weitere LMS-Statistiken ..

Start DoningtonAuch nach Ende der Saison 2006  gibt’s noch ein paar Zahlenspiele zur Serie nachzuliefern:

  • Seit Beginn der Serie haben 367 Fahrer aus 31 verschiedenen Nationen teilgenommen. 70 von ihnen haben sich als Klassen-Sieger in den Sieger-Listen eintragen lassen.

  • 87 Teams haben insgesamt seit Beginn der Serie teilgenommen.

  • 2006 haben 160 Fahrer aus 26 Nationen an den 5 Rennen teilgenommen Die erfolreichsten Fahrernationen in den Klassen sind die Franzosen in der LMP1 (18 Fahrersiege), die Briten in der LMP2 (10), die Italiener in der GT1 (12) und die Briten in der GT2 (9)

  • 44 Teams haben in der vergangenen Saison zumindest ein Auto an den Start gebracht, 10 der Teams waren als 2-Wagen-Teams unterwegs.

  • Durchschnittlich starteten 39 Wagen bei den Rennen. Die maximale Anzahl wurde am Nürburgring mit 44 Startern erreicht.

Über 20 Prototypen in Sebring ?

Die Silly Season ist in vollem Gange. Gerüchte, Spekulationen, Bekenntnisse, offizielle Pressemiteilungen - vieles bricht gerade über die Sportwagenfans herein. Den Überblick zu behalten bleibt da schwer, zumal viele Teams momentan oft selbst noch nicht wissen, wie sie nächstes Jahr aufgestellt sein werden, oder wo sie antreten wollen, können und dürfen. Vielerorts spielt die Finanzierung von Fahrzeugen und Saisonrennen die entscheidende Rolle. Dennoch möchte sich GT-Eins.de einmal an all den Spekulationen beteiligen.

Deswegen möchten wir den ALMS Saisonauftakt in Sebring einmal genauer unter die Lupe nehmen. Welche Prototypen werden im März nächsten Jahres die Le Mans Saison in Florida eröffnen? Die folgende Aufstellung soll ohne Anspruch auf Vollständigkeit und teilweise auch als rein spekulativ angesehen werden. Widmen wir uns zunächst einmal der großen Prototypenklasse:

audi2.jpgDurch die Dieseloffensive, die die großen Autohersteller gerade in den USA fahren, und den Aspekt der Vorbereitung für die 24 Stunden von Le Mans kann man es als sehr wahrscheinlich ansehen, dass Audi Motorsport mit zwei Fahrzeugen in Sebring am Start stehen wird. Seit 1999 war man im Herzen Floridas dabei und einen wirklichen Grund, nicht anzutreten gibt es eigentlich nicht. Spekulieren kann man sicherlich noch darüber, welches Team den Sebring Einsatz der R10 TDI betreuen wird. Wird es die nordamerikanische Champion Racing Truppe sein, oder doch die Jungs von Joest Racing aus dem Odenwald (als Vorbereitung auf Le Mans)? Am wahrscheinlichsten ist wohl eine Zusammenarbeit aus beiden Teams. Licht ins Dunkel wird erst die traditionelle Audi Pressekonferenz auf der Essen Motorshow Ende November bringen.

 

dysonportland1.jpgDoch nun weiter im Text. Als zweites Team, welches in Sebring antreten wird, wäre Dyson Racing zu nennen. Die Mannschaft von Rob und Chris Dyson aus dem US-Bundesstaat New York ist seit einigen Jahren fester Bestandteil der Serie. Die beiden Lola B06/10 haben zum Ende der abgelaufenen Saison ihre Standfestigkeit gefunden. Die neue Saison kann also kommen. Mit dem von AER weiterentwickelten Motor wird man sicherlich zum Angriff blasen. Nachdem Urgestein James Weaver seine Sportwagenkarriere beendet hat, wird für Dyson Racing so etwas wie ein neues Zeitalter anbrechen. Ein weiteres Team, das in Sebring mit zwei Fahrzeugen antreten wird, ist die kalifornische AutoCon Mannschaft. Einsatzfahrzeuge werden zwei Lola B01/60 sein. Mit dem schon etwas betagten Modell geht man natürlich eher als Außenseiter ins Rennen. Der B01/60 wurde von Lola ursprünglich für den MG Le Mans Einsatz gebaut und entspricht daher noch dem alten LMP675 Reglement. Nur die Ausnahmegenehmigung des ALMS Veranstalters IMSA lässt die beiden AutoCon-Lola nächstes Jahr weiter rennen.

plmpole.jpgNach dem äußerst positiven Erscheinen der beiden englischen Sportwagenteams Zytek und Creation Autosportif bei den letzten beiden Läufen dieser Saison steht eine Weiterführung der Aktivität in den USA im Raum. Beide Teams besitzen zurzeit Hybrid LMPs, die in Europa nächstes Jahr nicht mehr startberechtigt sein werden. Vollständig neue LMP Chassis sind zwar geplant, aber wirklich zu einhundert Prozent sicher ist da wohl noch nichts. Da liegt es auf der Hand, die Hybriden nächstes Jahr noch einmal in den USA laufen zu lassen, zumal die Wagen erst in dieser Saison ihre Feuertaufe hatten. Ein weiteres Projekt fliegt gerade im Gerüchtewald herum: Bereits Anfang 2006 hat Cosworth einen LMP1-Motor vorgestellt, jedoch noch keine Kunden dafür finden können. Nachdem man nächstes Jahr auch nicht mehr in der Formel 1 vertreten sein wird, hat man nun die Möglichkeit, seine Kapazitäten etwas zu verlagern. Der französische Chassishersteller Yves Courage hat vor einiger Zeit verlauten lassen, dass er Anfragen für seinen LC70 aus Amerika hat und dass ein ganz neuer Motor in den Chassis zum Einsatz kommen solle. Puzzelt man nun aus beiden Gerüchten eines zusammen, dann könnte man auf zwei Courage Cosworth kommen. Offizielle Bestätigungen gibt es hier jedoch zurzeit noch keine.

Der in Sportwagenkreisen sehr beliebte Martin Short wird nächstes Jahr in die große Prototypenklasse zurückkehren. Dafür hat er bei Henri Pescarolo ein neues P1 Pescarolo-Chassis erworben. Ein Saisonauftakt in Sebring kursiert bereits als Gerücht. Ob dies stattfinden wird, steht momentan noch in den Sternen. Es wird auch abzuwarten bleiben, ob das Pescarolo-Chassis überhaupt rechtzeitig für Sebring fertig und ausgeliefert sein wird.

Auch die Peugeot-Truppe, die nächstes Jahr mit ihrem geschlossenen LMP die Sportwagenwelt beehren wird, hatte einen möglichen Renneinsatz in Sebring einmal in den Raum gestellt. Jedoch bleibt hierbei erst einmal abzuwarten, wie sich die noch aufzunehmende Testarbeit entwickeln wird, bevor man über einen Einsatz in Sebring nachdenken kann.

Zählt man nun einfach mal alles zusammen, erhält man die sehr optimistische Anzahl von 12 LMP1 Prototypen. Bis dahin müssen wir uns aber noch ein wenig in Geduld üben und wenden uns daher einmal der kleinen LMP2 Klasse zu:

porls.jpgBereits offiziell hat die Porsche Mannschaft von Roger Penske für die ALMS 2007 bestätigt. Mit der weiterentwickelten Evo Version des Porsche RS Spyder wird man in der kommenden Saison am Start stehen. Die beiden Penske Fahrzeuge werden als Favorit in der Klasse unterwegs sein. Auch einen dritten RS Spyder möchten wir gerne in diese Aufstellung aufnehmen. Zur Zeit ist noch kein Team bekannt, welches das Fahrzeug einsetzen wird, aber das subjektive Empfinden des Autors sagt, dass in Sebring nicht nur die Penske Porsche fahren werden. Rechnen wir einfach also mal einen weiteren RS Spyder ganz unverbindlich mit ein.

Als großer Konkurrent für Porsche wird nächstes Jahr Acura in Sebring seinen ALMS Einsatz beginnen. Mit den Teams Fernandez Racing auf einem Lola B05/40 und Andretti Green sowie Highcroft Racing jeweils auf Courage LC75 wird man die Herausforderung ALMS in Angriff nehmen. Auch von einem vierten Acura-befeuerten Auto war schon in manchen Gesprächen in der Sportwagengemeinde die Rede. Dies ist aber noch höher als hochspekulativ und wird sich für Sebring wohl nicht verwirklichen lassen.

Ähnlich wie Dyson Racing in der LMP1 Klasse kann man Intersport Racing mit ihrem Lola B05/40 als ALMS-Regular bezeichnen. Die sympathische Truppe wird auch 2007 wieder dabei sein.

radils.jpgDas Team von Gunnar van der Steur wird man ebenfalls für den Saisonauftakt in Sebring einplanen können. Der Radical SR9 ist dem Team vor dem Petit Le Mans diesen Jahres ausgeliefert worden. Nachdem man damit die letzten beiden Läufe 2006 bestritten hat, steht für 2007 die Weiterführung des Programms an. Auch die Radical Werksmannschaft um Tim Greaves plant den Saisonauftakt in Florida als Möglichkeit in ihren Terminkalender ein. Ein mögliches drittes Radical Team für Sebring steht im Raum. Genaueres ist momentan nicht bekannt, aber verschiedene unterschiedliche Gerüchte lassen einen weiteren Radical in Sebring vermuten. Näheres wird die Zukunft zeigen.

 

 

Als nächstes stellt sich die Frage Mazda. Eigentlich sollte schon in Laguna Seca eine Pressekonferenz Aufschluss über das weitere Sportwagenprogramm der japanischen Marke bringen. Da die Pressekonferenz jedoch verschoben wurde, tappt man diesbezüglich noch etwas im Dunkeln. Sicher scheint wohl, dass man sich von dem Courage C65 Chassis verabschieden wird. Auch ein Wechsel des Motorenkonzepts weg vom Wankelmotor hin zu einem mazdlsa81.jpgzwei Liter Turbo wurde schon gerüchtelt. Wird man vielleicht sogar zwei Wagen an den Start bringen? Warten wir also einfach mal ab was uns Mazda verkünden wird.

Auch im kommenden Jahr werden wieder ein bis zwei Teams aus Europa einen Einsatz in Sebring in Angriff nehmen. Das Rennen gilt schon seit Jahren als letzte Möglichkeit sich ins Bewusstsein des Le Mans Veranstalters ACO zu bringen - wird doch kurz nach Sebring die offizielle Le Mans Starterliste bekannt gegeben.

Somit belassen wir es nun einmal bei all den Spekulationen und Gerüchten. Sicherlich wird sich vieles, was eben angesprochen wurde, im Laufe des Winters nicht bestätigen oder einfach nur ein Gerücht bleiben. Auch wird es so sein, dass sich noch Entwicklungen ergeben werden, die momentan noch in keinster Weise abzusehen sind. Fest steht nur, dass die Sportwagengemeinde den Saisonauftakt der ALMS herbeisehnt und es schon gar nicht mehr abwarten kann bis es soweit ist. Am 17. März 2007 werden die 12 Stunden von Sebring gestartet. (Fotos: ALMS)

Erster LMS-Kalender 2007

LMS am RingMittlerweile ist ein erster provisorischer Kalenderentwurf der LMS im Umlauf. Demnach bleibt es bei den angekündigten 5 Events für das nächste Jahr. Die traditionellen Veranstaltungen von Monza und Silverstone rutschen wieder in der Kalender. Wo direkt vor Le Mans statt dem eigentlich geeigneterem Rennen auf der Highspeed-Strecke in Monza die spanische Infield-Arena in Valencia aufgesucht wird. Die 1000km am Nürburgring finden demnach zwei Wochen nach Le Mans statt. Ob das ausreicht, damit die Teams ihre vom Klassiker gezeichneten Wagen rechtzeitig wieder fit bekommen, ist offen - jedenfalls wird der Event am Ring wieder zur traditionellen Le Mans Revanche. Beendet werden soll die Saison demnach in Silverstone.

Unter Diskussion ist derzeit die Hinzunahme eines 6. Rennens ausserhalb Europas.  Die LMS-Organisation ist diesbezüglich in Verhandlungen mit einem potenziellen Veranstaltungsort der in Südamerika liegen soll.  Eine Entscheidung ob dieses Rennen statt findet soll noch vor Ablauf des Jahres fallen.

Dies sind die Termine:

25. - 26. März        Testtage auf dem HTTT (F)
13. - 15. April        1000 KM  MONZA (IT)
04. - 06. Mai          1000 KM  VALENCIA (S)
29. Juni - 01. Juli     1000 KM NÜRBURGRING (D)
17. - 19. August     1000 KM  SPA (B)
14. - 16. September 1000 KM SILVERSTONE (GB)

GT Espana – Runde 5 – Jerez

Jerez - Lauf 2 (Foto: M. Graf)Nachzutragen haben wir die Ergebnisse der Veranstaltung der Spanischen GT-Meisterschaft auf dem Circuito de Jerez: 36 Autos bildeten einmal mehr ein prächtiges GT-Feld. Den ersten Lauf gewannen etwas überraschend Pedro Bastos / Sergio Hernandez (GPC Sport-Ferrari F360) mit 5,2 Sekunden Vorsprung auf Manuel Cerqueda / Luis Perez Sala (Auto Club d’Andorra-F430), drei Zehntel dahinter gab es für Cor Euser / Manuel Cristovao (Marcos LM600) mit Platz 3 wieder einmal ein Erfolgserlebnis.
Auch Rennen 2 (Foto: M.Graf/Race&Fun) brachte ein kaum erwartetes Ergebnis: Vor 16.000 Zuschauern siegten Francesc Gutierrez / Luis Villalba (Motor Competicion-Mosler MT900R). Manuel Giao / Ni Amorim (Playteam-F360), die im ersten Lauf Rang 5 belegt hatten, sowie Montermini / Lambertini (GPC-F430) sicherten sich die verbleibenden Podestplätze.

Die nach dem bisherigen Saisonverlauf favorisierten Besatzungen Michele Bartyan / Alessandro Pier Guidi (Playteam-Ferrari F430) und Jose Perez Aicart / Lucas Guerrero (Escuderia Bengala-Mosler) wurden an diesem Wochenende von diversen Problemen geplagt und konnten keine Spitzenplätze verbuchen – somit gab es auch einen Führungswechsel in der Gesamtwertung: Giao / Amorim liegen mit nunmehr 110 Zählern vor Michele Bartyan (104) und Aicart / Guerrero (99). Das späte Saisonfinale der GT Espana findet am 11./12. November in Barcelona statt.

Acura Vorbereitungen im Gange

hertaacura.jpgLetzte Woche fand auf den Kurs in Road Atlanta der erste gemeinsame Test der drei für die kommende Saison verpflichteten Acura Teams statt. Somit steigt die Tochterfirma von Honda nun in die entscheidende Phase der Vorbereitung für die Saison 2007 ein. Acura setzt in der kommenden Saison auf die Teams Fernandez Racing (mit Lola Chassis), Highcroft Racing und Andretti Green. (beide auf Courage)

Nachdem das Team von Fernandez Racing ihr Chassis schon vor einiger Zeit bekommen hat und auch schon eifrig am testen damit war, wurden die französischen Courage erst in der Zeit des „Petit Le Mans“ Ende September ausgeliefert. Somit kann man bei der nun gemeinsamen Testarbeit auf Synergien hoffen. Trotz des allerersten Einsatzes zeigten sich die Courage Teams mit ihren Treibsätzen sehr zufrieden. Man war von der Performance der Wagen sehr beeindruckt. Der erste Test stand im Zeichen von Motor- und Reifenarbeiten. Acura wird die gemeinsame Testarbeit nun etwas kanalisieren. Während sich Fernandez Racing um die Motorentwicklung kümmert, ist Highcroft Racing mit der Chassisarbeit betraut. Als Fernziel möchte Acura in kommenden Saisons ein selbst entwickeltes Auto auf die Beine stellen, weswegen man 2007 auch auf zwei verschiedene Chassis setzt - einfach um mehr Input und Daten zu erhalten. Im Rahmen der Tests wurde auch der erste Fahrer für den Andretti Green Courage benannt. Hierbei handelt es sich um den US-Amerikaner Bryan Herta. Herta, der bereits die unterschiedlichsten Rennfahrzeuge (u.a. 2002 einen Panoz LMP) bewegt hat, ist sicherlich eine gute Wahl, da er bei der Entwicklung der Fahrzeuge einiges an Erfahrung mit einbringen kann. (Foto: Herta.com)

Alex Job verlässt die ALMS

Alex Job Racing PorscheAlex Job Racing wird in der kommenden Saison nicht mehr in der ALMS antreten. Das hat das Team heute bekannt gegeben. Statt dessen wird man im nächsten Jahr zwei Crawford-Porsches in der Rolex Grand Am Serie einsetzen. Damit kehrt eines der erfolgreichsten Teams der GT2-Klasse (39 Siege, davon 12 Doppelsiege, 46 Pole-Positionen und 79 Podiumsankünfte) und immerhin eine Mannschaft die zweimal die Klasse bei den 24h von Le Mans gewinnen konnte, der Serie den Rücken.

„Wir hatte dieses Jahr eine eher harsche Saison“, fasst ein sichtlich von der Saison enttäuschter Alex Job den Grund für den Rückzug zusammen. „Nach Sebring und Houston (wo Klaus Graf und Mike Rockenfeller den einzigen Sieg des Jahres für die Mannschaft einfahren konnten) hatten wir eine Reihe von Un- und Zwischenfällen und unsere verschiedenen Fahrer sind mit dem Handling des Porsches die ganze Saison über nicht zurecht gekommen. Die neuen Ferraris waren sehr schnell und unsere Konkurrenten von Flying Lizzard und White Lightning haben ihre Stärken ausgespielt. Wir hatten einen excellente Unterstützung unserer Sponsoren. Ich werde nach 18 Starts in Folge Sebring vermissen.“

Merten & Sylvester - Langstrecken-Champions 2006

champs.jpgDie frisch gebackenen BF-Goodrich Langstrecken-Meister Mario Merten & Wolf Silvester, die am Renntag von der Vorjahresmeisterin Claudia Hürtgen symbolisch die Nummer 1 überreicht bekamen,  hatten es beim Finale, dem 31. DMV Münsterlandpokal, alles andere als einfach. Nach Problemen mit der Benzinpumpe im Zeittraining startete der BMW 318is aus der Boxengasse und erhielt dafür eine Zeitstrafe von einer Minute. Merten/Silvester rollten das Feld von hinten auf und überquerten am Ende sogar in Führung liegend die Ziellinie - die Strafminute hinzuaddiert fehlte beiden am Ende lediglich zwölf Sekunden zum siebten Sieg. „Ein großartiger Erfolg für Mario und mich“, freute sich Silvester. Merten, der sich nach 2002 den zweiten Titel in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft sicherte, lobte vor allem die Teamleistung von Bonk-Motorsport aus Münster: „Die Taktik von Michael Bonk hat in dieser Saison einfach immer gepasst - ich freue mich riesig.“

champscar.jpgWährend Wolf Sylvester sich zum ersten Mal in die Meisterlisten der BF-Goodrich Langstreckenmeisterschaft eintragen konnte, ist es für Mario Merten der 2. Titelerfolg. Schon 2002 konnte er, ebenfalls auf BMW, das Championnat für sich entscheiden. Spitzenreiter in der Tabelle ist nach wie vor Johannes Scheid, der zwischen 1980 und 1998 fünf Titel in der Serie einfuhr.

V de V - Runde 7 - 12h von Magny Cours

departvdevmc.jpgAls Saisonhöhepunkt und vorletztes Rennen der VdeV Modern Endurance Championship standen am diesen Wochenende die 12h von Magny Cours auf dem Programm. Ein mächtiges Feld von 48 Prototypen & GT´s (55 Fahrzeuge im Qualifying) machte sich auf den Weg zum Marathon, der allerdings in den letzten zwei Stunden nach Mitternacht wegen undurchdringlichen Nebels das Safety-Car auf den Plan zwang. Am Ende triumphierte der Ligier JS49 der Briten Ally McKeaver und Bryce Wilson, die beide das Rennen mit 25s Vorsprung auf den Norma der Franzosen Da Rocha / Ibanez / Cavailhes gewannen. Mit drei Runden Rückstand kam ein weiterer Norma mit den Briten Simon Phillips, Tommy Erdos & Rob Garofall ins Ziel.

pitlanevdevmc.jpgThommy Erdos – amtierender LMP2-Klassensieger bei den 24h von Le Mans – schrieb mit seiner Mannschaft in diesem Rennen einige bemerkenswerte Geschichten. Aus der Boxengasse gestartet, schaffte es der Profi im RSR Racing-Norma innerhalb der ersten Rennstunde, das gesamte Feld zu überholen und in Führung zu gehen. Man war auf dem Weg zum sicheren Sieg, als das Schaltgestänge brach und der Wagen im 2.Gang eine Runde um den Rurs schleichen musste und fünf Runden verlor. Dieser Defekt und ein späterer ungeplanter Bremsklotzwechsel kostete dem Team im Endeffekt den Sieg.

Eine weitere Mannschaft die aus der LMS bekannt ist war das belgische G-Force-Team, das mit einem Norma M20 immerhin Gesamtrang 6 mit den Piloten Hahn, Jacobs &  Haezebrouck holte. Die GT-Klasse gewann der Le Duigou Racing-Porsche 996 Cup GT3 auf Gesamtrang 9 vor dem Perspective Racing Porsche aus der LMS.

Als letztes Rennen der Serie stehen nun am 24.-26.11. die 6h von Estoril auf dem Programm.

PBR 2007 mit Pescarolo oder LC75?

belmondo36.jpgGemaß aktuellen Meldungen der Auto-Hebdo aus Frankreich erwägt das Team von Paul Belmondo in der kommenden Saison den Einsatz lediglich eines Wagens in der LMS 2007. Dabei soll es sich um ein neues LC75-Chassis von Courage handeln, das von einem AER-Motor befeuert wird. Als Piloten sind derzeit nur Karim Ojieh und Paul Belmondo selbst im Gespräch.

Die knappe Meldung lässt nun Raum zur Spekulation. Angeblich war Belmondo als dritter Kunde für ein Pescarolo-Chassis gehandelt worden.  Demnach ist derzeit offen, ob man sich nun beide Optionen (Pescarolo-C65 & LC75) zum Test gegeneinander zum Saisonstart besorgt hat oder ob man dem LC75 den Vorzug gegenüber dem Umbau gegeben hat und das 3. Pescarolo-Kundenmonocoque nun einen anderen Abnehmer findet.

Erster Courage LC70-Sieg

jlms3a.jpgAuf dem auch als „Tanaka TI-Circuit“ bekannten japanischen Kurs ist die 3. und letzte Runde der japanischen Le Mans Serie zu Ende gegangen. Der Sieg ging dabei zum ersten Mal standesgemäß an ein LMP1-Fahrzeug. Der Werks-Mugen-Courage mit den beiden Fahrern Haruki Kurosawa und Seiji Ara kreuzte am Ende als erster die Ziellinie mit 243 Runden und damit 17 Runden Vorsprung auf das 2. platzierte Fahrzeug, den in der LMP2-Klasse startenden GC-21 der Piloten Sakamoto/Yamikata/Fujii. Auf dem 3. Platz kam mit weiteren 4. Runden Rückstand der JLOC-Lamborghini ins Ziel der damit den ersten 1000km-Erfolg für die von Reiter Engineering aufgebauten Murcielagos holte. Von immerhin 20 gestarteten Fahrzeugen (das stärkste Feld der Saison) kamen am Ende 13 in Wertung ins Ziel.

Nachdem der Zytek des Hitotsuyama Racing Teams von Hiroki Katoh & Hideki Noda die Qualifying Sessions dominiert hatte, stach das Team welches den 2005 noch erfolgreichen LMP675 in der japanischen Serie einsetzt zunächst in Front. Probleme mit dem Kühlsystem liessen den Wagen jedoch nach etwa 2h dramatisch im Klassement zurückfallen. Am Ende konnte man jedoch wieder mit 25 Runden Rückstand ins Rennen gehen um am Ende als 4. im Klassement das erste Finish des Jahres einzufahren. 3. in der mit 6 Wagen besetzten Klasse wurde ein Oskar SK93. Im fernen Europa zeigte sich Yves Courage hoch erfreut über den ersten Gesamtsieg eines LC70.“Wir haben durch die zahlreichen Pole-Positions und schnellsten Rennrunden im Verlaufe der heutigen Saison schon bewiesen, welches Potential in dem Wagen steckt.“ In Japan kam nun auch endlich die lange fehlende Zuverlässigkeit hinzu.

jlms3b.jpgWährend in der LMP2-Klasse nur umgebaute F3-Wagen antraten wurde die GT1-Klasse immerhin von 2 halbwegs ACO-konformen Wagen dominiert. Der Lamborghini des JLOC-Teams erwies sich als stärkstes Fahrzeug des Wochenendes. Gleich zu Beginn des Rennens konnten sich die Piloten Yasutaka Hinoi, Hisashi Wada und Koji Yamanishi als Gesamt-3. hinter den beiden führenden LMP1 etablieren und musste am Ende nur der  siegreichen LMP2-Mannschaft den Vorzug geben. Der Prodrive-Ferrari F550 von Hitotsuyama Racing, der die beiden anderen Runden der JLMS als Gesamtsieger beendet hatte und schon vor diesem Rennen als Meisterschaftssieger feststand, spielte diesmal die Zuverlässigkeitskarte und kam als 3. ins Ziel, gleich hinter dem in ebenfalls in der GT1-Klasse startenden Mosler von Leyjun Racing, der Rang 2 in der GT1 belegte.

6 GT2 – 4 Porsches und 2 Mazdas – starteten zur 6. Runde der JLMS. Am Ende gewann hier nach einer Ausfallorgie der verbliebenen Fahrzeuge das älteste Chassis im Feld. Der Sunburst Porsche 964 der Piloten Yutaka Matsushima, Takeshi Inui und Hitoshi Kakiuchi kam mit 195 Runden als 8. ins Ziel und konnte damit sogar die Porsche RSR bzw. RS der Konkurrenten auf die verbleibenden Podiumsplätze verweisen.

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