Vierter Manthey-Sieg bei VLN7

Der 7.VLN Langstreckenmeisterschafts-Lauf, das 57.te Reinoldus-Rennen (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) ist mit dem vierten Sieg der Manthey Racing Mannschaft zu Ende gegangen. Über die verkürzte Distanz von 21 Runden wurden die beiden Manthey-Piloten Kevin Estre und Michael Christensen auf dem Porsche 991 GT3 R der Meuspather Mannschaft mit einem Vorsprung von 84s auf den zweitplazierten Haribo Racing Team Mercedes AMG GT von Lance David Arnold, Mario Farnbacher und Daniel Juncadella als Sieger gewertet. Den taktischen Vorsprung hatte sich die Manthey-Mannschaft über einen sehr kurzen 2.Stint erarbeitet, der wiederum einen verkürzten Boxenstop zum regulären Rennende ermöglicht hätte. Den dritten Rang auf dem Podium nahm der Walkenhorst Motorsport BMW M6-GT3 von Michele Di Martino, Christian Krognes und Mathias Henkola ein.

Das Rennen war in der 23. Runde nach einer Unfallserie auf der Nordschleife mit der roten Flagge abgebrochen worden. Eine Ölspur – gelegt vom altehrwürdigen Kissling-Opel Manta – wurde zuerst dem SPX-Manthey Entwicklungs-Porsche (die Meuspather Truppe war mit dem aktuellen 991 Cup Gen2 zwecks Entwicklung eines Nordschleifenfahrwerks für die CUP2 angetreten) zum Verhängnis, der nach der Kollision mit einem Cayman am Schwalbenschwanz nur noch Schrottwert hatte. Dann verkeilten sich in der Fuchsröhre mehrere Fahrzeuge ineinander, darunter mehrere Klassenkollegen der Manta-Truppe aus der ohnehin schon an Teilnehmermangel leidenden Gruppe H. Der Rennleitung blieb angesichts der blockierten Strecke und dem Mangel an noch verfügbaren Intervention-Cars nur die Option des Rennabbruchs. Zum Glück wurden keine Personenschäden verzeichnet.

Hinter dem Podiumstrio belegte der wieder einmal schnelle Renault RS 01 der dkr-Racing Mannschaft den vierten Platz. Ein Reifenschaden kurz vor dem ersten Boxenstopp hatte dieser Mannschaft rückblickend den ersten Podiumsplatz gekostet. Der Renault duellierte sich zu Rennbeginn herzhaft mit dem neuen Nissan GT-R Nismo GT3, der mit der schnellsten Rennrunde im Rennen glänzte. Der japanischen Entwicklungsmannschaft von Nissan, die die Rennpremiere des Wagens bei VLN7 als Werkseinsatz absolvierte, kostete ein Schaltungsdefekt in der dritten Rennstunde einen potentiellen Top-10-Platz. Statt des am Ende auf Rang 25 gewerteten Nissan plazierte sich der dieses Mal von Romain Dumas und Martin Ragginger pilotierte Falken-Porsche auf Gesamtrang 5. Hinter dem zweiten Walkenhorst M6 von Tresson/Walkenhorst kam der dieses Mal von Kai Riemer, Stefan Schmickler und Kenneth Heyer bewegte Landgraf Motorsport Mercedes AMG GT auf Rang 7 ins Ziel. Die Top-10 komplettierten der Schubert Motorsport BMW M6-GT3, der #62 GetSpeed Performance Porsche 911 GT America der SP7-Klassensieger Frank Kräling, Marc Gindorf und Christopher Brück , sowie der ebenfalls von GetSpeed Performance genannte CUP2-Klassensieger von VLN-Meister Alexander Mies , Tim Scheerbarth und Steve Jans.

Der SPX-Entwicklungs M6-GT3 mit Solo-Pilot Markus Paltalla von Schnitzer Motorsport vergab eine bessere Position nach einem langen Boxenstop zu Rennbeginn. Nicht im Rennen glänzen konnten hingegen der Wochenspiegel Team Monschau Ferrari, der schon nach der Einführungsrunde nach einem umfangreichen Elektrikdefekt abgestellt werden musste, und der auf P7 qualifizierte Black Falcon Mercedes AMG GT der nach einem Unfall im Qualifying zurückgezogen werden musste.