Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Oreca zieht sich nach der Fusion mit Courage als Team aus dem GT1-Sport zurück und sucht nach Kunden für die selbst vorbereiteten Saleens. Einer der ersten Kandidaten ist das World Series by Renault- & Renault Megane Eurocup-Team Tech1, dessen beide Piloten Pedro Petiz und Dimitri Enjalbert den S7R letzte Woche auf dem HTTT testen konnten. In den beiden vorgenannten Serien hatte die französische Mannschaft sich in der vergangenen Saison den Titel sichern können. Nun erwägt man offenbar auch einen GT-Einstieg.
Mit Support durch Oreca-Stammpilot Stephane Ortelli kam bei den Tests eine Bestzeit von 1:24.19 zu Stande. Dabei wurde aber offensichtlich eine andere Streckenkonfiguration als bei den offiziellen Testtagen der LMS befahren, so dass diese Zeit schwer eingestuft werden kann. Für beide Piloten und das Team war es eine erste Erfahrung mit dem GT1 sowie auch eine Gelegenheit, einen ersten Eindruck vom Langstreckensport zu gewinnen. Ob daraus ein festes Engagement folgen wird, muß sich noch zeigen. Oreca-Courage steigt bekanntlich in die LMP-Szene auf und plant 2009 nach einem Übergangsjahr mit dem Nachfolger des Courage LC70 einen eigenen geschlossenen Prototypen nach dem neuen ACO-Reglement an den Start zu bringen.
Verfasst von Sören Herweg. Veröffentlicht in Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)
Die im belgischen Francorchamps beheimatete Mannschaft von Bernhard
Mühlner stellt den Meister in der Klasse Cup4b der VLN Saison 2007. Der
Pilot Jochen Krumbach war mit 66,68 Punkten der erfolgreichste Fahrer
eines Porsche 997 GT3 Cup auf der Nürburgring-Nordschleife. Mit zwei
Siegen, fünf zweiten Plätzen und
einem dritten Rang gewann Jochen Krumbach die hart umkämpfte
Meisterschaft der Porsche 997 GT3 Cup. Er setzte sich gegen die starken
Manthey Cup-Fahrzeuge, welche mit Piloten wie zum Beispiel Christian
Menzel, Timo Bernhard, Richard Westbrook oder Martin Ragginger besetzt
waren, durch.
In den ersten beiden Rennen der Saison fuhr Krumbach zusammen mit
Michael Schrey beziehungsweise Heinz-Josef Bermes zum Klassensieg bei
den Cups. Den dritten Lauf konnte Mühlner Motorsport leider nicht
in Angriff nehmen. Jochen Krumbach hatte einen Unfall während des
Qualifying, so dass Bernhard Mühlner den Porsche vom Rennen zurückzog.
Doch schon zwei Wochen später kehrte Krumbach auf das Siegerpodest
zurück - zusammen Heinz-Josef Bermes schaffte er die dritte
Position beim vierten Lauf. Beim letzten VLN Lauf vor der Sommerpause
kam Krumbach zusammen mit Juppy Bermes auf den zweiten Rang.
Somit ging Jochen Krumbach als Führender in der Klasse Cup4b in die
Sommerpause der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. In dieser
Zeit bestritt Mühlner Motorsport das 24 Stunden Rennen
Nürburgring, das 24 Stunden Rennen Tockachi und das 24 Stunden Rennen
in Spa-Francorchamps. Sowohl am Nürburgring als auch in Spa war man
bester Porsche 997 GT3 Cup.
Bei
den nächsten beiden Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft kam
Krumbach als Klassenzweiter ins Ziel. Beim 8. Lauf zur BFGoodrich
Langstreckenmeisterschaft schaffte er zusammen mit Heinz-Josef Bermes
und Jonathan Baker nur die sechste Position. Damit fuhr der
Mühlner-Porsche zum ersten Mal in der Saison bei den Rennen, bei denen
er gestartet ist, nicht auf das Podium.
Doch bei den letzten beiden Läufen der VLN wurde Krumbach jeweils Zweiter der Klasse Cup4b. Die Ergebnisse des 3.
und des 8. Lauf dienten als Streichresultate
- damit gewann er trotzdem die Meisterschaft der Cup4b. Im
nächsten Jahr möchte Mühlner Motorsport auf die Nordschleife
zurückkehren und den Titel verteidigen. Dies wird sich aber vermutlich
als schwierig gestalten, da in der Cup4b ein großer Zuwachs an
Fahrzeugen zu erwarten ist.
Verfasst von Maximilian Graf. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Im Rahmen der am diesem Wochenende stattfindenden Internationalen Motor Show in Luxemburg stellt Matech Racing die Konzeptstudie eines Ford GTs, den man für die GT1-Klasse einstufen möchte, vor. Wie Endurance-Info.com berichtete, hat sich das Schweizer Team entschieden, ein neues Fahrzeug zu entwickeln, das sich nach dem neuen FIA-GT-Reglement, welches ab der Rennsaison 2009 eingeführt wird, richtet. Dieser Prototyp wird nächstes Jahr vorerst zu verschiedenen Testzwecken an der BFGoodrich Langstrecken Meisterschaft (VLN) teilnehmen. Ab 2009 will man dann mit dem neuen GT1 international aktiv werden.
Dieses Jahr startete das Team Matech Racing mit drei Ford GTs in der FIA GT3 European Championship und belegte in der Teamwertung den achten Rang. Unter anderem bestritt man auch das ADAC-GT-Masters-Finale am Hockenheimring.
Verfasst von Rene Jüptner. Veröffentlicht in BeNeLux-GT
Seit einigen Tagen formiert sich im kleinen Eifelstädtchen Nideggen im Kreis Düren ein neues GT Team. Zwei alte Bekannte aus dem GT-Sport, Andreas Leberle und Wolfgang Koepp, haben sich zusammengeschlossen und das Go to One Racing Team gegründet. Aufgrund der guten Kontakte von Andreas Leberle nach England und zu Martin Short, der bekannterweise die Renn-Mosler aufbaut, hat man sich dazu entschlossen, zwei Mosler zu ordern.
Das erste Fahrzeug erhält man im Dezember, das zweite Anfang Januar. Zur Zeit wird mit einer ganzen Reihe von Piloten - auch aus Übersee - über Fahrerplätze verhandelt. Gesichert sind die letztjährigen GS-Motorsport Belcar-Piloten Kenneth Heyer und der Kanadier Mark J. Thomas. Ebenfalls angefragt haben die beiden Belgier Anthony Kumpen und Bert Longin für einen Einsatz eines Mosler in der Belcar.
Erste Tests haben bereits letzte Woche in Silverstone statt gefunden, an denen u.a Kenneth Heyer, Mark. J Thomas und Mario Josten teilgenommen haben. Einen weiteren Test gibt es noch diese Woche wiederum in Silverstone. Laut Wolfgang Koepp möchte man mit den Moslern in der Belcar und der Dutch Supercar Challenge sowie in der FIA-GT in der Klasse G2 starten. „Dieses Vorhaben hat Stefan Ratel auch schon abgesegnet“, so Wolfgang Koepp am Telefon.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Sonstige GT
Das Debut-Jahr der EGTS dürfte für die veranstaltende Peroni-Gruppe einigermaßen zufriedenstellend verlaufen sein. Aufgrund des relativ großzügigen Reglements können auch National GT- und 24hr-Special-Fahrzeuge an den Start gebracht werden - so kam bei einzelnen Läufen ein Teilnehmerfeld von rund 20 Autos zu Stande. Wenig sinnvoll erscheinen die Parallel-Termine zur offiziellen Italienischen GT-Meisterschaft: Viermal fuhren die konkurrierenden Serien an identischen Terminen, zum Teil sogar auf Strecken, die nicht weit voneinander entfernt lagen.
Den Premieren-Titel der „GT Special“-Kategorie holte Fabio Valle in einem Ex-DTM-Audi-TTR. Er gewann sechs der vierzehn ein-Stunden-Läufe und hatte seine konstantesten Gegner, die Viper-Piloten aus dem Teams Racing Box und Scuderia La Torre, vor allem gegen Ende der Saison im Griff. Peter Terting, der bei zwei EGTS-Runden in einem weiteren Audi antrat, feierte in Mugello einen Laufsieg. Auch das Antreten von Duller-Motorsport bei der Runde in Brünn war von Erfolg gekrönt – Quester / Bellicchi triumphierten dort mit dem BMW Z4 in beiden Rennen.
Gemäß der Faustregel, dass die zweite Saison ist immer die schwierigste sei, müsste sich im kommenden Jahr abzeichnen, ob die EGTS dauerhaft im Umfeld der vielen europäischen GT-Serien bestehen kann.
Verfasst von Johannes Gauglica. Veröffentlicht in Le Mans ( WEC )
Das Warten hat ein Ende: Der jüngst aus der Formel 1 zurückgetretene Alexander Wurz hat sich zu seinen Zukunftsplänen geäußert. Auf autosport.com deutet er an, er wolle wieder an die Stätte seines bislang größten sportlichen Triumphes zurück.
„Ich habe immer gesagt, dass ich nach der Formel 1 wieder nach Le Mans zurückkehren will – es ist für mich ein Traumrennen“, gibt der 33jährige zu Protokoll, der 1996 mit dem Joest-Team an der Sarthe erfolgreich war.
Allerdings schränkt er gleich wieder ein, eine Rückkehr komme nur mit einem siegfähigen Auto in Frage: „Ich glaube, dass zwei weitere Hersteller (den Sportwagen-Einstieg) ernsthaft ins Auge fassen, und ich überlege mir meine Optionen.“
Verfasst von Maximilian Graf. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Edil Cris Racing hat mit einem vierten Rang in der Meisterschaft der GT2-Fahrzeuge, nach zwei Klassen-Pole-Positions und drei Podiumsplatzierungen, eine erfolgreiche FIA-GT-Rennsaison 2007 hinter sich. Dazu meinte das Team: „Nach einer ganzen Saison mit nationalen und internationalen Erfolgen, wollen wir unsere Bauentwicklung fortsetzen.“ Um es kurz zu fassen: Die Mannschaft erhält einen brandneuen Ferrari F430 GT2, was dem Team von Giancristiano Cavalleri ermöglicht, an drei Meisterschaften parallel teilzunehmen - an der FIA-GT Championship, der International GT-Open Series und der italienischen GT-Serie.
Die in Seriate (Bergamo) ansässige Fabrik wird zu Zeit ausgebaut, um den Technikern einen funktionalen und den neuen Bedürfnissen des Teams angemessenen Arbeitsplatz zu bieten. Weitere Informationen gibt es auf der 2008-Version der Website des italienischen Teams - www.racingteamedilcris.com.
Verfasst von Harald Musileck. Veröffentlicht in Italienische GT & Prototypen
Auch ohne GT1-Klasse kam die Italienische GT-Meisterschaft in der Saison 2007 gut über die Runden – ein Feld von durchschnittlich etwa 20 Fahrzeugen bedeutete sogar eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr, in welchem die Teilnehmerzahlen bedenklich weit zurückgegangen waren. Manche Beobachter hatten bekanntlich vor Saisonbeginn noch größere Probleme an Horizont der offiziellen GT-Meisterschaft des CSAI aufziehen gesehen: Durch die neue, großteils auch in Italien laufende Endurance GT-Serie (EGTS) der Peroni-Gruppe ist ein ernst zu nehmender Mitbewerber im GT-Segment entstanden. Einmal mehr bewahrheitete sich jedoch vorerst der Spruch „Konkurrenz belebt“ – beide Serien fanden bislang nebeneinander ein gutes Auskommen.
Unter den GT2-Teilnehmern waren stets ausreichend hochkarätige Ferrari-Teams vertreten, die für Spannung sorgten. Vereinzelt konnten auch die Autorlando-Piloten mit dem Porsche 997 RSR Top-Platzierungen einfahren.
Die Entscheidung im Titelduell fiel bei den GT2 etwas unpopulär über die Streichpunkteregel: Für die Vizemeister Linos / Mugelli (Edil Cris-Ferrari F430), die eigentlich die meisten Punkte eingefahren hatten, mag ein bitterer Beigeschmack zum Vize-Titel verbleiben – Stefano Livio / Lorenzo Case (Advanced Engineering-F430, Bild oben) sind aufgrund der gezeigten Leistungen dennoch würdige Gesamtsieger.
Die GT3-Klasse wurde geteilt in GT3A (ab 5.000 ccm) und GT3B (unter 5.000 ccm) ausgetragen: In beiden Sub-Kategorien liefen meist nur je drei oder vier Fahrzeuge – über die Sinnhaftigkeit dieser Regelung lässt sich streiten. Böse Zungen munkelten, man wollte damit sowohl einem Lamborghini- als auch einem Ferrari-Team einen GT3-Titel ermöglichen. Dies soll jedoch die sportlichen Erfolge der jeweiligen Gesamtsieger Giacomo Piccini / Giovanni Berton (Mik Corse-Gallardo, GT3A, acht Klassensiege in 14 Rennen, Bild Mitte rechts) und Marco Coldani (Kessel Racing-F430, GT3B, sechs Klassensiege, Bild links) stand, nicht abwerten.
Die GT Cup-Kategorie war mit den Marken Porsche, Ferrari und Lotus stets akzeptabel besetzt, Angelo Proietti (Star Service-997 Cup, Bild unten rechts) glänzte dort mit acht vollen Erfolgen.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Le Mans Series ( LMS )
Pescarolo Sport plant für die kommende Saison neben einem zwei-Wagen-Team in der LMP1 ein weiteres zwei-Wagen-Programm in der LMP2. Dort wird aller Voraussicht nach die Mannschaft von Saulnier Racing, jenem Team mit dem Henri Pescarolo wie berichtet kürzlich eine Kooperation eingegangen ist, die französische Konstruktion auch in der kleinen Prototypenklasse um den Sieg mit fahren lassen. In diesem Jahr war lediglich Kruse Motorsport in der kleinen Kategorie unterwegs. Zumindest Rollcentre Racing wird 2008 als Kundenteam höchstwahrscheinlich auch in der grossen Klasse weiter bei der Stange bleiben. Dagegen steht nun des bislang in dieser Saison unbenutzte Chassis von Lister Racing zum Verkauf.
Gemäß einer Meldung auf Endurance-Info.com werden die zweifachen LMS-Champions Emanuel Collard und Jean-Christophe Boullion ebenso wie Kundenpilot Harold Primat weiter beim Team bleiben. Zumindest in Le Mans, wo Henri Pescarolos Truppe 2008 wieder einen zwei-Wagen-Einsatz plant, soll Romain Dumas auch im kommenden Jahr die Truppe des Lokalmatadors Pescarolo verstärken.
Verfasst von Harald Gallinnis. Veröffentlicht in Blancpain Sprint Serie ( BSS )
Zum Meistertitel in der FIA-GT-Meisterschaft hat es bei Karl Wendlinger trotz einer stark gefahrenen Saison und eines bis zum letzten Rennen offenen Titelkampfes nicht gereicht. Nun wurde der lange Kufsteiner für seinen Einsatz trotzdem entlohnt. Die Obersten Nationalen Sport-Kommission (OSK) hat ihn zum zweiten Mal nach 1999, als er FIA-GT-Meister wurde, zum österreichischen „Motorsportler des Jahres 2007“ gekürt.
„Wendi“ zeigte sich von der Wahl sichtlich überrascht: „Eine Auszeichnung, die mich wirklich sehr freut. Denn es ist eine Anerkennung der erbrachten Leistungen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die daran einen Anteil hatten. Bei meinen Sponsoren, vor allem aber auch bei meinem Team Jetalliance Racing. Dort wird großartige Arbeit geleistet.“
2007 erzielte Wendlinger zusammen mit Partner Ryan Sharpe drei Siege und konnte drei Pole Positions herausfahren. In den FIA-GT-Statistiken liegt Wendlinger nun zusammen mit Jamie Campbell-Walter mit insgesamt 12 Gesamtsiegen an der Spitze. 13 Klassensiege bedeuten Rang 2 in dieser Statistik. 24 Podiumsankünfte stehen für den Kufsteiner zu Buche. Mit insgesamt 327 erlangten Meisterschaftspunkten liegt er an Rang 2 dieser Wertung – nur Stephane Ortelli hat mit 419 mehr.
Die offizielle Ehrung für Wendlinger findet am 30. November im Rahmen eines Gala-Abends in Linz statt.