Saisonfinale des Divinol-Cups
Die beiden Finalrennen um den 17. int. deutschen UHSport-Divinol-Cup-06 sowie den fünften Hockenheim-Pokal werden am 21. Oktober im Motodrom-Hockenheim wieder GT-und Tourenwagensport vom Allerfeinsten bieten. Ein volles Feld scheint dort sicher. Einige Teams ringen noch um die Fahrzeugbesetzungen. Nicht nur Fahrer wollen punkten und siegen, auch die Teams sehen ihre Interessen nur durch Spitzenresultate für 2007 perfekt vermarktet. Vier Fahrer haben 2006 im Cup Gesamtsiege eingefahren: UHSport-EM-Trophy-Gewinner Robert Wallenborn aus Kerpen, Klaus Horn vom cargraphic-Team-Landau, der amtierende Champion und Teameigner Thomas Probst aus Rodgau sowie der schnelle Libanese Chaouki Chikhani aus Paris. Alle vier sind auf GT2-Porsches am Start (mit Ausnahme Probsts sind drei der Obgenannten auf dem nebenstehenden Foto aus Salzburg zu sehen).
Die 4 spielen zusammen mit den Kollegen Pierre v. Mentlen, Michael Düchting, Klaus Schneider, „Dok Herry“ und Gottfried Grasser wohl die erste Geige im Konzert der GT-Dominatoren im finalen UHSport-Konzert 06. An der Spitze läuft alles auf einen GT-Fight Porsche kontra V8SuperStar, Audi, Donkervoort und Ultima-GT hinaus. Das Wetter spielt eine sehr entscheidende Rolle. Regen wäre Audiwetter - dann reibt sich Willi Herold die Hände. Trockener Asphalt dürfte dem V8SupersStarpiloten Pierre von Mentlen (CH) besser gefallen. Spannung liegt über dem DonkiAudiAuftritt. Zu hohe Reifentemperaturen bremsten Donkiimporteur und Fahrer Michael Düchting in Dijon entscheidend ein. Welche technischen Finessen hat er für Hockenheim im Rohr? Dazu haben wir einen Porsche-Mann, der unbedingt versuchen wird, am Finalweekend noch einen Sieg zu landen: Jürgen Bender aus der NSU-Stadt Neckarsum auf seinem Team-Probst-993.GT2.
In den Klassen rangieren die Fahrer Robert Wallenborn, Jens Smollich, Martin Zajicek CZ), Milan Bezak (CH), Willi Reichel, Jo Kreuer, Henning Pape, Lady Daniela Schmid (A), Karl Knaus (A), Klaus Hackl und Eddy Kamm (CH) als Klassenbeste in der Tabelle. Am Start werden wir Fahrer aus Tschechien, der Schweiz, Österreich, dem Libanon, Dänemark, Monaco und Deutschland sehen.
Bis zum Finale der diesjährigen Australische GT-Meisterschaft Ende November in Eastern Creek sind noch einige Wochen Zeit - währenddessen wurden schon erste Planungen für die Saison 2007 veröffentlicht:
Die britische Sport- und Rennwagen-Manufaktur Pilbeam hat den Verkauf eines 2. Chassis des Pilbeam MP93 an ein bislang noch ungenanntes Team bekannt gegeben. Demnach handelt es sich um ein in der Sportwagenszene neues Team, das mit der Chassisnummer MP93-02 in der LMS-Saison und in Le Mans 2007 neu anzutreten plant. Sowohl die Bekanntgabe der Identität der neuen Mannschaft als auch Details zur Motorisierung wurden auf deren eigenen Wunsch vorerst zurückgehalten.
Am kommenden Wochenende steht das Finale der Belcar in Zolder an. GLPK wird als haushoher Favorit ins Rennen gehen, nachdem SRT wie berichtet nicht am Start sein wird. In der Klasse der Gaststarter wird der Manthey-Turbo (Bild links) aus 2004/2005 antreten. Das Team von RS Racing wird den Wagen für Maes/van Rossem einsetzen, man erhofft sich einen Podiumsplatz hinter der Corvette. Das nötige Potential hat der Wagen, konnte man doch in 2004 und 2005 mehrere Podiumsränge erreichen. Wieder mit am Start in Zolder ist der BMW 120d von Daikin Racing - der Ausflug zu der Dutch Supercar Challenge war einmalig und nun widmet man sich wieder der Belcar. In der Klasse 2 wird es sicher zu einem harten Schlagabtausch kommen, hier haben sowohl noch GS-Motorsport und Prospeed Competition die Möglichkeit, den Titel zu holen. In der Klasse 3 geht es hinter den schon feststehenden Meistern Haane/Mert um die beiden verbleibenden Podiumsplätze. Für diese kommen gleich sieben Fahrzeuge in Frage, die Punktedifferenz zwischen Platz 2 und 8 beträgt nur 12 Punkte. Bei dem Punktesystem der Belcar ist dies kein sicherer Abstand, der Sieger der Klasse 3 kassiert 30 Punkte plus eventuelle Punkte, die aus dem Gesamtrang resultieren. Man darf gespannt sein, wer sich durchsetzen wird.
Der Care-Ferrari 550 der „neuen Motor-Generation“ (im Bild links zu erkennen) kommt auch in Magny Cours zum Einsatz, diesmal jedoch als Fahrzeug des VBM-Teams: Patrick Bornhauser / Olivier Thevenin, in der aktuellen FFSA-GT-Zwischenwertung unmittelbare Gegner von Balthazard / Policand (Larbre-Ferrari 550) im Kampf um Platz 3, wechseln somit nach rund drei Jahren von der Chrysler Viper zum F550.
Das Saisonfinale der GT2-Kategorie der Britischen Meisterschaft findet im Rahmen der FFSA-GT-Läufe am 21./22.10. in Magny-Cours statt. Gerade einmal drei Autos werden den Weg über den Ärmelkanal antreten, um das ohnehin schon spektakuläre Feld der Französischen GT zu bereichern.
Die 8. Runde der japanischen Super GT Meisterschaft ist auf dem Autopolis Circuit an das Xanavi Nissan Z-Team von Satoshi Motoyama und Tsugio Matsuda gegangen. Beide gewannen vor 51.000 Zuschauern die vorletzte Runde des Championnats, allerdings vornehmlich weil die Konkurrenz der auf diesem Kurs überlegenen Honda-NSX-Teams sich selbst im Wege stand. Polesetter Ryo Michigami verlor schon am Start drei Positionen im Takata Dome-NSX und musste sich diese erst mühsam wieder erkämpfen, was ihn und Partner Takshi Koghure am Ende auf den dritten Platz ins Ziel brachte. Ralph Firman im Arta-NSX übernahm zuerst die Führung, verlor diese aber nach einer Kollision. Die Rolle des stärksten Verfolgers des am Ende siegreichen Nissans fiel dann dem Raybrig-NSX von Sebastian Phillipe und Shinya Hosokawa zu. Die verloren ihren zweiten Platz am Ende durch eine 30s Zeitstrafe, was den Takata Dome-NSX wieder auf Platz 2 der Endwertung brachte.
Eher durchwachsen fiel das Rennen für die beiden deutschsprachigen Piloten aus. Michael Krumm lief mit seinem Nissan auf Rang 6 ein, Andre Lotterer folgte mit seinem Lexus dahinter auf Rang 7. Beide haben nun vor der letzten Runde neun bzw. sieben Punkte Rückstand auf die derzeit meisterschaftsführenden Honda-Piloten Sebastian Phillipe und Shinya Hosokawa.
Nur elf Fahrzeuge nahmen am Saisonfinale der Italienischen GT-Meisterschaft in Vallelunga teil. In der GT2-Kategorie brachte die Scuderia Playteam zur Unterstützung von Maceratesi / Cadei (Ferrari F430), die noch mit zwei anderen Ferrari-Teams um den Klassentitel kämpften, zusätzlich ihren Ferrari F360 mit Pier Guidi / Giao an den Start.


Pünktlich zum Wochenende zeigte sich der Spätsommer noch einmal von seiner schönsten Seite. Bei angenehmen Temperaturen klarte der Himmel im Laufe der Samstags immer mehr auf. Das mittägliche Qualifying stand abermals im Zeichen des weißen Spice SE90C von Mercer. Im Laufe seiner 12 Runden knallte er eine Bestzeit von 1:12.208 auf den Asphalt. Mit einem Respektabstand folgten ihm Randall, Eyre, Jim Mullen (Spice GTP) und Gary Pearson im schnellsten der C2 Prototypen.
Zum zweiten Rennen konnte der Trainingsschnellste wieder antreten. Die Mechaniker konnten die Reparatur am Spice von David Mercer rechtzeitig abschließen. Leider nicht mehr dabei war der ADA Cosworth von Gary Pearson. Der Schaden an der Tür konnte vor Ort nicht behoben werden. Pearson bekam aber die Gelegenheit einen anderen Wagen zu übernehmen. Der am Vormittag drittplatzierte Jim Mullen musste die Strecke vorzeitig in Richtung Flughafen verlassen. Ein Termin in den USA verlangte nach seiner Anwesenheit. Mullen bot Pearson das Cockpit im Spice Chevrolet an, was dieser dankend annahm. Randall nahm Startplatz 1 ein während die beiden Jäger im Spice von ganz hinten das Feld aufrollen wollten.Erwartungsgemäß setzte sich der Nissanpilot am Start durch und ergriff die Flucht. Und er hatte allen Grund dazu. Denn bereits am Ende der ersten Runde waren Pearson und Mercer bereits auf die Plätze 3 und 4 vorgestürmt. Für Mercer sollte das Rennen aber schon bald wieder zu Ende sein. In Runde 4 streikte der Cosworth im Heck des Spice. Doch für Pearson ging die Jagd weiter. Bald fiel ich Richard Eyre zum Opfer als er ihn in Runde 8 überholte. Derweil gab Randall an der Spitze alles was der Nissan hergab. Scheinbar verlangte er dem 3 Liter Turbomotor zu viel ab. In Runde 12 gab dieser den Geist auf. Mit dem Ausfall des Nissan übernahm Pearson die Führung und gab sie nicht mehr ab. Nicht nur um den Sieg wurde hart gekämpft. So gab es wie schon im ersten Rennen ein packendes Duell zwischen Alasdair McCaig und Andrew Smith mit mehreren Platzwechseln. Dieses Mal behielt Smith die Oberhand. Denn in Runde 9 hauchte der neue Rovermotor sein Leben aus. Wiederum ein schönes Rennen lieferte Jim Loftis im Mazda ab. Wie schon am Vormittag rang er die Klassenrivalen Bardon Ford DB2 und Tiga Rover GC287 von Duncan McKay bzw. Richard Bateman nieder. Mit Endrang 5 schaffte er im letzten Rennen die beste Platzierung des Jahres.