ein 500 PS starker V12 TDI-Motor für den Q7-SUV. Weltweit wird bereits jeder zweite neue Audi mit einem Dieselmotor ausgeliefert.
Die Auszeichnung für den besten Serienbasierten Rennmotor bekam GM für den LS7.R small-block V8 zugestanden. Dies ist jenes Triebwerk, das in diesem Jahr die Werks-Corvettes zum Sieg in Le Mans und zum Titel in der ALMS getragen hatte.

FFSA-GT – Saisonrückblick 2006

Oreca-Saleen (www.superserieffsa.com)Einmal mehr kann die FFSA auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Vor allem die spektakulären, wenn auch nicht voll ACO-konformen rund 20 Wagen der GT1-Kategorie machen die Französische Meisterschaft einzigartig.

Was kaum jemand erwartet hatte - es war das Jahr des Oreca-Saleen (Bild links): Bruno Hernandez / Soheil Ayari boten in der Debutsaison dieses Autos eine dermaßen starke und konstante Leistung, dass die Titelentscheidung schon vorzeitig fiel. Acht Siege und drei zweite Plätze in 14 Läufen waren die Grundlage für die mit 118 Punkten Vorsprung auf die Finnen Palttala / Kuismanen (PSI-Corvette C6R) überlegenen Meisterehren.

In der GT1-Klasse zeichnet schon länger ab, dass die Ära der immer noch in großer Zahl eingesetzten Chrysler Viper GTS-R sich dem Ende zuneigt - trotz Unterstützung durch Änderungen im Reglement waren diese Fahrzeuge heuer nicht mehr voll konkurrenzfähig. Die Meister der beiden vergangenen Jahre Bornhauser / Thevenin (VBM-Viper) punkteten zwar als einzige Mannschaft in jedem der ersten zwölf Rennen, VBM-Care-F550 (www.superserieffsa.com)bei der Abschlussveranstaltung in Magny-Cours testete das Team jedoch bereits einen der Care-Ferrari 550 mit neuer Motorelektronik (Bild rechts). Von dieser kostengünstigeren Variante des 550ers könnten im Jahr 2007 bis zu vier Exemplare in Frankreich laufen.

Dieser Fahrzeugwechsel war auch der Grund, dass Bornhauser / Thevenin gemäß Reglement keine Punkte für ihre Platzierungen in Magny-Cours erhielten und somit den dritten Platz in der Gesamtwertung an eine GT2-Besatzung abtreten mussten: Narac / Lecourt (IMSA Matmut-Porsche 996 GT3 RSR, Bild unten) hatten über das Jahr hinweg in der eher schwach besetzten GT2 die Punkte für die Klassensiege gesammelt IMSA-Porsche (www.superseireffsa.com)und dazu auch einige Zähler für Top-Ten-Gesamtränge geholt. Wie bereits gemeldet, plant das Team von Raymond Narac, in der kommenden Saison mit einem Saleen bei den GT1 anzutreten.

Die Einteilung in den „Coupe de France“-Kategorien erwies sich als reformbedürftig - als zu unterschiedlich erwiesen sich die Leistungspotentiale die GT3- bzw. Cup-Autos. Trotzdem waren diese Fahrzeuge ein wichtiger Bestandteil des insgesamt 35 bis 40 Wagen starken FFSA-GT-Feldes. Das Potential der "kleineren" Klassen zeigte sich bei den Läufen auf dem engen Stadtkurs in Pau, die ohne GT1 und GT2 abgehalten wurden – gemeinsam mit den Teams aus der Britischen Meisterschaft wurde dort eine tolle Show geboten. Für nächstes Jahr plant die FFSA nunmehr auch eine gesonderte GT3-Wertung auszuschreiben.

Zakspeed in Dubai mit Menten statt Janis

3e.jpgDie FIA-GT-Meisterschaft trägt ihr diesjähriges Saisonfinale an diesem Wochenende in Dubai aus. Das Zakspeed-Racing-Team aus Niederzissen will unbedingt den zweiten Tabellenplatz verteidigen und sich damit endgültig den Titel des Vizemeisters in der GT1 Klasse der Meisterschaft sichern. Dabei gab es nun einen Rückschlag auf Fahrerseite zu verkraften: das Management von Jarek Janis (Prag) hat den tschechischen Ausnahme-Piloten aus dem Zakspeed-Team zurückgezogen und bei den Konkurrenten von Race Alliance untergebracht.

Teammanager Andreas Leberle konnte darauf hin kurzfristig den jungen Holländer Jos Menten verpflichten. Menten hat in diesem Jahr auf der PSI-Corvette reichlich GT1-Erfahrungen sammeln können. Sascha Bert und sein italienischer Teamkollege, der ex-Formel 1-Pilot Andrea Montermini wollen nun mit Jos Menten beim Finale in Dubai ein weiteres Top-Resultat mit dem Saleen erzielen und somit die Vizemeisterschaft im FIA GT–Championat 2006 für Zakspeed einfahren.

Meistgelesene Einzel-Artikel der letzten 2 Wochen