David Brabham auf der Pole in Houston

acurapolehoustonAuf der Pole Position für das ALMS-Rennen am heutigen Samstag in Houston, Texas, hat sich David Brabham im Highcroft Racing Acura ARX platzieren können. Mit einer 1:01.824, hat sich der Australier, dem zuletzt im LMP1-Panoz eine Pole gelang, nur 0,008s vor dem Audi R10 Tdi von Allan McNish durchsetzen können. Dahinter folgen die beiden Penske Racing http://www.penskeracing.com-Porsche RS-Spyder einträchtig in Startreihe 2 vor dem Andretti-Green-Acura und dem zweiten Werks-Audi von Pirro/Werner. Alle sechs Wagen liegen innerhalb einer Sekunde.

Bei den GT2 hat Jamie Melo den Risi-Ferrari um 0.4s vor dem Petersen Motorsport / White Lightning-Ferrari von Dirk Müller platzieren können. Jörg Bergmeister hat sich dahinter als schnellster Porsche-Pilot auf Startposition 3 stellen können, gefolgt von seinen Teamkollegen.

24 Wagen starten heute Nacht um 0.30 Uhr MEZ  zum 4. ALMS-Lauf dieser Saison.  Auf der ALMS-Website werden den hiesigen Fans wieder Streckensprecher und Live-Timing-Monitor zur Verfügung stehen.

Cytosport nach Crash in Long Beach nicht in Houston unterwegs

cytosportlolalbIn Long Beach sollte eigentlich das Renndebüt des Cytosport-Lola von Klaus Graf und Greg Pickett erfolgen. Doch daraus wurde leider nichts. In der Qualfikation befand sich Graf auf seiner ersten schnellen Runde als er auf Grund von Differenzialproblemen in Turn 6 leicht die Mauer touchierte. Das letztjährige Dyson-Auto wurde dabei leicht am Fahrzeugbug und Seitenwand beschädigt. „Das Getriebe hat nicht richtig gesperrt, was wohl auf ein mechanisches Problem zurückzuführen war,“ erläuterte Graf das Malheur. Da der Lola noch in der 2006er Aerodynamikkonfiguration fuhr und das neue 07er-Karosserie-Up Grade mit größeren Luftzuführungen erst aus England geliefert wird, verzichtete Cytosport mangels Ersatzteilen auf sein Saisondebut. Das soll nun Mitte Mai in Salt Lake City/Utah stattfinden.

„Es gibt noch viel zu lernen für unser neues Team, aber wir nehmen die Herausforderung gerne an“, so bilanzierte der deutsche Formel Ford-Meister von 1993 am Ende. „Es hat aber wirklich Spaß gemacht, endlich mal ein Auto zu fahren, dass wirkliche Power hat und auch viel Abtrieb besitzt. Was mich ehrlich freut: Unser Team ist sehr gut aufgestellt, es ist ein verschworenes Team, das über Jahre hinweg bei den Transam-Rennen zusammen gewachsen ist und offenbar auch viel Spaß beim Racing hat." Chefingenieur der Pickett-Mannschaft ist Steve Conover, der die Erfahrung eines langjährigen Engagments bei Tom Walkinshaw Racing mit der Betreuung der Jaguar einbringt. Als Chefmechaniker fungiert Bill Margraff. Am Lola werden Dunlop-Reifen montiert werden. „Ich denke, das ist eine gute Wahl. Die Reifen haben beim Test gut funktioniert. Chamberlain hat damit bereits im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht.“

Wolfgang Kaufmann beim GT-Masters auf Lamborghini

atecgallardo06Wolfgang Kaufmann wird 2007 in der Premieren-Saison der ADAC GT Masters an den Start gehen. Pilotieren wird der Westerwälder Profi und Porsche World Cup-Sieger 2001 einen vom belgischen ATEC Fluid Systems Team eingesetzten Lamborghini Gallardo GT3. Das neu formierte Team um Teamchef Werner Schröder wird seinen Teamsitz nähe der belgischen GP-Strecke Spa-Francorchamps haben. Das in Neustadt a.d. Weinstraße angesiedelte Unternehmen ATEC Fluid Systems, spezialisiert auf Leitungsbau im Motorsport für Formel 1 und Sportwagenteams, wird Hauptsponsor und Namensgeber des Teams sein.

Erste Tuchfühlung mit seinem über 500 PS starken Sportgerät sammelte Wolfgang Kaufmann vergangene Woche im badischen Motodrom von Hockenheim. Zusammen mit einem noch zu benennenden Co-Piloten wird Wolfgang Kaufmann den Stier bei zwölf Rennen pilotieren. Wolfgang freut sich dem Vernehmen nach schon auf die neue Herausforderung: "Der Lamborghini Gallardo GT3 ist für mich absolutes Neuland und ich freue mich auf eine erfolgreiche Saison und hoffe das in mich gesetzte Vertrauen mit Podiumsrängen dem Team zurückgeben zu können."

Alexander Freis LC70 in Monza thermisch eingebremst

Charakterbuilding war mit Platz 22 für Courage-Werksfahrer Alexander Frei beim Saisonauftakt der europäischen Le Mans Series in Monza angesagt. Überhitzungsprobleme am Courage LC 70-AER kosteten dem Solothurner und seinem französischen Copiloten Jonathan Cochet einen sicheren Platz in den „Top Six“.

freimonza2007Auf der 5,8 Meilen langen Hochgeschwindigkeits-strecke ärgerten - wie bei den Testfahrten in Le Castellet - schon in den freien Trainingssessionen permanente Überhitzungsprobleme am Courage LC70-AER die Piloten Jonathan Cochet und Alexander Frei. „Die kosten uns gut 30 PS. Auf der langen Start- und Zielgeraden mit einem Tempo von über 300 Kilometern pro Stunde fahren uns die anderen einfach davon“, mußte Fahrzeugeigner Frei ernüchtert feststellen. Die fehlende Power resultierte aus ungünstig angestömten Ladeluftkühler für den Turbolader. Im letzten Jahr hatte Courage im LC70 noch einen japanischen Mugen-Saugmotor eingesetzt. Beim Umbau auf die neue Konfiguration des britischen AER-Turbo hatten die Courage-Techniker mit der modifizierten Karosserie offenbar noch keine optimale Luftzuführung an das Kühlsytem erreicht. Dem Courage-Team verblieb keine Zeit, auch nur etwas das tolle Monza-Ambiente im Park der ehemaligen königlichen Sommerresidenz zu genießen. In Krisensitzungen bis in die späte Nacht hinein wurden Lösungswege gesucht, die auch im weiteren Saisonverlauf und vor allem im Hinblick auf Le Mans die Problematik beheben sollen. Die zu große Hitze bedeutet dabei offenbar keinen Abstrich an der Zuverlässigkeit, bremst nur die Leistung ein. Keine Kopfzerbrechen machte hingegen das neue X-trac-Getriebe, welches jenes von Hewland ersetzt.  

Trotz des Malheurs konnte Renault-F1-Testfahrer Jonathan Cochet - diese Woche vom Grand Prix-Team nach Silverstone befohlen - in der dritten Session die viertschnellste Zeit herausfahren. „Die Verbesserung gegenüber den Freitagzeiten war vor allem auf die neuen Michelin-Reifen zurückzuführen“, gestand der 52jährige Frei. In der Qualifikation konnte der 30jährige Franzose aus Alecon den fünften Startplatz herausfahren, während Ferrari-Testfahrer Marc Gene den Diesel-Peugeot auf die Pole-Position stellte.

Den Start mit den beiden ersten Stints übernahm Cochet, der nach einer Stunde den blauen Spyder mit der Nummer 12 an achter Stelle hielt. Neue Kühlprobleme bahnten sich bereits an. Das Auto fraß regelrecht den Gummiabrieb von der Piste in seine Kühleröffnungen hinein und sorgte für immer höherer Temperaturen im Kühlsystem, die durchaus den Exodus des 3,6 Liter Bi-Turbos hätten bedeuten können. Als nach etwas mehr als eineinhalb Stunden Frei  übernahm, wurde der LC70 deshalb in die Box zurück bugsiert, wo gut zwanzig Minuten an den Kühlern gearbeitet wurde. Fast irgendwie gemein: In einer permanenten Aufholjagd fuhr Frei die restliche Distanz und schob sich von letzter Position noch auf den 22. Platz im Gesamtklassement vor. Die dabei erzielten Rundenzeiten wären ohne den langen Halt durchaus für den fünften Gesamtrang gut gewesen, den dafür sich die Teamkollegen Jean-Marc Gounon/Guillaume Moreau sicherten. Der Rückstand von Cochet/Frei betrug nach der 1000-Kilometer-Distanz 23 Runden auf den Peugeot, der bei seiner Siegerfahrt einen Schnitt von über 200 Kilometern pro Stunde erzielt hatte. „Immerhin sind wir in der LMP1-Kategorie als noch Siebter platziert,“ freute sich Frei, „diese Punkte können noch in der Jahresabrechnung sehr wichtig sein."

Neo-Papa Philipp Peter fährt GT Open

Zuletzt sorgte Philipp Peter mit Platz 2 beim FIA-GT-Auftakt in Zhuhai für Schlagzeilen, jetzt warten zwei neue Herausforderungen auf ihn. Der in Lugano lebende Wiener bestreitet mit einem Ferrari 430 GT2 aus dem GPC Team die neu ins Leben gerufene GT Open Meisterschaft. Der Auftakt erfolgt bereits am Wochenende mit den ersten beiden Rennen in Vallelunga.phpeter250  Zwei Rennen – und eine Premiere für Peter: Erstmals steigt er (und das ist die zweite Herausforderung) als stolzer Papa in ein Rennauto. Denn vor kurzem schenkte ihm seine Frau Patrizia einen Sohn, den kleinen Phinn. Wir gratulieren!

 

Zurück zum Geschäft:  Die International GT Open umfasst insgesamt sieben Rennwochenenden, gefahren wird in Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien, vier Rennen werden im Rahmen der FIA Tourenwagen-WM WTCC ausgetragen. Zahlreiche hochkarätige Piloten stehen am Start, darunter bekannte Namen wie die Ex-Formel-1-Piloten Alessandro Nannini, Andrea Montermini und Jordi Gené. Dazu unter anderem noch der ehemalige FIA-GT-Champion Matteo Bobbi. 

Peter fährt im Team GPC von Gianpaolo Coppi, für das er bereits zwei Jahre in der FIA-GT gefahren ist und mit dem er seinerzeit auch den ersten Sieg des Ferrari 575 in Estoril geholt hat: „Ich freue mich auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Team GPC, mich verbinden sehr gute Kontakte und eine Freundschaft zu Gianpaolo Coppi, die Voraussetzungen könnten besser nicht sein. Unser Auto ist ein Ferrari 430 GT2, technisch auf dem absoluten Letztstand, ich denke, dass wir damit durchaus konkurrenzfähig sein werden“, so Peter.

Als Teamkollege fungiert der junge Italiener Alessandro Bonetti, der mit seinem Sieg beim ersten ELMS-Lauf in Monza am vergangenen Wochenende sein Talent unter Beweis gestellt hat: „Ich glaube, dass Alessandro wirklich gut ins Team passt, bei den letzte Woche in Vairano durchgeführten Testfahrten hab ich jedenfalls einen sehr guten Eindruck von ihm gewonnen.“  Von der neuen Serie zeigt sich Peter ebenfalls begeistert: „Die GT Open ist sportlich sehr hochwertig, viele Klasseleute aus dem Formelsport werden am Start sein, dazu ehemalige F1-Piloten und GT-Experten. An die 40 Autos wird man beim Saisonauftakt in Vallelunga sehen, im Schnitt werden es ca. 30 Boliden sein.“  

Pro Wochenende werden zwei Rennen gefahren, eines über 65 Minuten am Samstag, eines über 50 Minuten am Sonntag, beide jeweils mit Fahrerwechsel. Wer Philipp Peter kennt, der weiß auch vom Ehrgeiz des jungen Familienvaters: „Das Ziel ist natürlich, ganz vorne mitzumischen, und wenn möglich, die Gesamtwertung zu gewinnen. Beim Auftakt in Vallelunga hoffen wir den Grundstein dafür zu legen, Alessandro und ich sind jedenfalls topmotiviert und zuversichtlich, dass uns das auch gelingen wird.“  

Zeitplan Vallelunga
Freitag, 20.04.
16:45 – 17:30    Training

Samstag, 21.04.          
10:35 – 11:00    Qualifying 1
  
14:55 – 15:20    Qualifying 2
                                  
17:40                Rennen 1

Sonntag, 22.04.          
14:00                Rennen 2
 

Int. GT-Open Championship – Kalender 2007
21.-22. April                             VALLELUNGA (Italien)
19.-20. Mai                               VALENCIA (Spanien)
14.-15. Juli                               MAGNY-COURS (Frankreich)
23.-26. August                          OSCHERSLEBEN (Deutschland)
22.-23. September                   BRANDS HATCH (Großbritannien)
06.-07. Oktober                        MONZA (Italien)
10.-11. November                    MONTMELÓ (Spanien)

Der neue Mann bei Kruse-Motorsport

depourtalesIn Monza debütierte neben Norbert Siedler und dem kanadischen Le Mans-, ALMS und LMS-Routinier Tony Burgess Jean de Pourtales im neuen Pescarolo des Kölner Kruse-Motorsport Teams. Das LMP-Debüt des  ausserordentlich umgänglichen Franzosen mit britischem Pass (eigene Aussage: „Wenn es drauf ankommt, zum Beispiel bei einem Rugby-Länderspiel, dann halte ich immer zu den Franzosen ...“) ist besonders bemerkenswert: seit einem tragischen Verkehrsunfall vor einigen Jahren fehlt dem nun 41 jährigen Piloten sein linker Unterarm. Dies hinderte de Pourtales allerdings nicht, 2004 in die F3000 als Konkurrent seines heutigen Teamkollegen Norbert Siedler einzusteigen und nun den Langstreckensport für sich zu entdecken, mit sehr positiven Eindrücken wie er uns bestätigte.

„Ja, die Benutzung des Paddleshifts ist für mich eine neue Welt. Es vereinfacht das Racing für mich ungemein, da ich keinen Schaltknüppel mehr bedienen muß. Zudem hatte ich in Monza ein sehr ereignisreiches Rennen: Gleich beim Start hatte ich einen Dreher nach einer Kollision mit einem Saleen, dann gab es einen Reifenschaden bei dem ich auch in die Wiese musste und schließlich mussten wir wegen dem Schaden vom Rennstart auch noch zur Reparatur des Lichtes hereinkommen.“ 

depourtales2De Pourtales benutzt eine Spezialprothese mit einem entsprechend für ihn konstruierten Lenkrad. Das notwendige Wechseln der Lenkräder war der Grund warum das Team von Kai Kruse statt einem normalen Lenkrad-Interface (mit einer Kabel-Verbindung) auf eine Steckverbindung für zwei auswechselbare Lenkräder umrüstete. Dieses „Wireless“-System verursachte in den ersten Trainings noch aufgrund einiger Elektrikprobleme Anfangsschwierigkeiten, weswegen der erste Roll-out mit mehr als drei Runden am Stück erst im Rennen erfolgte.  Mit dem 5. LMP2-Rang und immerhin vier Punkten beim Debüt kann man diesen für das Team als gelungen bezeichnen.

2. Porsche Gesamtsieg in der ALMS in Long Beach

PenskeIn den Straßen von Long Beach feierte Porsche seinen bislang größten Erfolg in der American Le Mans Series: Mit einem Dreifachsieg beim über eine Renndistanz von 105 Minuten abgehaltenen Rennen auf dem Stadtkurs in Kalifornien sorgten die RS Spyder am Samstag für weltweites Aufsehen. Den Gesamtsieg sicherten sich Timo Bernhard  und Romain Dumas  im von Penske Motorsports eingesetzten RS Spyder mit der Startnummer 7. Im Ziel trennten sie nur 0,770 Sekunden von ihren zweitplatzierten Teamkollegen. Mit diesem Erfolg bauten sie nicht nur ihre Führung in der Meisterschaft der Klasse LMP2 weiter aus, sondern beendeten das Rennen auch vor ihren stärksten Gegnern: den Acura und Audi-Prototypen.

Für den totalen Porsche-Triumph bei der Premiere der ALMS in Long Beach sorgten Sascha Maassen und Ryan Briscoe, die nach einer Aufholjagd (Eine auf der Strecke herumliegende Schraube hatte sich in den rechten Hinterreifen gebohrt) den zweiten Platz belegten, sowie die für Dyson Racing startenden Andy Wallace und Butch Leitzinger. Im RS Spyder mit der Startnummer 16 bescherten sie dem von Porsche betreuten US-Privatteam bereits im dritten Rennen mit dem in Weissach entwickelten und gebauten Sportprototyp den ersten Podiumsplatz.

„Dieser Erfolg auf einer für uns neuen Strecke und gegen so starke Konkurrenten ist eine Leistung, auf die wir stolz sein können“, sagte Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen nach dem ersten Dreifachsieg eines Herstellers in der ALMS. „Unsere Teams haben hart dafür gearbeitet und es geschafft, die RS Spyder trotz der kurzen Trainingszeit optimal auf die Strecke abzustimmen. Ganz besonderen Einfluss auf den erfolgreichen Rennverlauf hatte auch die perfekte Boxenstrategie. Und unsere Fahrer haben mit einer starken Leistung das Beste daraus gemacht.“

Das deutsch-französische Duo Bernhardt/Dumas hatte im Vorjahr mit seinem Gesamtsieg in Mid-Ohio, dem ersten für Porsche in der ALMS, für Schlagzeilen gesorgt. Auch damals setzten sie sich gegen die leistungsstärkeren LMP1-Boliden durch. „Auf diesen Erfolg haben wir jetzt noch einen draufgesetzt“, bilanzierte Timo Bernhardt.

Nachlese des zweiten Laufs der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft

Als Nachlese hier einige Fakten vom zweiten Lauf der BfGoodrich Langstreckenmeisterschaft:

Der ehemalige DTM Fahrer Pierre Kaffer fuhr am Wochenende auf dem Porsche Cayman von MSpeed. Nachdem man im ersten Rennen nur auf der 19. Position startete, konnte man sich dieses Mal um 11 Positionen steigern und startete von P8. Damit stand man immerhin vor dem Cayman von Jürgen Alzen Motorsport. Nachdem man während des Rennen nur in der Lage war, aufgrund mehrer Probleme nur Pierre Kaffer fahren zu lassen, war das Rennen eher enttäuschend. Aber trotzdem fühlte man sich in der Lage das Potential des Cayman zu zeigen.

Der BMW M3 GTS „Eifelblitz“ hat weiterhin Probleme mit der Zuverlässigkeit. Diesmal musste man nach 4 Runden aufgrund einer defekten Lichtmaschine an die Box kommen. Ob Georg Berlandy auch weiterhin in das Lenkrad des „Eifelblitz“ greifen wird, steht noch nicht fest. Er hat laut eigenem Bekunden sein Budget schon aufgebraucht.

Mühlner Motorsport hat dieses Jahr nicht weniger wie sieben 24 Stunden auf der Agenda. Man möchte natürlich die 24 Stunden auf dem Nürburgring bestreiten, dazu kommen noch die 24 Stunden Rennen in Tokachi (Japan), Spa-Francorchamps, Zolder, Silverstone, Dubai und Bahrain.

BMW Motorsport wird dieses Jahr nicht mehr auf der Nordschleife offiziell antreten. Beim 24 Stunden Rennen fährt vielleicht trotzdem der eine oder andere Werksfahrer in einem Kunden Z4.

Die zweite Zakspeed Dodge Viper GTS-R wurde am letzten Wochenende von Duncan Huismann und Tom Coronel gefahren. Hierbei handelte es sich um einen Start zur Vorbereitung auf das 24 Stunden Rennen.

Saisonauftakt beim Divinol-Cup Hockenheim

Bei unerwarteten sommerlichen Temperaturen zeigte sich die Formel-1-Rennstrecke von Hockenheim beim Divinol-Cup div1a Saisonauftakt von ihrer besten Seite. Bereits im Training gelang es dem Schweizer Pierre von Mentlen den  V8Star von Swissracing zweimal in die erste Reihe zu pilotieren. „Absolut keine technischen Probleme. So konnte ich hier unbeschert Gas geben“, so von Mentlen nach dem Training strahlend.

Rennen 1 nahm der Schweizer Geschäftsmann von der Pole in Angriff. Den fliegenden Start konnte Porschepilot Klaus Horn, von Platz 2 gestartet, knapp für sich entscheiden. Dahinter v. Mentlen im Sandwich von Thomas Probst und Chaouki Chikhani. Dann Audipilot Herold, Wallenborn im 996 GT2 und Ferraripilot Tony Ring (S). Vorne ging’s kräftig zur Sache. Aber auch im Feld der 50 GT’s und Tourenwagen herrschte beim von allen Fahrern ersehnten Saisonauftakt echte Aufbruchsstimmung, man schenkte sich nichts. In der vierten Runde war v. Mentlen vorn. Leichte Gedränge im Bereich des schnellen hinteren Teils der Strecke gingen zum Nachteil von Prost und Horn aus. Herold musste an die Box. verschiedene kleine Probleme zwingen den schnellen Hessen in Runde 8 ins Aus. Auch Jan Jez (CZ), Mike Holden (der schnellste der 7 Dänen) und Thomas Probst scheiden aus. Karl Knaus (A) rollt nach beherztem Kampf mit Peter Schaub, Chris Kunick, Chris Ehret  und Rene Keyselt mit Kraftstoffproblemen aus. Vorn wurde Pierre v. Mentlen von Robert Wallenborn bedrängt. Der Kerpener lässt sich die schnellste Runde notieren. Dann der Führungswechsel - Runde 9 - Horn geht an die Box, V. Mentlen führt. Wallenborn greift wieder an, ein Rennen der Extraklasse. In der Klasse bis 3,8L gewähren sich die Herren Bezack (CH), Dechent, Renz (CH), Herlitschka, „Dok. Henry“, Schwittay und Jo Kreuer keinen „Kredit“. Auch ein Fight der neuen 997er gegen die älteren GT3-Baureihen von Porsche. „Du kommst gegen die 997er nicht an“, so Reifeningenieur Jürgen Bender leicht skeptisch - er behielt Recht.

Robert Wallenborn konnte alle Angriffe von V8Star v. Mentlen abwehren und gewann. Und das nach durchschraubter Nacht der Crew. Dahinter ein bravouröser Chaouki Chikhani. Er musste verhalten agieren, war er doch erst kurz zuvor noch operiert worden. Perfekt auch was der vierte Mann, der Schwedische Eurosportkommentator Tony Ring auf einem Ferrari 430 von Luge Sportive ablieferte. Nicht übel mit 250 PS weniger im Auto. Als großartiger Gesamt-5. holte Milan Bezak (CH) auf einem Porsche 997 den Sieg in der Klasse bis 3,8L.

Rennen 2 wurde dann zur „one man show“ für Pierre von Mentlen. Der Schweizer führte vom Start weg und geriet über die volle Distanz nicht wirklich in Bedrängnis durch die Porschepiloten Klaus Horn und Chaouki Chikhani. Der Schweizer Marco Seefried mischte auf seinem 997er GT3 anfangs noch beherzt im Gefolge der GT2er mit. Wallenborn hatte alles optimiert. Der Start mit Funkunterstützung – Vollgas und Überholen ab dem Zeitpunkt wenn das Rennen an der Ziellinie gestartet war – das lief alles perfekt. Alle sahen Schwarz in diesem Rennen. Bis auf einen - der V8Star in Gelb. Der sah am Ende das schwarzweiße Tuch als erster und damit gehört v.Mentlen nun zum Kreis der Gesamtsieger in der UHSport-Meisterschaftsfamilie. „Und an einige weitere Gesamterfolge könnte ich mich gut gewöhnen", so der junge Mann, der an den nächsten Cup-Termin in Most durchaus gute Erinnerungen hat. Dort hätte er vor zwei Jahren um ein Haar auf einem Ferrari gewonnen. „Nicht auf meinem“, so v. Mentlen. Aber auch auf einem gelben Boliden damals.

Die weiteren Plätze gingen am Ende an Robert Wallenborn, Klaus Horn, Chaouki Chikhani (LIB), einem großartigen Marco Seefried, Martin Dechent, Milan Bezak, Jürgen Bender, Michael Holden (DK), Christer Bohlin (S) und GT3-Pilot Frank Schreiner.

2. LMP2-Sieg für den Horag-Lola

Nach derben Nackenschlägen Mitte März beim 12-Stunden-Rennen in Sebring, dem großem Tohuwabohu beim Rücktransport des Rennwagens nach Europa und Motorproblemen im Training zeigte sich das Horag-Team für das klassische 1000km Langstreckenrennen in Monza glänzend aufgestellt. Nach 5h platzierte sich der in schweizer Nationalfarben lackierte Lola-B05-40-Judd mit dem Niederteuffener Sportwagenroutinier Fredy Lienhard sowie den belgischen Piloten Didier Theys und Eric van de Poele am Steuer in der LMP2 mit einem klaren 4-Rundenvorsprung auf den britischen RML-Lola AER von Mike Newton/Thomas Erdos auf Platz in der kleinen Prototypenkategorie auf Platz eins.

horagmonzabox Große Genugtuung und riesige Freude herrschten beim Horag-Team, dass bereits vor 2 Jahren auf dem Nürburgring das traditionelle ADAC-1000-Kilometerrennen für sich entscheiden konnte. Teamchef Markus Hotz zeigte sich anlässlich Siegerehrung und anschließender Pressekonferenz sichtlich bewegt. Seine Mannschaft hatte noch in Sebring/USA wegen ärgerlicher Elektronikprobleme kurz vor Rennende den Ausfall des Lolas hinnehmen müssen und bis Dienstag abends letzter Woche noch regelrecht gebannt darauf gewartet, ob denn der Rennwagen rechtzeitig via New York nach Liverpool per Schiff und weiter per LKW in Monza eintreffen würde. Eine Woche verzögerte sich die Rückreise des Lola, so dass an der Sulgener Teambasis keine geplante Totalrevison mehr vorgenommen werden konnte. Alle Service- und Umarbeiten mussten am Donnerstag im Fahrerlager von Monza vorgenommen werden, so auch die Installation eines neuen 520-PS-Judd-Triebwerks.

Schon in den drei freien Trainingsessionen konnte sich der Horag-Lola in vorderen Rängen durch alle Piloten schnelle Zeiten notieren lassen. In der für die Startaufstellung entscheidenden Qualifkation fuhr der ehemalige F1-Pilot Eric van de Poele den Wagen mit der Startnummer 27 auf Platz vier - im Wissen, dass die Startposition selbst für den Ausgang des Langstreckenrennens eigentlich völlig irrelevant ist. Die Techniker des britischen Motorenherstellers Judd, welche die Horag-Crew an den Rennen begleiten, hatten mit der Telemetrie in der letzten Trainingssession festgestellt, dass sich ein Motorschaden am neuen Triebwerk abzeichnen würde. Somit gab es für die Mechaniker wiederum keine Chance auf ein frühen Feierabend: Das bereits in Sebring eingesetzte Achtzylinderaggregat wurde deshalb fürs Rennen wieder deinstalliert.

horagpilots Startfahrer van de Poele setzte sich schon zu Beginn des 173-Runden-Rennens an die zweite LMP2-Klasse und fuhr bereits in der Anfangsphase im 47 Wagenfeld in die Top-10 hinein. Zwei kleinere Kollisionen gab es im Überrundungsgetümmel gegen GT-Fahrzeuge, die am Fahrzeugbug jedoch nur kleinere Beschädigungen verursachten. Nach zwei Stints übernahm Lienhard das Cockpit, der das Tempo der Spitzenfahrzeuge mitgehen konnte. Theys übernahm nach dem dritten Boxenstopp, um in der Endphase wieder an van de Poele zu übergeben. Der Horag-Lola lief zuverlässig wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, während die Konkurrenz strauchelte. Der RML-Lola als stärkster Rivale (Sieger 24 Stunden von Le Mans) mußte wegen Kühlerproblemen auf Grund aufgelesenen Reifengummis einen längeren Boxenstopp einlegen, was den Triumph der international aufgestellten Thurgautruppe endgültig zementierte.

Für Fahrzeugeigner Fredy Lienhard stellt der Erfolg einer seiner größten Erfolge seiner Karriere dar, die bereits 1968 bei lokalen Veranstaltungen auf einem Mini Cooper ihren Anfang genommen hatte. Lienhard relativierte eher bescheiden seine tolle fahrerische Leistung: „Es ging mir eigentlich nur darum, das Auto in gutem Zustand an Didier weiterzureichen.“ Komplimente gaben die drei Piloten an das Team, welches unter schwierigsten Bedingungen einfach eine tolle Arbeit geleistet habe. Der 14-fache Le Mans-Starter Didier Theys etwas flapsig: „Vielleicht sollten wir auch beim nächsten Rennen in Valencia mit dem Schiff anreisen.“ Markus Hotz sprach von einem sehr wichtigen Erfolg und brachte zum Ausdruck: „Heute war einfach ein großer Tag für uns. Es gab eigentlich gar keine Schwierigkeiten. Auf meine Fahrer und die Crew bin ich einfach sehr stolz.“

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