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Courage goes Bollywood?

Ein indischer Investor plant angeblich zusammen mit Courage ein nationales Motorsportprogramm mit Le Mans-Focus. Demnach soll ein in Landesfarben gehaltener LMP1 oder LMP2 bei den 24h antreten. Das Projekt befindet sich noch in der Phase der Budgetsuche und ist daher noch nicht konkret – allerdings sind die Kontakte wohl schon soweit gediehen, daß Courage dieses auf seiner Website veröffentlicht hat.

Kenner der Szene warnen bei Meldungen wie dieser vor all zu großer Euphorie: Im vergangenen Monat wurde publik, dass ein weiteres mit Courage (und zuvor auch anderen Herstellern) in Zusammenhang gebrachtes Projekt eines Cosworth-Courage Teams sich aufgrund einer offensichtlich nicht vorhandenen Finanzierung schlagartig in Luft aufgelöst hatte. Daher muß erst einmal abgewartet werden, ob es zu konkreteren Schritten oder gar ersten Testeinsätzen kommt.

Audis ALMS-Bekanntmachung

Audi hat nun mit einer offiziellen Pressemitteilung das Engagement eines 2-Wagen-Teams in der ALMS bestätigt. Demnach werden Alan McNish und Dindo Capello als Titelverteidiger mit Emanuele Pirro und Marco Werner im 2. Wagen um die Gesamtsiege konkurrieren. Damit steigt Le Mans-Sieger Werner vom Rang des Testfahrers für den Audi R10 Tdi wieder zum Werkspiloten auf. Das Einsatzteam wird erneut Audi Sport North Amerika mit Unterstützung von Champion Racing und Joest Racing sein.

Der Audi R10 Tdi geht damit in seine zweite Rennsaison. Bisher ist der Diesel-Bolide ungeschlagen. Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: "Audi ist der Überzeugung, dass TDI auch in den Vereinigten Staaten die starke und wirtschaftliche Alternative für den Fahrzeugantrieb der Zukunft ist, unser R10 TDI ist ein Vorbote für die breit angelegte Diesel-Offensive von Audi in den USA und die immer populärer werdende American Le Mans-Serie dafür eine optimale Plattform“

Offen bleibt noch die Art und Weise des Le Mans Engagements. So ist noch nicht geklärt, wie und ob Frank Biela noch eine Chance auf einen erneuten Le Mans Erfog erhält. Der erfolgreichste deutsche Le Mans-Pilot (vier Gesamtsiege) konkurriert mit den beiden Zugängen Lucas Luhr und Mike Rockenfeller um die Sitze bei den 24h von Le Mans. Andererseits hat Audi drei garantierte Entrys für die 24h in Le Mans. Somit ist heute lediglich ein Mosaikstein bezüglich des Audi-Engagements gelegt worden.

FFSA-GT - Bruno Hernandez will seinen Titel verteidigen

B. Hernandez / H. de ChaunacBruno Hernandez, im Vorjahr gemeinsam mit Soheil Ayari Französischer GT-Meister, gab in einem von der FFSA veröffentlichten Interview bekannt, dass er auch heuer wieder für Oreca einen Saleen S7R fahren werde. Der 46-jährige Franzose (im Bild links mit Oreca-Chef Hugues de Chaunac) konnte dabei offenbar noch nicht genau sagen, in welchen Meisterschaften er zum Einsatz kommen soll.

Als sehr wahrscheinlich gilt sein Antreten in der FFSA-GT, welche die Oreca-Mannschaft im Vorjahr unerwartet klar dominierte. Ob Hernandez' Vorjahres-Erfolge ihn auch ausreichend für internationale Aufgaben empfohlen haben, bleibt abzuwarten. 

Mil Milhas nun offizieller LMS-Saisonabschluss

Die LMS hat nun den Termin für die sechste und letzte Runde der Meisterschaft offiziell bestätigt. Demnach werden die 1000 Meilen von Sao Paolo (1609km – damit eine deutlich von den bisherigen 1000km-Rennen abweichende Distanz) am 9.-11.11.2007  abgehalten werden. Damit übernimmt die LMS das traditionsreiche Rennen, das ursprünglich für dieses Jahr als Runde der FIA-GT-Meisterschaft vorgesehen war. Der Termin liegt etwa einen Monat nach dem Petit Le Mans, dem Saisonhöhepunkt der ALMS. Reisekosten werden für alle interessierten Teams übernommen, die sich bis zum 26.1. für die LMS eingeschrieben haben. Angeblich wird auch ein Transfer von Road Atlanta nach Sao Paolo und zurück nach Europa für die Teams organisiert, die das PLM in Angriff zu nehmen gedenken.

Da die bisherigen traditionellen lokalen Starter der Mil Milhas - lokale Tourenwagen und Prototypenteams - nicht mehr fürs Rennen zugelassen sind, denken die Organisatoren nun über einen Ersatzevent nach.

Mazda bestätigt volle ALMS-Saison

BK-Courage

Wie DailySportscar.com vermeldet, hat Mazda nun das lang erwartete ALMS-Engagement in der P2-Klasse bestätigt. Demnach wird das Team von BK Motorsport die gesamte Saison mit einem neuen Lola B07/40 Chassis bestreiten. Neu ist auch der Motor - statt einem 3-Scheiben Wankel kommt in der kommenden Saison ein von AER entwickelter 4-Zylinder 2l Turbo-Motor zum Einsatz. Der von Mazdaspeed Motorsport und Honeywell Turbo Technologies mit einem weiterentwickelten Lader ausgestattete Block soll 2007 exclusiv von BK Motorsport verwendet und ab 2008 auch an andere interessierte ALMS- und LMS-Teams abgegeben werden. Als Fahrer für das Programm sind Jamie Bach und Ben Devlin vorgesehen, bei den längeren Rennen soll der Brasilianer Raphael Matos das Team verstärken. Bei der Bereifung setzt BK Motorsport auf Kumho.  

BK-Motorsport hatte die vergangene Saison nach einem schweren Unfall mit dem 2006 noch verwendeten Courage-Chassis (Foto) in Lime Rock Park abgebrochen und sich auf die Zusammenstellung des neuen Paketes für 2007 konzentriert. Sowohl das Courage-Chassis als auch der Wankel hatte am Schluß nicht mehr die Leistungsfähigkeit, um gegen die Intersport-Mannschaft als bestes Privatteam gegenzuhalten – von den Penske-Porsches ganz zu schweigen. Mit einem gesteigerten Werksengagement hofft man nun gegen Porsche und Acura bestehen zu können. Das Debüt des Wagens soll bei den 12 in Sebring erfolgen. Mit mindestens 4 Porsche (ein fünfter soll evtl. noch folgen), 3 Acura und nun 3 Lola sowie einem zeitweise antretenden Radical steht der ALMS die am Besten besetzte LMP2-Klasse ihrer Geschichte ins Haus.

Pescarolo testet neuen Judd-Treibsatz

PescaroloPescarolo Sport wird in der kommenden  Woche den ersten Test mit dem neuen Judd GV 5,5 Motor unternehmen. Wie Endurance-info.com meldet, handelt es sich um den ersten Strassentest der Weiterentwicklung des 5l GV5S2-Motors aus dem vergangenen Jahr, mit dem Henri Pescarolos Mannschaft die LMS dominierte. Zusätzlich hat das Team über 120 Chassis-Modifikationen für kommende Tests auf der Startbahn des Flughafens von Le Mans vorgesehen, den Henri Pescarolo gerne als „meinen privaten 1:1-Windkanal“ bezeichnet. Diese sollen allerdings erst vorgenommen werden, wenn das erste eigene Pescarolo-Monocoque fertig gestellt worden ist.

Kruse Motorsport soll neben dem Chassis auch Interesse an den Pescarolo-Aeroteilen bekundet haben. Rollcentre Racing dürfte diese ebenfalls benutzen. Hingegen ist der Fall bei Lister und dem noch nicht genau bekannt gegebenen französischen Team, welches das 4. Chassis bestellt hat, noch nicht klar. Lister soll zumindest planen, den Chevy-Motor und das bisherige Getriebe nach wie vor einzusetzen.

Mosler in der britischen GT als GT3 zugelassen

Es gibt Neuigkeiten von Mosler: Martin Short hat die positive News vermeldet, dass der Mosler MT900 GT3 für die britische GT-Meisterschaft durch die SRO akzeptiert worden ist und die Homologationstests am 6. März in Nogaro bestreiten wird. Für zwei weitere nationale Meisterschaften, die derzeit noch nicht genau definiert worden sind, könnte ebenfalls eine Zulassung erfolgen. Ob das auch das deutsche ADAC GT3-Masters betrifft, für das einige interessierte Kunden existieren, ist derzeit noch offen. Weitere Infos werden in den nächsten Tagen von der Autoshow in Birmingham erwartet, wo der Mosler und einige weitere GT3-Fabrikate ausgestellt werden.

Ergebnis der Daytona-Testtage

Wir schulden euch noch das Ergebnis der Testtage, die als Vorbereitung auf die 24h von Daytona am vergangenen Wochenende abgehalten wurden. Die Bestzeit bei den Daytona-Prototypes erzielte der Sun Trust Racing-Riley Pontiac von Wayne Taylor, Max Angelelli, Jeff Gordon und Jan Magnussen mit einer 1:43.483 vor dem Stallings Racing-Riley Pontiac und dem Chip Ganassi-Riley Lexus. Bester deutschsprachiger Pilot blieb Karl Wendlinger, dessen Sigalsport-Mannschaft mit dem hellblauen Riley BMW mit einer 1:44.213 weniger als 1s hinter dem schnellsten Team als fünftbeste Mannschaft geführt wurde. Grand Am-Champion Jörg Bergmeister konnte sich zusammen mit Patrick Long und Romain Dumas mit einer 1:44.605 im Alex Job-DP auf Platz 12 klassieren. Sascha Maassen wurde im Cheever Racing-Crawford Porsche mit seiner Mannschaft auf Platz 16 klassiert. Die stärksten 20 DP-Teams konnten sich innerhalb von 2s platzieren – das lässt für die 24h hoffen. Auf Rang 20 fand sich übrigens Timo Bernhardt mit dem TruSpeed-Riley Porsche wieder.

Bei den GT war es der ATSpeed Motorsports-Porsche von Bruce McQuiston / Joel Feinburg / Joe Safina, der mit einer 1:51.946 die Bestzeit markieren konnte. Direkt dahinter wurde der Farnbacher Loles-Porsche von Pierre Ehret, Dirk Werner Jörg Hardt und Leh Keen (Foto rechts) geführt. Sechstbester GT wurde der Tafel Racing-Porsche von Wolf Henzler und Dominik Farnbacher. Ralf Kelleners im TRG-Porsche wurde 12. im GT-Lager.

Die 24h werden am 25.-28.1. in Daytona über die Runden gehen. 70 Teams werden wieder zum Traditionsevent erwartet – dem nun zweiten 24h-Rennen in diesem Jahr nach den 24h von Dubai an diesem Wochenende.

Audi weiter in der ALMS

Auf der Autoshow in Detroit hat Audi Vorstandschef Rupert Stadler die Fortsetzung des Audi-Engagements in der ALMS 2007 bestätigt. Damit sind alle Spekulationen vom Tisch, welche die Ingolstädter Diesel-Boliden in diesem Jahr lediglich in Le Mans am Start sahen. Detailierte Daten bezüglich der Einsätze und eine Zu- oder Absage an die LMS dürften damit in den nächsten Tagen zu erwarten sein.

24h Dubai starten bald

In drei Tagen wird das erste 24h-Rennen des Jahres gestartet. Bei den 24h von Dubai startet ein Feld von 77 GT und Torenwagen, bei den GT-Mannschaften starten 27 Porsche-Teams. Unter diesen befinden sich u.a. die Crews von Race Alliance, Renauer Motorsport, Mühlner Motorsport, Prospeed Competition, Autoclub Bratislava  Hubert Berg Motorsport, Konrad Lechner  und G-Force. Als Exoten dürften der aus Ungarn stammende Brokernet Silversting von Bovi Motorsport (Foto unten links), der RED Lotus Exige sowie der Maeder Honda S2000 das GT-Feld verstärken.

Fast alle Teams die vor einem Monat die 24h von Bahrein unter die Räder nahmen, treten auch in Dubai an, so z.B. Duller Motorsport, die mit dem BMWZ4 und den Piloten Dieter Quester, Dirk Werner, Jarek Janis, Hans-Joachim Stuck wieder als heißer Siegeskandidat gelten dürften. Bahrein-Sieger Franz Konrad wird wieder mit Wolfgang Kaufmann im Team antreten.

Der „Piranhia“ ist wieder zuversichtlich: „Ich freue mich sehr auf diesen Einsatz, bin wie immer voll motiviert und würde mich freuen, wenn wir nach der 24h Distanz erneut als Sieger die Ziellinie des Autodrom Dubai überqueren würden. Wie unser Ergebnis in Bahrain gezeigt hat, macht das Team von Franz Konrad einen hervorragenden Job und hat hart für den Erfolg gearbeitet. Mit gleichem Einsatz starten wir in Dubai. “

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