DMSB gibt Strafen für VLN4 bekannt

Die Wigescreenshot vln4Sportkomissare des DMSB haben am vergangenen Freitag eine Entscheidung bezüglich der Vorkommnisse beim letzten VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf , der 49. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, gefällt. Aus dem unübersichtlichen Pulk der gegen Rennmitte unter gelber Flagge auf der Döttinger Höhe hinter einem Schleppverband unterwegs war wurden 4 Fahrzeuge wegen Überholens unter Gelb mit einer 35s Ersatzstrafe belegt.

Im einzelnen sind dies der am Ende siegreiche Frikadelli Racing Team-Porsche von Lance David Arnold und Norbert Siedler, der Manheller Racing SP8 BMW von Florian Quante und Bernd Kleeschulte, der SP8-Raceing-Audi R8 von Rahel Frey und Bernhard Henzel und der #960 Teichmann Racing Cayman von Fabio Grosse, Daniel Bohr und Hendrick von Dannwitz. Lediglich bei den letzteren beiden ändern sich durch die Zeitstrafen die Positionen von P23 bzw P21 auf P24 und P23.

Die Sportkommissare folgten dem Grundprinzip das die Regelstrafe für ein „Überholen unter Gelb“ im Rennen eine Stop-and-Go-Strafe ist wobei es keine Rolle spielt, wie viele Fahrzeuge überholt werden. Die Auswirkungen auf das Ergebnis seien irrelevant. Damit bleibt der Sieg für die Frikadelli-Mannschaft bestehen, da der Vorsprung am Ende über 90s betrug.

Mit dem Urteil zog sich der Deutsche Motorsport Bund am pragmatischsten aus der Affäre, da das Vergehen wie bereits erläutert auf eine Reglementslücke bezüglich unterschiedlicher vorgegebener Geschwindigkeiten nach der Aufhebung einer CODE 60 Zone entstanden war. Der reglementsgebende Verband täte nach diesem Präzedenzfall gut daran diese Lücke schnell zu präzisieren um in Zukunft derartige umfangreiche Untersuchungen und die damit verbundenen Diskussionen bei einem Wiederholungsfall zu vermeiden und die Autorität der Streckenposten beim Zeigen einer gelben Flagge nicht unnötig zu untergraben. Insgesmt mussten in den Wochen nach dem Rennen 30 verschiedene Fahrzeuge und zahlreiche Onboard-Aufnahmen untersucht werden.