25h Thunderhill 2015

thunderhillstart2015.jpgAnfangs dieses Monats gingen am 5.-6. Dezember die 14.ten 25h von Thunderhill auf dem amerikanischen Thunderhill Raceway über die Bühne. Wir schulden euch noch das Ergebnis dieses Langstreckenrennens, bevor wir die Rennsaison 2015 endgültig hinter uns schliessen können.

Der Sieg bei der 14.ten über 25h ausgetragenen Ausgabe beim Langstreckenevent in den Bergen Nordkaliforniens ging an den Audi R8 LMS ultra der Flying Lizzard Motorsport-Mannschaft. Die Piloten Johannes van Oberbeek, Guy Cosmo, Tomonobu Fujii und Darren Law gewannen das von mehreren Regenschauern und zahlreichen Zwischenfällen geprägte Rennen nach 690 absolvierten Runden mit 35 Runden Vorsprung auf den Superlite SLC des Quick Racing Products Quartetts Darrel Anderson, Chris Durbin, Kurt Rezzetano und Michael Skeen. Dritter wurde mit 59 Runden Rückstand auf die Sieger der Factory Five GTM der Prototype Development Group mit den Piloten Mike Holland, Ken Kurtz, David Brown und Beau Borders.

Die IMSA-erfahrene Audi Mannschaft, die mit dem Reifenhersteller Toyo auch den Hauptsponsor des diesjährigen Events vertrat, übernahm nach 145 Runden die Führung und war danach eine Klasse für sich. Die Vorjahressieger aus der Davisson Racing Mannschaft, thunderhillwinner.jpgdie mit ihrem Norma-BMW als einzige halbwegs das Tempo an der Spitze mitgehen konnten, mussten nach etwa einem Drittel des Rennens ihren Wagen mit einem elektrischen Defekt abstellen. Nicht besser erwischte des das einzige LMP3-Team, den Ryno Racing Ginetta-Juno, der nach einem Unfall in der 163.ten Runde schon zuvor die Segel hatte streichen müssen. Da auch der Davison Racing Eagle zu den Ausfällen gezählt wurde, war die Audi Mannschaft zur Rennhälfte ohne verbliebene Konkurrenz unterwegs und musste lediglich auf den Verkehr auf der mit 57 Wagen wieder mal gut gefüllten Strecke achten.

Am Rande des Renngeschehens sorgte die in diesem Jahr anscheinend überforderte Rennleitung für einige denkwürdige Entscheidungen. So wurde das Polesetter Team, der One Motorsports Radical SR3 auf dem IMSA-Pilot Sean Rayhall für die Polezeit verantwortlich zeichnete, nach einem vergleichsweise harmlosen Zwischenfall – ein Pressluftschlauch hatte sich während eines Boxenstopps gelöst und einen Zuschauer so erschreckt, dass dieser sich den Fuss verstauchte – thunderhillnight.jpggleich umgehend vom Rennen ausgeschlossen. Kollisionen zwischen langsamen und schnelleren Autos wurden pauschal den schnelleren Teams unterstellt, was unter anderem dafür sorgte, dass der Award Racing Porsche – immerhin das Gesamtsieger-Team von 2012 – nach 3 Abschüssen und folgenden Stop&Go-Strafen entnervt vom Team um Anthony Ward und Wagenbesitzer Pierre Ehret zurück gezogen wurde.

Einige der betroffenen Teams kündigten in der Folge an, ihre Teilnahmeabsichten für das kommende Jahr auf den Prüfstand stellen zu wollen. Daher wird wahrscheinlich auch im kommenden Jahr keine grosse Schwemme an professionellen Mannschaften über den heuer zum 14. Male über die Distanz von 25h ausgetragenen Event hereinbrechen.