Nürburgring Nordschleife (24h & VLN)

173 Starter beim 6h-Rennen

173 Teams stehen auf der vorläufigen Nennliste des Saisonhöhepunktes der VLN Langstreckenmeisterschaft - dem Rowe-6h ADAC Ruhrpokal. Das einzige 6h-Rennen in der Serie wirkt auch in diesem Jahr als Teilnehmermagnet: einige Klassen stellen neue Teilnehmerrekorde auf und das betrifft noch nicht mal die plakativen Top-Klassen.

Um den Sieg fahren insgesamt 16 Autos: 15 GT3 und der in der SP-X-Klasse startende neue Manthey-GT3-Porsche für 2019 – dieses Mal mit dem Trio Fred Makowiecki, Lars Kern und Marco Seefried - werden sich ein Rennen um das Gesamtpodium liefern. In der GT3 sind 5 BMW (3* Walkenhorst, je ein ROWE Racing und Falken-Motorsport BMW M6-GT3) 5 Porsche (2* Frikadelli Racing Team, der Manthey-Klohs-Wagen, auf dem Lars Kern neben Martin Ragginger einen Doppeleinsatz fährt, Falken und GetSpeed Performance), 2 Wochenspiegel Team Monschau-Ferraris, der Konrad Motorsport Lamborghini Huracán GT3 Hubert Haupts Black Falcon Mercedes AMG GT3 und ein Car-Collection Audi R8 LMS GT3 am Start. In der Pro-Klasse der Gesamtsiegkandidaten starten dabei 9 Wagen: beide Falken Autos, der Black Falcon AMG, ein Wochenspiegel Team Monschau-Ferrari, der Manthey-Porsche, ein Frikadelli-Porsche, 2 Wagen von Walkenhorst (ein M6 und der Z4) und der mit Philipp Eng und Tom Blomqvist bemannte ROWE Racing BMW M6-GT3.

Spannend wird es auch abseits der Top-Klasse: 6 SP7 (darunter 3 MR-Porsche) sowie 5 CUP2-Porsche bereichern das Feld um 11 weitere Porsche. 2 weitere MR-Porsche (mit einem über 4l grossen Motor) starten in der SP8, die mit 2 BMW und je einem Lexus, Ferrari und Aston Martin insgesamt 7 Starter aufweist. 2 BMW kommen in der SP8T hinzu.

Ein Rekordfeld gibt es in der GT4-Klasse: mit 12 Autos stehen so viel Wagen wie noch nie in den letzten 4 Jahren am Start. 6 BMW M4-GT4 der Teams Team Securtal Sorg Rennsport, Adrenalin Motorsport, Ring-Racing, Walkenhorst Motorsport und Leutheuser Racing, 4 Mercedes AMG GT4 von Black Falcon und Mathol Racing, ein Aston Martin Vantage GT4 von Mathol und ein Porsche Cayman der Pro Sport Performance-Mannschaft versprechen einen spannenden Kampf um den Sieg in der Klasse. Hinzu kommen 2 CUP-X KTM X-Bow von Teichmann Racing. 3 weitere Porsche starten in der mit 5 Teilnehmern besetzten SP6-Klasse, Die SP3 ist mit 6 Toyota und Subarus besetzt.

In der Klasse der seriennahen Produktionswagen der V-Klassen starten 6 Wagen in der V6 und 10 in der V5 – nur 2 der 16 Wagen sind keine Porsche. Das ist aber gar nichts gegen die Teilnehmerzahl in der V4-Klasse: 28 (!) BMW325i bilden das grösste Feld bei diesem Lauf. Befürchtungen das die Reglementsneuordnung in der Klasse zu einem Teilnehmerschwund führen könnten dürften damit endgültig widerlegt sein. In der Gruppe H gehen zu diesem Lauf 9 Wagen an den Start – darunter allerdings keiner in der H4-Klasse: alle Autos starten in der Tourenwagenklasse der H2. Dafür starten 3 GT´s in der AT-Klasse – 2 Care for Climate Porsche und ein Ford Mustang.

In den CUP-Klassen starten 18 BMW M235i in der CUP5, 9 TCR, 8 CUP3-Cayman, sowie die schon erwähnten 2 CUP X und 5 CUP2-Porsche.

Der Lauf startet am Samstag wie gehabt um 12 Uhr und wird auf der VLN Langstreckenmeisterschafts-Website live übertragen. Der Rennbericht auf unseren Seiten erscheint dieses Mal wegen der Terminüberschneidung mit dem FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Wochenende in Silverstone mit einigen Tagen Verspätung.

2019 fällt die Einheitsreifenpflicht in der SP10

Der ADAC Nordrhein gibt nach 2 Jahren die Einheitsreifen in der GT4-Klasse beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring auf. Bereits frühzeitig vor dem Ende der aktuellen Nordschleifensaison hat der ADAC Nordrhein als Veranstalter des ADAC Zurich 24h-Rennens und des ADAC Qualifikationsrennens 24h-Rennen die bislang vorgeschriebene Verwendung von Einheitsreifen des Exklusivpartners Hankook für die Saison 2019 für obsolet erklärt. Fahrzeuge in der Klasse SP10 (GT4) sind damit künftig in der Wahl ihrer Reifen frei.

Offizieller Hintergrund der Entscheidung ist der auslaufende Exklusivreifenvertrag mit dem koreanischen Hersteller, der für das kommende Jahr neu hätte ausgeschrieben werden müssen. Der ADAC Nordrhein liess jedoch in seiner Pressemitteilung durchblicken, das es ein starkes Lobbying von Seiten der Teams gab, die Reifenwahl in der Klasse freizustellen. „Wir freuen uns, den Teams einen Wunsch erfüllen zu können und die Reifen künftig wieder freizustellen“, betont 24h-Rennleiter Walter Hornung. „In der GT4 sehen wir eine Fahrzeugkategorie, die ihr Potenzial als Einsatzgebiet ambitionierter Privatteams noch lange nicht ausgereizt hat. In der GT4-Kategorie drohte uns vor einigen Jahren ein technisches Wettrüsten, das wir frühzeitig unterbinden wollten. Inzwischen hat sich die GT4-Kategorie weiterentwickelt. Wir freuen uns, die Klasse jetzt durch die Freistellung der Reifen noch einmal zusätzlich zu beleben.“

Auch wenn es in der Pressemitteilung nicht ausdrücklich erwähnt wird, ist damit zu rechnen, das damit das Einheitsreifenreglement in der VLN Langstreckenmeisterschaft für die SP10 2019 endet. Möglicherweise könnte dies der Klasse, die bei den VLN-Läufen mit 5-8 Teilnehmern besetzt war, zusätzliche Starter verschaffen: Bei den letzten beiden 24 Stunden Rennen am Nürburgring starteten jeweils die Hälfte der GT4-Teams in Klassen ausserhalb der SP10-Klasse - zum Teil weil es Entwicklungseinsätze waren, zum anderen Teil aber auch weil man statt der in der nationalen Serie vorgeschriebenen Hankook-Reifen lieber auf die international gebräuchlichen Pirellis oder auf Michelins setzte. Ein weiterer Grund dürfte sein, das der GT4-Spec-Reifen von Hankook nicht das Grip- und Verschleissniveau der Konkurrenzprodukte erreichte und damit höhere Kosten einhergingen. Das verschärfte die Archillisferse der GT4 am Ring: die Autos konkurrieren dort mit zu vielen im Betrieb preiswerteren, aber zumindest gleich schnellen (oder schnelleren) Modellen wie älteren Cup-Porsches, SP8-Autos oder den CUP-KTM´s. Die Saison 2019 wird zeigen ob nun endlich der aktuelle GT4-Boom auch den Ring erreicht.

DMSB gibt Strafen für VLN4 bekannt

Die Wigescreenshot vln4Sportkomissare des DMSB haben am vergangenen Freitag eine Entscheidung bezüglich der Vorkommnisse beim letzten VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf , der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, gefällt. Aus dem unübersichtlichen Pulk der gegen Rennmitte unter gelber Flagge auf der Döttinger Höhe hinter einem Schleppverband unterwegs war wurden 4 Fahrzeuge wegen Überholens unter Gelb mit einer 35s Ersatzstrafe belegt.

Im einzelnen sind dies der am Ende siegreiche Frikadelli Racing Team-Porsche von Lance David Arnold und Norbert Siedler, der Manheller Racing SP8 BMW von Florian Quante und Bernd Kleeschulte, der SP8-Raceing-Audi R8 von Rahel Frey und Bernhard Henzel und der #960 Teichmann Racing Cayman von Fabio Grosse, Daniel Bohr und Hendrick von Dannwitz. Lediglich bei den letzteren beiden ändern sich durch die Zeitstrafen die Positionen von P23 bzw P21 auf P24 und P23.

Die Sportkommissare folgten dem Grundprinzip das die Regelstrafe für ein „Überholen unter Gelb“ im Rennen eine Stop-and-Go-Strafe ist wobei es keine Rolle spielt, wie viele Fahrzeuge überholt werden. Die Auswirkungen auf das Ergebnis seien irrelevant. Damit bleibt der Sieg für die Frikadelli-Mannschaft bestehen, da der Vorsprung am Ende über 90s betrug.

Mit dem Urteil zog sich der Deutsche Motorsport Bund am pragmatischsten aus der Affäre, da das Vergehen wie bereits erläutert auf eine Reglementslücke bezüglich unterschiedlicher vorgegebener Geschwindigkeiten nach der Aufhebung einer CODE 60 Zone entstanden war. Der reglementsgebende Verband täte nach diesem Präzedenzfall gut daran diese Lücke schnell zu präzisieren um in Zukunft derartige umfangreiche Untersuchungen und die damit verbundenen Diskussionen bei einem Wiederholungsfall zu vermeiden und die Autorität der Streckenposten beim Zeigen einer gelben Flagge nicht unnötig zu untergraben. Insgesmt mussten in den Wochen nach dem Rennen 30 verschiedene Fahrzeuge und zahlreiche Onboard-Aufnahmen untersucht werden.

VLN 4 - Zweiter Frikadelli-Sieg unter Vorbehalt

Es ist derzeit noch ein Sieg unter Bewährung – das Frikadelli Racing Team hat bei der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) den zweiten VLN Langstreckenmeisterschaft Sieg in Folge mit dem #31 Porsche eingefahren. Dieses Mal waren Norbert Siedler und Lance David Arnold die Piloten des Profi-Autos des Barweiler Teams. Doch wie die VLN-Orga heute bekannt gab, steht der Sieg der Porsche Mannschaft noch auf der Kippe. Eine strittige Code 60-Situation auf der Döttinger Höhe zum Ende der ersten Rennhälfte könnte der Mannschaft noch zum Verhängnis werden.

Dokumentiert von den Wige-Bildern des Livestreams war dort der durch Arnold pilotierte Porsche 991 GT3 R durch einen Pulk langsamer Fahrzeuge im Slalom fahrend festgehalten worden, während die verfolgenden Konkurrenten sich in den Pulk einreihten. Die langsame Gruppe folgte einem Schleppverband der sich einige 100m vor dem Pulk befand. Wigescreenshot vln4Die Orga war am Samstagabend nicht in der Lage die Situation endgültig entscheidend zu klären, da gleich mehrere Fahrzeuge den Pulk durchpflügten und daher die Klassenehrungen insgesamt ausgsetzt wurden. Sollte sich herausstellen das dieser Pulk zeitweise berechtigt unter Doppelgelb oder Code 60-Bedingungen unterwegs war, könnte sich das Rennergebnis noch entscheidend an der Spitze ändern.

Allerdings könnte das plakativ dokumentierte Problem auch hausgemacht sein: Angeblich soll es eine bereits mehrfach bemängelte Reglementslücke geben die dafür sorgt das ein aus einer Code 60 Zone kommender, mit Gelb abgesicherter Schleppverband einen Rückstau an Fahrzeugen erzeugt, bei dem einzelne Wagen noch unter CODE 60 mit 60 kmh unterwegs sind, während später, nach Aufhebung der Code 60-Zone, hinzukommende Autos reglementsbedingt mit Tempo 120 auf diesen Pulk auflaufen können. Sollte dies den Tatsachen entsprechen (hier sind Reglementsspezialisten gefragt), dann könnte das erklären, warum man seitens der Veranstalter nun so lange für die Klärung der Situation braucht.

Hinter dem schon mit einer Qualifying-Jahresbestleistung (7:56,644) von der Pole gestarteten Frikadelli-Porsche kamen die beiden Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 ins Ziel, wobei das Trio Christian Menzel , Nico Menzel und Leonard Weiss 23s vor dem Schwesterfahrzeug von Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz ins Ziel kam. Im Kampf um Rang 4 setzte sich in der letzten Runde der Phoenix Audi von Frank Stippler und Vincent Kolb gegen den zweiten Frikadelli-Porsche von Laser/Schmitz/Abbelen durch. Sollte sich das Ergebnis im Nachhinein noch ändern dann werden sich der Sieger und die Podiumskandidaten unter einem der genannten Teams wieder finden.

Hinter dem auf Rang 6 ins Ziel einlaufenden Hankook-bereiften AutoArena-Mercedes AMG GT3 setzte sich bei seinem letzten VLN Langstreckenmeisterschafts Rennen der Gtronix-mcchip-dkr Renault RS 01 gegen den verfolgenden Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 mit der #36 durch. Der GetSpeed Performance Porsche 991 GT3 R verpasste durch eine Kollision mit einem Teamkollegen aus der SP7-Klasse ein besseres Resultat und kam lediglich auf Gesamtrang 9 ins Ziel. Die Top-10 komplettierte der Sieger der CUP2-Klasse, der GetSpeed Performance Porsche von Hamprecht/Lauck/Schiller, der sich gegen Ende des Rennens gegen den konkurrierenden Mühlner-Porsche durchsetzte.

Schon vor Beginn des Rennens hatte das im Qualifying zweitplazierte Team, der Walkenhorst Motorsport BMW von Hirschi/Abott/Tresson einen Rückschlag erlitten. Wegen einer erheblichen Überschreitung der Geschwindigkeit in einer Doppelgelb-Zone wurde Hirschi noch vor dem Rennen der Permit entzogen und ein Rennverbot erteilt. Zudem wurde dem Team noch eine Zeitstrafe von 5 Minuten aufgebrummt die zusammen mit einigen Schnitzern während des Rennens zu einer vorzeitigen Aufgabe nach 15 Runden führte. Der zu Beginn in den Top-3 fahrende Lamborghini Huracán GT3 der Konrad Motorsport Mannschaft wurde beim Restart nach einer Gelb-Zone im Pflanzgarten schon in der 3.Runde von einem Konkurrenten in die Leitplanken des Pflanzgartens geschickt. Amsonsten setzten sich in den meisten GT-Klassen die Favoriten durch – mit einer Ausnahme: nach einem Favoritensterben in der SP7-Klasse gewann das 9und11 Team mit dem von „Jan Sluis“ pilotierten Porsche 911 GT3 Cup auf Gesamtrang 53 die "Porsche"-Klasse.

Als nächster Lauf steht am 18.8 ( parallel zur WEC-Runde in Silverstone) der Saisonhöhepunkt, das Rowe-6h ADAC Ruhrpokalrennen der VLN Langstreckenmeisterschaft statt.

142 Wagen für VLN 4

Für den mccchiprsvln44.Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft am kommenden Samstag, der 49. Adenauer ADAC Rundstreckentrophy, sind 142 Teilnehmer genannt. Damit fällt der traditionelle „Durchhänger“ in der Zahl der antretenden Teams nach dem 24h-Rennen nun auf den vierten Lauf nachdem man bei VLN3, dem 60.ten ADAC ACAS H&R-Cup, noch gut 164 Mannschaften in der Starterliste verzeichnete (die sich allerdings bis zum Rennen auf 148 Starter reduzierten). 11 Mannschaften – 10 GT3 und der SPX- Renault RS 01 der G-Tronix-mcchip-dkr-Mannschaft – werden am Samstag um den Gesamtsieg kämpfen.

In der Topklasse starten 3 Porsche 991 GT3 R (2* Frikadelli Racing Team 1* GetSpeed Performance ) 2 BMW M6-GT3 (Walkenhorst Motorsport) 2 Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 GT3 und je ein Mercedes AMG GT3 von Autoarena Motorsport, Lamborghini Huracán GT3 von Konrad Motorsport und Audi R8 LMS GT3 von Phoenix Racing. Hinzu kommt der von „Dieter Schmidtmann“ und Heiko Hammel bewegte Renault, der im neuen K&W-Design daher kommt. 6 der Autos – Phoenix, Konrad, AutoArena und je ein Wagen von Frikadelli Racing, Walkenhorst und WTM - starten in der Pro-Klasse. Auf dem Pro Ferrari mit der #11 werden wieder Cristian und Nico Menzel neben Leonard Weiss antreten. Gerüchten zu Folge wird zudem auf dem Phoenix Audi GT-Masters-Pilot Oscar Tunjo das Duo Stppler/Kolb verstärken.

In der SP7-Klasse fehlt der Uwe Alzen Automotive MR, weswegen das Feld auf 5 Wagen schrumpft. Die Teilnehmerzahl in der Porsche CUP2-Klasse bleibt dafür mit 7 konstant. Auf 7 steigt auch die Teilnehmerzahl in der SP8 – neben 2 Porsche MR für das Weiland Racing Team und rent-2-drive treten der Raceing-Audi R8 ein Manheller-BMW, der racing one Ferrari, ein Lexus ISF von Ring-Racing und ein Aston Martin Vantage GT8 in der Klasse an. Hinzu kommt ein M2 des Schirmer-Teams in der SP8T. Mit 4 BMW M4-GT4, 3 Mercedes AMG GT4 und einem Aston Martin Vantage GT4 bleibt das SP10-Feld gegenüber VLN3 konstant.

In den Produktionswagenklassen fällt auf, das das V6- (6 Wagen) und das V5-Feld (7) fast nur noch aus Porsches besteht (Ausnahme: der Sing-SLK 350) – die BMW-Mannschaften haben sich hier komplett zurück gezogen. Dafür ist das starke V4-Feld (wieder 20 Teilnehmer) erneut fast ein BMW-Markenpokal – wäre da nicht ein Honda Accord des Dürener Motorsportclubs.

In der Gruppe H stellen sich die Mannschaften von Kremer Racing und TAM (Schall/Gerhard) in der H4 gegenüber. Sollten beide in Probleme kommen, lauern 12 H2-Autos dahinter um den Wertungsgruppensieg abzustauben. In den CUP-Klassen werden 15 BMW M235i in der CUP5, 8 Cayman in der CUP3-Trophy, 8 TCR und lediglich der einzelne Teichmann-KTM in der CUPX erwartet.

Das Rennen beginnt am Samstag um 12 Uhr (Quali ab 8.30 Uhr) und kann über die gesamte Dauer im VLN Livestream verfolgt werden.

VLN3 Nachlese

Im muhlner123Nachgang des dritten VLN Langstreckenmeisterschaftslaufs, des 60. ADAC ACAS H&R-Cups, (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) haben sich noch einige Neuigkeiten ergeben. So wurden zwei Teams nachträglich disqualifiziert: das Team Pixum Adrenalin Motorsport mit dem  BMW M235i Racing Cup (#650) sowie Mühlner Motorsport, Porsche 911 GT3 Cup (#123). Beide Fahrzeuge entsprachen nicht dem jeweiligen Technischen Reglement in den Klassen Cup 5 und Cup 2. Am Adrenalin-BMW wurde bei der standardmäßigen Nachuntersuchung eine nicht serienmäßige Tankabdeckung erkannt. Im Fall des Mühlner-Porsche wurden die Technischen Kommissare aufgrund eines Protests eines Mitbewerbers (GetSpeed Performance) tätig und stellten dabei fest, dass ein Bauteil im Bereich des vorderen Stoßfängers nicht den Regularien entsprach.

Die Disqualifikationen wirken sich auf die vorderen Tabellenpositionen aus. Im Fahrzeug mit der Startnummer 650 waren die bis dato Tabellenführer David Griessner und Yannick Fübrich am Start; den Mühlner-Porsche pilotierten Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Tim Scheerbarth, die Rang sechs in der Meisterschaft vor Lauf 3 inne hatten.

Für Mühlner äusserte sich Tim Scheerbarth zur Disqualifikation: "Leider wurden wir disqualifiziert, weil wir ein illegales Bauteil am Auto hatten. Dabei ging es um eine Abdeckung der mittleren Kühleröffnung, die wir bereits beim letzten VLN-Rennen genutzt haben. Damals und an diesem Wochenende wurde die Platte aus Carbon bei der technischen Abnahme nicht beanstandet. Dass der Protestgegner wegen einer Unaufmerksamkeit unsererseits einen Wertungsausschluss fordert, anstatt die Thematik im Vorfeld zu besprechen, empfinde ich in einer Breitensportrennserie wie der VLN als unpassend. Nichts desto trotz müssen wir mit der Disqualifikation leben, denn wir haben nicht sauber gearbeitet und die Platte ist de facto nicht erlaubt“, erläuterte Tim Scheerbarth nach dem Rennen. „Die Abdeckung haben wir aus rein optischen Gründen montiert, damit unser Partner in diesem Bereich des Fahrzeugs besser sichtbar ist. Das Ganze bringt keinerlei Vorteile. kremerk3Weder die Motorleistung noch die Aerodynamik des Autos werden von unserem Schild nicht beeinflusst. Eine Abdeckung des gleichen Bereichs mit Klebeband, wie es bei fast jedem VLN-Rennen bei diversen Cup-Porsche zu sehen ist, ist zum Beispiel erlaubt. Unsere elegantere und endgültige Lösung wurde leider als Anbauteil gewertet und ist demnach illegal.“

Der Ausfallgrund des Kremer Gruppe H-Porsches ist mittlerweile auch vom Team bekannt gegeben worden. Nach gut fünf Runden stellte Pilot Wolfgang Kaufmann eine unpräziser werdende Lenkung fest: „Auf der Döttinger Höhe habe ich dann mal probiert, wie die Lenkung reagiert und schnell gemerkt, dass sie nicht mehr so feinfühlig reagierte wie gewohnt“, so Kaufmann. Zur Vorsicht nahm der Westerwälder etwas Tempo raus und fuhr den Stint vorsichtig zu Ende. An der Box prüfte die Kremer Racing Crew die Lenkung, was 20 Minuten Standzeit und den möglichen Gruppensieg kostete. Teamkollege Baunach übernahm für Stint Nr. 2, doch das Problem tauchte beim nächsten Stopp wieder auf. Aus Sicherheitsgründen entschied sich das Team dann, den Porsche 997 K3 aus dem Rennen zurück zu ziehen.

Begeistert war man bei Teichmann Racing mit dem Debüt des neuen KTM X-Bow GT4 in der CUPX-Klasse. Am Ende der 4 Stunden des dritten VLN Laufes stand Gesamtrang 13 in den Ergebnislisten. Gedacht war der Einsatz des KTM´s durch die beiden Piloten Dennis Trebing und Marc Hennerici als Test und Abstimmungsfahrt. Die beiden Fahrer waren mehr als begeistert, und man lieferte sich sogar Positionskämpfe mit einigen der GT3-Fahrzeuge, die deutlich die Stärken des KTM X-Bow zeigten.

Für die kommenden LVLN-Läufe 4, 5 und 8 hat sich Ferrari Challenge USA Fahrer Peter Ludwig bei Black Falcon einen Sitzplatz in einem der Mercedes AMG GT4 gesichert. Das Fahrzeug wird schon beim nächsten Lauf am 7.7 mit dem frischgebackenen GT4-European Series-Laufsieger Gabriele Piana und Ludwig starten.

Frikadelli siegt bei VLN3

Der 60. ADAC ACAS H&R-Cup, der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft 2018 (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist am Samstag mit dem sechsten Gesamtsieg des Frikadelli Racing Teams in der Serie zu Ende gegangen, Das Profi-Duo Lance David Arnold und Felipe Fernéndez-Laser kam nach 28 absolvierten Runden als erste der 148 gestarteten Mannschaften mit ihrem Porsche 991 GT3 R über die Ziellinie. Für Arnold war es der achte VLN-Gesamtsieg, für Laser der zweite und für die Barweiler Porsche-Mannschaft der erste seit 3 Jahren.

Der Vorsprung auf das zweitplazierte Phoenix Racing Audi R8 LMS GT3-Duo Frank Stippler und Vincent Kolb betrug nach 28 absolvierten Runden 34,5s. Weitere 10s dahinter komplettierte der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari F488 GT3 von Georg Weiss, Jochen Krumbach und Oliver Kainz mit dem ersten Saisonpodiumsergebnis das Treppchen.

Die Ferrari-Mannschaft war lange Zeit die tonangebende Mannschaft im Rennen gewesen. Beim dritten Lauf, bei dem viele Stammmannschaften wie Manthey Racing , Land Motorsport oder Black Falcon in der GT3 fehlten und somit für einmal den Teams in der zweiten Reihe die Bühne überliessen, stellte die Wochenspiegel Team Monschau-Mannschaft mit den beiden Geburtstagskindern Georg Weiss (59) und Christian Menzel (47) gleich beide Ferrari im Qualifying mit 7:58,060 und 7:59,518 in die vorderste Startreihe – die erste Ferrari-Frontreihe in der Geschichte der VLN Langstreckenmeisterschaft! Dahinter konnte sich mit dem durch Christopher Brück pilotierten Konrad Motorsport Lamborghini Huracán GT3 ein weiterer italienischer Bolide ganz vorne plazieren. Gleich in der ersten Runde überholte Krumbach den von der Pole gestarteten Menzel und baute langsam aber stetig die Führung des Ferraris mit der #22 aus. Dahinter raufte sich eine muntere Kampfgruppe aus dem zweiten Ferrari, dem Phoenix Audi, den beiden Frikadelli Racing Team-Porsches dem Falken Motorsport BMW M6-GT3 den beiden Walkenhorst Motorsport BMWs und dem Autoarena Motorsport Mercedes AMG GT3 um die Verfolgerpositionen.

Frühe Ausfälle eliminierten den Falken-Porsche (Kontakt) und den Konrad-Lamborghini (Motorschaden) aus dem Rennen. Ein Hydraulikproblem an der Lenkung warf zur Rennmitte den zweiten Ferrari aus dem Kampf um einen Top-10-Platz. Während vorne Krumbach und Kainz die Ferrari-Führung immer weiter ausbauten, brachte sich das Frikadelli Racing Team Duo Arnold/Laser durch eine konstant schnelle Leistung in eine gute Ausgangsposition für den letzten Stint. In diesem konnte Ferraribesitzer Georg Weiss das Tempo der Profis an Bord des Porsches nicht mitgehen und musste sich bei etwas schwierigeren Streckenverhältnissen auf das Absichern des letzten Podiumsrangs konzentrieren. An Bord des Phoenix-Audis überzeugte Audi-Junior Vincent Kolb bei seinem ersten GT3-Einsatz auf der Nordschleife mit einer soliden Leistung, die Stammpilot Frank Stippler im letzten Stint in P2 ummünzte.

Hinter dem drittplazierten Ferrari kam der Falken BMW von Imperatori/Klingmann auf P4 ins Ziel. Der BMW-Mannschaft fehlten 7s auf den letzten Podiumsrang. 92s dahinter holt Klaus Abbelens Truppe mit dem zweiten Porsche von Müller/Schmitz/Abbelen, auf dem die nach einer schweren Krankheit wiedergenesene Sabine Schmitz einen ersten Stint beim Comeback absolvierte, P5 vor dem Walkenhorst BMW #35, auf dem das Profitrio Tresson/Hirschi/Abbott sich auf den Yokohama Reifen nach anfänglichem Auftaktfeuerwerk bei zwischenzeitlich feuchteren Bedingungen schwerer gegen die Konkurrenten tat. Die Top 10 komplettieren der #2 GetSpeed Performance Porsche 991 GT3 R, der #13 Autoarena Mercedes AMG GT3 , der #36 Walkenhorst BMW des Amateurtrios Walkenhorst/Ziegler/Adams und der #70 Uwe Alzen Automotive Porsche 911 MRII der mit dem Brüderpaar Philip und Fabian Hamprecht sowie Mike Stursberg den Klassensieg in der SP7 erzielen konnte.

Termin für 24h Qualirennen 2019 steht

Der Terminplan rund um das ADAC Zurich 24 Stunden Rennen am Nürburgring im kommenden Jahr ist komplett. Der veranstaltende ADAC Nordrhein hat sich mit den Betreibern des Nürburgrings frühzeitig auf einen Termin für das ADAC Qualifikationsrennen zum 24h-Rennen verständigt. Das sechsstündige Rennen findet am 18. und 19. Mai 2019 statt – gut einen Monat vor dem ADAC Zurich 24h-Rennen, dessen Termin am 20. bis 23. Juni bereits im vergangenen Jahr bekannt gegeben wurde. Nach derzeitigem Stand der Planungen wird das 24h-Qualirennen damit erneut der direkte 24h-Prolog.

Die VLN Langstreckenmeisterschaft erhält ein ausreichendes Zeitfenster, um im Frühjahr drei Läufe auszutragen, bevor es anschließend beim Qualirennen in die finale Vorbereitung auf das Nordschleifen-Highlight geht. Teams und Organisatoren bietet der nun gefundene Ablauf eine gute Arbeitsgrundlage. Denn die Fahrzeuge müssen nach dem sechsstündigen 24h-Qualirennen nicht noch einmal umgebaut oder umgestaltet werden, die häufig speziell für das 24h-Rennen zusammengestellten Fahrermannschaften nicht wieder in veränderter Konstellation auf der Nordschleife starten. „Nach dem sehr frühen Termin in diesem Jahr haben wir ab 2019 einen weniger gedrängten Vorlauf für das 24h-Rennen“, beschreibt Rennleiter Walter Hornung. „Das haben wir jetzt auch in eine Vorbereitungsphase umsetzen können, die genügend Zeit bietet.“

Termine ADAC Zurich 24h-Rennen:
18.–19.05.2019: 24h-Qualifikationsrennen
20.–23.06.2019: 24h-Rennen (Fronleichnam)

Leichte BoP-Anpassungen für VLN3

Mit einer gegenüber dem vergangenen 24 Stunden Rennen am Nürburgring leicht geänderten BoP geht das VLN-Feld am kommenden Wochenende in den dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft, das 60.te ADAC ACAS-Rennen. Die Anpassungen der Balance of Performance sind für das beim Rennen relevante Feld wie folgt ausgefallen:

Alle GT3-Teams haben pauschal eine Tankreduzierung um 4l bekommen, wohlmöglich um die gegenüber dem 24h-Klassiker kürzere Strecke zu berücksichtigen. Porsche, die beim 24h Rennen in Form der dieses Mal nicht anwesenden Manthey Racing-Mannschaft das Rennen dominierten, geht mit 15 kg mehr (jetzt 1285kg) in das Rennen. Die beim 24h Rennen um Anschluss kämpfenden Audi dürfen 20kg ausladen. BMW muss bei den BMW M6-GT3 5 kg auf 1330kg zuladen, darf aber den Ladedruck um 20mBar auf 1750 Mbar erhöhen, die sich allerdins nicht auf eine Leistungserhöhung niederschlagen. Bei Ferrari und Mercedes gibt es bis auf die Tankreduzierug um 4l keine Anpassungen. Der beim 24h-Rennen um Leistung kämpfende Konrad Lamborghini darf hingegen 10kg ausladen und wieder mit dem 2x 38,5mm Restriktor antreten.

Die Tankreduzierung um 4l betrifft auch die SP-X-Teams von Renault und Glickenhaus (beide bei VLN3 nicht genannt) und die GT4-Wagen von Audi, Mercedes, BMW und Porsche. Lediglich der ältere Aston Martin Vantage GT4 von Mathol Racing darf mit der selben Spritmenge wie beim 24h Rennen antreten.

Starkes Feld bei VLN3

Die VLN Langstreckenmeisterschaft hat heute die Nennliste für den am kommenden Wochenende stattfindenden dritten Saisonlauf, den 60.ten ADAC ACAS H&R-Cup bekannt gegeben. Beim traditionell eher schwach besetzten ersten Lauf nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring steht in diesem Jahr ein ungewöhnlich starkes Feld von etwa 164 Startern parat. Damit werden im Vorfeld die Befürchtungen zerstreut, die angekündigten Reglementsänderungen in den V-Klassen würden zu einer eingreifenden Reduzierung des Feldes führen.

Erfreuliche 13 Starter haben in der in der SP9/GT3-Klasse gemeldet. Um den Gesamtsieg werden 4 Porsche (GetSpeed Performance, Falken, 2x Frikadelli Racing) 3 BMW (Falken & 2x Walkenhorst Motorsport) je 2 Audi (Car Collection & Phoenix) und Wochenspiegel Team Monschau Ferrari, der Autoarena Mercedes und der Konrad-Lamborghini antreten, wobei nur 6 Wagen (Beide Falken-Autos, Phoenix, Wochenspiegel Team Monschau und je ein Frikadelli- und Walkenhorst-Auto) in der Profi-Kategorie an den Start gehen. Fahrerseitig versucht auf dem Frikadelli Porsche 991 GT3 R Sabine Schmitz ein Comeback auf der #30, nachdem sie Anfang des Jahres eine schwere Krebserkrankung zu überstehen hatte.

6 Porsche in der SP7 - darunter 3 MR für die Teams Black Falcon, clickvers/Chrzanowski und Uwe Alzen Automotive – sowie 7 CUP2-Porsches stehen bereit, bei Schwächen einzelner SP9-Teilnehmer die dann frei werdenden TOP-10 Plätze im Feld zu okkupieren. 5 SP8-Autos (ein weitere Porsche MR der rent2drive-Mannschaft der racing one Ferrari, der Ring-Racing Lexus RCF und 2 BMW sowie 3 SP8T-BMW´s lauern hinter den Porsches. Das SP10/GT4-Feld wächst nach dem 24h Rennen auf 8 Teilnehmer und sieht nun 4 BMW M4-GT4 (2*Sorg, Ring-Racing und Walkenhorst) , 3 Mercedes AMG GT4 und den alt-ehrwürdigen Team Mathol Racing Aston Martin Vantage GT4 am Start. Auch in der SP6-Klasse sind mittlerweile neben 3 BMW 4 Porsche-Mannschaften engagiert. Weiter hinten im Feld starten u.a. 4 Toyota Toyota GT 86 und ein Subaru BRZ im SP3-Feld.

Die mit 14 Teilnehmern besetzte Gruppe H-Wertungsgruppe wird von den beiden H4 Porsche von Kremer Racing und Raceunion angeführt. Nicht mehr dabei ist der Destrée Motorsport Porsche nachdem Teamchef Wolfgang Destrée damit beim letzten Rundstrecken Challenge Nürburgring-Lauf nach einem Missverständnis beim Überrunden vor der Hohenrainschikane einen schweren Unfall erlitt (gute Besserung von dieser Stelle aus!).

In der Produktionswagenklasse stehen in der V6 6 Wagen (5 Porsche und 1 Mercedes) am Start. Vergleichsweise knappe 6 Wagen (5 Porsche ein BMW Z4) starten in der V5. Hingegen ist entgegen allen Unkenrufen aufgrund der anstehenden Reglementsänderungen das V4 Feld mit 22 Teilnehmern aus dem BMW-Lager stärker denn je und bildet damit das stärkste Klassenfeld bei diesem Lauf.

In den CUP-Klassen fällt das stärkste Kontingent auf die CUP5 BMW-Klasse die mit 16 Teilnehmern am Start sind. 9 TCR Wagen sind gemeldet, wobei Lubner Motorsport das Debüt des TCR-Lada absolviert. GT-Seitig ist die Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing mit 11 Porsche Cayman am Start. Das CUPX-Feld im KTM-Cup weist vorläufig nur 3 Starter auf. Neben dem AM-Point X-Bow sind die Teams von Teichmann Racing und Schmickler Performance neu im Cup engagiert.

Der Zeitplan präsentiert sich wie gehabt: das Qualifying startet um 8.30 und das Rennen um 12 Uhr. Auf der VLN-Website sind der Live Stream und das Live Timing zu finden.

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