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Rückblick auf die GT4 Central am Nürburgring

Bevor gt4centralnringheute die beiden Läufe der GT4ES in Spa-Francorchamps statt finden schulden wir euch noch einen Rückblick auf die beden Rennen der GT4 Central Serie im Rahmen des Truck GP am Nürburgring.

Das erste Rennen des 13 Fahrzeuge starken Feldes gewann das K-Racing-Reiter KTM X-Bow Duo Marylin Niederhauser und Mads Siljehaug mit einem Vorsprung von nur 0,4s vor dem Phoenix Racing Audi R8 LMS GT4 von Gosia Rdest und Oscar Tunjo. Den dritten Podiumsrang belegte der zweite Phoenix Racing Audi von John-Louis Jasper und Helmut Rödig. In der AM-Wertung setzte sich auf Gesamtrang 4 das Scuderia Villorba Corse Maserati Duo Romy Dall´Antonia vor dem polnischen Markenkollegen Maciej Marcinkiewicz auf dem eSky WP Racing Maserati und dem Sofia Racing SIN R1 GT4 von Ivan Vlachkov durch.

In Lauf 2 behielten dagegen Rdest und Tunjo die Oberhand über die Konkurrenz. Die Gaststarter siegten 3,3s vor einer Dreer-Kampftruppe, in der sich die Allied Racing Cayman Piloten Nicolas Schöll und Rob Severs gegen die beiden Reiter-KTM von Mazatis/Korpivaara und Marioneck/Klar durchsetzen konnten. Dahinter gewann auf P5 SIN-Pilot Vlachkov die AM-Wertung vor Maserati-Pilot Marcinkiewicz und Freddy Kremer/Joachim Bölting im zweiten Allied Racing Cayman.

Nach 6 von 10 Rennen in der Meisterschaft führt in der Pro-Am-Wertung KTM-Pilotin Marylin Niederhauser mit 106 Punkten vor Allied-Cayman-Pilot Rob Severs (90) und dem KTM-Duo Benjamin Mazatis/Ilmari Korpivaara. In der AM-Wertung kämpft das Maserati-Duo Giuseppe Fascicolo/Romy Dall`Antonia (103) gegen SIN-Pilot Vlachkov (94) und Maserati-Pilot Marcinkiewicz (69). Das nächste Meeting findet am 18-19 August am Slovakiaring statt.

Leistungsschub für die privaten LMP1

Gut einen Monat nach dem 24 Stunden Rennen von Le Mans 2018 hat der ACO endlich auf den Performance-Nachteil der Nicht-Hybrid-LMP1 reagiert. Die Toyota Konkurrenten von Rebellion Racing , SMP Racing Dragonspeed, ByKolles Racing und Manor GP bekommen für den Rest der Superseason eine umfangreiche Leistungssteigerung zugestanden. Damit sollen die Privatteams in ihren Bemühungen unterstützt werden, mit den beiden Werkswagen von Toyota um die Podiumplätze kämpfen zu können.

Als signifikanteste Massname hat der ACO das im Reglement verankerte Performace-Plus der Hybridautos von nominell 0,25% gestrichen. Dieses sollte in der Theorie 0,5s Rundenzeit in Le Mans bzw. über das Rennen hochgerechnet knapp über eine Runde Vorsprung ausmachen. Tatsächlich fiel der Vorteil der Toyotas in der Qualifikation mit 4,1s (2%) im Rennen mit 2,7s (1,25%) und 12 Runden Vorsprung viel grösser als vom ACO vorausberechnet aus. Zusätzlich bekommen die Privaten Teams eine von 108 auf 115kg/h gesteigerte Spritmenge und eine beschleunigte Tankzeit zugestanden. Damit müssen die Piloten nicht mehr so genau auf den Spritverbrauch achten, was nach Aussage speziell der Rebellion-Piloten eine Jagd auf die Toyotas bislang unmöglich gemacht hat. Die mit Gibson-Saugmotoren ausgestatteten Wagen von Rebellion Racing und Dragonspeed dürfen zusätzlich 15kg ausladen.

Nach Aussage des ACO kamen die Neuerungen nach der Analyse der Daten aus Le Mans zustande, die das offensichtliche Performancedefizit der neuen Privatierswagen gegenüber der vorher berechneten Werten untermauerten. Man darf nun gespannt darauf sein wie sich die neuen Leistungswerte auf den Abstand zwischen den Toyotas und den Privatiers bei der nächsten FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Runde, den 6h von Silverstone in einem Monat, auswirken werden.

Rowe Racing gibt Spa-Fahrerpaarungen bekannt

Rowe Racing hat als eins der letzten Teams die Fahrerpaarungen der beiden BMW M6 GT3 für das nächste Woche stattfindende 24h Spa bekannt gegeben.

Auf dem M6 mit der #98 fährt zu einem der britische BMW-Motorsport Junior Ricky Collard, der genauso wie  Jesse Krohn aus Finnland sein Debüt beim Klassiker auf der Ardennen-Achterbahn gibt. Auch der aus der DTM bekannte Marco Wittmann aus Deutschland feiert seine Premiere beim 24h  Spa. 

0F2A2662hMit absoluten Cracks besetzt ist der andere Wagen, der aus ST-Ingbert stammenden Rowe-Mannschaft. Hier sitzen mit Alexander Sims & Nick Catsburg zwei Piloten am Steuer, die schon einmal das Rennen zweimal rund um die Uhr gewonnen haben.

Sims siegte 2016 mit Rowe & Catsburg mit Marc VDS im Jahr 2015. Dritte Fahrer ist hier der Deutsche Jens Klingmann, der schon das ganze Jahr für Rowe-Racing am Volant dreht.

 Mit diesen beiden Besatzungen möchte man ein Wort um den Sieg beim belgischen Klassiker mitreden.

Großes Jubiläum für Cor Euser

Beim euser1000Rennen der GT & Prototype Challenge in Zandvoort am vergangenen Sonntag gab es ein besonderes Jubiläum zu feiern. Rennikone Cor Euser bestritt das 1000. Autorennen seiner Karriere welche im Jahr 1980 in der Formel Ford begann. Zuvor hatte er bereits in den Niederlanden ein paar Motorradrennen absolviert. Es folgten Einsätze in der Sportwagen Weltmeisterschaft, DTM, Formel 3, Formel 3000, Indycar, FIA GT, Grand-Am, britische GT,spanische GT, Supercar Challenge, Belcar, Creventic, V8Star, der Dakar Rally und bei den 24 Stunden Rennen von Spa, Zolder, Daytona, Dubai und Le Mans bei welchen er von 1991 bis 1997 u.a. mit dem berühmten Marcos 600LM am Start war. Sein bestes Ergebnis in Le Mans war der 10. Platz 1994 im Konrad Porsche 964. Mit dem LM600 nahm er auch mehrfach an den 24 Stunden von Zolder teil. Hier sprang im Jahr 2006 mit Platz 2 das beste Ergebnis heraus.

Für sein Jubiläumsrennen in Zandvoort holte der am 25.04.1957 im niederländischen Oss geborene Cornelius „Cor“ Euser seinen Marcos Mantis aus der Garage und lackierte ihn stilgerecht in Gold. Passender Weise schaffte er mit dem dritten Platz den Sprung auf das Siegertreppchen.

Supercar Challenge Zandvoort

Das dsczandv dtmvierte Rennwochenende der Supercar Challenge Saison 2018 fand am Circuit Park in Zandvoort im Rahmen des DTM Rennen statt. Es war der zweite Auftritt der Supercar Challenge in diesem Jahr in Zandvoort nach dem man bereits im Mai bei den Jumbo Race Days am Start war. 22 Teams nutzen die Gelegenheit sich vor dem DTM Publikum präsentieren zu können. Dieses war das kleinste Feld bisher in dieser Saison. Das lag aber auch an der Tatsache, dass die GT Teams an diesem Wochenende allesamt in der GT & Prototype Challenge am Start waren und das Feld der Supercar Challenge damit ausschließlich aus Tourenwagen bestand.

Im Qualifying sicherte sich Rene Steenmetz im Seat Leon die Pole Position für den ersten Lauf am Samstag. Das erste Rennen wurde überschattet von einer langen Safty Car Phase nach einem Unfall des Renault Clio von Pascal Ehlert. Fast alle Fahrzeuge absolvierten ihren Pflichtboxenstopp innerhalb dieser Neutralisation. Bis kurz vor Schluss sah es nach seinem Sieg für Ruud Olij aus doch nach einem Fahrfehler musste der BMW Pilot dem Seat Leon von Dennis de Borst und Stan van Oord den Vortritt lassen und sich mit Platz zwei begnügen. Ähnlich lief das Rennen in der Supersport 2 Klasse. Dort verlor Nicolas Delencre den möglichen Sieg durch einen technischen Defekt an seinem Peugeot. Die BMW Piloten Patrick de Vreede und Rogier de Leeuw nahmen dieses Geschenk gerne an. In der Sportdivision war Rob Nieman im Renault Clio erfolgreich.

Im zweiten Rennen am Sonntag duellierten sich die beiden Seat Leon TCR um den Sieg. Nach 31 Runden überquerte Rene Steenmetz mit gerade einmal 0,3 Sekunden Vorsprung auf seine Markenkollegen Dennis de Borst und Stan van Oord als Sieger die Ziellinie. Den dritten Platz sicherten sich Marcel van der Maat und Peter Schreurs im BMW. Ausgleichende Gerechtigkeit gab es in der Supersport 2 Klasse. Dort eroberte Nicolas Delencre im Peugeot den Klassensieg der ihm am Vortag durch den Ausfall verwehrt blieb. In der Sportdivision war erneut Rob Nieman im Renault siegreich.

Das nächste Rennen der Supercar Challenge findet am 18. August im Rahmen der Gamma Racing Days in Assen statt. Dort dürften auch die GT Piloten wieder mit von der Partie sein da die GT & Prototype Challenge nicht vertreten ist.

Neuerungen in der Pirelli World Challenge

Diepwc portland Pirelli World Challenge hat in der vergangenen Woche im Rahmen des Meetings in Portland einige sportliche Änderungen für die kommende, 30.te Saison der Serie angekündigt. So soll die GT World Challenge zu einer reinen GT3-Serie werden, die zudem ein anderes Rennformat bekommt. Statt einstündiger Rennen sollen die Läufe in Zukunft über eine Distanz von 90min ausgetragen werden, wobei 2 Piloten sich ein Auto teilen. Zudem wird die Anzahl der Meetings von 10 auf 7 reduziert und deren Dauer auf 3 Tage begrenzt, um mehr interessierte Privatpiloten und GT3-Besitzer zu einem Vollzeitengagement in der Serie zu bewegen.

Die GTS-Pirelli World Challenge wird als reine GT4-Serie das bisherige Format der GT3 Serie übernehmen, in der die Wagen in 50minuetigen Rennen von jeweils einem Piloten bewegt werden. 2 dieser Rennen werden jeweils an einem Wochenende absolviert. Für 2019 sind 8 Rennwochenenden geplant. Fahrer der Kategorien Gold, Silber und Bronze dürfen die Rennen bestreiten.

Zusätzlich folgt die PWC dem in der SRO derzeit verbreiteten Trend zur Inflationären GT4 Seriengründung und führt 2 neue Serien - die GT4 America East und GT4 America West - ein, die das selbe sportliche Format wie die europäischen Serien bekommen und aus jeweils 5 Rennwochenenden bestehen sollen.

Die Änderungen in der amerikanischen Serie, an der Stéphane Ratels SRO erst kürzlich die Mehrheitsanteile übernahm, waren zum Teil auf Befragungen der Teilnehmer und Teams hin zustande gekommen. Ein erster Entwurf der Kalender soll denn auch im Rahmen des 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps in gut einer Woche vorgestellt werden.

GT & Prototype Challenge Zandvoort

Im GTPCZandvoortjpgRahmen der DTM fand in Zandvoort der fünfte und sechste Saisonlauf der GT & Prototype Challenge statt. Zu Jahresbeginn stand zunächst nicht fest ob diese Rennen stattfinden da nicht klar war ob man im DTM Zeitplan hierfür Platz finden würde. Nachdem der DTM Organisation ITR allerdings die Rahmenserien weggebrochen sind war man letztendlich froh mit der Supercar Challenge und der GT & Prototype Challenge überhaupt ein Rahmenprogramm für Zandvoort auf die Beine stellen zu können. Für die Serien war es jedenfalls eine gute Gelegenheit sich vor einer großen Zuschauer Kulisse zu präsentieren.

Größer als zuletzt war auch das Feld in der GT & Prototype Challenge. 19 Fahrzeuge hatten den Weg an die Nordseeküste gefunden. Im Zeittraining sicherte sich der VR Motorsport Praga von Tim Gray und Alain Berg die Pole Position. Und auch im ersten Rennen am Samstag führte kein Weg an dem Briten und dem Belgier vorbei. Nach 34 Runden siegten sie mit 12 Sekunden Vorsprung vor dem Ginetta LMP3 der beiden Luxemburger Jean-Pierre Lequeux und Jean Marc Ueberecken. Den dritten Platz sicherten sich Matthijs Bakker und Javier Ibran Pardo im Ligier LMP3 vor Rob Kamphues im Wolf GB08. Der Türke Cenk Ceyisakar gewann als fünfter im Porsche die GT Division vor den Markenkollegen Bob Herber und John de Wilde. Cor Euser belegte im Marcos den achten Platz vor Daan Meijer und Jaap van Lagen im Porsche, Martin Lanting im BMW und Alastair Boulton im Radical. Berry van Elk im Mosler und Kelvin Snoeks im Praga sahen die Zielflagge nicht.

Beim zweiten Rennen am Sonntag Nachmittag gab es ein besonderes Jubiläum zu feiern. Rennikone Cor Euser bestritt das 1000. Autorennen seiner Karriere welche im Jahr 1980 begann. Für das Jubiläumsrennen in Zandvoort holte Cor Euser seinen Marcos Mantis aus der Garage und lackierte ihn stilgerecht in Gold.

GTPCZandvoortpragaNach 29 Rennrunden konnte man sich an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ erinnert fühlen denn das Gesamtpodium war identisch mit dem aus Rennen 1. Gray/Berg siegten im Praga vor Ueberecken/Lequeux im Ginetta LMP3 und Bakker/Prado im Ligier LMP3. Platz vier sicherte sich Kelvin Snoeks im Praga. Mit Platz fünf gewannen Michael Verhagen und Wilhelm Meijer im BMW die GT Klasse vor ihren Markenkollegen Ward Sluys und Bas Schouten. Auf Platz sieben kam der Wolf von Rob Kamphues ins Ziel gefolgt von Cor Euser der bei seinem Jubiläum als dritter der GT Klasse mit auf das Podest durfte. Dahinter folgten die Porsche Piloten John de Wilde, Cenk Ceyisakar und Bob Herber, Martin Lanting im BMW und Alastair Boulton im Radical.

Nun gibt es eine lange Sommerpause in der GT & Prototype Challenge. Das nächste Rennen findet am 29 September beim Racing Festival in Spa Francorchamps statt.

GT4-Rekordfeld in Spa

Die gt4esfeldzoldernächste Runde der GT4-European Series steigt an diesem Wochenende in Spa-Francorchamps im Rahmen der erstmals ausgetragenen „SRO-Speedweek“ . Das Meeting, bei dem sich Teile der Truppe um Stephane Ratel schon mal für das eine Woche darauf stattfindende 24 Stunden Rennen von Spa-Francorchamps warmlaufen können, kommt mit einem GT4-Rekordfeld in die Ardennen. Mit 50 Autos tritt das grösste GT4-Feld in der 11-jährigen Geschichte dieser Fahrzeugklasse bei einem Einzelevent an.

Das Feld der Serie ist mit 44 Startern ja eigentlich schon mächtig genug, doch die legendäre Ardennenachterbahn hat dafür gesorgt das 6 zusätzliche Gaststarter gemeldet haben: Aus Deutschland bzw Belgien haben Pro Sport Performance mit dem selbstentwickelten Cayman PRO4, und Mühlner Motorsport mit einem ihrer Cayman GT4 CS-MR einen Gaststart geplant. Aus England – die im britischen GT-Feld ebenfalls ein grosses nationales GT4-Faeld nach Spa-Francorchamps bringen – startet die britische ERC-Sport Mannschaft erstmals mit einem Mercedes AMG GT4. Und aus Schweden kommen gleich 3 Gaststarter auf den Sportwagenkurs: Ricknas Motorsport AB mit einem Cayman, Primus Racing mit einer Ginetta G55 und Lestrup Racing mit einem BMW M4-GT4.

Zudem wird das CMR alpinefranzösische CMR-Team das offizielle Debüt des Alpine A110 GT4 in der europäischen GT4-Serie absolvieren: Vor einer Woche erfolgte das Renndebüt des Wagens in der französischen GT4-Meisterschaft, wobei man gleich einmal Gesamtplatz 5 im 30 Wagen starken Feld als vielversprechendes Ergebnis verbuchen konnte. In Spa-Francorchamps wird CMR 2 der umgerüsteten Cup-Boliden an den Start bringen.

In der Pro-Klasse des Silver-Cups wird an der Spitze wieder ein interessanter Kampf zwischn den bisherigen Siegerteams von HHC Motorsport, Phoenix Racing, MDM Motorsports, RN Vision STS und der Equipe Verschuur zu erwarten sein. In der Pro-Am-Klasse kämpfen an der Spitze die beiden deutschen Teams von racing one und Schwede Motorsport gegeneinander, wobei RN Vision STS hier ebenfalls schon einige vielversprechende Vorstellungen hatte und bei der letzten Runde in Misano ebenfalls schon einen Klassensieg erzielen konnte. In der AM-Klasse kämpfen an der Spitze die beiden Autorlando Porsche-Piloten Giovalenni/Ghezzi gegen TFT-Solo-Pilot und ex-Asiatische Le Mans Serie-Champion Niki Leutwiler.

Zusätzlich zu den GT4-Rennen finden in Spa-Francorchamps auch die Läufe zum Blancpain-Sports Cup und zur britischen GT statt. Die GT4-Rennen starten beide am Sonntag um 10.25 (Lauf 1) und 16.45 Uhr (Lauf 2) und werden wie gehabt mit dem deutschen Kommentar vom Team um Wolfgang Drabiniok auf der Website der GT4-European Series und auf dem Youtube-Kanal der Serie übertragen.

SCC 2018 am Lausitzring

Auf scc p9 esw startdem Eurospeedway Lausitzring bot die Sports Car Challenge im Verbund mit der P9 Challenge 2 spannende Rennen. Bei sommerlichen Temperaturen schnappten sich Jacques Breitenmoser im PRC-Ford und Peter Kormann im PRC-Audi Turbo die Gesamtsiege. In der Division 2 siegte ein stark aufgelegter Benjamin Hotz im Ligier-Turbo. Mit Jacques Breitenmoser, Peter Kormann und Benjamin Hotz kämpften gleich drei Piloten in der Lausitz um den Gesamtsieg.

Den scc breitenmoser eswGrundstock zum Sieg legte Jacques Breitenmoser im ersten Heat mit einem perfekten Start. Von der vierten Startposition aus schoss der PRC sogleich vor Peter Kormann in Führung. Polesitter Benjamin Hotz hatte gegen die PS starke Konkurrenz auf der der langen Start- und Zielgeraden keine Chance. Der pfeilschnelle Schweizer fand sich auf P6 wieder. Während die beiden PRC an der Spitze vorneweg fuhren, klemmte Hotz zunächst im GT-Feld fest. Vor allem an Hermann Speck im Porsche 997 GT3 R biss sich der Ligier -Pilot die Zähne aus. Erst einmal am Porsche vorbei, setzte Hotz sogleich seinen Landsmann an der Spitze unter Druck. In Runde 11 übernahm Hotz die Führung, doch kurz darauf musste das Safety-Car auf die Piste. Die Frage war nur – wie lange. Denn beim Restart hätte der Division 2 Onroak-Ligier gegen den deutlich leistungsstärkeren PRC kaum eine Chance. Als das Rennen für noch eine Runde frei gegeben wurde, beschleunigte Breitenmoser den Führenden auf der langen Geraden einfach aus. Und holte sich seinen dritten Saisonsieg.

Das Spielchen aus Rennen eins wiederholte sich auch in Durchgang zwei. Wieder musste Hotz, der im Zeittraining eine bärenstarke 1.42 vorgelegt hatte, die stärkeren Autos ziehen lassen. Diesmal ließ der Schweizer den Porsche von Speck jedoch schnell hinter sich. Das Division 2 Auto hetzte die beiden größeren Boliden rundenlang vor sich her. Doch vorbei kam er nicht. scc kormann eswDas lag auch an der tollen Performance von Peter Kormann, dessen Start wegen Rückenproblemen bis kurz vor der Veranstaltung fraglich war. Kormann setzte den führenden PRC von Breitenmoser rundenlang unter Druck, ehe er in Runde 13 die Spitze übernahm. Auch Hotz machte dahinter mächtig Druck, kam aber im Gegensatz zum späteren Gesamtsieger nicht vorbei. Kormann baute auf seiner Haus und Hof Strecke den Vorsprung bis zum Fallen der Zielflagge auf über 5s aus. „Es hat alles gepasst. Ein Rennen wird ja, wie die alten Hasen sagen, nicht in der ersten Kurve gewonnen. So habe ich auf einen kleinen Fehler von Jacques gewartet. Da konnte ich ihn ausbremsen. Gestern habe ich den Fehler gemacht und bin ab in die Wiese. So war es eben Rang vier“, so der Gesamtsieger zum Rennen am Samstag.

Breitenmoser gab sich dahinter mit Platz zwei zufrieden, gerade im Hinblick auf die Meisterschaft. Dahinter entschieden 1,5s den Kampf um Rang drei. Auch Hotz durfte sehr zufrieden sein. Nicht nur, dass er zweimal vor Andreas Hasler im Radical SR3 Turbo siegte, sondern auch die schnellsten Zeiten auf dem Eurospeedway in den Asphalt brannte.Dagegen musste Wolfgang Payr im PRC-Turbo nach seinem Monza-Sieg einen Komplettausfall verkraften.

ELMS in der Steiermark: 42 Teilnehmer

42 Wagen – 18 LMP2, 18 LMP3 und 6 GTE – sind für die in der kommenden Woche anstehende 3. Saisonrunde der Europäischen Le Mans Serie am Red Bull Ring genannt. Im ersten Schlagabtausch des Feldes nach den 24 Stunden von Le Mans bleibt das Feld damit erfreulich stabil.

Gegenüber den 4h von Monza, der zweiten offiziellen Meisterschaftsrunde, gibt es Fahrzeugseitig nur 2 Änderungen zu vermelden. Auf LMP3-Seite tritt der Racing for Poland Ligier nicht in Spielberg an, dafür ist die Eurointernational-Mannschaft wieder mit 2 Ligier JS P3 LMP3 engagiert. Fahrerseitig gibt es hingegen eine ganze Reihe an Änderungen im Feld.

Fangen wir bei den LMP2 an: Auf dem #27 IDEC Sport Oreca sind Patrice Lafague und Erik Maris derzeit nur als Duo ohne den noch in Monza geführten William Cavailhes gemeldet. Ebenso fehlt auf dem #40 „Graff“-G-Drive-Oreca Enzo Guibbert an der Seite seiner Co-Piloten Allen/Gutierrez. Zur Zeit ist noch offen ob es auf beiden Wagen Ersatzpiloten geben wird.

In der LMP3 haben neben dem 2.Eurointernational-Ligier mit den Piloten Dromedari/Hanratty/Dayson gleich 3 weitere Autos neue Besatzungen: DKR Engineering plant anscheinend seine Besatzung umzustellen – das vor dem „Road to Le Mans“-Intermezzo genannte Trio Toril/Toril/Golrieux ist derzeit noch nicht auf dem Wagen des Teams bestätigt. Auf dem Inter-Europol-Ligier #14 wird Hendrik Still vom Italiener Gugiemo Belotti ersetzt, der nun schon der dritte Pilot im 3. Rennen an der Seite von Paul Scheuschner und Luca Dermarchi ist. Auf dem #19 M.Racing-Yvan Muller Racing-Norma ersetzt Alt-Routinier Alain Ferté den bislang engagierten Franzosen Nicolas Ferrer an der Seite der beiden Schweizer David Droux und Lucas Légéret.

In der GTE-Klasse werden die in Monza noch ersatzweise auf den beiden Proton Competition Porsches engagierten Marc Lieb und Gianmaria Bruni wieder durch die Stammjunioren Dennis Olsen und Matteo Cairoli ersetzt, die die italienische Runde wegen Verpflichtungen beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring auslassen mussten.

Die ersten Sessions in Spielberg starten am Freitag ab 11 Uhr Ortszeit. Die Qualifikation findet am Samstag ab 13.40 Uhr statt und am Sonntag geht das auf der Webseite der Europäischen Le Mans Serie live gestreamte Rennen ab12 Uhr mittags über die Bühne.

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