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2.Ferrari Sieg in der VLN-Geschichte

Mit dem ersten Sieg eines Ferrari F488 in der VLN Langstreckenmeisterschaft ist der dritte Lauf in der beliebten Nodschleifenrennserie, der 59.ADAC ACAS H&R-Cup am gestrigen Samstag (der Link führt zum wie immer ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) zu Ende gegangen. Trotz einer erneuten Ladedruckverringerung um 20mBar und dem Einladen von 10kg Zusatzgewicht im Rahmen der BoP-Änderungen vor dem Lauf lieferte das in der Amateurwertung der SP9 startende Pilotentrio Oliver Kainz, Georg Weiss und Jochen Krumbach nach 2 Unfällen in den ersten beiden Meisterschaftsläufen dieses Mal ein solides und fehlerfreies Rennen ab und fuhr am Ende nach 27 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 52s über die Ziellinie. Während es für Georg Weiss der erste VLN-Gesamtsieg war, holten Jochen Krummbach den vierten und Oliver Kainz den dritten Gesamterfolg, beim 2.Sieg eines Ferraris in der Serie nach dem Erfolg von Farnbacher Racing in 2012.

An zweiter Stelle kam die Manthey Racing Porsche-Mannschaft mit der #12 von Otto Klohs, Mathieu Jaminet und Lars Kern auf das Podium. Zwar querte am Ende der erstaunlich starke dkr-Racing Renault RS 01 von Heiko Hammel, Martio di Michele und „Dieter Schmidtmann“ auf Rang 3 0,7s vor der Land Motorsport Mannschaft ins Ziel, doch wegen einer 185s Zeitstrafe für die Renault-Truppe wegen einer wiederholt missachteten Gelb-Zone konnte die Siegermannschaft der vergangenen 24h am Ring mit Jeffrey Schmidt und Michael Ammermüller doch auf das Gesamtpodium steigen.

In einem Rennen bei besten äusseren Bedingungen ergab sich in Abwesenheit der meisten Werks- und Profi-Mannschaften bei den GT3 für viele der Teams aus der 2.Reihe die Chance das Geschehen an der Spirtze mitzugestalten. Dies nutzte die Ferrari-Mannschaft nach dem ersten Teil-Erfolg mit dem Top-10 Finish beim 24h-Klassiker am konsequentesten aus. In Gegensatz zu den Konkurrenten lieferte man ein fast perfektes Rennen ab. Land Motorsport vergab die Chance auf eine entscheidende Schlussattacke durch eine Panne beim Boxenstop, als die komplexe Elektronik des R8 mal wieder im entscheidenden Moment ihren Dienst versagte. Mantheys #12 kam ähnlich unbeschadet durch wie der Ferrari, allerdings musste Otto Klohs als Amateur wegen des Profi Status von Jaminet eine deutlich längere Fahrzeit im Porsche absolvieren als Georg Weiss im Ferrari, in dem alle 3 Piloten als Bronze-Fahrer eingestuft sind. Die erstaunlich stark agierende dkr-Racing Truppe mit ihrem Renault RS 01 kegelten 2 Zeitstrafen wegen Vergehens unter Gelb von einem potentiellen 2. Platz und vielleicht sogar aus dem Rennen um den Sieg. Der von der Pole gestartete Manthey Racing Porsche #59, den Sven Müller auf die vorderste Startposition gestallt hatte, vergab die Chance auf einen Podiumsrang trotz alternativem Boxenstoprythmus durch einen zusätzlichen Stop. Frikadelli Racing hatte im Vorfeld des Rennens beide Autos wegen Schwierigkeiten mit dem neuen Reifenpartner Pirelli mehr oder weniger aus dem Rennen genommen, während Car Collection seinen Audi nach einem Unfall abstellen musste.

Die SP7 gewann auf Gesamtrang 8 der #62 GetSpeed Performance-Porschevon Kräling/Brück/Gindorf vor dem #77 Porsche der rent2drive-Truppe und dem #88 Porsche von Manthey Racing. Die CUP2-Klasse ging auf Gesamtrang 9 ebenfalls an die GetSpeed Performance-Mannschaft mit der #1 vor dem KÜS Team 75 Bernhard-Porsche. Die H4-Klasse gewannt erneut der TAM Motorsport-Porsche auf Gesamtrang 13. 2 Plätze dahinter kam mit dem Weiland Racing Team Porsche #136 der Klassensieger der SP8 ins Ziel.

Die CUP3-Klasse gewinnt nach dem Unfall des führenden Teichmann-Caymans kurz vor Schluss der Mühlner Motorsport-Cayman #979. Die SP10-Klasse ging an den Mathol-Cayman#189. Der Sieg in der V6 Klasse ging an den aesthetic-Porsche von Tveeten/Fürbich die sich knapp vor den Mathol-Piloten Karch/Jacoma durchsetzen. Den Sieg in der CUP4-Klasse fuhr der Toyota Swiss Racing GT 86 von Amweg/Yerly ein, die sich vor dem Leutheuser Racing Toyota von Sluis/Leßmeister und dem AM-Motorsports-GT86 von Müller/Focke/Leppert durchsetzen konnten.

1000km von Le Castellet 2017 - Vorschau

59 GT3-Mannschaften - 35 Pro-Mannschaften, 20 Pro-Am-Teams und 4 Amateur-Besatzungen – stehen zur 3.Runde des Blancpain GT Serien Endurance Cup am HTTT im französischen Le Castellet am Start. Die 1000km von Paul Ricard werden am Samstag von 18. Uhr bis Mitternacht auf der Teststrecke auf einem Hochplateau am Rande der an der französischen Mittelmeerküste die letzte Runde vor dem 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps markieren. Daher werden schon eine Reihe von Teams mit erweiterten Besatzungen an den Start gehen.

In der Pro-Klasse starten 8 Audi R8 LMS GT3 , 6 Mercedes AMG GT , 4 Lamborghinis, 4 McLaren, je 3 BMW M6-GT3 und Ferrari F488, je 2 Bentley Continental und Emil Frey Jaguars und ein Reiter Gallardo. In der Pro-Am sind ein Aston Martin Vantage GT3, 2 Audi, 5 Ferrari, 4 Lamborghini, 6 Mercedes und ein Porsche am Start. In der AM-Klasse starten 2 Ferrari von Rinaldi Racing und Kessel Racing, der HB-Racing Lamborghini und ein Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 gegeneinander.

18 der teilnehmenden Mannschaften kommen aus Deutschland: Black Falcon stellt mit 5 Mercedes-Mannschaften das grösste deutsche Kontingent, gefolgt von HTP-Motorsport, die 3 weitere Mercedes AMG GT unter ihrer Flagge einsetzen. Weitere deutsche Einsatzmannschaften die zahlreich am Start sind, und daher zum Teil auch nicht oder nur eingeschränkt bei der VLN Langstreckenmeisterschaft am Ring starten können, sind Rinaldi Racing, ROWE Racing, Walkenhorst Motorsport , Attempto Racing , Herberth Motorsport, und das Reiter Young Stars Team. Auf österreichischer Seite kommen 2 Grasser Racing Team-Lamborghinis sowie der HB-Racing Huracan hinzu.

Das Rennen startet morgen am Samstag um 18 Uhr und kann auf der Website des Blancpain GT Serien Endurance Cup live per Stream und Live-Timing verfolgt werden.

Road to Le Mans-Läufe in Le Mans

48 Mannschaften traten bei den beiden „Road to Le Mans“-Rennen des Michelin Le Mans Cups im Rahmen des 24 Stunden Rennens von Le Mans an. Die beiden 55 Minuten Läufe im Rahmen des ACO-Saisonhöhepunktes wichen vom üblichen 2h-Format der Serie ab.

Lauf 1 ging an die britische United Autosports-Truppe mit den Piloten John Falb und Sean Rayhall, die vor dem M.Racing -Ligier mit der #18 und dem RLR-M-Sport Ligier gewann. 17 Ligiers kamen auf den ersten 17 Plätzen ins Ziel, nachdem die beiden führenden Norma M30-Mannschaften zum Boxenstop in Probleme kamen. Die GT-Wertung gewann der TF-Sport Aston Martin Vantage GT3 vor dem Spirit of Race Ferrari und dem Ebimotors Lamborghini Huracan.

Lauf 2 am Rennsamstag ging an die Luxemburger DKR Engineering Truppe mit den Piloten Jean Glorieux und Alex Toril, die mit ihrem Norma das Rennen trotz eines Drehers im ersten Rennteil dominierten. Der am Vortag noch siegreiche United Autosports Ligier kam auf P2 ins Ziel. Auf dem dritten Platz wurde mit dem M.Racing-YMR-M30 ein weiterer Norma auf dem Podium verzeichnet. Die 3 Norma im Feld kamen auf den Plätzen 1, 3 und 5 ins Ziel. Die GT3-Wertung gewann nach einer Zeitstrafe für den IMSA-Performance-Porsche der TF-Sport Aston Martin Vantage GT3 vor einem Garage 59 McLaren und dem SVC Sport Management Lamborghini Huracan.

VLN ändert BoP nach dem 24h-Rennen

Die VLN Langstreckenmeisterschaft geht mit einer geänderten BoP in die Läufe nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring. Vorteile gibt’s für BMW, Mercedes, Porsche und Bentley . Zurück geregelt werden die Performances von Audi, Ferrari und den Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003.

Audi, die beim Rennen ab morgen mit einem Profi-R8 für die Land Motorsport Piloten Jeffrey Schmidt und Michael Ammermüller am Start sind wurde von der BoP um 7 PS zurückgeregelt. Die Scuderia Cameron Glickenhaus SCG003 verlieren nach ihrer Pole beim 24h-Klassiker 20 Millibar an Ladedruck. Das selbe Ladedruckdefizit und zusätzliche 10kg an Ballast muss die Wochenspiegel Team Monschau Ferrari-Truppe in ihren Pro-Am Ferrari einpacken. Dieser verdiente sich das „Ehrenblei“ durch die schnellste Zeit in der Qualifyingsitzung am Freitag, als Daniel Keilwitz (an diesem Wochenende nicht am Start) eine Zeit hinlegte die die gesamte Konkurrenz um 4s distanzierte.

Vorteile gibt es hingegen für die Crews der Porsche und Mercedes-Teams. Die 4 Porsche-Mannschaften dürfen bei VLN3 auf 5PS mehr Leistung bei um 0,5mm vergrösserten Restriktoren zurückgreifen. Für die Mercedes AMG GT stehen gar nach der selben Restriktorvergrösserung 10 PS zusätzlich zur Verfügung. Die Walkenhorst BMW-Mannschaft darf am M6 auf 15Millibar mehr Ladedruck zurück greifen. Bei den Bentleys, die an diesem Wochenende nicht am Start sind, würden ab jetzt sogar 20 Millibar mehr Ladedruck erlaubt sein. Damit würde ein Bentley-Gesamtsieg in den Bereich der Möglichkeiten rücken. Einen besseren Anreiz für weitere Auftritte kann man Bentley nicht bieten.

Toyota Boss entschuldigt sich

In einem ungewöhnlich offenen Statement nach dem 24 Stunden Rennen von Le Mans hat sich Toyota-Firmenvorstand Akio Toyoda bei seinen Piloten mehrfach für die Ausfälle während des denkwürdigen 24h-Klassikers entschuldigt. Gleichzeitig liess er dezente Kritik am Hybrid-Reglement einfliessen – in vorsichtigen Worten zwar, die der ACO aber auf keinen Fall unterschätzen sollte.

„Entschuldigt, das wir nicht in der Lage waren das ihr alles herausfahren konntet.“ waren die Worte die er gleich mehrfach in der PR-Mitteilung benutzte. Demnach hatten die Piloten ihm eröffnet das sie ihn gerne bei der Siegerehrung auf der obersten Stufe des Podiums dabei hätten und daher definitiv nicht verlieren wollten. Für seine Aussage „Vertraut den Fahrzeugen die die Mechaniker für euch vorbereitet haben, Fahrt alles heraus!“ fühlte sich Toyoda verpflichtet, sich öffentlich bei seinen Piloten zu entschuldigen.

Neben dem obligatorischen Dank an die Fans und Gegner Porsche waren vielmehr die Worte in Richtung des ACO aufschlussreich „Dieses mal waren sowohl Porsche als auch wir nicht fähig die 24h ohne Zwischenfälle in unseren Hybrid-Autos zu überstehen. Selbst die siegreiche #2 und unsere #8, die das Rennen überstanden, waren gezwungen langwierige Reperaturen zu überstehen bevor sie sich über die Ziellinie schleppten. Während die Hybridtechnologie in den 6h-Rennen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft ihre Möglichkeiten unter Beweis gestellt hat, mag es sein das sie nfür die schwierigeren 24h von Le Mans noch nicht ausgereift genug ist.“

Insbesondere dieser Satz sollte beim ACO die Alarmglocken schrillen lassen. Denn hier setzt einer der beiden beteiligten Konzernchefs ein Fragezeichen hinter einer wichtigen Grundlage des ACO-Top-Reglements. Auf der anderen Seite haben Hybrid-Wagen durchaus in den vergangenen Jahren das Rennen überstehen können – und schliesslich gingen 2 der diesjährigen Ausfälle – Toyotas #9 und Porsches #1 auf schnöde Unfälle bzw. Motorschäden zurück. Auch Toyotas letztjähriger Ausfall in letzter Runde ging auf einen Turboladerschaden und nicht auf einen Hybriddefekt zurück.

Toyoda liess allerdings nur wenig Zweifel das man nächstes Jahr wieder an die Sarthe zurückkehren würde: „Le Mans ist ein präzises Labor in dem wir weiter die Herausforderungen der involvierten Technologien unter Extrembedingungen testen können .... Wir laden sie ein mit uns voraus zu schauen was wir in Zukunft noch erreichen können.“

Dunlop60 Nürburgring - Alzen im Pech

Im Rahmen des Motorsport XL Weekend fand am 10. Juni 2017 der vierte Lauf des Dunlop-60 Endurance-Rennen auf dem Nürburgring statt. Und am Ende mussten sich Uwe Alzen und Suzanne Weidt wegen eines Boxenstoppfehlers geschlagen geben.

d60 Weidt Alzen Nurburgring 18Wie üblich fand am Freitagabend das Qualifying statt. Uwe Alzen war das Maß der Dinge auf dem 5,137 Kilometer langen GP-Kurs in der Eifel. Erst kurzfristig entschied man sich im Team von Spirit Racing den ehemaligen DTM-Piloten auch im Rennen einzusetzen. Mit Suzanne Weidt teilte er sich während des Rennens das Cockpit. Alzen stellte den pink-farbenen Lamborghini Huracan GT3 mit einer 1:53,894 auf die Pole. "Ich saß zum ersten Mal in einem Mittelmotorauto. Der Huracan lässt sich schön fahren, sieht toll aus und hat eine gute Balance", so der Sieger der 24h Nürburgring von 2010. Der Nachbar von Weidt und Alzen in der ersten Startreihe war der Audi R8 LMS GT3 des Duos Tommy Tulpe/Fabian Plentz. Reihe zwei teilten sich das Gespann Sepp Klüber/Kenneth Heyer im Mercedes AMG GT der equipe vitesse und Oliver Engelhardt/Manuel Lauck im Lamborghini Huracan Super Trofeo von GetSpeed Performance.

Am Samstagnachmittag im Rennen lieferten Alzen und Plentz tollen Motorsport. Und auch dahinter gab es Kämpfe um jeden Zentimeter Boden. Dann kam es zum Boxenstoppfenster und Uwe Alzen steuerte den Lamborghini an die Boxen. Dort kam es in der Folge zum Fehler, der dem Team den Sieg kostete. Suzanne Weidt wurde vom Mann an der Uhr 34s zu früh wieder ins Rennen geschickt. Laut Reglement bekommt man für jede Sekunde zu wenig 5s Strafe Somit gewann das amtierende Meisterteam HCB Rutronik Racing mit Plentz und Tulpe den vierten Saisonlauf und holte sich die volle Punktzahl. Damit verteidigte Tommy Tulpe auch die Meisterschaftsführung.

Dahinter d60 Kluber Heyer Nbr 03wurde es richtig turbulent. Auf dem dritten Rang richtete sich zunächst Manuel Lauck auf dem Lamborghini ein. Aus der Tiefe des Raums näherte sich aber schon Wim de Pundert mit seinem HTP-Motorsport-Mercedes AMG GT 3. Vom sechsten Startplatz aus ins Rennen gegangen, lag er zunächst auf dem fünften Rang. In der dritten Runde schnappte sich der Niederländer seinen Markenkollegen Josef Klüber, im achten Umlauf musste Manuel Lauck im Lamborghini dran glauben. Den dritten Rang hielt er immerhin bis zur 20. Runde. Dann musste er Kenneth Heyer, der Klüber im Cockpit abgelöst hatte, passieren lassen.

Auch die zweite Lamborghini-Mannschaft um Manuel Lauck und Oliver Engelhardt absolvierte den Boxenstopp zu schnell. Das Gigaspeed Team GetSpeed Performance unterbot die Mindeststandzeit jedoch nur um ein moderates Sekündchen und kam mit einer 5-Sekundenstrafe davon. Hierdurch verloren Engelhardt / Lauck einen Platz an das Duo Blessing / Lauck. Für Doppelstarter Lauck kein Problem. Für Karlheinz Blessing war es der dritte Sieg in der Serie. Kein Glück hatte Claudia Hürtgen . Nachdem sie von Timo Scheibner den BMW Z4 GT3 übernommen und einige schnelle Runden gedreht hatte, fuhr sie in die Boxen und stellte ihr Auto mit Bremsproblemen ab. Die Klasse 8 gewann derweil Benni Hey vor Marc Asbeck im Mercedes AMG GT3 von Black Falcon.

In der Meisterschaft führt nach vier Rennen nun Tommy Tulpe mit 87,50 Punkten vor seinem Teamkollegen Fabian Plentz. Platz drei teilen sich gleich drei Fahrer: Karlheinz Blessing, Manuel Lauck und Max Aschoff. Suzanne Weidt folgt auf Platz sechs.

Gelichtetes Feld zu VLN3

146 Teilnehmer stehen für das ersten VLN Langstreckenmeisterschafts-Rennen nach dem diesjährigen 24 Stunden Rennen am Nürburgring, dem 59,ten ADAC ACAS H&R-Cup, auf der Nennliste. Die Liste der gesamtsiegfähigen Autos schrumpft am kommenden Samstag, an dem ein ein trockenes Rennen bei besten sommerlichen Temperaturen erwartet werden kann, auf 9 Fahrzeuge zusammen.

8 GT3 - 4 Porsche 991 GT3 R und je ein BMW M6-GT3 , Mercedes AMG GT Audi R8 LMS GT3 und Ferrari F488 – werden in der Top-Klasse erwartet. Mit je 2 Neunelfern werden das Frikadelli Racing Team - Alexander Müller und Klaus Bachler im Profi-Wagen und das Trio Abbelen/Schmitz/Ziegkler in der Pro-Am-Wertung - und die Manthey Racing Mannschaft – 2 Pro-Am-Porsche für Klos/Jaminet/Kern und die #59 für „Smith“/“Walls“/Müller - antreten. Die 24h Sieger von Land Motorsport werden einen Pro-Audi für Jeffrey Schmidt und Michael Ammermüller an den Start bringen. Die dritte Pro-Mannschaft bei diesem Lauf ist die Walkenhorst Motorsport Truppe, auf deren BMW M6-GT3 das Trio Claudia Hürtgen , Alex Lambertz und Peter Posavac an den Start geht. Der Mercedes ist der beim 24h-Rennen nicht angetretene Landgraf Motorsport Mercedes AMG GT. Mit dem Erfolgserlebnis eine 7. Gesamtplatzes beim 24h-Klassiker kehrt die Wochenspiegel-Ferrari Mannschaft mit dem Trio Weiss/Kainz/Krumbach in die VLN Langstreckenmeisterschaft zurück.

Mit dem SPX-Renault der dkr-Racing-Mannschaft startet ein weiterer potentieller Podiumskandidat. Das zweite Auto in der SPX ist das Manthey Racing Porsche Cayman Entwicklungschassis. Insgesamt 12 Cup-Porsche – 6 SP7 und 6 CUP2 – werden angesichts des ausgedünnten Top-Feldes auch realistische Chancen auf Top-10-Plätze haben. Bei den SP8 starten 2 Lexus, sowie je ein Ferrari, Aston Martin , Porsche und BMW neben 2 Team Schirmer BMW´s in der SP8T. Dafür schrumpft das GT4-Feld in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf nur noch 2 Autos: den Mathol Racing AVIA-Aston und den Wochenspiegel Team Monschau Cayman.

In der Wertung der seriennahen Produktionswagen sind zwar wieder nur 4 Autos (3 Porsche und ein Mercedes) in der V6-Klasse eingeschrieben, dafür strotzt die V5-Klasse mit 13 Teilnehmern; 7 Porsche und 5 BMW starten hier. Gar 16 Teams sind es in der V4-Kategorie. Der Toyota GT 86-Cup verzeichnet 7 Starter – zusätzlich sind in der V3 und SP3 je ein Toyota am Start.

Die Cayman GT4-Trophy weist 10 Starter auf, der BMW M235i-Cup als teilnehmerstärkste Klasse des Rennens 20 und die TCR-Klasse geht mit 9 Startern (3 Audi, 2 VW, je ein Peugeot, Honda, Seat und Opel) ins Rennen. Gedulden müssen sich hingegen die Fans und Teilnehmer noch auf den angekündigten KTM-Cup, dessen Start auf den vierten VLN-Lauf verschoben worden ist.

Der Start ins Rennen erfolgt am Samstag um 12 Uhr. Gegen 8.30 startet zuvor das 90minütige Qualifying. Probe- und Einstellfahrten werden von separaten Veranstaltern am vorangehenden Freitag (ab 8.30Uhr GP-Kurs, ab 16 Uhr Nordschleife) angeboten.

LeMans 2018 ohne Terminkollisionen

Der FIA-Weltrat hat auf seiner Sitzung am 19.6 unter anderem die 2018´er Kalender der F1 und der Formula E bestätigt. Wie bereits im Vorfeld vereinbart überschneiden sich diese nicht mit dem 24 Stunden Rennen von Le Mans 2018, das am 16-17 Juni 2018 angesetzt worden ist.

Überschneidungen mit dem Kalender der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft liegen nun in der Verantwortung der WEC da diese ihre endgültigen Daten und Anzahl der Events noch nicht fixiert hat und diese erst bei der nächsten FIA-Weltrat-Sitzung abgesegnet werden sollen.

2. SCC-Wochenende in Salzburg

Beim sccsalzstart2. Meisterschaftslauf der Sports Car Challenge im Rahmen des TCR International Weekends auf dem Salzburgring gab es 2 Gesamtsieger. Im ersten Rennen schnappte sich Siggi Pfeifer im Norma-BMW den Sieg vor den Toren der Mozartstadt. Im zweiten Rennen fuhr der Schweizer Turi Breitenmoser im PRC-Ford zu seinem ersten Gesamtsieg in der noch jungen Saison. Die offenen Sportprototypen gingen dabei wieder gemeinsam mit der P9 Challenge an den Start.

Das Favoritensterben der SCC setzte leider bereits vor dem ersten offiziellen Qualifying ein. Andreas Fiedler mit absoluter Bestzeit im zweiten Freien Training konnte zum Quali erst gar nicht mehr antreten. Nach einem Reifenplatzer in der Fahrerlager-Kurve war das Auto so stark beschädigt, dass ein Start nicht mehr möglich war. Das erste Quali entschied Titelverteidiger Simon Stoller im PRC-Audi Turbo mit einer 1:17,070 für sich. 7 Zehntel hinter dem Schweizer platzierte sich Siggi Pfeifer. Im zweiten Quali holte sich Pfeifer die begehrte Pole vor Turi Breitenmoser. Nach dem Start zum ersten Rennen konnte Stoller zunächst seine Führungsposition behaupten. Hinter dem Schweizer machten Pfeifer, Breitenmoser und Kormann Jagd auf den Führenden. Kormann wurde jedoch immer langsamer und nach 3 Runden war für den PRC-Audi Piloten mit einem Getriebeschaden bereits Schluss. Die Führung für Stoller währte auch nur 4 Runden lang, dann sah er die schwarz-orangene Flagge. Ein Verschlussteil am Heck war offen und musste in der Box fixiert werden. Die Zwangspause nutzte Pfeifer aus: der Norma Pilot übernahm das Kommando und ging in Führung. Auch Breitenmoser konnte zunächst am Titelverteidiger vorbeiziehen. Stoller indes startete eine Aufholjagd und kassierte Breitenmoser wieder ein. An den Führenden kam er jedoch nicht mehr heran. Am Ende sah Pfeifer mit 4,4s Vorsprung die schwarz-weiß karierte Flagge. Breitenmoser wurde Dritter.

Hinter dem Rickenbacher belegte Dr. Norbert Groer im Ligier-Honda Platz vier. Damit gewann der Österreicher die Wertung in der Division 2. Roland Rupprechter im Norma-Honda-Kompressor landete dahinter auf Gesamtposition fünf. Hinter Rupprechter belegten die Division 2 Piloten Andreas Hasler(Radical SR4) und Jasmin Fiedler (PRC Honda) die weiteren Plätze.

Das sccsalzbreitenmoserFavoritensterben setzte sich vor dem zweiten Rennen fort. Titelverteidiger Simon Stoller fehlte mit Motorproblemen beim Start. Polesitter Pfeifer konnte seinen Startvorteil nicht nutzen und musste Turi Breitenmoser im weiss-roten PRC (Bild) die Führung überlassen. Dieser konnte dem Druck Pfeifers bis zur fünften Runde standhalten. Dann der erneute Führungswechsel. Siggi Pfeifer ging am Schweizer vorbei und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Vier Runden vor Schluss machte ein defekter Unterboden Pfeifer einen Strich durch die Rechnung. Die Rennleitung sah den Schaden als zu gefährlich an und holte den Norma Piloten aus dem Rennen. Turi Breitenmoser profitierte von dem Missgeschick, übernahm die Führung und holte sich seinen ersten Gesamtsieg in der Saison 2017. Durch den Zwangsstopp war Pfeifer noch hinter Peter Kormann auf den dritten Platz zurückgefallen, rettete den Podestplatz mit defektem Unterboden aber noch ins Ziel.

Gesamtvierter wurde wie schon im ersten Rennen Dr. Norbert Groer und damit souveräner Sieger der Division 2. Norma-Honda Pilot Rupprechter wurde erneut Gesamtfünfter vor Division 2 Pilotin Jasmin Fiedler. Andreas Hasler hatte Pech und musste bereits nach einer Runde seinen Radical SR4 abstellen.

Der nächste Auftritt der SCC findet in Deutschland statt. Vom 14.-15. Juli ist die Sportwagenserie zu Gast beim P9 Weekend am Eurospeedway Lausitzring vor den Toren Berlins.

Porsche holt Le Mans Hattrick

Die 85.te Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Le Mans (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit dem 19.ten Sieg für Porsche zu Ende gegangen. Die LMP1-Werksmannschaft um die Piloten Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber gewann für Porsche zum 3.Mal in Folge den 24h-Klassiker in Le Mans. Für Bamber und Bernhard war es jeweils der zweite Le Mans Sieg. Für Brendon Hartley der Erste.

In einem Rennen dessen Ausfallrate in der Top-Klasse Fragen bezüglich der Komplexität des Top-Reglements aufwarf, kam die gegen Beginn des Rennens für 65 Minuten mit einem defekten Hybridsystem festsitzende #2 als einziges der Top-Hybrid-Autos auf einem Gesamtpodiumsplatz an. Das Schwesterauto mit der #1 verrauchte am Sonntag Vormittag 4 Stunden vor dem Rennende mit einem Motorschaden mit einem Vorsprung von über 160km auf den nächstgelegenen Wagen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich Toyotas Hoffnungen auf einen Gesamtsieg trotz der galaktischen Rekord-Qualifikationszeit von Kamui Kobayashi von 3:14,791 bereits in Agonie aufgelöst. Die Japaner verloren gegen Mitternacht nach einem spektakulären Doppelschlag erst die führende #7 mit einem Kupplungsschaden und dann die in der Spitzengruppe liegende #8 nach einem Unfall. Beide Autos strandeten jeweils nach einer dramatischen Endrunde in Sichtweite der rettenden Boxengasse. Zu diesem Zeitpunkt war die überlebende #8 von von Sebastian Buemi, Kazuki Nakajima und Anthony Davidson bereits hoffnungslos zurück gefallen. Wie auch der siegreiche Porsche mit der #2 hatte man einen Hybrid-Defekt erlitten, im Gegensatz zur deutschen Mechaniker Crew jedoch aufgrund des komplizierteren Systems 2 Stunden an der Behebung des Schadens schrauben müssen.

Die LMP2-Klasse wurde so am Sonntag  zum Star des Rennens. Am Ende stiegen die beiden Jackie Chan DC Racing Orecas von Ho Pin Tung, Thomas Laurent und Oliver Jarvis sowie David Cheng, Tristan Gommendy und Alex Brundle mit auf die Gesamtpodiumsplätze. Damit erzielte zum ersten Mal in der Geschichte von Le Mans eine Mannschaft mit chinesischer Nennung ein Gesamtpodiumsergebnis. Zwar hatte auf dem Podium noch das Vaillante-Rebellion Trio Piquet Jr./Beche/Heinemeier-Hansson die Pokale entgegen genommen, doch diese Mannschaft wurde nach dem Rennen wegen unerlaubter Chassis-Modifikationen aus der Wertung genommen. Wegen eines unwilligen Anlassers hatte man ein Loch in die Heckhaube geschnitten – eine Massnahme die mit der Einführung von homologiertem Bodyworks nicht mehr zulässig ist. Dadurch rutschte noch die Signatech Alpine-Mannschaft mit der #35 mit auf das Podium.

Die neue LMP2-Klasse debütiert mit einem Paukenschlag an der Sarthe. Die neuen, 11s wie im Vorjahr schnelleren Autos belegen 7 der 8 vordersten Positionen und liessen ihre Protagonisten dank einer in dieser Klasse nie zuvor gekannten Zuverlässigkeit zum Teil besser als die Multimillionen-Programme der Grossserienhersteller aussehen. Die am Ende zweitplazierte Mannschaft führte sogar nach dem Ausfall des #1 Porsches für mehrere Stunden das Rennen an. Wäre die #2 noch einmal in Probleme geraten, dann hätte das Rennen mit einer Totalblamage für die Werksteams enden können.

In der GTE-Pro Klasse begeisterten die Werksteams von Corvette Racing, Aston-Martin, Porsche, Ferrari und Ford dank einer ausgeglichenen BoP mit einem Rennen das sich engumkämpft wie ein GT-Masters Lauf und in den letzten Minuten sogar actionreich wie ein britisches Tourenwagen-Rennen präsentierte. Astons #97 von Johnny Adam, Darren Turner und Daniel Serra holte mit einem Überholmanöver eingangs der letzen Runde die Führung von der Corvette von Jordan Taylor, Jan Magnussen und Antonio Garcia, in der Taylor wegen einiger zu umfangreicher Kiesbettausflüge in den letzten Runden noch einen Reifenschaden erlitt. Nutzniesser war der Chip Ganassi Racing UK Ford GT von Harry Ticknell, Andy Priaulx und Luis-Felipe Derani, der kurz vor der Zielflagge die auf 3 Rädern um den Kurs humpelnde Corvette noch im Kampf um P2 abfangen konnten.

In der GTE-Am-Klasse setzte sich die JMW-Ferrari Mannschaft  Robert Smith, Dries Vanthoor und William Smith mit dem neuen F488 auf einem sämtlichst von Ferraris beherrschten Podium vor der #55 der schweizer Spirit of Race-Mannschaft und der #62 aus dem Scuderia Corse Rennstall durch.

Das Rennen ging mit einem neuen Zuverlässigkeitsrekord zu Ende: lediglich 11 von 60 Startern sehen trotz der herausfordernden Bedingungen nicht die Zielflagge. Nur 4 (!) technische Defekte wurden dabei als ursächliche Ausfallursache verzeichnet - und das bei mörderischen Temperaturen von über 30°C! Die Zuverlässigkeit der Autos in Le Mans erreichte bei dieser Ausgabe, die zum ersten Mal seit 2002 bei völlig trockenen Bedingungen über die Bühne ging, ein zuvor nicht bekanntes Level.Die geringe Anzahl an Unfällen und Kollisionen war zum einen den optimalen Rennbedingungsn zuzuschreiben, unterstrich aber daneben auch wie professionell die fahrerische Qualität selbst in den Amateurklassen in Le Mans in diesem Jahr mittlerweile ist.