Beim Qualifikationstraining für den neunten und letzten Lauf des Porsche Carrera Cups Deutschland auf dem Hockenheimring kämpften der Tabellenführer Richard Westbrook (Großbritannien) und sein Verfolger Uwe Alzen (Betzdorf) um die beste Ausgangsposition im entscheidenden18-Runden-Rennen am morgigen Sonntag, in das der Brite mit einem Punkt Vorsprung vor seinem deutschen Gegner startet.
Nachdem das Training wegen eines Unfalls, bei dem der österreichische Fahrer Martin Brückl unverletzt blieb, unterbrochen wurde, blieben den 37 Startern lediglich 20 Minuten für die Zeitenjagd. Im dichten Verkehr sicherte sich Uwe Alzen Startplatz zwei hinter Chris Mamerow (Waltrop), der zum zweitenmal in der aktuellen Saison die Pole-Position besetzt.
Weit weniger glücklich verlief das Training für Richard Westbrook. Zum Zeitpunkt der Unterbrechung lag der fünffache Sieger dieses Jahres auf dem vorläufigen 30. Startplatz. Im Verlauf der verbleibenden Trainingszeit kam Westbrook über die siebtbeste Zeit dann nicht hinaus. Mit dem dritten Startplatz schloss der Franzose Nicolas Armindo an seine starken Leistungen der letzten Rennen an. Nur Armindo, der auf dem Eurospeedway siegte, hat noch eine geringe rechnerische Chance, die Vizemeisterschaft zu gewinnen. Neben dem Franzosen steht am Sonntag der Österreicher Martin Ragginger in Startreihe zwei.
Farnbacher Racing plant in der nächsten Saison eine Ausweitung des Übersee-Rennprogramms. Neben einer Fortsetzung des Grand Am-Engagement - wo man heuer mit Dirk Werner den Fahrertitel erringen konnte - und des Porsche Carrera-Cup-Programms steht auch ein Fortsetzung des LMS-Engagements mit einem oder sogar zwei Autos im Raum (Bild: der diesjährig eingesetzte Porsche). Für die LMS soll der diesjährige PCC-Pilot Jörg Hardt bereits eingeplant sein.
Interessant sind die laut Teamchef Horst Farnbacher bereits weitestgehend fixierten Pläne, zwei Wagen in der GT2-Klasse der ALMS einzusetzen. Hierbei dürfte Dominik Farnbacher, 2005 Zweiter in der GT2-Klasse in Le Mans, eine Rolle spielen.
Beim GT-Masters-Finale am Hockenheimring griffen schon die neuen Basisgewichteinstufungen des GT-Bureaus, die dieses im Anschluss an die GT3-EM-Runde in Brünn festgelegt hatte. Bei den Performance-Tests in Brünn hatte man bei der Dodge Viper das gesamte Handicapgewicht von 60 kg eliminiert, den Ascari KZ1 ebenfalls um 80 kg erleichtert und der zuletzt erfolgreichen Corvette 20 kg hinzugeladen, so dass die GM-Wagen insgesamt nun 60 kg Ballast tragen. In Hockenheim war die Z06 von Ludwig / v.Gatzen zusätzlich mit 10 kg „Profiballast“ unterwegs, der sich im Fahrerstatus der Piloten begründet.
In Hockenheim trat das in Kottenhagen am Nürburgring stationierte Team von Matech erstmals mit allen drei Wagen bei einem nationalen Event an. Das neue Team von Ex-PSI-Chef Christian Schuhmacher plant langfristig mit dem Ford GT(nicht GT40!)-Projekt, auch wenn man ab 2008 auch zusätzlich das Mustang GT4-Projekt von Ford offiziell übertragen bekommt.
„Über den Winter entstehen bei uns 6-7 neue Autos, so dass wir Anfang der nächsten Saison zehn Fahrzeuge verfügbar haben werden, wovon wir bereits sechs verkaufen konnten. Möglich wurde dies unter anderem dadurch, dass Ford für uns 30 neue Chassis des Ford GT aufgelegt hat, wobei der Preis allerdings weiterhin bei etwa 330 Tausend Euro liegen wird. Neben uns wird zumindest ein anderes Team in der EM antreten, wobei wir deswegen unter anderem in Verhandlungen mit Charouz Systems und einigen anderen, teils französischen Teams sind. Als Übergang für die Zeit bis zur Einstufung unseres Wagens als GT1 bereiten wir derzeit zusammen mit Ford Deutschland ein Projekt in der VLN vor, bei dem geplant ist, zumindest einen Wagen bei den 24 Stunden am Nürburgring 2008 antreten zu lassen. Ab 2009 besteht dann die Option den Wagen entweder weiter als GT3 oder dann als neuen GT1 aufbauen zu können“, so Schuhmacher in einem Kurzinterview mit uns. Kommt in den Zweikampf Porsche gegen BMW beim Klassiker am Ring somit Bewegung durch den zweimaligen Sieger Ford? Wir werden sehen!
Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Der erste Kalender-Entwurf des ADAC GT Masters 2008, der am Samstag anlässlich der Präsentation des ADAC Formel-Masters vorgestellt wurde, gibt einen ersten Ausblick auf die einheimische Saison 2008. So sind derzeit sechs Termine geplant, die allerdings noch durch einen 7. Termin ergänzt werden könnten, falls man sich mit einer großen einheimischen Tourenwagen-Serie über einen zusätzlichen Event einig werden könnte. Derzeit lauten die in Hockenheim veröffentlichten Daten wie folgt:
Ferrari hat in der vergangenen Woche das 2008´er Evo-Modell der Rennversion des F430 in Mugello getestet. Der Wagen beinhaltet neben einer leistungsgesteigerten Variante des 4,3l Motors, der durch Veränderungen im Ansaugtrakt mehr Leistung und Drehmoment aufweist, umfangreiche Änderungen des Aero-Paketes. So ist der Heckflügel nun flacher gebaut, auch die Luftführung über der Fronthaube und an den Radkästen wurde optimiert. Ein neuer Unterboden ist ebenfalls montiert und auch eine neue Aufhängungsgeometrie wurde dem Wagen spendiert.
Die beiden Ferrari-Testpiloten Gianmaria Bruni und Jamie Melo drehten zahlreiche Runden auf dem Ferrari eigenen Kurs in der Toscana. Offiziell vorgestellt werden soll der für die FIA-GT-Meisterschaft, LMS und ALMS vorgesehene F430 GT2 2008 bei den Ferrari Days in Mugello Ende Oktober.
Eric Cayrolle / Laurent Cazenave (SRT-Corvette C5-R) starteten von der Pole-Position in den vorletzten Lauf der diesjährigen Französischen GT-Meisterschaft. Auf Startplatz 2 stand der Oreca-Saleen der Tabellenführer Ayari / Narac - ihre Teamkollegen und zugleich letzten verbliebenen Konkurrenten um den Titel Hernandez / Groppi landeten im Qualifying hinter Bornhauser / Makowiecki (Larbre-Aston Martin DBRS9) und Debard / Thevenin (Tarres-Saleen S7R) an fünfter Stelle.
Das samstägliche Rennen brachte den ersten Saisonsieg für Yvan Lebon / Jean-Philippe Dayraut (PSI-Corvette C6.R, Bild links), die mit nur zwei Zehntel Vorsprung auf Hernandez / Groppi (Oreca-Saleen S7R) gewannen. Dahinter fiel die Entscheidung um den FFSA-GT-Fahrertitel zugunsten von Soheil Ayari / Raymond Narac – allerdings erst nach Verhängung 25-Sekunden-Zeitstrafe gegen die ursprünglich drittplatzierten Cazenave / Cayrolle: Ayari / Narac (Oreca-S7R, Bild unten, im Vordergrund) erbten deren Podestrang und sind somit in der Gesamtwertung auf Grund der vom Reglement vorgesehenen zwei Streichresultate nicht mehr einzuholen.
Die Plätze 4 bis 6 gingen an Balthazard / Policand (Luc Alphand Aventures-Corvette C5-R), Berville / Bouchut (SRT-C5-R) sowie Debard / Thevenin (Tarres-Saleen S7R), Cazenave / Cayrolle wurden auf Rang 7 zurückgereiht.
In der GT2-Klasse blieben Lecourt / Balandras (9.) erfolgreich, bei den GT3 feierten die First Racing-Lamborghini Gallardo von Dubreuil / Amado (11.) und Leclerc / Tuchbant (12.) einen Doppelsieg. Den Titel in dieser Kategorie konnte sich Christoper Campbell (Sport Garage-Ferrari F430 GT3) durch einen vierten Klassenrang hinter Ballay / Scheier (Thierry Boutsen Racing-F430 GT3) sichern.
Die beiden Trainingssessions am Freitag wurden von den Corvettes beherrscht, wobei sich Cazenave / Cayrolle (SRT-C5-R, Bild) und Lebon / Dayraut (PSI-C6.R) als die bislang stärksten Besatzungen erwiesen. Die Fahrer der Oreca-Saleen bereiten sich auf den Showdown um den Titel vor: Ayari / Narac hielten sich noch eher zurück, Hernandez / Groppi - die um aufzuholen in den beiden abschließenden Rennen Podestplätze anpeilen müssen - legten am Nachmittag die zweitbeste Zeit vor. Das Team Tarres setzt diesmal angeblich einen zweiten Saleen ein, wobei es sich um ein ex-Konrad-Auto handeln soll. Nicht vor Ort war hingegen in der GT1-Klasse der Protek-S7R, insgesamt gingen 32 Teams (13 GT1, 5 GT2, 14 GT3) auf die Strecke.
Verfasst von Harald Gallinnis am . Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Die Punktesituation für die beiden Finalrennen der ADAC GT Masters in Hockenheim ist klar: Um sich für den letzten Lauf am Sonntag noch eine Titelchance offen zu lassen, müssen Peter Kox und Albert von Thurn & Taxis (im Bild oben links) beim Lauf am Samstag in den Punkten vor dem Meisterschaftsführenden Christopher Haase (im orangen Gallardo rechts) ankommen. 11 Punkte beträgt der Vorsprung des letzjährigen Dacia-Logancup-Meisters Haase vor Kox / T&T. Die Lamborghini-Teamkollegen müssen dabei mehr denn je auf den Verkehr acht geben - 28 Wagen mit jeder Menge talentierter Klientel an Bord werden ein ungewohnt volles Feld ergeben.
Mit Ausnahme der Lamborghini-Fahrerwertung, in der der Vorsprung Haases nur 8 Punkte beträgt, sind die restlichen Wertungen fast entschieden. Teamchampion ist ohne Überraschung Reiter Engineering mit derzeit 96 Punkten, während SMS Seyffarth Motorsport (53), Argo Racing (50) und Martini-Callaway (41) noch um die Plätze dahinter rangeln. Die SMS Seyffarth-Piloten Seyffath und Schmickler führen die Porsche-Cupwertung uneinholbar vor Nikolai Krassin und Altfried Heger an. Somit dürfte der Kampf der Lamborghini-Mannschaften im Mittelpunkt des Geschehens am Wochenende stehen.