BMW M3 GT2 - erste ALMS-Tests

bmwm3testraDer BMW GT2 hat - wie bereits zu Beginn der Woche verkündet - seine ersten Runden in Road Atlanta gedreht. Am Steuer des ersten Wagens für das Rahal Letterman Team sass Jörg Müller, der bei kühlen Bedingungen den ersten Tracktest für das designierte amerikanische Einsatzteam des BMW-Sportwagens unternahm. Den Tests in Road Atlanta sollen in der kommenden Woche weitere in Sebring folgen.

Rahal-Letterman bereitete sich damit auf die ALMS-Saison 2009 vor, in der man in einer exzellent besetzten GT2-Klasse auf Panoz, Porsche, Ferrari, Corvette, Ford und Dodge trifft. Einzig Aston Martin fehlt nun nach dem Rückzug des Barwell-Teams nach Europa.

Lobart LA 01-BMW

08cip944Vom Saisonfinale der Italienischen Prototypen-Meisterschaft können wir ein interessantes Bild nachreichen: Es zeigt den Lobart LA 01-BMW, der in Vallelunga von der Meistermannschaft WRC als drittes Auto neben den beiden Norma des Teams an den Start gebracht wurde.

Als Fahrer des Lobart kam Raffaele Giammaria zum Einsatz, der im Qualifying Rang 5 unter 18 Teilnehmern erreichte, im Rennen fehlten zu einem Podiumsplatz dann nur rund fünf Zehntel. Mit 10,828 Sekunden Rückstand auf den Sieger belegte Giammaria den vierten Rang - ein durchaus gelungener Debut-Auftritt für das neue CN-Chassis.

ACO-Regeln 2009 (1) - die GT2

GT2Der ACO hat das 2009´er Regelwerk für LMP und GT nun in der vollen Fassung veröffentlicht. Nachdem im Vorfeld schon viel über die Intentionen der Änderungen (Einbremsung der Geschwindigkeiten, Erhöhung der Sicherheit, Angleichung der Motorenkonzepte sowie verbesserte Zuschauertransparenz) und die verkündeten Massnahmen spekuliert wurde, liegen jetzt Fakten für die beteiligten Hersteller und Teams vor. Insbesonders bei den GT-Regularien wurde im Gegensatz zu den LMP bislang einiges offen gelassen, das jetzt im Detail beurteilt werden kann.

Wir wollen in den nächsten Tagen einen Blick auf die aktuellen Regelwerke der einzelnen Klassen werfen und starten an dieser Stelle mit dem Regelwerk der GT2

  • Die Heckflügel der GT2 behalten ihre Abmessungen, müssen aber mit einem 15mm hohem Gurney ausgestattet werden.

  • Der maximale Lärmpegel eines GT2 wird auf 112dB (gemessen 15m von der Strecke entfernt, also etwa in Zuschauerdistanz) beschränkt.

  • Während der Betankung muss durch einen Sensor ein Start des Motors unterbunden werden, solange der Tankstutzen mit dem Auto verbunden ist.

  • Die minimale Bodenfreiheit wird auf 55mm Höhe festgelegt.

  • Die Grenzgewicht für die Entscheidung zwischen 12 und 14 Zoll breiten Felgen wird auf 1245kg angehoben

  • Die maximale Cockpit-Temperatur wird auf 32°C festgelegt, was den Einsatz von Klimaanlagen unentbehrlich macht. Zur Kontrolle ist ein Sensor vorgeschrieben, der diese Temperatur permanent überwacht. Zeigt dieser eine Überschreitung an oder fällt er aus, wird das Fahrzeug vom ACO an die Box zitiert.

  • Proton Porsche Sauerstoff- und Ethanolgehalt des Benzins wurden neu definiert.

  • Ebenso sind die Restriktortabellen komplett hin zu kleineren Größen überarbeitet worden. Bei den Motoren bleibt es bis auf weiteres bei den Limits von 4l Turbo- bzw. 8l Saugmotoren.

  • Die letzte Änderung betrifft die Porsche 997 GT2 wie den nebenstehend abgebildeten Proton-Felbermayr-997 - diese dürfen aus Performancegründen 2009 25 kg ausladen.

  • Im Appendix A des Reglements wird darüber hinaus für alle Klassen festgelegt, dass die Betankung nur durch Schwerkraft (2m Höhe des Vorratstanks) erfolgen darf. Druckbetankungen werden damit auf die Campingplätze verbannt ...

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