Nissan Sieg in Autopolis
Die 8. Runde der japanischen Super GT Meisterschaft ist auf dem Autopolis Circuit an das Xanavi Nissan Z-Team von Satoshi Motoyama und Tsugio Matsuda gegangen. Beide gewannen vor 51.000 Zuschauern die vorletzte Runde des Championnats, allerdings vornehmlich weil die Konkurrenz der auf diesem Kurs überlegenen Honda-NSX-Teams sich selbst im Wege stand. Polesetter Ryo Michigami verlor schon am Start drei Positionen im Takata Dome-NSX und musste sich diese erst mühsam wieder erkämpfen, was ihn und Partner Takshi Koghure am Ende auf den dritten Platz ins Ziel brachte. Ralph Firman im Arta-NSX übernahm zuerst die Führung, verlor diese aber nach einer Kollision. Die Rolle des stärksten Verfolgers des am Ende siegreichen Nissans fiel dann dem Raybrig-NSX von Sebastian Phillipe und Shinya Hosokawa zu. Die verloren ihren zweiten Platz am Ende durch eine 30s Zeitstrafe, was den Takata Dome-NSX wieder auf Platz 2 der Endwertung brachte.
Eher durchwachsen fiel das Rennen für die beiden deutschsprachigen Piloten aus. Michael Krumm lief mit seinem Nissan auf Rang 6 ein, Andre Lotterer folgte mit seinem Lexus dahinter auf Rang 7. Beide haben nun vor der letzten Runde neun bzw. sieben Punkte Rückstand auf die derzeit meisterschaftsführenden Honda-Piloten Sebastian Phillipe und Shinya Hosokawa.
In der GT300-Klasse landete der Shiden GT des Privee Zurich Teams den lang erwarteten Premierensieg. Vom Start weg konnte Hiroki Katoh eine bis zu 90s umfassende Führung auf den Rest des Feldes aufbauen, die Partner Katsuo Takahashi nur noch ins Ziel zu bringen brauchte. Beide übernahmen mit dem Sieg die Führung in der GT300-Wertung. Rang 2 fiel an den Mazda RX7 von Tetsuya Yamano and Hiroyuki Iiri. Der umkämpfte dritte Platz fiel am Ende an das DHG Advan-Ford GT40-Team von Hidetoshi Mitsusada und Daisuke Ikeda, die damit das erste Podium der Saison für den amerikanischen Boliden errangen.
Die letzte und entscheidende Runde wird am 11.11. auf dem Fuji Speedway ausgetragen.
Das Saisonfinale der GT2-Kategorie der Britischen Meisterschaft findet im Rahmen der FFSA-GT-Läufe am 21./22.10. in Magny-Cours statt. Gerade einmal drei Autos werden den Weg über den Ärmelkanal antreten, um das ohnehin schon spektakuläre Feld der Französischen GT zu bereichern.
Nur elf Fahrzeuge nahmen am Saisonfinale der Italienischen GT-Meisterschaft in Vallelunga teil. In der GT2-Kategorie brachte die Scuderia Playteam zur Unterstützung von Maceratesi / Cadei (Ferrari F430), die noch mit zwei anderen Ferrari-Teams um den Klassentitel kämpften, zusätzlich ihren Ferrari F360 mit Pier Guidi / Giao an den Start.
Pünktlich zum Wochenende zeigte sich der Spätsommer noch einmal von seiner schönsten Seite. Bei angenehmen Temperaturen klarte der Himmel im Laufe der Samstags immer mehr auf. Das mittägliche Qualifying stand abermals im Zeichen des weißen Spice SE90C von Mercer. Im Laufe seiner 12 Runden knallte er eine Bestzeit von 1:12.208 auf den Asphalt. Mit einem Respektabstand folgten ihm Randall, Eyre, Jim Mullen (Spice GTP) und Gary Pearson im schnellsten der C2 Prototypen.
Zum zweiten Rennen konnte der Trainingsschnellste wieder antreten. Die Mechaniker konnten die Reparatur am Spice von David Mercer rechtzeitig abschließen. Leider nicht mehr dabei war der ADA Cosworth von Gary Pearson. Der Schaden an der Tür konnte vor Ort nicht behoben werden. Pearson bekam aber die Gelegenheit einen anderen Wagen zu übernehmen. Der am Vormittag drittplatzierte Jim Mullen musste die Strecke vorzeitig in Richtung Flughafen verlassen. Ein Termin in den USA verlangte nach seiner Anwesenheit. Mullen bot Pearson das Cockpit im Spice Chevrolet an, was dieser dankend annahm. Randall nahm Startplatz 1 ein während die beiden Jäger im Spice von ganz hinten das Feld aufrollen wollten.Erwartungsgemäß setzte sich der Nissanpilot am Start durch und ergriff die Flucht. Und er hatte allen Grund dazu. Denn bereits am Ende der ersten Runde waren Pearson und Mercer bereits auf die Plätze 3 und 4 vorgestürmt. Für Mercer sollte das Rennen aber schon bald wieder zu Ende sein. In Runde 4 streikte der Cosworth im Heck des Spice. Doch für Pearson ging die Jagd weiter. Bald fiel ich Richard Eyre zum Opfer als er ihn in Runde 8 überholte. Derweil gab Randall an der Spitze alles was der Nissan hergab. Scheinbar verlangte er dem 3 Liter Turbomotor zu viel ab. In Runde 12 gab dieser den Geist auf. Mit dem Ausfall des Nissan übernahm Pearson die Führung und gab sie nicht mehr ab. Nicht nur um den Sieg wurde hart gekämpft. So gab es wie schon im ersten Rennen ein packendes Duell zwischen Alasdair McCaig und Andrew Smith mit mehreren Platzwechseln. Dieses Mal behielt Smith die Oberhand. Denn in Runde 9 hauchte der neue Rovermotor sein Leben aus. Wiederum ein schönes Rennen lieferte Jim Loftis im Mazda ab. Wie schon am Vormittag rang er die Klassenrivalen Bardon Ford DB2 und Tiga Rover GC287 von Duncan McKay bzw. Richard Bateman nieder. Mit Endrang 5 schaffte er im letzten Rennen die beste Platzierung des Jahres.
Beim vorletzten Lauf der BfGoodrich Langstreckenmeisterschaft haben Marc Basseng und Patrick Simon den insgesamt nun zehnten Gesamtsieg für die Mannschaft von Land Motorsport eingefahren. In der laufenden Saison gelang dem Fahrerduo zum dritten Mal das Triple: Pole-Position, schnellste Rennrunde und schließlich der Sieg. Nach einem wahren Favoritensterben an der Spitze des Feldes komplettierten Dirk Riebensahm, Christopher Gerhard und Hans Peter Huppert-Nieder in der Dodge Viper GTS-R des Zakspeed-Teams und Reinhold Mölig im Irmscher V8STAR vor 21.000 Zuschauern das Podium. Mario Merten und Wolf Silvester haben mit ihrem sechsten Sieg bei den VLN-Serienwagen bis 1.850 ccm Hubraum den Meistertitel fast sicher.
Eine kleine Formalie trennt beide noch von dem Meistertitel in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring: Sie müssen am Saisonfinale teilnehmen. Egal, ob sie dabei die Zielflagge sehen oder nicht - nur dann wird ihnen das letzte Rennen als Streichergebnis gewertet. Sollten beide beim letzten Rennen nicht antreten, würde diese Nullrunde nicht als Streichresultat zählen.
Die direkte Konkurrenz im Rennen fiel technischen Problemen zum Opfer. Nicht über das Zeittraining hinaus kamen Raeder-Motorsport (Getriebeschaden am Lamborghini Gallardo) und Alzen-Motorsport (Motorschaden am Porsche 911 GT3). Im Rennen erwischte es nach 20 Runden die bis zu ihrem Ausfall aufgrund Antriebswellenbruch auf Platz zwei geführten Michael Bäder, Tobias Hagenmeyer und Markus Gedlich. Volker Strycek, Andreas und Ralf Schall haderten mit Problemen an der Bremsanlage ihres Opel Astra V8 Coupés und zwei Reifenschäden. Einen von beiden fing sich Schlussfahrer Ralf Schall in der vorletzten Runde ein, als er zur Aufholjagd auf den Drittplatzierten Mölig angesetzt hatte. Am Ende belegte die Opel-Mannschaft Platz vier. Jochen Krumbach und Tom Clost fuhren im Porsche 911 GT3 von Mühlner-Motorsport auf Platz fünf vor Frank Lorenzo, Harald Jacksties und Nils Bartels in einem weiteren Porsche 911 GT3 R auf Rang 6.
Bruno Hernandez / Soheil Ayari (Oreca-Saleen S7R) siegten beim samstäglichen ersten Rennen der Französichen GT in Le Mans vor den überraschend starken Eric Cayrolle / Kenis Guyno (SRT-Corvette C5R) sowie Markus Palttala / Pertti Kuismanen (PSI-Corvettte C6R).
Spannende Ausgangsposition nach dem Qualifying in der FIA-GT auf dem Adria-Circuit. Nach der vierten Pole von Zakspeed-Pilot Jarek Janis (rechts auf dem Bild) stehen die drei Fahrerkombinationen mit Titelaussichten in der GT1 auf den ersten drei Startplätzen auf dem engen italienischen Circuit. Die vorderste Startreihe teilt sich der Zakspeed-Saleen mit dem Phoenix-Aston-Martin von Deletraz/Picchini. In der zweiten Startreihe folgt der Maserati der Meisterschaftsführenden Bartels/Bertolini, die neben dem erstaunlich starken Lamborghini Murcielago zu stehen gekommen sind. Alle neun GT1-Teams haben sich dabei innerhalb von einer Sekunde qualifiziert.
Mit ihrem siebten Laufsieg in zwölf Rennen holten sich Bruno Hernandez / Soheil Ayari (Oreca-Saleen S7R, Bild) in Le Mans vorzeitig den Französischen Meistertitel. Alle Anstrengungen des PSI-Teams waren vergeblich – für Markus Palttala / Pertti Kuismanen (Corvette C6R) und Sebastien Dumez / Jean-Luc Blanchemain (Corvette C5R) blieben nur die Ehrenplätze auf dem Podest. Einen respektablen vierten Rang erreichten die Vorjahresmeister Bornhauser / Thevenin mit der VBM-Chrysler Viper, etwas besser als am Vortag lief es auch für die Larbre-Ferrari: Balthazard / Policand wurden Fünfte, Dupard / Gardel konnten mit Platz 7 das Potential des 550ers mit einem auf längere Nutzungsdauer ausgelegten Motor andeuten. Beste GT2-Besatzung waren einmal mehr Narac / Lecourt (IMSA Matmut-Porsche 996GT3 RSR) auf Gesamtrang 15.

Der von Larbre Competition eingesetzte Care-Ferrari 550 der „neuen (Motor-)Generation“ wird – anderes als in den ersten Presseaussendungen angekündigt – in Le Mans von Gabriele Gardel / Olivier Dupard gefahren. Auch bei SRT gibt es – wie vor einigen Tagen in einer