Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
Kurz vor dem Saisonstart hat auch die ADAC GT4 Germany noch einmal ein Update bezüglich ihres für die Faison 2021 geplanten Feldes veröffentlicht. Gegenüber dem im April kommunizierten Pulk von 20 Wagen sind noch einmal 3 Wagen hinzu gekommen, so das man nun mit einem Stammfeld von 23 Autos in den Saisonstart in Oschersleben zieht. Damit hängt man auch bei den GT4 die Konkurrenzserie aus dem DTM-Paket von der Feldgrösse her leicht ab. Ein BMW M4-GT4, ein Audi R8 LMS GT4 und ein zusätzlicher McLaren 570S GT4 sind noch ins Feld gerutscht.
Auf dem BMW des Team Driverse startet die britische Transgender-Pilotin Charlie Martin, die 2019 unter anderem schon mit dem Luxemburger Racing Experience Team im Michelin Le Mans Cup auf einem LMP3-Norma antrat zusammen mit der 46-jährigen Niederländerin Sandra van der Sloot, die einigen unserer Leser vielleicht aus der 24 Stunden-Serie und der Dutch Supercar Challenge ein Begrif ist. Die Mannschaft von Teamchefin Nicole Kösters wird logistisch von Sorg Rennsport unterstützt.
Einen zusätzlichen Audi R8 LMS GT4 hat die Seyffarth Motorsport Mannschaft eingeschrieben, die damit Talenten aus dem selbst ausgerichteten Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup eine weitere Aufstiegsmöglichkeit schaffen möchte. Die Querfurter Mannschaft tritt mit den beiden Talenten Robin Rogalski und Tim Reiter in der deutschen GT4-Top-Serie an.
Schliesslich hat auch Dörr Motorsport aufgestockt und wird neben dem bereits geplanten Aston Martin und einem McLaren auch einen zweiten McLaren 570S GT4 für die Fahrerpaarung Christer Jöns und Fred Martin-Dye an den Start bringen. Der zweite McLaren wird dabei mit einem Steer-by-wire System von Schaeffler Paravan ausgestattet werden, so wie auch der Porsche Cayman von W&S-Motorsport der mit dem Debütanten Duo Max Kronberg und Finn Zulauf ebenfalls auf das Lenksäulenfreie Steuerungssystem des deutschen Automobilzulieferers vertraut.
Die Saison der ADAC GT4 Germany startet ebenfalls an diesem Wochenende in Oschersleben und wird auf den Streamingportalen von TV Now und ADAC.de/motorsport live übertragen. Die Rennen starten am Samstag um 13.40 und am Sonntag um 12.40 Uhr.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in GT4 European Series ( FIA-GT4 )
KTM startet ein Junior-Förderungsprogramm mit dem KTM X-Bow GT4. Gemeinsam mit den Teams von razoon – more than racing und Teichmann Racing werden insgesamt 4 Nachwuchs-Piloten unterstützt. Die Einsätze teilen sich dabei auf die ADAC GT4 Germany, die GTC-Serie sowie die Nürburgring Langstrecken Serie auf.
Das umfangreichste Programm deckt dabei razoon – more than racing ab. Teamchef Dominik Olbert setzt seinen KTM X-Bow GT4 in der ADAC GT4 Germany sowie in der GTC-Serie für insgesamt drei junge Fahrer ein: „In der ADAC GT4 Germany starten wir mit Leo Pichler und Leon Wassertheurer, im GTC Race sind wir mit Rick Bouthoorn unterwegs. Dank unserer Partner und Sponsoren sowie dank der Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und der KTM Sportcar GmbH wollen wir den Jungs eine optimale Bühne bieten, um sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Die Aufgabe wird weder da noch dort besonders einfach, der Mitbewerb ist nämlich in beiden Serien äußerst stark. Aber wir sind nach einigen Tests gut vorbereitet.“
Die beiden Piloten in der ADAC GT4 Germany sind der 19-jährige Österreicher Leo Pichler, der im Vorjahr mit einem Überraschungssieg im X-BOW CUP EUROPE für Furore sorgte, sowie der 19-jährige Deutsche Leon Wassertheurer, der 2020 in seiner zweiten X-BOW CUP EUROPE Saison den Vize-Titel erobern konnte. Der erst 17-jährige Holländer Rick Bouthoorn kommt als X-BOW CUP EUROPE Champion nach seinem Umstieg vom Kart in die GT4 in die neu geschaffene GT4-Wertung innerhalb des GTC Race.
Teamchef Dominik Olbert hätte dort sogar noch Platz für einen zweiten Fahrer: „Der Ablauf des GTC Race würde einen zweiten Fahrer erlauben, dieser hätte ebenfalls alle Chancen auf den Gewinn einer GT3-Saison im Jahr 2022. Wir würden uns freuen, wenn wir einen weiteren jungen Piloten dazubekommen, der mit uns im GTC Race fahren möchte.“
In der Nürburgring Langstrecken Serie absolviert Tamino Bergmeier bei Teichmann Racing die ersten Rennen auf dem Permit B KTM X-BOW GT4 und wird nach Erlangung der Permit A die komplette NLS Saison bestreiten. Lediglich das 24-Stunden-Rennen lässt der im Vorjahr Viertplatzierte des X-BOW CUP EUROPE aus.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in ADAC GT Masters
Die 15.te ADAC GT-Masters-Saison startet am kommenden Wochenende in Oschersleben . 30 GT3-Mannschaften werden für den angesichts des erneut unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie leicht verspätet erfolgenden Saisonstart erwartet. Für uns wird es Zeit für ein Resümee, wie sich das Feld nun zum Start der Meisterschafts Saison darbietet, die erstmals mit dem exklusiven Prädikat der Deutschen GT-Meisterschaft ausgestattet ist.
Statt angekündigter 31 Teams sind es nun 30 geworden – was die direkte Konkurrenz des DTM mit dort 18 startenden GT3-Autos immer noch hinter sich lässt. Grund ist ausgerechnet die Abwanderung eines der ursprünglich 3 geplanten GT3-Lambos von T3 Motorsport in Richtung der DTM-Plattform. Die Serie wird es verschmerzen können.
Die 30 Mannschaften setzen sich zusammen aus 10 Audis der Teams Montaplast by Land Motorsport, Team WRT und Rutronik Racing by TECE (je 2 Wagen) sowie Aust Motorsport, Phoenix Racing, YACO-Racing und Car-Collection mit jeweils einem R8, 7 Porsche 991 GT3 R der Mannschaften KÜS Team 75 Bernhard und Herberth Motorsport mit je 2 und SSR-Performance, Joos Sportwagentechnik und MRS GT-Racing mit je einem Neunelfer, 6 Lamborghini Huracán GT3 evo der Mannschaften Grasser Racing Team (4 Autos!) und T3 Motorsport mit nunmehr 2 Huracan, 4 Mercedes AMG GT3 der Teams Mobil Krankenkasse Racing, Toksport-WRT und Landgraf-HTP sowie je einem Schubert Motorsport BMW M6-GT3, Profi-Car Team Honda NSX GT3 und einer Callaway Competition Corvette GT3.
Wenn es dabei bleibt wäre das somit lediglich ein Auto weniger wie in der vergangenen ungleich mehr von der Corona-Pandemie betroffenen 14. GT-Masters Saison 2020. Das aktuelle Feld weist in der Summe 3 Audi weniger, 2 Porsche mehr, 3 Lamborghini mehr, und 2 BMW und 2 AMG weniger wie das Feld 2020 auf. Zudem wird der Bentley vom Honda ersetzt. Bezüglich der Mannschaften sind in dieser Saison die letztjährigen Teams von BWT Mücke Motorsport, das tschechische Team ISR und Schütz Motorsport nicht mehr im Feld vertreten. Dafür kommen die Mannschaften Team Fugel alias Profi Car Team Honda, Joos Sportwagentechnik, YACO-Racing und Phoenix Racing neu hinzu bzw. im Falle der beiden Letzteren wieder in die Meisterschaft zurück. Zudem bleibt über die Saison die Hoffnung auf zusätzliche Gaststarter von denen es in der vergangenen Saison immerhin 6 Teams gab.
Was haben wir auf diesen Seiten hier noch an Fahrernews aus den letzten Tagen nachzureichen? MRS GT-Racing, die für dieses Jahr vom BMW zu Porsche zurück gekehrt sind, werden mit dem Duo Maximilian Hackländer und Mick Wishofer an den Start gehen. Hackländer kommt aus dem Audi während Wishofer bislang den Frontmotor-AMG im Masters bewegt hat. Die Umgewöhnung auf den Heckmotor-Neunelfer dürfte hier die erste Meisterschaftshürde sein. Aust Motorsport wird heuer nur noch einen Audi einsetzen, der dafür mit den beiden ex-Masters-Champions Daniel Keilwitz und Sebastian Asch kaum stärker besetzt werden konnte. Im SSR-Performance-Porsche, dem Meisterauto des Vorjahres, wird der amtierende Meister Michael Ammermüller von Porsche-Werkspilot Mathieu Jaminet unterstützt. Das lässt ein Interessantes markeninternes Duell mit Christian Engelhart erwarten der im KÜS Team 75 Bernhard-Porsche ebenfalls als amtierender Meister startet. Somit gibt es gleich doppelte Chancen auf die erste erfolgreiche Titelverteidigung der Masters-Geschichte - so sie denn gelingen sollte. Schliesslich startet Car-Collection wieder unter komplett eigener Flagge in der Serie nachdem man im vergangenen Jahr Einsatzteam für TECE (starten jetzt mit Rutronik) war. Hier kurbeln Markus Winkelhock und Florian Spengler am Lenkrad des Audi.
Mit dem frühzeitig gesicherten Prädikat der „Deutschen GT-Meisterschaft“ (gab es übrigens 2010 und 11 schon einmal als DMSB-Prädikat, wobei seinerzeit auch VLN-Läufe und das 24h-Rennen zur Wertung hinzu zählten) bringt sich die seit 15 Jahren bestehende Serie schon mal vorsorglich gegen all zu ambitionierte Ansprüche der unbescheiden agierenden und neu auf die GT3-Plattform wechselnden DTM in Stellung. Interessanter wäre in diesem Zusammenhang vielleicht ein Meisterschaftsprädikat gewesen das sowohl den Ring-Klassiker als auch die NLS, das GT-Masters und die DTM – kurzum alle GT3-Rennen in Deutschland - mit einem solchen Titel zusammengefasst hätte. Vielleicht kommt so etwas in Zukunft noch.
Jetzt darf man sich erst mal wieder auf den Saisonstart freuen der am Samstag und Sonntag mit aufgrund des neuen TV-Partners RTL Nitro veränderten Startzeiten (Jetzt geht es erst ab 16.30 Uhr los...) über die Bühne geht.