Ein brasilianischer Porsche in Le Mans?

denerporsche2Unter den Nennungen für die GT2-Klasse in Le Mans ist - wie jetzt bekannt wurde - auch erstmals ein brasilianisches Team verzeichnet. Die Mannschaft von Dener Motorsport hat mit ihrem im vergangenen Jahr frisch erworbenen Porsche 997 RSR eine Bewerbung für einen der gefragten Startplätze eingereicht. Erstmals aufgefallen ist das Team mit der Teilnahme am Saisonabschluss der LMS in Sao Paulo beim 1000 Meilen-Rennen. Nun will die brasilianische Mannschaft ihre Ambitionen beim prestigeträchtigsten Langstreckenevent der Sportwagenszene unter Beweis stellen.

In Sao Paulo hatte das brasilianische Team mit den Piloten Flavio Figurero (BR), Raoul Boesel (BR) und Marcel Visconte (BR) den 5. Rang in der GT2-Klasse erzielt. In Brasilien ist die Mannschaft, die vom offiziellen brasilianischen Porsche-Importeur gesponsort wird, als dreifacher Sieger der Mil Milhas bekannt, die 1996, 2001 und 2002 das Rennen gewinnen konnte. Mit Führungspilot Raul Boesel wird man wohl auch an der Sarthe, so die Nennung vom ACO akzeptiert wird, als Teilnehmer rechnen können.

Markus Gedlich wechselt zu Jürgen Alzen Motorsport

alzen_little_nelly_2007 Markus Gedlich, der in den letzten beiden Jahren für die GETRAG Mannschaft ihre BMW-Fahrzeuge über die Nordschleife preschte, fährt in der kommenden Saison bei Jürgen Alzen. Nachdem Jürgen Alzen’s Bruder Uwe bekanntgab, dass er in der kommenden Saison nicht auf seiner geliebten Nordschleife starten wird, musste sich Jürgen Alzen nach einem Beifahrer umschauen. Im Frankfurter Markus Gedlich hat er einen Piloten gefunden, welcher zwar nicht auf dem Niveau eines Uwe Alzen fährt, aber trotzdem einer der besten Nordschleifenbezwinger ist. Außerdem hat Jürgen Alzen bekanntgegeben, das man die Saison mit dem klassische Porsche-Motorsportfahrzeug, den 911, starten wird. Ob es sich dabei um den 2006 debütierten und im Jahr 2007 bei drei Rennen eingesetzten Porsche 997 „Little Nelly“ oder einen neuen 997 RSR handeln wird, ist noch offen. Ab der Saisonmitte können die Fans sich Hoffnung auf dir Rückkehr des Porsche Cayman machen. Sicher ist aber, dass man im nächsten Jahr wieder auf die Reifen von Hankook und auf Federn von H&R setzen wird.

FIA GT 2008 ohne Scuderia Playteam SaraFree

playteam_steigt_ausDas italienische Team Scuderia Playteam SaraFree hat sich entschieden aus der FIA GT Championship auszusteigen. Nach einer kompletten Saison mit zwei Maserati MC 12 beendet die Mannschaft ihr Engagement in der GT-Meisterschaft. Stattdessen plant das Team, in der Superleague Formula zu starten. Eine Rennserie, die zwei wichtige Sportarten zueinander führen will - Fußball und Motorsport.

Fortgesetzt wird jedoch noch die Beteiligung an der International GT Open und der italienischen GT-Meisterschaft mit zwei Ferrari F430 GT2. Die Piloten für die beiden Ferraris sind heuer allerdings noch nicht bekannt, dennoch kann man spekulieren, dass Andrea Montermini und Michele Maceratesi wieder in das Cockpit von Scuderia Playteam SaraFree steigen werden.

Judd DB-Motor läuft

judddbdynoJohn Judds neue Motorenkreation für die LMP2-Klasse, der DB V8 3,4l, hat sich in der vergangenen  Woche erstmals auf dem Teststand von Engine Developments Inc. gedreht. Wie im vergangenen September angekündigt will Judd in der kommenden Saison mit einem neuen Design der Konkurrenz von AER, Zytek, Porsche, Acura und Mader Paroli bieten. Der neue Treibsatz ist kompakter und leichter als sein Vorgänger XV V8 3397A.

Der erste Motor soll in der kommenden Woche in einem der Pescarolos von Saulnier Racing installiert werden. Einen weiteren Motor hat Lola für den geschlossenen B08/80 von Sebah/Speed-Racing geordert. Die beiden Einsatzteams werden in der LMS Entwicklungspartner für den neuen Motor sein, dessen Zylinderkopf und Motorblockdesingn an den GV5 V10 LMP1-Motor angelehnt sein soll. Ein Einsatzteam in den Staaten, wie im vergangenen Jahr beabsichtigt, steht derzeit noch nicht fest.

Was gibt’s neues bei PSR

 PSR Automotive, welche im letzten Jahr eine Corvette C6 aus der Dutch Supercar psr_2007Challenge gekauft haben, entwickeln fleißig an dem amerikanischen Sportwagen, um das Fahrzeug in der kommenden Saison der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft an den Start zu bringen. Viele Fans werden das Auto von den Einstellfahrten vor der VLN-Läufen kennen. Dort drehte die Corvette ab der zweiten Saisonhälfte regelmäßig seine Runden. Durch eine Reduktion des Mindestgewichts der SP8 Fahrzeuge um 50 Kilo sollte die Corvette mit zum Favoritenkreis um den Gesamtsieg zählen. Laut PSR-Besitzer Danny Berk wird man sich aber in der ersten Saisonhälfte nicht um Gesamtsiege kümmern. Man möchte eher das Fahrzeug für das 24 Stunden Rennen entwickeln, denn schließlich erhofft man sich in Adenau ein standfestes Fahrzeug für den Klassiker an den Start zu bringen.

Die Corvette baut genauso wie die neue Corvette von Kissling Motorsport auf ein Stahlchassis auf und nicht auf das Aluminiumchassis der Corvette Z06, welches für die GT3-Fahrzeuge verwendet wird. Durch die Verwendung des verwindungsstabileren Stahlchassis erhofft man sich schnellere Rundenzeiten. Als Fahrer steht bis jetzt nur der Sohn des Porsche RS Spyder Piloten Freddy Lienhard Sr.,  Freddy Lienhard Jr. fest.  Auch Starts bei Läufen der Rundstrecken Challenge Nürburgring (RCN) sing geplant.

psr_2007_2 Neben dem amerikanischen Muscle-Car wird man auch einen Volvo S60 an den Start bringen,  das Fahrzeug wird aber nicht mehr in der Sp4 sondern in der Sp3 fahren. Durch diesen Klassenwechsel erhofft sich die Adenauer Mannschaft ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden zu können. Die nur aus Schweizern bestehende Besatzung, Andre und Remo Lips zusammen mit Fredy Lienhard Jr., will versuchen, die Meisterschaft der VLN in die Schweiz zu bringen. Der Volvo wird unter dem Projektnamen „Swiss Racing“ an den Start gebracht.

Danny Berk und sein Team wollen also ein Wort um die Meisterschaft mitreden und gleichzeitig im Vorderfeld der VLN ins Ziel kommen - wir wünschen ihnen, dass dies gelingen wird.

Australische GT – Runde 1 – Eastern Creek – Läufe 2 und 3

07agtc080sAuch die beiden sonntäglichen Läufe der Australischen GT waren eine sichere Sache für Allan Simonsen (Ferrari F430 GT3) – er verliess Eastern Creek mit dem Punktemaximum. In Lauf 2 über 17 Runden belegten John Kaias (Aston Martin DBRS9) und Craig Baird (Ferrari F360 GT) die Ehrenplätze.

Das dritte Rennen des Wochenendes beherrschte Simonsen im Regen souverän, Dubai-24H-Sieger Baird wurde wie am Vortag Zweiter vor Kaias. Ross Lilley (Lamborghini Gallardo GT3) zeigte mit zwei vierten Plätzen eine deutliche Aufwärtstendenz.

Der Stand im Gesamtklassement lautet: Simonsen (117) – Baird (92) – Kaias (88) – Lilley (71) – Peter Lucas (Lotus Elise, 69). Bereits in drei Wochen wird die Meisterschaft im Rahmen des Clipsal 500 in Adelaide fortgesetzt.

Der 2008´er Welter Racing LMP2

wr_lmp2008_2Welter Racing hat nun erste Bilder des neuen LMP2-Prototypen freigegeben, mit dem die Mannschaft von Gerald Welter an die Sarthe bzw. zu den 1000km-Rennen zurückkehren will. Die Fotos zeigen, dass das etwas hausbackene Design der alten WR ordentlich aufgefrischt worden ist. Der neue WR kommt mit einer modernen Frontaeodynamik und auf den zweiten Blick an den Peugeot 908 angelehnten Designelementen daher. Kern des technischen Paketes im Heck ist ein Zytek-Motor und ein Ricardo-Getriebe.

Gleichzeitig mit der Vorstellung des Wagens wurde auch das Fahrertrio des WR bekannt gemacht: Pilotieren werden den Wagen die Brüder Philippe und Stephane Salini sowie Patrice Roussel. Alle drei Piloten kommen aus der VdeV-Szene und waren in der vergangenen Saison im Extrem Limite-Team unterwegs. Auf einem Norma M20 gelang den Salinis und ihrem Teammanager Roussel ein 9. Rang in der Jahresabschlusswertung der Prototypen-Endurance-Serie, womit man als drittbestes französisches Team endete.

Als neue Konstruktion wird der WR sich in der LMS mit den Lolas, Radicals, Pescarolos, Porsche RS Spyder, Zyteks, Embassys, Oreca-Courages, Pilbeams und Lucchinis messen müssen. Die LMP2-Klasse präsentiert sich vielfältiger denn je.

Brasil GT3 – Kalenderentwurf für 2008

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Mit aller Vorsicht zu geniessen ist folgender Kalenderentwurf für die Brasil GT3 2008: edit - Hier der Link zum aktuellen Kalenderentwurf.

  • 05.04.08 - Curitiba
  • 26.04.08 - Interlagos
  • 07.06.08 - Curitiba
  • 28.06.08 - Interlagos
  • 26.07.08 - Curitiba
  • 06.09.08 - Taruma
  • 11.10.08 - Santa Cruz
  • 22.11.08 - tba (Argentinien)
  • 29.11.08 - tba (Uruguay)

Der für das Team des ehemaligen F1-Weltmeisters Nelson Piquet bestimmte Ford GT aus dem Hause Matech hat gemäß einer Presseaussendung der Brasilianischen GT3-Meisterschaft seinen Shakedown in Europa absolviert. Demnächst soll der Transport des Fahrzeuges nach Brasilien erfolgen.

Weiters wurde die Besatzung für den zweiten CRT-Ferrari F430 fixiert: Walter Derani erhält als neuen Co-Piloten Giuliano Losacco, der schon in vergangenen Dezember für ein anderes Team sein GT3-Debut gegeben hat.

Alpina ab 2009 in der FIA GT3?

alpina_in_gt3_2009Gemäß der Meldung der offiziellen Seite der brasilianischen GT3-Meisterschaft unter dem SRO-Banner könnte der BMW-Tuner Alpina Automobile das Debüt eines BMW aus der 6er-Reihe in der GT3-Kategorie in der Saison 2009 geben.

Die BMW-Tuner-Firma von Burkard Bovensiepen ist wegen einer Homologation für den 6er-BMW seit Ende November 2007 in Kontakt mit der FIA. Obwohl das BMW-Coupé nicht rechtzeitig für die 2008er FIA-GT3 European Championship startberechtigt sein wird, wäre dessen Ersteinsatz schon heuer im ADAC GT Masters denkbar, bevor der Tuner dann 2009 mit dem homologierten Fahrzeug in der europäischen GT3-Meisterschaft antritt.

Der Alpina wird auf Basis des BMW 650i Coupé aufgebaut und ist mit einem 4,8 Liter Hubraum großen V8-Motor mit 367 PS ausgestattet. 

Australische GT – Runde 1 – Eastern Creek – Lauf 1

07agtc807aAllan Simonsen (Ferrari F430 GT3) gewann erwartungsgemäß den am Samstag ausgetragenen ersten der drei Sprintläufe in Eastern Creek. Er siegte nach 12 Runden mit rund zwei Sekunden Vorsprung auf Craig Baird (Ferrari F360 GT), den verbleibenden Podiumsplatz sicherte sich John Kaias (Aston Martin DBRS9, Bild).

Im Kampf um den vierten Rang - drei Fahrzeuge kamen innerhalb einer Sekunde ins Ziel - behielt Peter Lucas (Lotus Elise) gegen John Teulan und Ross Lilley die Oberhand. Die Platzierungen der zehn Teilnehmer im Endklassement des Laufes entsprachen übrigens exakt jenen aus der Startaufstellung.

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