• Startseite

News

Creation bekommt einen neuen Motor

Creation Autosportif hat einen neuen Motorenpartner gefunden. Die japanische Motorenentwicklungsschmiede AIM Industries wird in Zusammenarbeit mit der Judd-Tochter Engine Developments Limited einen exklusiven 90°V10-Block entwickeln. Damit will Creation ab 2008 in der LMS und bei den 24 Stunden von Le Mans  als 2 Wagen-Team antreten. Ziel ist ein Le Mans Sieg  bis 2010. Der Motor soll von vornherein für den Einsatz mit alternativen Treibstoffen ausgelegt werden.

Der Plan sieht vor dass 2007 ein reines Testjahr für die neue Partnerschaft wird. 2008 sollen dann die 12h von Sebring, die LMS und die 24h an der Sarthe als 2 Wagen-Team angegangen werden. Der 2. LMP wird eine rein japanische Besatzung bekommen. Inwieweit die bisher 2007 geplanten ALMS-Einsätze durch die neue Partnerschaft betroffen werden ist derzeit noch nicht bekannt.

Australische GT – Saisonrückblick 2006

Greg Crick (ACR-Viper) - www.gtchampionship.com.auVor rund zwei Jahren konnte – nach dem plötzlichen Ausstieg einiger Schlüsselfiguren der nationalen GT-Szene – nur eine Fusion mit der Porsche Drivers Challenge die nächstfolgende Saison der Australischen GT-Meisterschaft retten. Parallel dazu mussten damals beim nationalen GT-Reglement massive Einschränkungen gemacht werden, die zulässige Leistung der Fahrzeuge wurde in Richtung Cup- bzw. Challenge-Level reduziert. Seither geht es langsam aber stetig wieder bergauf, wobei das Level noch lange nicht wieder mit jenem europäischer Meisterschaften zu vergleichen ist. Die Teilnehmerzahlen haben sich zuletzt konsolidiert, mitten unter der Saison 2006 wurde auch das kaum mehr zeitgemäße Rennformat geändert: Statt der bisherigen drei Sprintläufe kamen ein-Stunden-Rennen ins Programm.

Ian Palmer (Honda NSX) - www.gtchampionship.com.auGreg Crick holte 2006 seinen ersten Meistertitel über konstante Platzierungen im Spitzenfeld, seine ACR-Viper (Bild oben) wäre anderswo kaum noch konkurrenzfähig. Vorjahresmeister Bryce Washington scheiterte heuer vor allem an technischen Problemen seines Porsche 996GT3 Cup, die ihm schon früh in der Saison die entscheidenden Punkte kosteten. Einige weitere Porsche-Piloten zeigten vereinzelt starke Leistungen, konnten aber insgesamt nicht mit der Performance von Crick und Washington mithalten. Die Ferrari 430 Challenge, welche im Lauf des Jahres in der Australische GT kamen, verbuchten ebenfalls Teilerfolge, sind jedoch noch keine dauerhaften Sieganwärter.
Der sentimentale Favorit des australischen Publikums, Ian Palmer (Honda NSX, Bild rechts), verzeichnete eine lange Reihe von zumeist technisch bedingten Ausfällen, was ihm den „Hard-Luck-Award“ für 2006 einbrachte. Für die kommende Saison erwägt Palmer den Umstieg auf ein Auto eines anderen Herstellers. Er wäre somit ein Kandidat für ein Fahrzeug nach GT3-Reglement – auch down under soll die Zukunft der GT-Meisterschaft über diese mittlerweile äußerst populäre Kategorie führen.

Anmerkung: Bei den vorläufigen Terminen für die Saison 2007 der Australischen GT gab es aktuell einige Änderungen – ein Update der diesbezüglichen GT-Eins-Newsmeldung ist erfolgt.

KTM-Roadster: erste Bilder

xbow.jpgKein Renn-, sondern ein Spaß-Auto: auf recht diskrete Weise hat der oberösterreichische Motorradhersteller KTM erste Bilder seines Vorstoßes in die Autoproduktion vorgestellt. Auch in Österreich selbst hat diese Präsentation, zumindest bislang, noch keine großen medialen Wellen geschlagen.

Der X-Bow genannte zweisitzige Roadster zeichnet sich durch ein konsequentes Leichtbau-Konzept aus, moderne Werkstoffe wie Kohlefaser beschränken das Eigengewicht auf 700 Kilogramm. Motorvarianten mit 220 und 300 PS sollen erhältlich sein. Laut KTM-Chef Pierer soll der X-Bow die Lücke füllen, die Lotus vor 20 Jahren hinterlassen hat. Angepeilter Verkaufspreis: 40.000 Euro. Beim nächstjährigen Genfer Salon wird der X-Bow offiziell präsentiert.

Mehr dazu hier und hier.
(Foto: KTM)

Rydell zu Aston Martin?

rydell.jpgBerichten in Schweden zufolge zieht Rickard Rydell einen Wechsel zu Prodrive und damit an das Steuer eines Aston Martin DBR9 in der ALMS in Betracht. Der 39jährige Schwede ist hauptsächlich für seine Erfolge in der Tourenwagenszene bekannt, heuer war er Werksfahrer bei Seat in der WTCC. Für 2007 wird Seat aber seinen Kader von sechs auf vier (anderen Quellen zufolge sogar nur zwei) Autos reduzieren, der heurige Privatiers-Weltmeister Tom Coronel hat dank gefüllter Sponsorkonten zudem gute Aussichten auf ein Werks-Cockpit. Damit müssen sich einige Fahrer, inklusive Rydell, nach Alternativen umsehen.

Die Verbindung mit Prodrive kommt nicht von ungefähr, bereits in den 1990ern fuhr Rydell für den britischen Rennstall Tourenwagen der Marke Volvo. Langstreckenrennen sind für ihn auch kein Neuland, 1998 war er im 1000-Kilometer-Rennen von Bathurst siegreich. Später saß er im Ferrari 550, dem Vorzeige-GT von Prodrive. 2001 gewann er der FIA-GT-Serie zwei Rennen, unter anderem am seligen A1-Ring (dort mit Peter Kox). 2004 bildete er mit Colin McRae und Darren Turner ein Team in Le Mans, ebenfalls auf einem Prodrive-betreuten F550.

Ein Vertrag ist offenbar noch nicht unterschrieben, und der genaue Umfang des Deals wird noch diskutiert - es geht um die gesamte ALMS, oder zumindest die drei längsten Rennen, und Le Mans.

Orecas Saleen Pläne 2007

Oreca-SaleenAm Rande der Preisverleihungsgala der LMS  in Paris wurde bekannt dass Oreca in der kommenden Saison zwei Saleen  in der LMS und bei den 24 Stunden von Le Mans einzusetzen gedenkt. Allerdings sei das angedachte Programm noch nicht finanziert. Man wird nicht bei den 12h von Sebring starten, sondern statt dessen die Vorbereitungen auf die Saison hier in Europa bei den Testtagen auf dem HTTT beginnen. Dort soll auch ein erster 24h-Test des S7R gefahren werden. Für die FFSA GT-Meisterschaft gilt der Einsatz von zwei Wagen als gesichert. So soll je ein Fahrzeug für die Piloten Raymond Narac und Bruno Hernandez geplant sein. In der LMS spricht derzeit nichts gegen eine weitere Verpflichtung der Piloten Soheil Ayari und Stephane Ortelli.

Wolfgang Kaufmann bei den 24h Bahrein

kaufmann.jpgZum dritten Mal geht es für Wolfgang Kaufmann nach Bahrain. Im Rahmen des ersten 24h Rennens im Wüstenstaat am persischen Golf wird der Westerwälder Profi zusammen mit dem Brasilianer Antonio Hermann, Michael Schrey und Franz Konrad am Steuer des von Konrad Motorsport genannten Porsche 996 GT3-RSR sitzen.

Nach zwei fulminanten Auftritten in den vergangenen beiden Jahren auf der Strecke im arabischen Wüstenstaat hofft Kaufmann wieder auf ein Ergebnis weit oben in der Rangliste. 2004 trat er auf dem Wieth Ferrari 550 Maranello beim GT Festival an und konnte Sportwagengrössen wie David Brabham in Schach halten. 2005 erfolgte ein Einsatz im privat eingesetzten Lammertink Racing Porsche 996 GT3-RSR beim FIA GT Rennen. Rang 4 stand damals am Ende in der GT2-Klasse für den Westerwälder und seinen Partner Luca Moro zu Buche.

Wolfgang Kaufmann sieht der Möglichkeit, erneut in Bahrain zu starten hoffnungsvoll entgegen: "Franz hat mir schon mehrfach die Chance gegeben mit seinem Saleen S7 R zu starten, sei es in der American Le Mans Series oder den 1000km von Le Mans. Nun bin ich froh das er mir erneut die Chance zu einem Einsatz gibt - und das auch noch auf meiner Lieblingsmarke Porsche."

Weitere Details zu GS-Plänen für 2007

kheyera.jpgIm Rahmen der Essen Motorshow ergab sich für uns die Gelegenheit sich etwas eingehender mit Wolfgang Koepp und Kenneth Heyer (Bild) von GS-Motorsport über die Pläne für 2007 zu unterhalten. Die Mannschaft hatte just mit umfangreichen GT3-Plänen und dem Erwerb zweier neuer Oreca-GT3-Viper auf sich aufmerksam gemacht und nebenbei noch den Beginn eines LMS-Programms angekündigt.

Auch wenn die Spekulationen bezüglich eines Panoz GT2 nun vom Tisch zu sein scheinen, so scheint der LMS-Einstieg doch beschlossene Sache zu sein. „Im Moment deutet alles auf einen Einstieg mit einem GT2-Porsche hin, wobei wir möglicherweise auch die Kooperation mit einem bestehenden GT2-Team anstreben. Der Porsche bietet für ein Lehrjahr eine konservative aber zuverlässige Basis, mit der man zuverlässig Ergebnisse einfahren könnte, wenn man auch als eines von Dutzenden Porsche-Teams nicht so im Focus steht. Aber auch weitere Optionen, wie die GT1, sind langfristig für uns interessant“, gab Kenneth Heyer Auskunft.

gt3viper.jpgDas GT3-Engagement mit Oreca sieht man bei Georg Severichs Truppe auch als Einstieg in eine potentielle Partnerschaft die auch in Richtung LMS führen könnte. „Die Viper (Bild vom Präsentationsfahrzeug auf der Motorshow) werden erstmal vorrangig in der Belcar zum Einsatz kommen. Das ADAC-GT3-Masters betrachten wir aufmerksam und wir werden auch beim Premierenrennen ein Fahrzeug einsetzen. Ob es da zu einem dauerhaften Engagement kommt, wird davon abhängen, ob unsere Sponsoren das wünschen.“

Bezüglich Sponsoren hat GS einen bekannten Namen aus der Schmierstoffbranche am Haken, erbat sich aber noch Zeit bis zur offiziellen Präsentation der Fahrzeuge auf der Birmingham Motorshow. So wie es aussieht, ist das Programm 2007 mit dem neuen Partner voll abgesichert.

Alfa kommt 2008 zurück an die Sarthe

alfa8cparis.jpgDerzeit konkretisieren sich die Gerüchte dass Alfa Romeo wieder nach Le Mans zurückkehren könnte. Auf der Motorshow in Bologna hat Alfa-CEO Antonio Baravalle die Entwicklung einer GT2-Variante des Alfa 8C angekündigt. Diese soll hauptsächlich mit Sicht auf die 24h-Klassiker wie die 24 Stunden von Le Mans, die 24h am Nürburgring und die 24h Daytona entwickelt werden, wobei zumindest das letztere Rennen die Entwicklung einer weiteren Variante des 8C erforderlich machen würde. Der Zeitplan sieht ein erstes Antreten in Le Mans 2008 vor, was eine Entwicklung ab 2007 voraussetzt. In der Mitteilung ist auch von einem wichtigen amerikanischen Programm für den 8C die Rede, was ein ALMS-Engagement andeuten könnte.

Die 2003 auf der IAA in Frankfurt vorgestellte Studie des 8C wurde just auf dem Autosalon in Paris noch einmal konkretisiert (Foto mit freundlicher Genehmigung der Kollegen von Endurance-info.com). Demnach sollen von dem Wagen 500 Exemplare zum Preis von je 100.000€ für die Strasse aufgelegt werden.

Der Alfa 8C trägt die Bezeichnung des erfolgreichsten Alfa-Fahrzeuges in Le Mans. Der 8C gewann zwischen 1931 und 1934 das Rennen viermal in Folge – eine Serie die danach nur noch von Ferrari, Ford und Porsche erreicht bzw. übertroffen wurde. In 21 Jahren ist Alfa mit insgesamt über 60 Fahrzeugen an der Sarthe aktiv gewesen. Damit ist man derzeit nach Jaguar der zweit-erfolgreichste Hersteller, der derzeit nicht an der Sarthe vertreten ist.  1931 überschritt der siegreiche Alfa von Howe/Birkin erstmals die 3000km-Distanz beim Rennen. Das Rennen von 1933 ist den eingefleischten Fans wegen seines engen Ausgangs in Erinnerung – nur 400m betrug am Ende die Distanz an der Spitze zwischen den beiden erstplazierten Alfas von Nuvolari/Sommer und Chinetti/Varent.

V de V Historic Endurance – Saisonrückblick 2006

VdeV Historic Endurance 2006 (www.vdev.fr)Eine regelmäßige Zeitreise zurück in die längst glorifizierten 60er- und frühen 70er-Jahre verspricht die Historic Endurance der VdeV. Auf dem Programm standen heuer je zwei 12h- bzw. 6h-Rennen, weitere dreimal ging es über eine Renndauer von immerhin vier Stunden. Respektable Teilnehmerzahlen und vor allem die Standfestigkeit der meisten der mindestens 35 Jahre alten Fahrzeuge sind die großen Pluspunkte dieser Serie.

In der Siegerliste der abgelaufenen Saison finden sich Fahrzeug-Legenden wie Ford GT40, Elva Mk.8 oder Chevron B16. Den Gesamtsieg in der Historic Challenge holte sich eines der von Punktereglement begünstigten GT-Teams, wobei ein „klassischer“ Porsche 911 des Baujahres 1965 sicher ein Titel-würdiges Fahrzeug ist.

Race Alliance´s Pläne für den 2. DBR9 des Teams

In einem Interview mit GT-Eins hat Race Alliance Teambesitzer Lucas Lichtner-Hoyer bestätigt, dass man auch den zweiten Race Alliance-Aston Martin im kommenden Jahr einzusetzen gedenkt. „Der Einsatz unseres zweiten DBR9 in der FIA-GT-Meisterschaft im Rahmen des Gentleman Cup oder auch als zweites Profiauto ist noch ein Thema für uns. Wir hatten im ersten Rennen in Silverstone einen Unfall in der ersten Rechtskurve, bei dem beide Aston Martin beteiligt waren. Beide Autos waren beschädigt, jedoch nur mäßig, und konnten ohne Probleme wieder einsatzfähig gemacht werden. Der Grund, warum das zweite Auto in der Garage blieb, lag an dem Fahrer, der auch den Unfall verschuldet hatte und zusätzlich seinen finanziellen Verpflichtungen in weiterer Folge nicht nachkommen konnte. Daher haben wir uns kurzfristig entschieden, das zweite Auto nach diesem Vorfall aus der Serie zu nehmen. Das Auto ist nun für 2007 einsatzfähig, es wurden ohnehin nur bisher insgesamt 1200 km damit gefahren.“

Auch die 24 Stunden von Le Mans wären langfristig ein Thema für das derzeitige Top-GT-Team der Alpenrepublik: „Es handelt sich dabei um eine der hochwertigsten und reputativsten Veranstaltungen des europäischen Rennsports handelt. 24 Stunden Rennen sind eine geile Sache und an der Sarthe kommt noch die Historie dazu. Möglicherweise ist 2007 noch etwas verfrüht für uns, insbesonders weil für Le Mans auch zusätzliche Sponsoren für ca. eine halbe Million Euro gefunden werden müssen. Wir arbeiten aber drauf hin.“

Neuester Rennbericht