GT Italia – Runde 8 - Vallelunga
Nur elf Fahrzeuge nahmen am Saisonfinale der Italienischen GT-Meisterschaft in Vallelunga teil. In der GT2-Kategorie brachte die Scuderia Playteam zur Unterstützung von Maceratesi / Cadei (Ferrari F430), die noch mit zwei anderen Ferrari-Teams um den Klassentitel kämpften, zusätzlich ihren Ferrari F360 mit Pier Guidi / Giao an den Start.
Die bereits feststehenden neuen GT1-Meister Giannocaro / Vilander (Playteam-Maserati MC12) sicherten sich souverän die Poles für beide Rennen. Der erste Lauf brachte dann eine Vorentscheidung um den GT1-Vizetitel: Nach nur fünf Runden erlitt der Racing Box-Maserati MC12 einen Motorschaden, das Rennwochenende war damit für Cappellari / Perazzini zu Ende. Giannocaro / Vilander gewannen vor Kessel / Chiesa (Kessel Racing-Ferrari 575GTC, Bild rechts) und den GT2-Besatzungen Pasini / Mediani (Victory Engineering-Ferrari F430) sowie Maceratesi / Cadei (Playteam-F430) - dem Schweizer Loris Kessel war somit der zweite Platz im GT1-Gesamtklassement nicht mehr zu nehmen.
Umso spannender wurde es bei den GT2: Alex Caffi / Denny Zardo (Villorba Corse-F430, Bild links) lagen nur mehr einen Punkt vor Maceratesi / Cadei – wer von den beiden Mannschaften im Finallauf besser platziert wäre, würde den Klassentitel holen. Giannocaro / Vilander siegten auch im zweiten Rennen des Tages, dahinter retteten Caffi / Zardo drei Sekunden Vorsprung auf ihre unmittelbaren Konkurrenten ins Ziel und durften über den GT2-Titel jubeln. Sabatini / Ceccato wurden in der betagten Racing Box-Chrysler Viper Fünfte, was Gabriele Sabatini noch ermöglichte, in der Gesamtwertung der GT1-Piloten punktemäßig mit Luca Cappellari gleichzuziehen. Die Abschlussklassements der GT Italia lauten: GT1 - Giannocaro / Vilander (270 Punkte) vor Kessel (187), Cappellari und Sabatini (je 165); GT2 - Caffi / Zardo (259), Maceratesi / Cadei (253), Pasini (222).
Pünktlich zum Wochenende zeigte sich der Spätsommer noch einmal von seiner schönsten Seite. Bei angenehmen Temperaturen klarte der Himmel im Laufe der Samstags immer mehr auf. Das mittägliche Qualifying stand abermals im Zeichen des weißen Spice SE90C von Mercer. Im Laufe seiner 12 Runden knallte er eine Bestzeit von 1:12.208 auf den Asphalt. Mit einem Respektabstand folgten ihm Randall, Eyre, Jim Mullen (Spice GTP) und Gary Pearson im schnellsten der C2 Prototypen.
Zum zweiten Rennen konnte der Trainingsschnellste wieder antreten. Die Mechaniker konnten die Reparatur am Spice von David Mercer rechtzeitig abschließen. Leider nicht mehr dabei war der ADA Cosworth von Gary Pearson. Der Schaden an der Tür konnte vor Ort nicht behoben werden. Pearson bekam aber die Gelegenheit einen anderen Wagen zu übernehmen. Der am Vormittag drittplatzierte Jim Mullen musste die Strecke vorzeitig in Richtung Flughafen verlassen. Ein Termin in den USA verlangte nach seiner Anwesenheit. Mullen bot Pearson das Cockpit im Spice Chevrolet an, was dieser dankend annahm. Randall nahm Startplatz 1 ein während die beiden Jäger im Spice von ganz hinten das Feld aufrollen wollten.Erwartungsgemäß setzte sich der Nissanpilot am Start durch und ergriff die Flucht. Und er hatte allen Grund dazu. Denn bereits am Ende der ersten Runde waren Pearson und Mercer bereits auf die Plätze 3 und 4 vorgestürmt. Für Mercer sollte das Rennen aber schon bald wieder zu Ende sein. In Runde 4 streikte der Cosworth im Heck des Spice. Doch für Pearson ging die Jagd weiter. Bald fiel ich Richard Eyre zum Opfer als er ihn in Runde 8 überholte. Derweil gab Randall an der Spitze alles was der Nissan hergab. Scheinbar verlangte er dem 3 Liter Turbomotor zu viel ab. In Runde 12 gab dieser den Geist auf. Mit dem Ausfall des Nissan übernahm Pearson die Führung und gab sie nicht mehr ab. Nicht nur um den Sieg wurde hart gekämpft. So gab es wie schon im ersten Rennen ein packendes Duell zwischen Alasdair McCaig und Andrew Smith mit mehreren Platzwechseln. Dieses Mal behielt Smith die Oberhand. Denn in Runde 9 hauchte der neue Rovermotor sein Leben aus. Wiederum ein schönes Rennen lieferte Jim Loftis im Mazda ab. Wie schon am Vormittag rang er die Klassenrivalen Bardon Ford DB2 und Tiga Rover GC287 von Duncan McKay bzw. Richard Bateman nieder. Mit Endrang 5 schaffte er im letzten Rennen die beste Platzierung des Jahres.
Beim vorletzten Lauf der BfGoodrich Langstreckenmeisterschaft haben Marc Basseng und Patrick Simon den insgesamt nun zehnten Gesamtsieg für die Mannschaft von Land Motorsport eingefahren. In der laufenden Saison gelang dem Fahrerduo zum dritten Mal das Triple: Pole-Position, schnellste Rennrunde und schließlich der Sieg. Nach einem wahren Favoritensterben an der Spitze des Feldes komplettierten Dirk Riebensahm, Christopher Gerhard und Hans Peter Huppert-Nieder in der Dodge Viper GTS-R des Zakspeed-Teams und Reinhold Mölig im Irmscher V8STAR vor 21.000 Zuschauern das Podium. Mario Merten und Wolf Silvester haben mit ihrem sechsten Sieg bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum den Meistertitel fast sicher.
Eine kleine Formalie trennt beide noch von dem Meistertitel in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Sie müssen am Saisonfinale teilnehmen. Egal, ob sie dabei die Zielflagge sehen oder nicht - nur dann wird ihnen das letzte Rennen als Streichergebnis gewertet. Sollten beide beim letzten Rennen nicht antreten, würde diese Nullrunde nicht als Streichresultat zählen.
Die direkte Konkurrenz im Rennen fiel technischen Problemen zum Opfer. Nicht über das Zeittraining hinaus kamen Raeder-Motorsport (Getriebeschaden am Lamborghini Gallardo) und Alzen-Motorsport (Motorschaden am Porsche 911 GT3). Im Rennen erwischte es nach 20 Runden die bis zu ihrem Ausfall aufgrund Antriebswellenbruch auf Platz zwei geführten Michael Bäder, Tobias Hagenmeyer und Markus Gedlich. Volker Strycek, Andreas und Ralf Schall haderten mit Problemen an der Bremsanlage ihres Opel Astra V8 Coupés und zwei Reifenschäden. Einen von beiden fing sich Schlussfahrer Ralf Schall in der vorletzten Runde ein, als er zur Aufholjagd auf den Drittplatzierten Mölig angesetzt hatte. Am Ende belegte die Opel-Mannschaft Platz vier. Jochen Krumbach und Tom Clost fuhren im Porsche 911 GT3 von Mühlner-Motorsport auf Platz fünf vor Frank Lorenzo, Harald Jacksties und Nils Bartels in einem weiteren Porsche 911 GT3 R auf Rang 6.
Bruno Hernandez / Soheil Ayari (Oreca-Saleen S7R) siegten beim samstäglichen ersten Rennen der Französichen GT in Le Mans vor den überraschend starken Eric Cayrolle / Kenis Guyno (SRT-Corvette C5R) sowie Markus Palttala / Pertti Kuismanen (PSI-Corvettte C6R).
Spannende Ausgangsposition nach dem Qualifying in der FIA-GT auf dem Adria-Circuit. Nach der vierten Pole von Zakspeed-Pilot Jarek Janis (rechts auf dem Bild) stehen die drei Fahrerkombinationen mit Titelaussichten in der GT1 auf den ersten drei Startplätzen auf dem engen italienischen Circuit. Die vorderste Startreihe teilt sich der Zakspeed-Saleen mit dem Phoenix-Aston-Martin von Deletraz/Picchini. In der zweiten Startreihe folgt der Maserati der Meisterschaftsführenden Bartels/Bertolini, die neben dem erstaunlich starken Lamborghini Murcielago zu stehen gekommen sind. Alle neun GT1-Teams haben sich dabei innerhalb von einer Sekunde qualifiziert.
Mit ihrem siebten Laufsieg in zwölf Rennen holten sich Bruno Hernandez / Soheil Ayari (Oreca-Saleen S7R, Bild) in Le Mans vorzeitig den Französischen Meistertitel. Alle Anstrengungen des PSI-Teams waren vergeblich – für Markus Palttala / Pertti Kuismanen (Corvette C6R) und Sebastien Dumez / Jean-Luc Blanchemain (Corvette C5R) blieben nur die Ehrenplätze auf dem Podest. Einen respektablen vierten Rang erreichten die Vorjahresmeister Bornhauser / Thevenin mit der VBM-Chrysler Viper, etwas besser als am Vortag lief es auch für die Larbre-Ferrari: Balthazard / Policand wurden Fünfte, Dupard / Gardel konnten mit Platz 7 das Potential des 550ers mit einem auf längere Nutzungsdauer ausgelegten Motor andeuten. Beste GT2-Besatzung waren einmal mehr Narac / Lecourt (IMSA Matmut-Porsche 996GT3 RSR) auf Gesamtrang 15.

Der von Larbre Competition eingesetzte Care-Ferrari 550 der „neuen (Motor-)Generation“ wird – anderes als in den ersten Presseaussendungen angekündigt – in Le Mans von Gabriele Gardel / Olivier Dupard gefahren. Auch bei SRT gibt es – wie vor einigen Tagen in einer
Mit zwei 60-Minuten-Läufen am 15.10. in Vallelunga geht die diesjährige Italienische GT-Meisterschaft zu Ende: Bei den GT1 haben sich –