Le Mans ( WEC )

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AsLMS plant australische Runde

Diethebend luftbild Asiatischen Le Mans Serie erweitert ihren Kalender für die kommende Saison um eine Runde in Australien. Das haben das Management der asiatischen Serie und der ACO gestern bekannt gegeben. Demnach wird eine Runde auf dem just eröffneten 7,7km langen und 35 Kurven umfassenden Kurs „The Bend“ in South Australia neu in den Kalender aufgenommen. Der spektakuläre Kurs wurde erst dieses Jahr eröffnet und soll in der Variante mit der maximalen Streckenlänge ein neues Highlight im Kalender der asiatischen Langstreckenserie markieren.

Die australischen Streckenbetreiber reklamieren für sich nun den weltweit zweitlängsten Kurs nach der Nürburgring Norschleife zu betreiben. Das stimmt insoweit als das die beiden noch längeren Strecken - die ebenfalls 7,7km lange „Thunderschleife“ am Thunderhill Racewaypark und der jetzt 9009m lange Circuito del Espagne – nicht für reguläre Rennveranstaltungen genutzt werden. Mit der Asiatischen Le Mans Serie hat man zumindest nun die erste internationale Topserie für eine Veranstaltung gewinnen können, nachdem schon erste nationale Rennen auf der 100km von Adelaide entfernt gelegenen Strecke stattgefunden haben.

Damit würde Australien nach einer Pause von ziemlich genau 20 Jahren wieder auf den Rennkalender des ACO zurückkehren. Am 31.Dezember 2000 hatte das „Race of a thousend Years“ auf dem Strassenkurs in Adelaide als reguläre Runde der amerikanischen ALMS stattgefunden. Ob die Runde Down under den Kalender der Asiatischen Le Mans Serie als 5.Runde erweitert oder ob dafür eines der bisher 4 Rennen über die Klinge springen muss wird in den kommenden Wochen vom Management der Serie bekannt gegeben werden.

Asiatische Le Mans Serie Thailand

Die aslmsstartburinam3.Runde der Asiatischen Le Mans Serie im thailändischen Burinam hat das United Autosports Duo Phil Hanson und Paul Di Resta gewonnen. Das schon bei der Runde in Fuji erfolgreiche Duo kam nach 158 Runden mit einer Runde Vorsprung auf den Algave Pro Racing Ligier von Andrea Pizzitola, Harrison Newey und Ate Dirk de Jong ins Ziel. Diese setzten sich wiederum mit nur 10s Vorsprung gegen das Panis-Barthez-Trio Lahaye/Lahaye/Hériau durch.

In der LMP3-Klasse war das Inter-Europol Competition Duo Jakub Smiechowski und Martin Hippe in Richtung eines weiteren Klassensieges unterwegs als die Rennleitung am Ligier des Duos ein loses Legality Panel monierte das ein LMP2 in der Startphase Smiechowski abgerempelt hatte. aslmsburinam siegerDamit musste man das United Autosports Trio Chris Buncombe, Garret Grist und Wayne Boyd zum Sieg ziehen lassen. Durch den zweiten Platz, vor den beiden Ecurie Ecosse/Nielsen Racing behielt das polnisch/Deutsche Duo zumindest die Tabellenführung in der Klasse.

In der GT-Klasse holte sich das Car Guy Ferrari-Trio James Calado, Takeshi Kimura und Kei Cozzolino den dritten Klassensieg im dritten Rennen. Selbst eine Kollision mit dem von der Pole gestarteten Algave Pro-Wagen und eine Durchfahrtsstrafe wegen eines Tracklimitsvergehens konnte die Crew nicht vom Sieg abhalten. Rang 2 ging an den #88 Tianshi racing Audi vor dem Spirit of Race Ferrari.

Die letzte Runde der Asiatischen Le Mans Serie findet am 24 Februar im malaiischen Sepang statt.

United Autosports plant WEC-Einstieg

United Autosports steigt in der kommenden Saison 2019/20 der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft mit einem Ligier JS P217 LMP2 ein. Die anglo-amerikanische Mannschaft wird dabei die beiden letztjährigen Europäischen Le Mans Serie-Piloten Filipe Albuquerque und Phil Hanson an den Start bringen, wobei ein dritter Pilot noch vor Beginn der Saison benannt werden soll. United Autosports tritt damit erstmals in der Top-ACO Serie an nachdem man zuletzt im ELMS-Paket bis zu 7 Prototypen pro Rennwochenende – 2 LMP2 und 2 LMP3 in der Europäischen Le Mans Serie und 3 LMP3 im Michelin Le Mans Cup - an den Start brachte.

2018 errangen Hanson und Albuquerque Rang 5 in der ELMS-Wertung der LMP2 mit 2 Siegen bei den Rennen in Spa und Portimao. Das seit 2016 in der Europäischen Le Mans Serie engagierte Team dürfte die Wettbewerbsfähigkeit von Ligier in der WM auf ein neues Level hieven, nachdem der französische Hersteller in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft heuer nur durch das fahrerisch allenfalls zweitrangig Larbre Competition Team gegen die Oreca-Mannschaften ohne Chance ist.

Dritte AsLMS-Runde in Thailand

19 Wagen burinamstartstehen auf der Nennliste der dritten Runde der Asiatischen Le Mans Serie im thailändischen Burinam. Der in Shanghai siegreiche Spirit of Race Ligier fehlt weil Pilot Alexander West aus familiären Gründen die Runde auslassen muss. Damit sind 6 LMP2, 8 LMP3 und 5 GTC/GT3-Fahrzeuge in Thailand am Start.

Der Startverzicht der Konkurrenten bedeutet für die in der Meisterschaft führende United Autosports-Mannschaft einen Vorteil. Damit könnte die britisch-amerikanische Crew in Thailand einen vorentscheidenden Erfolg in Richtung auf die Meisterschaft in der asiatischen Serie landen.

In der LMP3 versucht das Inter-Europol Competition -Duo Hippe/Smiechowski die Meisterschaftsfürung zu verteidigen und ebenfalls schon eine frühzeitige Entscheidung im Kampf um den Titel herbei zu führen. In der Klasse kehrt ferner noch die Niederländerin Stephanie Kox ans Steuer des R24-Ligier JS P3 LMP3 zurück.

Das Qualifying beginnt am Freitag um 10.35 Uhr und das Rennen am Samstag um 5.45 Uhr MEZ. Die Rennaction wird über den Facebook- und den Youtube-Kanal der Serie live übertragen.

2 Regeländerungen in Le Mans

FIA und ACO haben das sportliche Reglement des 24 Stunden Rennen von Le Mans noch einmal überarbeitet. Die wesentlichen Änderungen umfassen 2 Punkte: die Eignungskriterien von Piloten für den 24h Event und die Regularien für Boxenstopps unter Full Course Yellows, also den Gelbphasen.

Piloten die am Klassiker an der Sarthe teilnehmen wollen, müssen entweder Rennerfahrung in Le Mans aus einer der beiden letzten Ausgaben mitbringen, oder in einer der beiden letzten 2 Saisons der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft oder Europäischen Le Mans Serie oder Asiatischen Le Mans Serie oder IMSA-WeatherTech SportsCar Championship teilgenommen haben. Sie müssen Rennerfahrung (im Wettbewerb) in der von ihnen anvisierten Fahrzeugklasse aufweisen und im Rahmen des Testtages, sowie der Trainings am Donnerstag oder des Warmups mindestens jeweils 5 Runden im Fahrzeug auf dem Circuit de la Sarthe absolvieren.

Für die Prozedur unter FCY-Bedingungen gelten neue Regeln. So ist die Boxengasse unter gelb in Zukunft generell geschlossen, was den Fahrern durch eine entsprechende Tafel an der Einfahrt angezeigt wird. Wagen die dennoch wegen Reifenschäden oder mit leergefahrenem Tank hereinkommen müssen dürfen maximal 5s aufgetankt werden („splash & dash“) und lediglich den defekten Reifen austauschen lassen, wobei solch ein Notstop pro Gelbphase nur einmal erlaubt ist – was die Frage aufwirft wie diese Regel im Falle einer langen Gelbphase gehandhabt wird. Die Ausfahrt ist in solch einem Fall immer frei, allerdings ist das Team verpflichtet nach Ende der Gelbphase erneut herein zu kommen. Der Renndirektor kann beschädigten Wagen, die eine Gefahr für das Rennen darstellen, unabhängig von dieser Regel einen Reparaturstop in der Box unter Gelb verordnen.

FIA-Weltrat bestätigt WEC-Kalender

Anfang Dezember hat der FIA-Weltrat den Kalender der WEC-Saison 2019-2020 bestätigt – dieser liest sich wie folgt:

1 September 2019: 4h Silverstone (GB)
6 Oktober 2019: 6h Fuji (J)
10 November 2019: 4h Shanghai (RC)
14 Dezember 2019: 8h Bahrain (BAH)
1 Februar 2020: 6h São Paulo (BR)
März 2020: 1000 Meilen/8h Sebring (USA) (Genaues Datum noch nicht bestätigt)
2 Mai 2020: 6h Spa-Francorchamps (B)
13-14 Juni 2020: 24 Stunden Rennen von Le Mans (F)

Für die GTE-Am-Klasse wurde auch für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft das bereits bei der ELMS eingeführte Handikapsballastsystem genehmigt. Zudem wurde eine Anpassung des Punktesystems zur Berücksichtigung der kürzeren 4h-Rennen in Silverstone und Shanghai mithilfe eines entsprechenden Faktors angekündigt.

By Kolles plant Hypercar-Projekt

Gemäss eines Interviews unserer Kollegen von Endurance-Info.com arbeitet die ByKolles Racing -Mannschaft bereits an einem Projekt für das neue Hypercar-Reglement das ab 2020 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und in Le Mans eingeführt werden soll. Nach Aussagen des derzeitigen Teammanagers Manfredi Ravetto wird man zwar die laufende und kommende Saison weiter den Einsatz des ENSO-CLM P1/01 fortführen, ist aber gleichzeitig in den ersten Planungsstadien des Hyperar-projektes involviert.

"Wir wollen dabei sein und arbeiten bereits an diesem Thema. Wir wissen, dass das Projekt viele finanzielle Ressourcen erfordert. Wenn das mediale Interesse da ist, und man die Meisterschaft richtig aufbaut, dann kann diese Meisterschaft stärker werden als F1. Das ACO und die FIA arbeiten in die richtige Richtung. Wir spüren die Bereitschaft aller, dies zu tun."

Neben Kolles hat auch die Scuderia Glickenhaus bereits Pläne für ein privates Hypercar-Projekt aufgestellt. Werksseitig arbeiten Toyota und Aston Martin an Projekten für die Kategorie. Daneben hat seit dieser Woche auch Ferrari Arbeiten an einem entsprechenden Projekt bestätigt, das allerdings wohl eher ab der zweiten Hypercarsaison, die Mitte 2021 beginnt, realisiert werden würde.

Laut Ravetto ist man in Gesprächen mit Nissan um die Motorisierung und das Hybridsystem der neuen Konstruktion frühzeitig fixieren zu können. Das neue Reglement würde für ByKolles Racing eine erhebliche Kostenersparnis bringen, die trotz eines Übergangsjahres 2020/21, in dem noch die alten LMP1 erlaubt wären, einen Wechsel auf die neuen Konstruktionen forcieren würden.

Weather Tech Ferrari wieder in Le Mans

Mit weathertechferrari63Keating Motorsports und JDC-Miller hatten im Laufe der vergangenen Saison der IMSA-WeatherTech SportsCar Championship 2 Mannschaften über die Truman Award-Wertung für Privatfahrer einen Auto-Entry für Le Mans gewonnen. Allerdings hat die IMSA nun nach Gesprächen mit JDC-Miller-Pilot Mikhaeil Goikhberg den Auto-Entry von JDC Miller Motorsports auf das Ferrari-Team von Weather Tech Racing übertragen.

Augenscheinlich hatte die amerikanische LMP2-Mannschaft nun der IMSA mitgeteilt, das man vorhätte den erfolgreich eingefahrenen Auto-Entry das zweite Mal in Folge nicht in Anspruch zu nehmen. Daher hat der amerikanische Verband diesen nun der in der Wertung nächst plazierten Mannschaft weitergereicht. Dadurch rutscht die in der IMSA -Serie unter der Nennung von Scuderia Corse USA antretende Weather Tech Mannschaft erneut in das Feld des nächstjährigen 24 Stunden Rennens von Le Mans.

Schon bei der diesjährigen 86.ten Ausgabe des Klassiker war die Mannschaft durch einen von JMW-Motorsport eingesetzten Ferrari präsent. Zuvor hatte man 2017 den Einsatz durch eine Kooperation von Scuderia Corse mit Kessel Racing bestritten.

Porsche bekommt neuen Motorsportchef

walliserPorsche fritzenzingerbekommt einen neuen Leiter des Motorsportprogramms: der bisher verantwortliche Dr. Frank-Steffen Walliser (links) übernimmt mit dem Jahreswechsel die Funktion als Leiter der Baureihen 911 und 718 vom in den Ruhestand verabschiedeten August Achleitner der seit 2 Jahrzehnten für diese Aufgabe zuständig war. Im Gegenzug wird Walliser die Funktion als Leiter Motorsport und GT-Straßenfahrzeuge am 1. Januar 2019 an Fritz Enzinger (Bild rechts) abgeben, der in der kommenden Saison neben dem GT-Sport auch das Formel E-Projekt betreut. Bislang war Enzinger mit der Leitung des LMP1-Projekts und seit Februar 2018 zusätzlich der des Konzern-Motorsports betraut.

Algarve Pro siegt beim 2.AsLMS-Lauf in Fuji

Dasaslms fuji start Algarve Pro Racing Duo Andrea Pizzitola und Harrison Newey hat den zweiten Lauf der Asiatischen Le Mans Serie für sich entscheiden können Das Ligier JS P2 LMP2-Judd Duo siegte beim bei frostigen Temperaturen im japanischen Fuji ausgetragenen Lauf nach 4 Stunden und 140 absolvierten Runden mit einem Vorsprung von 16s auf den United Autosports Ligier-Nissan von Philip Hanson und Paul Di Resta. Die beiden Ligier-Crews hatten sich an der Spitze des Feldes ein Duell um die Führung geliefert, das erst 30 Minuten vor dem Rennende im Rahmen einer Saftycarphase zugunsten der Meistermannschaft der Saison 2016/17 entschieden wurde. 2 Runden hinter den beiden setzte sich der ebenfalls von einem Nissan-Aggregat befeuerte ARC Bratislava-Ligier des Trios Miro Konopka, Darrian Burke und Ling Kang gegen den Panis-Barthez-Ligier im Kampf um den letzten Podiumsplatz durch.

In aslms fuji winner algarve proder LMP3 gab es ein ähnliches Duell zwischen dem Inter-Europol Competition Ligier JS P3 LMP3 von Kuba Smiechowski und Martin Hippe und dem United Autosports Ligier von Matthew Bell, Christian England und Kay van Berlo. Zwar führte das von Rang 5 gestartete polnisch-deutsche Duo über lange Zeit an der Spitze der Klasse, doch am Ende gelangte nach der besagten SC-Phase kurz vor Schluss der United Autosports Wagen in Führung, der sich über das halbe Rennen ein Duell um die Spitze mit dem Inter-Europol -Team geliefert hatte. Rang 3 in der LMP3-Klasse belegte am Ende der #79 Ecurie Ecosse/Nielsen-Ligier von Anthony Wells und Colin Noble, der sich im teaminternen Duell gegen die Teamkameraden Olsen/Adcock durchsetzte.

In der GTC-Klasse siegte erneut der japanische Car Guy Ferrari des Trios Calado/Cozzolino/Kimura vor dem Spirit of Race Ferrari des Trios Pier Guidi/Negri Jr./Piovanetti und dem chinesischen #66 Tianshi Racing Audi R8 LMS GT3 des Trios Wiser/Wei/Qi die knapp mit 5s Vorsprung vor ihren Teamkollegen die Ziellinie kreuzen konnten.

20 Teams - 7 LMP2, 8 LMP3 und 5 GTC – hatten den zweiten Lauf der Serie bestritten. Das nächste Rennen findet am 12. Januar 2019 in Burinam, Thailand, statt.

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