Callaway vor Start eines US-Kundenprogramms

Es cadillaccts vwar eine Nachricht auf die man bei Callaway Competition lange gewartet hat: Chevrolet wird das Cadillac GT3-Programm nach 3 Jahren in der Pirelli World Challenge Ende diesen Jahres endgültig einstellen. Das reine Werksprogramm – nur 2 Wagen waren über die Jahre im Einsatz und werden auch in Zukunft nicht an Kunden verkauft werden – hatte für den amerikanischen Tuner und seine deutsche Rennabteilung eine verheerende Bremswirkung. Callaway musste sich zur Genehmigung der Entwicklung und Homologation der neuen Corvette C7 GT3-R verpflichten unter keinen Umständen in Nordamerika im Renneinsatz anzutreten. Die angesichts der Beschränkung auf die Pirelli World Challenge widersinnige Klausel bremste über Jahre hinaus den Aufbau eines Corvette-Kundenprogramms in den USA aus – selbst in Serien wie der Weather Tech-USCC-Serie, den diversen Clubsport-Events in den USA und auch in Kanada und Mexico dürfte keine Corvette verkauft werden, und das obwohl dort der grösste Markt für die Marke besteht.

Dies ist nun Geschichte. Seit Chevrolet nun offiziell das Ende des Einsatzes bekannt gegeben hat arbeitet man bei Callaway Competition in Weingarten und auf amerikanischer Seite mit Vollgas daran die Verpflichtung der ersten 2 Kundenteams für die kommende Saison unter Dach und Fach zu bringen. Anders als im ADAC GT-Masters will man in Nordamerika keinen „Werks“-Einsatz stemmen sondern lieber interessierte Kundenteams unterstützen. Boss Reeves Callaway höchstselbst hat unseren englischsprachigen Kollegen bestätigt, das man am liebsten 2 Top-Teams in den beiden Top-Serien, der Pirelli World Challenge und der Weather Tech-USCC-Serie mit je einem Auto ausrüsten möchte. Derzeit existieren von der C7 GT3-R 4 Chassis, von denen 3 bislang im ADAC GT-Masters eingesetzt worden sind. Ein brandneues Chassis wäre wohl für die USA bestimmt, wo die IMSA angekündigt hat den Wagen gleich nach der Zusage des ersten Kunden für eine erste BoP-Einstufung auf den Leistungsprüfstand und in den Windkanal zu packen. Ab 2019 wäre dann der Weg zu mehr Kundenautos offen.

Callaway Competition konkurriert RWT C7 2017mit seinen Autos gegen Grossserienhersteller wie Audi, Porsche, Lamborghini und Mercedes, die jeweils schon eine dreistellige Anzahl an Autos im GT3-Bereich verkauft haben. Dagegen nimmt sich Callaway Competition mit seinen gerade mal 4 gebauten Chassis des C7 GT3-R (von der Z06 GT3 wurden immerhin 15 Autos gefertigt) noch wie eine Bastlergarage aus. Das man aber sein Handwerk mehr als ordentlich beherrscht, zeigt der Fahrer- und Team-Meistertitel im ADAC GT-Masters den Jules Gounon mit Callaway Competition in diesem Jahr gegen die mehrheitlich deutsche Hersteller-Konkurrenz im Masters einfahren konnte. Es ist der engagierten Truppe um Teamchef Ernst Wöhr, Giovanni Ciccone und Reeves Callaway zu wünschen das dieser Erfolgsschwung sich nun auch in den USA in einen nennenswerten Renn- und Verkaufserfolg ummünzen lässt.