WEC 2020 Finale bei den 8h von Bahrain

An diesem Wochenende endet die FIA Langstrecken Weltmeisterschafts Saison 2019/20 mit dem Finale in Bahrain. Lediglich 24 Wagen treten am Samstag ab 14 Uhr Ortszeit zum 8 stündigen Rennen am arabischen Golf an, bei dem die letzten Titelentscheidungen der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Saison ausgefahren werden.

Lediglich 2 Toyota TS 050 Hybrid starten bei der Abschiedsvorstellung von Toyotas erfolgreichstem Top-Sportwagen in der LMP1-Klasse, die ab dem nächsten Jahr durch die LMH-Hypercars als Top-Klasse abgelöst werden. Keine Ginetta , keine Rebellions und auch kein ByKolles Racing stehen als Konkurrenten bereit. Im Titelkampf den beide Wagen untereinander ausmachen hat die Besatzung des #8 Toyotas – das Trio Brendon Hartley, Kazuki Nakajima und Sebastian Buemi – mit 175 Punkten 7 Punkte Vorsprung vor den Teamkameraden Jose-Maria Lopez Kamui Kobayashi und Mike Conway. Allerdings sind letztere aufgrund der BoP mit einem Vorteil von theoretischen 0,54s Vorteil gegenüber ihren Teamkollegen unterwegs. Von daher könnte der Zusatzpunkt für die Pole-Position das Titelrennen in diesem Jahr entscheiden.

Nach dem Rückzug des Cool Racing Orecas starten lediglich 6 LMP2 beim Finale das um 14 Uhr Ortszeit (12 Uhr MEZ) startet und in der Nacht um 22 Uhr endet. Neben dem Cetilar-Dallara und den bereits als Meistern feststehenden United Autosports-Piloten Hanson, Alburquerque und Di Resta, starten das Team Jota, Jackie Chan DC, Signatech-Alpine und das Racing Team Nederland in Bahrain.

In der GTE-Pro entscheidet sich das Titelrennen zwischen den beiden Werks-Aston-Martin-Crews Soerensen/Thiim (157 Punkte) und Lynn/Martin (142). Lediglich die Werks-Crews von Aston Martin , Porsche und Ferrari starten in der Klasse.

10 Wagen starten in der GTE-Am-Klasse 5 Porsche, 3 Ferrari und 2 Aston Martin. Auf einem der Project 1 Porsche gibt Jörg Bergmeister ein Comeback für den beim zeitgleichen GTWCEEC by AWS-Finale engagierten Matteo Cairoli als Teamkollege von Egidio Perfetti und Larry Ten Voorde. Aus dem selben Grund fehlt Matt Cambell an Bord des #77 Dempsey-Proton-Porsches , der dort durch Dennis Olsen ersetzt wird. An Bord des Gulf-Porsches wird schliesslich Andrew Watson durch Alessio Piccariello ersetzt. In der Klasse kämpfen die Besatzungen des #90 TF Sport Aston Martin und des #83 AF Corse Ferrari um den Titel, wobei der Vorsprung der Aston Martin Crew lediglich 8 Punkte beträgt.

Endstände Belcar 2020

belcarassendtm1Durch die Absage der 24 Stunden von Zolder endete die Belcar Saison 2020 vorzeitig und abrupt. Nach insgesamt 6 Rennen und Abzug eines Streichresultats ergab sich folgender Endstand in der Meisterschaft. 

Der Belcar Titel in der Gesamtwertung in der es sowohl Punkte für die Gesamtplatzierung in den Rennen als auch Punkte für die Platzierung in den einzelnen Klassen gibt ging an Dylan Derdaele und Nicolas Saelens im  Belgium Racing Lamborghini.

Aussagekräftiger sind allerdings die Endstände in den einzelnen Klassen. In der Belcar 1 Klasse sicherten sich Bert und Stienes Longin zusammen mit Christoff Corten im Krafft Racing Norma die Meisterschaft mit 101 Punkten vor dem Russel Racing Norma von Hans und Frank Thiers, Jeffrey van Hooydonck und Gilles Magnus mit 96 und dem T2 Racing Norma von Ian Gepts, Pieder Decurtins und Stephan Heim mit 91 Zählern.

kraftracingnormazolder

John und Ugo de Wilde sowie O´Neil Muth gewannen im Speedlover Porsche die Belcar 2 Division. Den Sieg in der Belcar 3 sicherten sich Dylan Derdaele und Nicolas Saelens im Belgium Racing Lamborghini. Der Titel in der Belcar 4 blieb dieses Jahr vakant da sich kein Fahrzeug in der Klasse für GT4 Fahrzeuge gemeldet hatte. Küpper Racing gewann mit einem BMW M3 die Belcar 5. Simtag Racing schaffte selbiges mit einem BMW 325i in der Belcar 6. Die beiden Porsche Piloten Ayrton und Yannick Redant siegten in der Junior Trophy.

Mit insgesamt 21 teilgenommenen Fahrzeugen war dieses die schwächste Saison der Belcar Endurance Championship seit vielen Jahren was angesichts der Corona Pandemie natürlich nicht verwunderlich ist. Es bleibt zu hoffen dass sich die Situation bis zum Frühjahr kommenden Jahres soweit verbessert dass es für alle Beteiligten mehr Planungssicherheit gibt und wir eine Saison mit mehr Teilnehmern und weniger Termin Chaos erleben dürfen.

Dritter Porsche-Titel im Masters

champions2020engelhartammermuellerNach einem turbulenten Finalrennen hat zum 3. Male eine Porsche-Crew das ADAC GT-Masters gewinnen können. Michael Ammermüller und Christian Engelhart haben sich mit einem vierten Platz beim Finallauf in Oschersleben zu den neuen Meistern der 14. Saison der deutschen GT3-Meisterschaft krönen können. Das Porsche-Duo beendete die Saison mit 181 erzielten Zählern vor Porsche-Markenkolege Robert Renauer, der zusammen mit Mattieu Jaminet auf Platz 3 das Rennen als bester der Titelkandidaten abschloss und sich damit mit 172 Punkten im Rennen um die Vizemeisterschaft durchsetzen konnte. Der Meister von 2018 setzte sich dabei gegen das im Rennen fünftplazierte Toksport-WRT Mercedes AMG GT3-Duo Luca Stolz und Maro Engel durch die mit je 168 Punkten Rang 3 in der Meisterschaft belegten. Schon zu Beginn des Rennens musste hingegen das HCB Rutronik Racing -Duo Kelvin van der Linde und Patric Niederhauser nach einer Massenkollision beim Start die Hoffnungen auf die Titelverteidigung begraben.

Für den 34-jährigen Pockinger und dreifachen Porsche Mobil1 Supercup-Champion (2017-19) Ammermüller bedeutet der Titel im Masters der vierte Meistertitel in Folge. Christian Engelhart - 2019 schon Vizemeister im Masters – verbucht mit dem Titelgewinn seinen zweiten Titelgewinn nach 2017 als er mit dem Grasser Racing Team den Blancpain GT Serien Endurance Cup gewinnen konnte. Sowohl für die neu gegründete SSR-Performance Mannschaft um Teammanager Wolfgang Hatz als auch für die Einsatzmannschaft von Manthey Racing ist der Titel der erste Erfolg in der ADAC-Serie.

Für Porsche ist es der zweite Erfolg mit dem Porsche 991 GT3 R nach dem Titel des Herberth Motorsport-Duos Renauer/Jaminet 2018. Der (noch in Arbeit befindliche) Rennbericht auf unseren Seiten kann unter diesem Link eingesehen werden.

PCC Lauf 9 mit neuem Sieger

pcc9Beim 2. Lauf des Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Eurospeedway Lausitzring gewannen Leon Köhler und sein Team T3-HRT Motorsport ihr erstes Rennen iin der Serie. In einem actionreichen Lauf erreichte Larry ten Voorde Rang zwei. Den dritten Platz belegte Köhlers Teamkollege Laurin Heinrich. Eine Titel-Entscheidung fiel vorzeitig: Durch seinen Klassensieg sicherte sich Carlos Rivas im Black Falcon Team Textar-Porsche vorzeitig die Meisterschaft in der ProAm-Klasse.

Beim Rennen auf nasser Fahrbahn setzten alle Piloten auf Regenreifen. Heinrich startete rasant und fuhr von Rang fünf an die Spitze. Dahinter ordneten sich Köhler und Pole-Setter ten Voorde ein. Köhler übte direkt Druck auf Heinrich aus – in der dritten Runde ging der 21-Jährige in Führung. Danach setzte sich Köhler ab und überquerte souverän als Erster die Ziellinie. Das Duell um den zweiten Platz entschied ten Voorde für sich. In Runde sechs nutzte der Huber-Pilot einen Verbremser von Heinrich, um am Rookie vorbeizuziehen.

Carlos Rivas machte mit seinem achten Klassensieg die Meisterschaft in der ProAm-Wertung vorzeitig perfekt. Beim Rennen auf dem 4,57 Kilometer langen Lausitzring kam er vor Stefan Rehkopf (Deutschland/Nebulus Racing by Huber) und Matthias Jeserich (Deutschland/CarTech Motorsport by Nigrin) ins Ziel.

ADAC GT Masters – Preview Finale in Oschersleben

An diesem Wochenende findet das Gran Finale der diesjährigen ADAC GT Masters in Oschersleben statt. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt!
Rutronik_31
Die amtierenden Meister, Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde (Rutronik Racing Audi R8 LMS), liegen derzeit mit 150 Punkten an der Tabellenspitze und haben die realistische Chance, als erste in der nunmehr 14-jährigen Geschichte der Meisterschaft, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen.
Das Duo holte diese Saison einen Sieg und drei Podestplätze. Besonders beeindruckend ist aber vor allem ihre Konstanz. Als einzige im Feld gelang es ihnen in allen zwölf Rennen zu punkten.
Erschwert wird ihre Mission wegen eines Boxenstopp-Vergehens im Sonntagsrennen auf dem Lausitzring. In der Startaufstellung am Samstagmittag, müssen sie um fünf Positionen nach hinten rücken.
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Diesen beiden dicht auf den Fersen ist Robert Renauer, der Champion von 2018, im Precote Herberth Motorsport Porsche 911 GT3 R mit 145 Punkten. Er ist deshalb alleiniger Verfolger, weil sein routinemäßiger Teamkollege Sven Müller, zuletzt krankheitsbedingt passen musste. Auch beim Finale in Oschersleben muss Müller aus dem gleichen Grund von Mathieu Jaminet, Titelpartner Renauers aus dem Jahr 2018, ersetzt werden.
Renauer stand in diesem Jahr bereits insgesamt sechsmal auf dem Podest – so häufig wie kein anderer Pilot. Außerdem zeichnet sich Robert Renauer dadurch aus, dass er seit dieser Saison zum ersten Mal gleichzeitig als Fahrer und Teamchef fungiert. Die Leistungen in den letzten Rennen waren extrem stark und sehr konstant. Renauers Ziel muss es also sein, dieses Momentum in die beiden letzten Rennen mitzunehmen.
SSR Performance
Nur gerade mal lächerliche zwei Punkte (143 Punkte) dahinter kommen die eigentlichen Shootingstars des Jahres, Michael Ammermüller und Christian Engelhart im SSR Performance Porsche 911 GT3 R. Das Team blickt auf seine erste volle GT Masters Saison zurück und hat von Anfang an eine starke Leistung gezeigt und damit den positiven Eindruck vom Gaststart in Hockenheim im letzten Jahr bestätigt.
Ammermüller und Engelhart sind mit zwei Siegen in den ersten fünf Rennen, stark in die Saison gestartet.
Toksport_WRT
Auch Toksport WRT, mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo, das nach zwei Gaststarts 2019 in Zandvoort und am Nürburgring, zum ersten Mal Fulltime im GT Masters antritt, hat blitzsauber abgeliefert. Die beiden Fahrer, Luca Stolz und Maro Engel, zählen sicherlich ebenfalls zur Créme de la Créme des internationalen GT-Sports und haben 136 Punkte auf der Habenseite ihres GT Masters-Meisterschaftskontos.
Stolz und Engel siegten beim Saisonauftakt am Lausitzring und führten so über mehrere Rennen die Gesamtwertung an. Ihre fünf Podestplätze sind die zweitmeisten in der aktuellen Saison.

Und zu guter Letzt dürfen auch die beiden Audi R8 LMS Piloten von Montaplast by Land-Motorsport, Max Hofer und Christopher Haase, der GT Masters Premieren-Champion aus dem Jahr 2007, nicht unerwähnt bleiben. Ihre gesammelten 109 Punkte ermöglichen, bei 50 zu vergebenden Punkten, zumindest rein rechnerisch noch eine theoretische Chance auf den Titel 2020.Hofer_Haase
Hofer, der letztjährige Champion in der Pirelli-Junior-Wertung und Haase haben sich nach ihrem ersten Saisonsieg letzte Woche auf dem Lausitzring, wieder zurück ins Titelrennen gebracht.

Wir sehen also, dass Fahrer von drei Marken beim Finale um den Titel kämpfen. Wie sieht es aber in der Teamwertung aus?
Auch hier ist noch alles offen. Insgesamt sieben Teams haben, zumindest theoretisch, noch Chancen. An der Spitze liegt Rutronik-Racing mit 154 Punkten, vor Precote Herberth Motorsport (152 Punkte), SSR Performance (151 Punkte), Toksport WRT (146 Punkte), Montaplast by Land-Motorsport und GRT Grasser Racing Team punktgleich mit je 127 Punkten und Team WRT mit 104 Punkten.

Die Rechenübungen um die Junior-Wertung sind dann schon etwas komplizierter. Momentan führt GRT Grasser Pilot Tim Zimmermann, in seiner Debüt-Saison, mit 252 Punkten, vor Jannes Fittje, auch er Rookie, mit 220,5 Punkten.

Die Trophy-Wertung ist bereits zugunsten von Elia Erhart, der mit 328,5 Punkten uneinholbar vor Filip Salaquarda (212 Punkte) führt, entschieden.

Die beiden letzten Rennen des Jahres werden Samstag und Sonntag ab 13 Uhr live von SPORT1 übertragen (Startzeit Samstag 13:15 Uhr, Sonntag 13:10 Uhr). Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Titelentscheidungen in der GT4 Germany

starteswNicht nur im ADAC GT-Masters fallen an diesem Wochenende in Oschersleben die Titelentscheidungen. In der ADAC GT4 Germany gibt es nach den beiden abendlichen Läufen am Lausitzring (Bild) einen packenden Fünfkampf zwischen Piloten der 5 Marken Mercedes-AMG, BMW, Porsche, KTM und McLaren um den Titel in der Fahrermeisterschaft.

Als Tabellenführer reisen die HTP-Winward Mercedes AMG GT4-Fahrer Julien Apothéloz (CH) und Luca Trefz (D) an. Beide führen die Tabelle mit 15 Punkten Vorsprung an, 50 Punkte werden in Oschersleben noch für die Sieger in den beiden Rennen vergeben. Ebenfalls auf den Titel abgesehen haben es die beiden Hofor Racing by Bonk Motorsport-Piloten Michael Schrey (D) und Gabriele Piana (I) im BMW M4-GT4. 23 Punkte zurück liegt das Allied Racing 718 Cayman GT4-Duo Jan Kasperlik (D) und Nicolaj Møller Madsen (DK). Bei den beiden Rennen in Oschersleben werden insgesamt noch 50 Punkte verteilt. Somit haben auch die beiden KTM-Piloten Florian Janits und Reinhard Kofler (39 Punkte Rückstand) sowie Fred Martin-Dye und Phil Dörr im McLaren 570S GT4 (-47 Punkte) noch theoretische Meisterschaftschancen.

Einen wahren Titelthriller verspricht der Blick auf die Junior-Wertung. Hier liegen die Top-Drei Jan Marschalkowski im Mercedes AMG GT4, Porsche-Pilot Alexander Tauscher und Apothéloz/Trefz innerhalb von 17 Punkten.

In der Trophy-Wertung liegen die Allied Racing-Piloten Tom Kieffer und Christian Kosch im Porsche mit 364 Punkten vorne, gefolgt von den Team Lillestorf-Fahrern Stephan Grotstollen und Georg Braun im BMW mit 348 Zählern sowie die Schütz Motorsport-Fahrer Tano Neumann und Joachim Bölting in einem weiteren Porsche mit 324 Punkten. In der Trophy-Wertung werden für die beiden Klassensiege noch maximal 100 Punkte vergeben.

Aufgrund einer angekündigten Berufung in Bezug auf das Samstagsrennen auf dem Lausitzring ist die Punktverteilung in allen Wertungen der ADAC GT4 Germany aktuell noch vorläufig.

LMP2 ab 2021 mit 40PS weniger

Der ACO hat weitere Details zur Leistungsreduzierung der LMP2 für die kommende Saison veröffentlich. Demnach soll in allen ACO Serien – also der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft , der Europäischen Le Mans Serie , der Asiatischen Le Mans Serie und der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship - die Leistung des in den Wagen verbauten Einheitsmotors von Gibson einheitlich um 40 PS beschnitten werden. Damit sinkt die Leistung der Wagen von Oreca, Ligier , Dallara und Riley-Multimatic von 600PS auf 560PS.

Die Anpassung wurde nötig um die Wagen der Kundenklasse hinter der neuen kostenreduzierten Top-Klasse der LMH-Hypercars zurückzusetzen. Diese neue, gegenüber den vormals bis zu 1400PS starken LMP1 ebenfalls in der Leistung beschnittene Top-Klasse sollen in Le Mans nur noch Rundenzeiten von 3:30 realisieren können. Die Polezeiten der LMP2 in Le Mans hatten in der 600 PS starken Konfiguration ein Level von 3:26 erreicht. Mit der Beschneidung dürfte man wieder auf einem Niveau von über 3:35 und damit hinter den LMH landen.

Noch offen ist dagegen wie sich die Beschneidung auf den Spritverbrauch und die Stintlängen der kleineren prototypenklassse auswirkt. In Le Mans hatte Einführung der starken und durstigen Gibson-Motoren (55l/100km) seit 2017 zu wahren Boxenstoporgien bei den Teams geführt: alle 35-40 Minuten müssen die Wagen seitdem an die Box kommen und somit fast 40 Mal im Rennen stoppen. Möglicherweise wird nun der Spritverbrauch aufgrund der gekappten Leistung etwas sinken, was sich wiederum aber bei kürzeren Rennen auf die Stintlängen der Fahrer auswirken könnte. Zumindest wird sich die Beschneidung der Leistung günstig auf die Wartungsintervalle und Kosten der Motoren sowie deren Peripherieaggregate auswirken.

eco GP Nürburgring (vorerst) abgesagt

Der coronabedingte Stopp des Rennbetriebs am Nürburgring trifft nun auch die eco-GP Serie, die Anfang Dezember einen zweiten 24h-Wettbewerb für Elektroautos auf der GP-Strecke in der Eifel durchführen wollte. Das hat die Serie Anfang der Woche bekannt gegeben. „Das Gesundheitsamt der Region ist der Meinung, dass wahrscheinlich bis Mitte Dezember auf dem Nürburgring keine Veranstaltungen genehmigt werden und bearbeitet keine entsprechenden Anträge mehr weiter. Der Nürburgring hat uns Ende letzter Woche ihr Bedauern ausgedrückt, jedoch bei der Gelegenheit unterstrichen, am Termin im März festhalten zu wollen.“ teilte Serienchef Rafael de Mestre mit.

Da auch die Ausweichlocations in Most (CZ) und Rudskogen (N) wegen der Pandemielage absagten geht die 2020´er Saison der Serie mit lediglich einem Wertungslauf im vergangenen Sommer auf dem Schauinsland-Strassenkurs in Freiburg zu Ende. Für 2021 hat die Serie einen vorläufigen Terminkalender veröffentlicht der den Nürburgring direkt als Saisonauftakt Anfang März vorsieht. Dieser noch sehr unter Vorbehalt der allgemeinen Pandemieumstände zu lesende Kalender umfasst 6 Termine und sieht derzeit wie folgt aus:

6./7.3.2021 Nürburgring
12-13.6 Weserbergland (Strassenevent)
19-20.6 Riga
18-19.9 Schauinsland (Strassenevent)
TBC Most
TBC Navarra

Zudem kündigte die Serie an mittelfristig neue Rennformate ins Programm aufnehmen zu wollen. Eines der Formate ist die bereits seit einiger Zeit in Erwägung befindliche eco-GP-Speed-Serie.

PCC-Lauf 8: 3.Sieg für Ten Voorde

pcc8Mit seinem dritten Saisonsieg beim Porsche Carrera Cup Deutschland am Eurospeedway Lausitzring hielt Larry ten Voorde am vergangenen Samstag den Meisterschaftskampf weiter offen. Auf dem Lausitzring gewann der Niederländer das Samstagsrennen im Rahmenprogramm des ADAC GT-Masters vor Förch Racing Pilot Dylan Pereira und Diego Bertonelli im Fach Auto Tech Porsche. Der Italiener setzte sich im Duell um P3 gegen Förch-Pilot Julian Hanses durch. Hanses folgte auf Platz vier vor Laurin Heinrich auf dem T3-HRT Motorsport Porsche, dem anfänglich führenden Rudy van Buren und Heinrichs Teamkollege Leon Köhler. Als Achter sah Jesse van Kuijk auf der 4,57 Kilometer langen Strecke in Brandenburg die Zielflagge.

In der ProAm-Wertung setzte sich Carlos Rivas (Black Falcon Team Textar) gegen Matthias Jeserich (CarTech Motorsport by Nigrin) und Stefan Rehkopf (Deutschland/Nebulus Racing by Huber) durch. Mit seinem siebten Klassensieg liegt der Luxemburger in seiner Wertung weiter voll auf Titelkurs.

Zweiter Meistertitel für Rink/Brink/Leisen

rinkbrinkleisen nlschamps 2020Die Nürburgring Langstrecken Serie hat Christopher Rink, Philipp Leisen und Danny Brink als Meister der Saison 2020 bestätigt. Im BMW 325i des Pixum CFN Team Adrenalin Motorsport fuhr das Trio (das Foto von der Adrenalin-FB-Seite stammt von 2019) nach 2018 nun den zweiten Titel ein. Für das Team aus Heusenstamm nahe Offenbach ist es der dritte Meisterschaftsgewinn in Folge. Die VLN Junior-Trophäe geht an Marcel Marchewicz, der für Schnitzelalm Racing mit einem BMW M240i Racing am Start war. Und auch in der ROWE Speed-Trophäe by VLN dominieren die Farben weiß und blau. Die meisten Punkte in der Sonderwertung für Top-Fahrzeuge sammelte Walkenhorst Motorsport mit dem BMW M6-GT3 mit der #34.

Rink, Brink und Leisen waren mit ihrem BMW 325i in der V4-Klasse der VLN-Produktionswagen bis 2.500 ccm Hubraum das Maß der Dinge und gewannen alle 5 Rennen. Aufgrund der Corona-bedingt verkürzten Saison gehen alle 5 Resultate ohne Streichergebnisse in die Wertung ein. Das Adrenalin-Trio sammelte 48,39 Punkte. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Thorsten Jung, der mit dem Porsche 718 Cayman GT4 CS von Mühlner Motorsport in der Klasse Cup 3 3 Siege einfuhr, ist mit 2,8 Punkten dem entsprechend groß. Rang drei geht an Florian Naumann, der im BMW M4-GT4 von Adrenalin Motorsport in der SP10 auch dreimal die Klasse für sich entschied.

Wie vor zwei Jahren räumte Adrenalin auch in dieser Saison kräftig ab: Auch in der VLN-Produktionswagen-Trophäe holten Brink /Rink / Leisen den Titel. Ihre Teamkollegen Norbert Fischer, Oskar Sandberg und Daniel Zils belegten – ebenfalls wie 2018 – Platz 2. „Zum dritten Mal in Folge hatten wir ein außergewöhnlich gutes Jahr und konnten am Ende den Meistertitel für uns verbuchen“, sagt Adrenalin-Motorsport-Teamchef Matthias Unger. „Natürlich wären wir die Saison gerne zu Ende gefahren. Wir hatten mit starken Fahrzeugen in der V2T und in der SP10 noch weitere heiße Eisen im Feuer und es wäre interessant gewesen zu sehen, welche Team-Fahrerkombination unter regulären Bedingungen durchgesetzt hätte.“

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