13. 25h von Thunderhill 2014 - 58 Teams am Start

Amthunderhillstart.jpg kommenden Wochenende steigt die 13.te Ausgabe des längsten Langstreckenrennens Nordamerikas. Die 25h Thunderhill werden gemäss der Nennliste mit einem Feld von 58 Teilnehmern über die Bühne gehen. Das antretende Fahrzeugkontingent ist dabei bunt gemischt und dürfte manchem angesichts des manchmal monierten GT3-Einheitsbreis bei den meisten Endurance-Events herzerfrischend anders vorkommen.

Getreu den Clubsportwurzeln des Events geht vom Mazda MX5, dessen Teams ein Viertel des Feldes stellen, über diverse BMW-Tourenwagenteams – die ein weiteres Viertel stellen - über weitere Tourenwagen und GT-Teams bis hin zu Prototypenmannschaften die mit CN´s und Radicals an den Start gehen, ein buntes Fahrzeugportfolio auf die Reise. Die oftmals bei den heutigen Langstreckenrennen dominierenden GT3-Wagen sucht man beim vom nordamerikanischen Rennverband NASA (National Autosport Association) ausgerichteten Event (noch) vergebens. Lediglich GT-Wagen mit GT4-Performancelevel – wie je ein Lotus Exige, ein Nissan 370Z, ein Ford Mustang ein Chevy-Camaro, ein Factory 5 GTM , ein Superlite SLC , ein Seat Leon Supercopa und ein Porsche GT3 Cup des Teams von Anthony Ward, auf dem auch der aus der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und der VLN Langstreckenmeisterschaft bekannte Privatier Pierre Ehret an den Start geht, bliden so etwas wie eine GT-Top-Klasse, die aber einen deutlichen Serienbezug hat. Selbst die sonst so zahlreichen Cup-Porsches sind beim Event, der mittlerweile so etwas wie eine Traditionsveranstaltung im amerikanischen Club-Rennkalender ist, mit einer Ausnahme völlig abwesend.

25hrs_thunderhill_larry_chen.jpgAngesichts eines Prototypenfeldes von 8 Autos (2 Wolf GB08 , 3 Radical SR3, 3 Norma M20 F und eines Eagle DR) wird die seriennahe GT-Fraktion ihre Mühen haben wie in den letzten 2 Jahren den Sieg beim Langstreckenrennen deutlich für sich zu entscheiden. Im letzten Jahr holte der Rotek Racing Audi TT-RS der Mannschaft um Robb Holland, Rob Huff, Kevin Gleason und Jeff Altenburg den Sieg beim Klassiker an der Westküste. Während die Siegermannschaft aus dem Vorjahr heuer nicht am Start ist, sind die Sieger der 10.Ausgabe zumindest als Team wieder mit dabei: 2012 holte die Porsche Mannschaft von Pierre Ehret, Christian Bollrath, Memo Gidley, Tyler McQuarrie und Teamchef Anthony Ward den Sieg beim traditionell unter frostigen Temperaturen ausgetragenen Rennen. Am kommenden Wochenende sind Anthony Ward ,Tom Haacker, Spencer Trenery, Tommy Sadler und Pierre Ehret als Besatzung des Award Motorsport/Ehret-Whinery-Porsches  genannt. Das einzige Porsche Team im Feld wird vor Ort von Memo Gidley als Berater unterstützt, der nach seinem schweren Unfall bei den 24h von Daytona und einer langen und schmerzhaften Rehaphase auf dem Weg der Besserung ist und einem Comeback zumindest in Thunderhill für 2015 entgegen fiebert.

Ist das Rennen schon in der lokalen Clubsportszene an der Westküste eine feste Grösse, so hat der Thunderhill Racewaypark seit Mitte diesen Jahres das Potential den Event in der Zukunft zu einem richtig grossen Erlebnis werden zu lassen. Zwar fahren die Teilnehmer bei den 25h noch die altbekannte 3 Meilen (genauer 4828m) lange klassische Variante des Kurses, doch wurde Mitte dieses Jahres eine Streckenerweiterung vollendet die dem Kurs in der nordkalifornischen Prairie ein deutlich anderes Gesicht gibt.  thunderhill-track.jpg

Mit einer 2 Meilen langen Zusatzvariante wurde ein Kurs geschaffen der nun mit einer Streckenlänge von 4,8Meilen/7,7km der längste amerikanische Rundkurs ist.Das oben beigefügte Video erläutert eindrucksvoll, warum die Strecke bei einigen lokalen Enthusiasten schon als „Thunderschleife“ tituliert wird. Sollte der Ausbau der neuen Variante mit adequaten Sicherheitseinrichtungen vollendet werden, dann ergäbe sich durchaus das Potential das Traditionsrennen der 25h in den kommenden Jahren auch auf dem neuen, deutlich anspruchsvolleren Kurs durchzuführen.