GT3-Saisonabschluss in Mugello

gt3spa.jpgIn Mugello steigt ebenfalls der Saisonabschluss der FIA-GT3-Meisterschaft, 45 Teams mit insgesamt 90 Piloten sind auf der Nennliste verzeichnet. Damit kann eines der erfolgreichsten Seriendebüts der letzten Jahre verzeichnet werden. Die Titelentscheidungen in der Gesamt-Team- und den Cup-Wertungen werden somit in Italien fallen. Durch den noch nicht abgehandelten Einspruch gegen die in der Wertung führende Racing Box-Mannschaft und Tabellenleader Patrick Bornhauser aus Dijon gilt als wahrscheinlich, dass der Titel am grünen Tisch vergeben wird.

Aus deutschsprachiger Sicht sind die Corvettes von Klaus Ludwig und Ulli Berberich-Martini (Titelaspirant in der Corvette-Wetung) sowie die C6R von Jürgen von Gartzen zu erwähnen. In der Lamborghini Wertung startet Albert von Thurn&Taxis mit berechtigten Titelhoffnungen. In der Pouchelain-Viper wird Wido Rössler (D) sein Debüt geben.  Toni Seiler (CH) hat schließlich noch intakte Chancen in der Aston-Cup-Wertung.

Der Radical rollt

vdsradical.jpgMitte dieser Woche konnte das van der Steur Team die ersten Testkilometer mit dem brandneuen Radical SR9 in Angriff nehmen. Wie GT-Eins.de bereits berichtete, fand das Rollout auf der Rennstrecke von Summit Point in West Virginia statt. Das Fahrzeug ist das dritte aufgebaute Radical SR9 Chassis, und das erste, das außerhalb von Europa im Einsatz ist. Auf Motorenseite hat man sich für den Vierzylinder 2L AER Motor entschieden, mit dem das Team bereits im alten Lola B2K/40 Erfahrungen sammeln konnte. Reifen werden von der Firma Kumho geliefert, bei der van der Steur auch Entwicklungspartner sein wird. Kumho war in der ALMS bereits mit den Courage-Teams Miracle und BK unterwegs.

Team sowie Fahrer sind von ihrem neuen Arbeitsgerät absolut begeistert. Der Radical sei Lichtjahre vom alten Lola entfernt. Dies war aber Dank Ausstattungsmerkmalen wie Carbonbremsen, Traktionskontrolle, Servolenkung und Telemetrie auch zu erwarten. Insgesamt konnten Ben Devlin und Gunnar von der Steur 70 problemlose Runden abspulen. „Wenn es beim Petit Le Mans genauso gut läuft wie jetzt hier beim Testen, werden wir das Rennen gewinnen“, ließ ein begeisterter Ben Devlin nach dem Test verlauten. Dass diese Aussage natürlich im Spaß gemeint war, ist klar - dennoch kann man sich auf eine deutliche Leistungssteigerung der sympathischen Truppe aus Maryland freuen.

Super GT Motegi

supergt7a.jpgDen 7. Saisonlauf der japanischen Super GT-Meisterschaft haben auf dem Twin Ring Motegi vor 50.000 Zuschauern Sebastian Phillipe / Shinya Hosokawa (Raybrig-Honda NSX) gewonnen. Es war nach der Runde im Vorjahr der 2. Sieg für das Raybrig-Team in Motegi – auf dem Honda gehörenden Kurs haben nun 6 Jahre in Folge nur die NSX die Siegerpokale abgestaubt. Durch den 2. Platz mit nur 17s Rückstand wahrte Andre Lotterer mit seinem Partner Juichi Wakisaka im Lexus SC430 seine Titel-Chancen. Beide führen nun die Tabelle der japanischen GT-Meisterschaft mit 68 Punkten gemeinsam mit der siegreichen Honda-Crew an.

supergt7b.jpgDrei Punkte dahinter hat auch Michael Krumm noch intakte Meisterschaftschancen. Der zweimalige Meister der Serie erreichte mit seinem Nissan Fairlady Z zwar nur den 10. Platz, war aber auch mit dem rekordverdächtigen Zusatzgewicht von 110kg gehandicapt. Dies wird sich bei den letzten zwei Rennen sicherlich noch ändern. Den 3.Platz in Motegi belegte der Lexus von Tachikawa/Takagi.

In der kleineren GT300-Klasse konnte der Jim Gainer-Ferrari F430 seinen ersten Saisonsieg erzielen. Die Piloten Tanaka/Aoki kamen 23s vor dem Nissan Fairlady Z von Kageyama/Fujii und weitere 7s vor dem Vemac von Shibahara/Kurosawa ins Ziel.

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