Le Mans ( WEC )

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BoP: mehr Dampf für Aston

Im Vorfeld der 6h von Silverstone haben Aston Martin und Ferrari für ihre GTE-Boliden BoP-Zugeständnisse bekommen. Obwohl diese auf der Auto-BoP basierenden Änderungen erst nach 2 Läufen (ausser Le Mans!) geplant waren, will man Aston Martin angesichts des eklatanten Leistungsdefizits beim Rennen in Spa-Francorchamps scheinbar nun im Vorfeld beim Heimrennen unter die Arme greifen.

Die neuen Aston Martin Vantage GTE in der GTE-Pro bekommen über den ganzen Drehzahlbereich einen höheren Ladedruck zugestanden und zusätzlich 5l Sprit pro Stint um die zu erwartende Mehrleistung befeuern zu können. Ferrari hat zwar auch etwas mehr Ladedruckerhöhung zugestanden bekommen, dieser fällt aber marginaler aus als bei den Briten. Die Konkurrenten von Porsche, Ford und BMW und die GTE-Am-Wagen bleiben von den Leistungsdaten her unverändert.

Änderungen zur WEC in Silverstone

Am kommenden Wochenende startet die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft im britischen Silverstone. Mit einem Feld von 34 Wagen geht man in das erste Rennen nach den 24h von Le Mans. Im Fahrerfeld haben sich dabei einige Umbesetzungen gegenüber dem Langstreckenklassiker in Frankreich ergeben:

In der LMP1-Klasse tritt die ByKolles Racing Mannschaft nicht nur mit einer überarbeiteten Aerodynamik an. Neben Stammfahrer Oliver Webb startet zudem der österreichische Pilot René Binder auf dem ENSO CLM P1 der deutschen Mannschaft. Ein dritter Pilot steht noch nicht fest. SMP Racing setzt hingegen auf dem #17 BR1 auf das Duo Sarrazin/Orudzhev, die ohne Matevos Isaakyan starten. Jenson Button absolviert auf dem Schwesterfahrzeug sein Heimdebüt im LMP1.

In der LMP2 ersetzt auf dem Racing Team Nederland Dallara der junge Nyck de Vries plangemäss Jan Lammers, der in Le Mans sein vorerst letztes WEC-Rennen absolviert hat Toyota-Pilot Anthony Davidson startet anstelle von Nathanael Berthon auf dem roten Dragonspeed-Oreca. Larbre Competition setzt auf dem Ligier den Japaner Yoshiharu Mori anstelle des Franzosen Thomas Dagenaud ein.

Bei den GTE-Pro gehen wieder durchweg Pilotenduos statt Trios wie an der Sarthe an den Start. Im MTEK-BMW mit der #82 startet Augusto Farfus nun an der Seite von Antonio Felix Da Costa. Er ersetzt damit Stammfahrer Tom Blomqvist. In der GTE-Am setzt Proton Competition nun auf das erfolgreiche italienische ELMS-Trio Roda/Roda/Cairoli auf der #88, womit Gianluca Roda Khaled AlQubaisi ersetzt. Ferner startet Jonathan Adam auf dem TF Sport Aston Martin Vantage GTE anstelle von Euan Alers-Hankey.

Die Trackaction beginnt in Silverstone am Freitag, wobei das Rennen am kommenden Sonntag über die Bühne geht. Der gewohnt detaillierte Rennbericht auf GT-Eins wird wieder von einem Team vor Ort zeitnah erstellt.

GTE-Pläne bei Lamborghini gestoppt

Laut einer Meldung unserer Kollegen von Sportscar 365 hat Lamborghini die Pläne für ein GTE-Engagement weitestgehend gestoppt. Dies erfuhren unsere Kollegen von offizieller Stelle von Lamborghini Motorsport Boss Giorgio Sanna. Demnach führte Sanna die sich derzeit rapide ändernde Regelements-Landschaft mit den LMP-Hypercars und den geplanten Änderungen bei der FIA als Grund an, ein eigenes GTE-Programm, für das bereits seit 2 Jahren vorbereitende Studien entworfen wurden, nun zu verwerfen.

Nach den Worten Sannas will sich Lamborghini demnach weiter auf den Lamborghini Huracán GT3 und den Lamborghini Huracán Supertropheo als Kundensportmodell konzentrieren. Eine Erweiterung des Programms hin zu einer höheren Klasse wolle man die nächsten 3 Jahre – also bis Ende 2021 – nicht ins Auge fassen.

Ginetta lässt Silverstone-Runde aus

Das Manor GP Team wird nicht mit seinen beiden Ginetta LMP1 bei der nächsten Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft in Silverstone antreten. Das hat Hersteller Ginetta in den letzten Tagen bekannt gegeben. Der Grund ist ein überraschend bekannt gegebener Motorenwechsel, den das Team just vollzogen hat.

Demnach hat man nach nur 2 Meetings die lange verkündete Partnerschaft mit Mecachrome aufgekündigt und sich entschieden statt dem 3.4-liter V6 des französischen Tuners einen AER P60B Twin-turbo V6 zu verwenden. Allerdings schreiben die Regeln der FIA vor das ein neuer Motor 30 Tagen vor dem ersten Renneinsatz homologiert werden muss – und diese Frist verpasste man just bezüglich des Silverstone-Einsatzes .

Nach dem Absprung des vorgesehenen chinesischen Hauptsponsors kurz vor dem Supersaison-Auftakt in Spa-Francorchamps geriet das gesamte Ginetta Projekt von Manor GP in eine erhebliche finanzielle Schieflage. Vermutlich liegen darin auch die tieferen Gründe für den Motorenwechsel verborgen. Zwar hat Ginetta ein wenig nonchalant ein Leistungsdefizit beim Einsatz in Le Mans als Hauptgrund für den Wechsel angeführt (worauf Mecachrome gleich ein gegenteiliges Dementi veröffentlichte), aber das gesamte Programm litt schon von Anfang an unter einem Bugetmangel und darauf hin unter einem Testrückstand. Wahrscheinlich bekommt man nun die AER-Motoren, die auch das SMP Racing-Team in seinen BR1-LMP1 einsetzt, zu günstigeren Konditionen.

Damit schrumpft das LMP1-Feld für den WEC-Lauf in Silverstone auf nur noch 8 Wagen.

Inter Europol zieht nach Asien

DieInter Europol Competition Monza 1 1 deutsch-polnische Inter-Europol Competition Mannschaft plant ein Engagement in der Asiatischen Le Mans Serie 2018/19. Das hat das Team im Verlauf der Woche mitgeteilt, demnach wird die Mannschaft mit den beiden Ligier JS P3 LMP3 3 Wochen nach dem Finale der VdeV-Serie in Estoril am ersten Lauf der Asiatischen ACO-Serie in Shanghai teil nehmen. Mit den beiden Europäischen Le Mans Serie-Piloten Kuba Smiechowski und Martin Hippe steht die Besatzung des ersten Wagens bereits fest. Für die Besaetzung des zweiten Cockpits hat das Team bereits mehrere Kandidaten im Gespräch. Die in Hameln stationierte Truppe wäre das erste deutsche LMP-Team das eine Teilnahme in der Serie absolviert.

Glickenhaus macht LMP1-Pläne offiziell

Diescg007lmp1 Scuderia Cameron Glickenhaus hat offiziell bekundet einen LMP1 nach dem neuen von ACO aufgestellten Hypercar Reglement für 2020 aufzulegen. Der SCG 007 LMP1 soll als Werksprojekt der vom Nürburgring her bekannten Firma des amerikanischen Milliadärs James Glickenhaus als eines der ersten Konstruktionen neben den ebenfalls geplanten Wagen von Toyota und Aston Martin antreten. Technische Details des Wagens wurden noch nicht bekannt. Zur Finanzierung des Programms plant man daneben die Auflage einer limitierten Serie eines Strassenmodells des Wagens. Einzige Vorbedingung des Programms ist laut James Glickenhaus das das angekündigte Kostenlimit des ACO für die neue Top-Klasse von 20 Mio/€ pro Einsatzfahrzeug eingehalten wird.

Die Scuderia Glickenhaus hatte in den vergangenen Monaten einige ambitionierte Pläne veröffentlich, die unter anderem die Konstruktion von geeigneten Modellen für die GT3, GT4, GTE und diverse Strassenmodelle umfassten. Der als Basismodell für den LMP1 geplante SCG 007 wäre nun ein weiteres Projekt das die Firma, die in nächster Zukunft mit der Serienproduktion von Strassenmodellen beginnen möchte. Insofern wird man abwarten müssen welches der vielen angekündigten Projekte am Ende die höchste Priorität bekommt.

Leistungsschub für die privaten LMP1

Gut einen Monat nach dem 24 Stunden Rennen von Le Mans 2018 hat der ACO endlich auf den Performance-Nachteil der Nicht-Hybrid-LMP1 reagiert. Die Toyota Konkurrenten von Rebellion Racing , SMP Racing Dragonspeed, ByKolles Racing und Manor GP bekommen für den Rest der Superseason eine umfangreiche Leistungssteigerung zugestanden. Damit sollen die Privatteams in ihren Bemühungen unterstützt werden, mit den beiden Werkswagen von Toyota um die Podiumplätze kämpfen zu können.

Als signifikanteste Massname hat der ACO das im Reglement verankerte Performace-Plus der Hybridautos von nominell 0,25% gestrichen. Dieses sollte in der Theorie 0,5s Rundenzeit in Le Mans bzw. über das Rennen hochgerechnet knapp über eine Runde Vorsprung ausmachen. Tatsächlich fiel der Vorteil der Toyotas in der Qualifikation mit 4,1s (2%) im Rennen mit 2,7s (1,25%) und 12 Runden Vorsprung viel grösser als vom ACO vorausberechnet aus. Zusätzlich bekommen die Privaten Teams eine von 108 auf 115kg/h gesteigerte Spritmenge und eine beschleunigte Tankzeit zugestanden. Damit müssen die Piloten nicht mehr so genau auf den Spritverbrauch achten, was nach Aussage speziell der Rebellion-Piloten eine Jagd auf die Toyotas bislang unmöglich gemacht hat. Die mit Gibson-Saugmotoren ausgestatteten Wagen von Rebellion Racing und Dragonspeed dürfen zusätzlich 15kg ausladen.

Nach Aussage des ACO kamen die Neuerungen nach der Analyse der Daten aus Le Mans zustande, die das offensichtliche Performancedefizit der neuen Privatierswagen gegenüber der vorher berechneten Werten untermauerten. Man darf nun gespannt darauf sein wie sich die neuen Leistungswerte auf den Abstand zwischen den Toyotas und den Privatiers bei der nächsten FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Runde, den 6h von Silverstone in einem Monat, auswirken werden.

United Autosports mit 4 Autos in der AsLMS

United Autosports mlmc united3222hat bereits jetzt ein Engagement in der kommenden Asiatischen Le Mans Serie 2018/2019 bestätigt. Das britisch-amerikanische Team will dort mit 4 Wagen – 2 von Onroak gemieteten älteren Ligier JS P2 LMP2 (der P217 ist derzeit noch nicht in der Asiatischen Le Mans Serie zugelassen) und 2 Ligier JS P3 LMP3 - antreten. Die Mannschaft von McLaren-Mitbesitzer Zak Brown ist bereits mit mehreren Fahrzeugen in der Europäischen Le Mans Serie und im Michelin Le Mans Cup engagiert. Piloten für das Engagement stehen derzeit noch nicht fest sollen aber in den nächsten Wochen fixiert werden. Die Saison der Asiatischen Le Mans Serie beginnt in diesem Jahr am 24.November im chinesischen Shanghai.

Corvette plant erste WEC-Gastspiele

Die GM-Werksmannschaft Corvette Racing plant Berichten unserer Kollegen von Sportscar 365 zu Folge den Einsatz einer C7.R GTE bei den 6h von Shanghai am 18.November. Der Einsatz wäre allerdings nicht der der erste in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft abseits Le Mans für die amerikanische Werksmannschaft. Schon 2014 trat man bei der WEC-Runde in Austin an, wobei dort mit Rang 6 in der GTE-Pro das Ergebnis hinter den Erwartungen zurück blieb.

Geplant ist demnach ein Auto mit einer noch zu bestimmenden Besatzung in der GTE-Pro Klasse auf der chinesischen Strecke bei der 5.Runde der WEC-Supersaison einzusetzen. Anders als sonst soll dieses Auto nicht im klassischen Corvette-gelb antreten sondern eine silber-schwarz-rote Lackierung bekommen.

Für Corvette macht der Einsatz in China aus marketingtechnischen Gründen Sinn, da China mittlerweile der zweitgrösste Markt für Chevrolet ist. Wie unsere Kollegen allerdings enthüllten gab es wohl auch mehr oder weniger sanften Druck vonm ACO bzw. der FIA die der Werksmannschaft schon seit längerem eine Teilnahme an der ein oder anderen WM-Runde nahegelegt hatten um die Hersteler-Schlacht dort aufzupeppen. Mit den Amerikanern würden nun 6 Hersteller – Porsche, Ferrari, Aston Martin , BMW, Ford und Corvette - am Start stehen. Angeblich soll ein ähnliches Engagement auch bei den 1000 Meilen von Sebring, der nordamerikanischen Runde der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Supersaison im kommenden März, geplant sein.

TDS protestiert gegen Le Mans Disqualifikation

TDS Racing und G-Drive haben gegen den Wertungsausschluss bei den 24 Stunden Rennen von Le Mans Protest eingelegt, der dem G-Drive-Team den Klassensieg gekostet hat. Laut Aussage des französischen Teams will man sich vor dem internationalen FIA-Gericht erklären und dem Gericht seinen Standpunkt darlegen. Nach Ansicht des Teams hat man sich an die Regularien bezüglich der Modifikation der Tankanlage gehalten, und ist daher enttäuscht von der Entscheidung der Rennkomissare.

Laut unseren Kollegen von Sportscar 365 steht man bei TDS Racing auf dem Standpunkt das eine Modifikation der Tankanlage im entsprechenden Dokument nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird. Die Kommissare der FIA und des ACO berufen sich hingegen auf den Passus das die Anlage nur in der beschriebenen Form betrieben werden darf. Durch die Disqualifikation verlor die Mannschaft um Roman Rusinov ihren ersten Le Mans Sieg, nachdem die Truppe schon 2013 ihren Podiumsplatz (P3) nach dem Rennen verloren hatte.

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