Leipert kündigt SRO-Programm an

Die Wegberger Leipert Motorsport Mannschaft hat für die Saison 2022 die Rückkehr in den Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services (kurz FGTWCEEC by AWS) bestätigt. Dabei will man unter anderem junge Fahrer aus dem Lamborghini-Junior Programm in der Serie einsetzen, was ein potentielles Engagement in der Silver-Klasse der SRO GT3-Meisterschaft vermuten lässt. Als Vorbereitung steht neben einem ausgedehnten Testprogramm bereits das 24h Rennen in Dubai der Creventic 24 Stunden-Serie fest. Als ersten Fahrer für das Programm bestätigt das Team bereits jetzt den diesjährigen Lamborghini-Junior Brendon Leitch aus Neuseeland, der seit 2019 zum festen Fahrerkader von Leipert Motorsport zählt.

Leipert hatte bereits zu Beginn des Jahres die Rückkehr in die GT3-Szene mit einem Lamborghini Huracán GT3 evo bekannt gegeben. Gleich der erste Einsatz bei den 12h von Hockenheim endete für die Mannschaft auf dem Podium: das Quartett Brendon Leitch, Tyler Cooke, Fidel Leib und Seb Morris errang nach 382 absolvierten Runden Gesamtplatz 3 beim süddeutschen Enduro.

Die Lamborghini und Mercedes AMG GT4-Mannschaft aus Wegberg ist derzeit in der ADAC GT4 Germany und in der Lamborghini Supertropheo unterwegs. Derzeit sind in der deutschen GT4-Serie Marc de Fulgencio und Robin Falkenbach sowie im Lamborghini Markenpokal ab der nächsten Runde Yury Wagner, Seb Morris und Fidel Leib für das Team unterwegs. Schon 2011 in der ersten Saison der Blancpain Endurance Serie war man in der SRO-Meisterschaft mit bis zu 2 Lamborghini Gallardo LP600 GT3 unterwegs ehe man sich von da ab im Lamborghini Markenpokal engagierte.

22. 24h Barcelona vor dem Start

An diesem Wochenende startet mit der 22. Ausgabe der 24h von Barcelona die 5. Runde der Creventic 24 Stunden-Serie , die nach den Rennen in Dubai, Mugello, Le Castellet und Hockenheim nun wieder ein 24h-Event unter die Räder nimmt. 33 Teams finden sich auf der Nennliste des Events der heute mit den ersten freien Trainingsfahrten gestartet ist und der am Samstag gegen Mittag beginnt. 9 GT3-Mannschaften und ein GT3 mit Sonderzulassung in der neu eingerichteten P4 Klasse werden um den Gesamtsieg kämpfen.

Bei letzterem handelt es sich um einen nominiell von Car-Collection eingesetzten Audi R8 LMS GT3 evo2 (wir berichteten) der in Barcelona sein Renndebüt feiert und mit der Besatzung Patric Niederhauser, Christer Jöns, Nathanael Berthon und Martin Lechmann relativ stark besetzt ist. Aussichtsreichste Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg dürften neben der Herberth Motorsport Mannschaft mit dem Seriensieger-Quartett Renauer/Renauer/Bohn/Allemann der Wochenspiegel Team Monschau by Phoenix Racing Ferrari F488 GT3 mit Daniel Keilwitz, Hendrik Still, Leonard Weiss, Jochen Krumbach und Georg Weiss und der IDEC Sport Mercedes AMG GT3 von Paul und Patrice Lafargue, Paul-Loup Chatin und Nicolas Minassian sein. Daneben starten noch ein Porsche von Dinamic Motorsport, ein älterer Ferrari F458 der spanischen Equipe von PCR Sport, 2 Audi von Rutronik Racing und Car-Collection der CP Racing AMG und ein zweiter Herberth Porsche. Somit werden sich je 3 Audi, und Porsche, 2 Ferrari und 2 AMG eine Schlacht um die Gesamtpodiumsplätze beim längsten spanischen Enduro im Automobilsport liefern.

In der GTX-Klasse kommen mit 4 KTM GTX (u.a. von True Racing und Reiter Engineering) , 2 Vortex und einem Porsche 7 weitere GT Boliden hinzu. 4 Teams (DUWO Racing MRS GT-Racing, Willi Motorsports und Speed Lover) kämpfen um den Klassensieg in der Porsche Cup-Klasse während in der GT4-Klasse nur 3 Mannschaften starten. Neben der STR Racing Truppe der kanadischen Rennamazone und Teamchefin Samantha Tan, die für nächstes Jahr einen Klassenumstieg mit 2 BMW M4 GT3 angekündigt hat, kommen das US-amerikanische RHC Joegensen Strom Team und ein Car-Collection Audi R8 LMS GT4 in der Klasse hinzu. Komplettiert wird das Feld von 6 TCR-Crews und 2 TCX-Autos unter denen sich erneut ein Ginetta der britischen CWS Engineering Mannschaft befindet.

Mit lediglich 3 spanischen Mannschaften im Teilnehmerfeld ist die nationale Bedeutung des von der niederländischen Creventic ausgerichteten längsten spanischen Langstreckenrennens überschaubar. Mit Herberth Motorsport, Wochenspiegel Team Monschau , Car-Collection MRS GT-Racing Rutronik Racing und Reiter Engineering kommen alleine doppelt so viele Mannschaften aus Deutschland (die zudem 3 mal so viel Autos am Start stellen). Dennoch dürfte trotz des überschaubaren Feldes wieder eine interessante Langstreckenschlacht ins Haus stehen.

Die letzte Ausgabe 2019 (vor Corona) gewann die britische Barwell Motorsport Truppe bei ihrem dritten Mannschafts-Sieg mit einem Lamborghini Huracán GT3 evo (dito 2016; 2013 gewann die Truppe zusätzlich mit einem Aston) . Davor trugen sich die Mannschaften von Ram Racing (AMG GT), die spanische NM Racing Mannschaft mit einem Ginetta, APO Racing mit einem Porsche-Cayman, die tschechische Ferrari-Mannschaft der Scuderia Praha, die Russian Bears Motorsport Ferrari-Truppe, sowie Schubert Motorsport mit einem BMW Z4 GT3 in die Siegerlisten des katalanischen Klassikers ein.

Iron Lynx & Prema vor LMP-Programm

Die italienische Ferrari Mannschaft Iron Lynx und die italienische Formelmannschaft des Prema Powerteam aus Mailand haben eine Kooperation zum Aufbau eines Sportprototypenprogramms geschlossen. Die beiden Mannschaften hatten im Juli unter dem schweizer Label DC Racing Solutions SA ein Talentförderprogramm und eine Zusammenarbeit an gemeinsamen Projekten vereinbart. Eines der Programme soll nun ein LMP2-Programm mit einem Oreca in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft umfassen. Ein erster Oreca soll nun in Kürze an die italienische Formelmannschaft ausgeliefert werden. Laut Infomationen unserer Kollegen von Sportscar 365 soll auch eine zweiter Wagen bereits in Planung sein.

Iron Lynx hatte erst Anfang dieses Jahres ein umfangreiches Ferrari Programm in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft , der Europäischen Le Mans Serie, dem Michelin Le Mans Cup und dem Fanatec GT World Challenge Europe Endurance Cup powered by Amazon Web Services bekannt gegeben. Mit dem Sieg beim 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps errang das Team den bis dato grössten Eerfolg.

Allgemein wird in den einschlägigen Medien spekuliert, das die italienische Mannschaft, die mit dem Bankier Claudio Schiavioni einen solventen Geldgeber und Kundenpiloten hat, sich mit dem Schritt in den Prototypensektor für ein potentielles zukünftiges LMH-Programm mit einem Top-Kunden-Ferrari-Prototyp in Stellung bringen will. Der Hersteller Ferrari, zu dem beide Mannschaften enge Beziehungen pflegen, hatte Ende Februar ein LMH-Projekt für den Kampf um Gesamtsiege an der Sarthe und in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ab 2023 angekündigt.

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