Le Mans ( WEC )

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Toyota Doppelsieg beim WEC-Auftakt

Mit dem erwarteten Toyota-Doppelsieg ist der Saisonauftakt der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft , die 6h von Spa-Francorchamps (der Link führt zum ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten) zu Ende gegangen. Nachdem der ursprünglich auf der Pole stehende TS050 von Mike Conway, José-Maria Lopez und Kamui Kobayashi mit einem 1-Runden-Rückstand ins Rennen starten musste, war der Weg an der Spitze frei für den publicity-trächtigen Premierensieg von Fernando Alonso, Kazuki Nakajima und Stephane Buemi. Allerdings holten die Teamkollegen dank dreier Safetycar-Phasen schneller auf wie erwartet und gegen Ende des Rennens gab es noch einmal ein kurzes Duell um die Führung, das jedoch das Team von Alonso & Co für sich entscheiden konnte. Der Spanier setzte sich in seinem Endstint gegen den aufkommenden Mike Conway durch.

Auf dem dritten Platz kam ursprünglich der Rebellion Racing R13 von André Lotterer, Neel Jani und Bruno Senna ins Ziel. Jedoch wurde an diesem Wagen nach Ende des Rennens eine über die erlaubten Grenzen abgeschliffene Bodenplanke bei der technischen Nachkontrolle gefunden. Der #1 Rebellion Racing wurde daher disqualifiziert. Die Teamkollegen in der #3 - Mathias Beche, Thomas Laurent & Gustavo Menezes – erbten daher am Abend nach dem Rennen den letzten Podiumsplatz, gefolgt von der ByKolles Racing Crew und dem überlebenden SMP Racing BR1.

In der LMP2 setzte sich das G-Drive Trio Rusinov/Vergne/Pizzitola gegen den zweitplazierten Jackie Chan Oreca und die Signatech-Crew durch. In der GTE-Pro gewann der Ford von Stefan Mücke, Oliver Pla und Billy Johnson gegen den #92 Porsche und den #71 AF Corse Ferrari. In der GTE-Am-Klasse setzte sich in einem spannenden Duell zu Rennende der Aston Martin Vantage GTE von Paul Dalla Lana, Pedro Lamy und Mathias Lauda gegen den TF-Sport Aston Martin durch.

Pole-Toyota nach Spa-Qualifying strafversetzt

Toyota hat die beim Qualifying zu den 6h von Spa-Francorchamps (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) erzielte Doppelpole bei der technischen Nachkontrolle verloren. Am auf P1 stehenden TS050 Hybrid #8 von Mike Convay, Kamui Kobayashi und josé Maria Lopez wurde bei der technischen Nachkontrolle eine andere Seriennummer als die im Datenblatt des Wagens angegebene gefunden. Obwohl das Gerät homologiert und ordnungsgemäss kalibriert war, wurde dem Werksteam aufgrund des administrativen Fehlers alle Zeiten gestrichen und man wird obendrein das Rennen mit einer Runde Verspätung aufnehmen müssen.

Damit steht das Schwesterauto mit der #8 von Fernando Alonso, Sebastian Buemi und Kazuki Nakajima auf der Pole vor den beiden Rebellion Racing R13 und dem SMP Racing BR01 von Aleshin/Petrov.

In der LMP2 setzte sich die Signatech-Mannschaft als schnellste Mannschaft durch. In der GTE-Pro erzielte Ford eine Doppelpole vor Porsche, während in der GTE-Am lediglich der Aston Martin Vantage GTE von Lauda/Dalla Lana/Lamy auf Platz 2 in die Phalanx der Porsche 991 GTE-Teams vorstossen konnte. Die Pole ging hier an die Dempsey-Proton Mannschaft von Ried/Andlauer/Campbell.

Das Rennen startet heute um 13.30 Uhr Ortszeit.

Die Superseason startet in Spa

37 Wagen – 10 LMP1, 8 LMP2, 10 GTE-Pro und 9 GTE-Am – werden für den morgen beginnenden Auftakt der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Supersaison 2018/19 in Spa-Francorchamps erwartet. Damit tritt das grösste Feld in der Geschichte der Meisterschaft in diesem Jahr in Spa-Francorchamps an. Allerdings ist es nicht das grösste Feld in Spa-Francorchamps generell: 2012 im Auftaktjahr der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft war das antretende Feld mit zahlreichen Gaststartern aus der ELMS mit 42 Wagen deutlich grösser. Ein Jahr zuvor – als die WEC-Vorgängermeisterschaft ILMC und die LMS gemeinsam in Spa-Francorchamps starteten waren gar 55 Wagen am Wochenende am Start.

Bei den LMP1 treten mit den beiden Toyota TS050 Hybrid, den 3 BR-Engineering Autos von SMP Racing und Dragonspeed, den beiden Ginetta des von Manor GP betriebenen CEFC-TSRM Racing Teams, den beiden Rebellion Racing R13-Orecas und dem ByKolles Racing ENSO CLM 5 Konstruktionen mit 5 verschiedenen Motorlieferanten (Gibson , Toyota , AER, Nismo und Mecachrome) an. Als letzte Pilotenkombinationen hat CEFC-TRSM die Trios Charles Robertson/Dean Stoneman/Léo Roussel und Oliver Rowland/Alex Brundle/Oliver Turvey verpflichtet, während SMP Racing seine Crews mit Stephane Sarrazin, Egor Orudzhev und Matevos Isaakyan sowie Mikhain Aleshin, Vitaly Petrov und Jenson Button angibt. Letzterer fehlt allerdings wie bereits berichtet beim Saisonauftakt in Spa-Francorchamps.

Bei den LMP2 wächst das Stammfeld der 7 Saisonteilnehmer (TDS Racing , Dragonspeed, Racing Team Nederland, Alpine, Larbre und 2*Jackie Chan DC Racing) um einen G-Drive Wagen – den Oreca von Roman Rusinov Jean-Eric Vergne und Andrea Pizzitola – an. Somit stehen in Spa-Francorchamps 6 Oreca ein Ligier und ein Dallara am Start.

In der GTE-Pro werden das Debüt der deutschen MTEK-BMW M8 GTE und der neuen Aston Martin Vantage GTE die grosse Story des Rennens sein. Damit wird der Kampf um die Marken-WM der Produktionssportwagen zwischen Porsche, Ferrari, Ford, Aston Martin und BMW erstmals wieder zum Fünfkampf.

Porsche (4 Wagen), Ferrari (3) und Aston Martin (2) beschicken ihrerseits auch die GTE-Am-Klasse, in der die Teams Dempsey-Proton, Project 1 und Gulf Racing auf Porsche-Seite, Spirit of Race, Clearwater Racing und MR Racing auf Seiten der Ferrari-Crews (Einsatzmannschaft für alle F488 ist natürlich AF Corse ) und TF Sport und Aston-Martin Racing für die Aston Martin Vantage GTE-Crews am Start sind.

Die ersten Sessions beginnen ab morgen Donnerstag um 12 Uhr Mittags. Der Link auf den wie immer ausführlichen Rennbericht auf unseren Seiten wird in Kürze bekannt gegeben werden.

SMP holt Button für die WEC

SMP Racing hat den buttonbritischen ex F1-Weltmeister Jenson Button als Piloten für einen der BR1 AER-LMP1 in den Kader geholt. Button wird an der Seite von Mikhail Aleshin und Vitaly Petrov einen der beiden geplanten Wagen des russischen Teams pilotieren. Sein Debüt wird er wegen einer Terminkollision aufgrund von Verpflichtungen in der japanischen Super-GT Meisterschaft nicht beim kommenden Super-Saisonauftakt in Spa-Francorchamps sondern erst bei den 24h von Le Mans geben. In Spa-Francorchamps sind seine beiden russischen Teamkollegen als Duo unterwegs.

Jenson Button bestritt zwischen 2000 und 2017 306 F1-Grand Prix und errang 2009 mit dem Brawn GP-Team den F1 Fahrertitel. Er gewann insgesamt zwischen 2006 und 2012 15 F1-GP. Der noch im Reservekader von McLaren befindliche Pilot hatte über den Winter bekannt gegeben das er sein zukünftiges Augenmerk auf die Sportwagenszene setzen würde, und als erstes Engagement einen Drive in der Super-GT-Serie in einem GT500 Honda NSX des Raybrigg Teams gesichert. In der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft wird es Button mit F1-Teamkollege Fernando Alonso zu tun bekommen, der bei Toyota als Werkspilot untergekommen ist.

Dillmann komplettiert ByKolles-Crew

Das ByKolles Racing tomdillmannTeam hat die erste Besatzung für sein LMP1 Engagement mit dem ENSO CLM P1/01 Nismo fixiert. Neben Dominik Kraihamer und Oliver Webb wird der Franzose Tom Dillmann den LMP1 der unter österreichischen Nennung startenden deutschen Mannschaft pilotieren. Das Trio wird beim Saisonauftakt Spa-Francorchamps in 2 Wochen und danach in Le Mans den ersten der zwei geplanten LMP-Wagen der Mannschaft besetzen. Der zweite Wagen soll wie bereits berichtet ab Silverstone zum Einsatz kommen.

Der 29-jährige Dillmann kommt aus der Formelszene, hat aber in den letzten 2 Jahren zunehmend Einsätze in der Sportwagenszene absolviert. So startete der Meister des ATS F3-Cups 2010 und der Formula V8 3,5 2016 in der Saison 2015 mit dem Bentley-Team HTP-Motorsport im ADAC GT-Masters und der Blancpain Sprintserie. 2016 bestrit er ein Rennen in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf einem LMP2 des Extreme Speed Motorsports-Teams. 2017 trat er mit dem Grasser Racing Team bei 3 Läufen in der Blancpain GT Serie an.

Manor-Ginetta-Besatzung komplett

Manor GP, manorginettadie unter dem Namen CEFC TRSM Racing mit einem Ginetta LMP1 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft antreten, haben die erste Besatzung für ihren Wagen fixiert: turvey2014Oliver Turvey wird gemeinsam mit Oliver Rowland und Alex Brundle den britischen LMP1 in der WM und bei den beiden Le Mans- Ausgaben der Supersaison pilotieren.

Turvey, der zuletzt für das NIO Team in der Formula E fuhr hat bereits 3 Ausgaben des 24h-Klassikers an der Sarthe bestritten. Ihm gelang 2014 mit dem Team Team Jota und den Teamkollegen Simon Dolan und Harry Ticknell der Klassensieg in der LMP2-Klasse in Le Mans. Ex-GP2-Pilot Oliver Rowland und der seit 2012 LMP2-erfahrene Alex Brundle komplettieren das Lineup des Mecachrome-befeuerten Boliden.

By Kolles nach Le Mans mit 2 LMP1?

Die ByKolles Racing Mannschaft will nach den 24 Stunden Rennen von Le Mans ihr Engagement in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft auf einen zweiten Wagen erweitern. Das hat die unter österreichischer Nennung startende deutsche Mannschaft im Verlauf des FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Prologs in Le Castellet am Wochenende bekannt gegeben. Wie der neue Teamchef Manfredi Ravetto unseren Kollegen von Sportscar 365 mitteilte, will man einen zweiten ENSO CLM P1/01 Nismo nach dem Klassiker im Juni für die verbleibende Supersaison einsetzen. Das Debüt des zweiten Wagens soll in Silverstone erfolgen.

Als einziges in der LMP1-L verbliebenes Team hatte ByKolles Racing das WEC-Engagement 2017 nach 4 Rennen zwecks weiterer Entwicklung des Autos ausgesetzt, das bei zahlreichen Test und Entwicklungsfahrten seitdem umfangreiche Updates an der Aerodynamik und dem Einsatztriebwerk von Nissan erhielt. Im Zuge dieser Testfahrten testete man auch etwa ein Dutzend Piloten, darunter Pierre Kaffer, Dominik Kraihamer, Marco Bonanomi, Tom Dillmann, Rene Binder, Paolo Ruberti, Ling Kang, Edoardo Liberati, Mikael Grenier, Oliver Webb und James Rossiter. Kraihamer, Bonanomi, Dillmann, Binder, Kang und Webb kamen auch beim Prolog zum Einsatz, wobei bislang lediglich der Brite Webb auf dem ersten der Fahrzeuge für den Verlauf der Saison bestätigt worden ist.

Teambesitzer Colin Kolles hatte bereits 2016 uns gegenüber in Le Mans bestätigt, das die Mannschaft bis zu 3 Chassis des ENZO CLM P1 besitzt und damit prinzipiell sogar ein Kundenprogramm für die LMP1-L Klasse anbieten könnte. Die sportliche Unattraktivität der den Werkshybridautos unterlegenen Subkategorie, sowie die fortgesetzte Entwicklungsarbeit am Auto verhinderten jedoch die Weiterverfolgung entsprechender Pläne. Mit einem Zweiwagen-Engagement würde das in Greding stationierte Team zumindest einen ersten Schritt hin zu einem potentiellen Kundenprogramm machen.

BMW stellt GTE-Design vor

BMW bmwm8design bhat im Vorfeld des gestern begonnenen Prolog-Testtags die Lackierung der beiden M8 GTE vorgestellt. Das BMW-Einsatzteam MTEK plant im Rahmen des offiziellen FIA Langstrecken Weltmeisterschaft-Testtags auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet einen 30h-Test mit den beiden neuen BMW M8d GTE.

Insgesamt werden bmwm8design a7 BMW Werkspiloten in Le Castellet vor Ort die beiden BMW M8 GTE mit den Startnummern 81 und 82 pilotieren. Martin Tomczyk, Nick Catsburg, Philipp Eng, António Félix da Costa, Augusto Farfus, Alexander Sims und Tom Blomqvist bilden den Werkskader des Münchner Herstellers in der Langstrecken-WM. Blomqvist ist der offizielle Vertreter von Farfus, wann immer der Brasilianer aufgrund seiner DTM-Verpflichtungen nicht in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft antreten kann. Als Partner und Sponsoren des Engagements hat BMW Shell, Akrapovič, CATL, H&R, BMW M Performance Parts, Osram, Panasonic, Michelin, Puma, Oakley und DJI verpflichten können.

Interlagos vor Rückkehr in den WEC-Kalender

Die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft plant für die Saison 2019-20 die Rückkehr auf die brasilianische Strecke von Interlagos. Der bereits von 2012 bis 2014 von der Langstrecken WM benutzte Kurs bei Sao Paulo kehrt damit nach der aktuell anstehenden Supersaison in den Kalender zurück. Wie im Zusammenhang mit der IMSA NAEC-Runde in Sebring bekannt wurde, hat der ACO ein mehrjähriges Arrangement mit der südamerikanischen F1-Strecke vereinbart.

Bei den Teilnehmern und Berichterstattern der Serie wird diese Nachricht eher verhaltene Begeisterung auslösen. Der Nürburgring hatte 2015 Sao Paolo als Veranstaltungsort abgelöst und seitdem mit 3 dank der deutschen Hersteller gut besuchten Veranstaltungen (am Renntag jeweils 15-20.000 Zuschauer) die Serienbetreiber und Teilnehmer überzeugen können. Ob die noch bezüglich der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in der Deckung befindlichen brasilianischen Hersteller und Teams die selbe Mobilisierung der heimischen Fans zustande bringen, darf bezweifelt werden. Die Hoffnungen des ACO beruhen da eher auf die brasilianischen Piloten Bruno Senna und Luis Fellipe Derani um die Tribünen halbwegs voll zu bekommen.

Ein anderer Fakt der als Begleiterscheinung am Nürburgring überhaupt nicht in Erscheinung tritt ist die Sicherheitslage an der Strecke. Interlagos liegt in einem dicht besiedelten Stadtteil der gelinde gesagt als Problemviertel tituliert werden könnte. Regelmässige nächtliche Schießereien und bewaffnete Überfälle machen die Befolgung strikter Sicherheitsmaßnahmen für Teammitglieder und Medienberichterstatter im Umfeld der Strecke erforderlich. Das die letzte Vorstellung der WEC auf dem Autodromo Jose Carlos Pace aufgrund von finanziellen Unregelmässigkeiten des damaligen privaten Veranstalters (Emerson Fittipaldi) jede Menge offener Rechnungen hinterliess, ist angesichts dessen eher eine bedauerliche Randnotiz, der man nun mit der Wahl eines neuen Promotors und der Unterstützung durch den brasilianischen Motorsportverband entgegnen will.

Ferraris Le Mans Besatzungen 2018

Ferrari hat die Besatzungen für die 3 Werkswagen bekannt gegeben die man bei der diesjährigen 86.Ausgabe des 24 Stunden Rennen von Le Mans zum Einsatz bringen will. Auf dem auch in der Supersaison der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zum Einsatz kommenden #51-Ferrari wird Daniel Serra an der Seite der amtierenden GTE-Weltmeister James Calado und Alessandro Pier Guidi zum Einsatz kommen. Der Brasilianer zeichnete just für die beiden Polepositions des Spirit of Race GTD-Ferraris bei den 24 Stunden von Daytona und den 12 Stunden Rennen von Sebring verantwortlich. Auf dem Schwesterfahrzeug mit der #71 werden die Stammpiloten Davide Rigon und Sam Bird wie im Vorjahr von Miguel Molina unterstützt.

Der zusätzlich eingesetzte dritte Ferrari mit der #52 wird mit dem zweifachen Le Mans Klassensieger Toni Vilander, Antonio Giovinazzi und dem Brasilianer Luis Felipe Derani bemannt. Der italienische Hersteller hatte im Vorfeld angekündigt das Kontingent der von AF Corse eingesetzten Ferrari F488GTE angesichts der 4-Wagen Einsätze von Ford und Porsche an der Sarthe auf 3 Autos aufzustocken.

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