STT 2018 Auftakt beim BHH

Mit R2HH EinfrundeGesamtsiegen für Ford GT-Pilot Jürgen Alzen und Jürgen Bender in seiner Chevrolet Corvette Z06.R GT3 startete die Spezial Tourenwagen Trophy im Rahmen der Bosch Hockenheim Historic in die neue Saison. Während Alzen am Samstag Bender bezwang, landete am Sonntag Mario Hirsch mit seinem Mercedes AMG GT auf dem zweiten Rang. Die Division 2 ging zweimal an Eric van den Munckhof im BMW Z4.

Nach dem Qualifying klagte Jürgen Alzen noch über seine Reifen. stt alzen hh r1Für das erste Rennen wenige Stunden später schien das Team dann die richtige Mischung gefunden zu haben. Von der zweiten Startposition aus setzte sich Alzen gleich an die Spitze und gab diese auch unter Druck nicht mehr ab. Jürgen Bender blieb zwar das komplette Rennen über dran, kam aber nie richtig in Schlagdistanz. Am Ende trennte die beiden GT-Boliden etwas über 2s. Souveräner Gesamtdritter wurde im ersten Heat Ulrich Becker, der den Speed der beiden Vorderen jedoch nicht mitgehen konnte. Da Michael Bäder im BMW M3 V8 Kompressor und Mario Hirschs Mercedes AMG GT zunächst hinter Henk Thuis im Pumax RT festhingen, verloren beide den Anschluss. Somit konnte Becker mit beruhigendem Abstand über den Zielstrich schießen.

Nicht nur Becker dürfte der enge Dreikampf Freude bereiten haben, auch die zahlreichen Zuschauer waren aus dem Häuschen. Mit hauchdünnem Abstand fegten die drei Sportwagen um den Kurs. In Runde sieben waren sowohl Bäder als auch Hirsch vorbei. Doch der Mercedes-Pilot konnte sich die Position von Bäder nicht mehr zurückholen, der sich somit mit dem vierten Rang noch den zweiten Platz vor Hirsch bei den Klasse 1 Fahrzeugen holte. Henk Thuis kam zwar nicht mehr mit, freute sich aber über den Sieg in der Sonderklasse vor Jörg Lorenz (Porsche dp 935) und Johannes Kreuer (Donkervoort D8R).

Bender stt Bender hh r2revanchierte sich für P2 am Sonntag. Fast könnte man sagen, Jürgen Bender fuhr an diesem Tag in einer eigenen Liga. Der Meister von 2016 war bärenstark unterwegs und ließ der Konkurrenz diesmal keine Chance. Erst gegen Ende, als Bender den Speed reduzierte, kam Mario Hirsch wieder etwas näher. Mit 3,839 s Vorsprung brachte der Corvette-Pilot den Erfolg jedoch sicher über die restliche Zeit: „Wir haben beim ersten Rennen etwas ausprobiert, was nicht so ganz geklappt hat. Heute griffen wir auf unser Altbewährtes zurück und das hat funktioniert. Am Anfang kam ich gleich sehr gut weg, musste aber zwei Runden kämpfen. Dann konnte ich mich etwas absetzen und die Führung ausbauen und ins Ziel bringen.“ Im zweiten Rennen hieß es diesmal Mario Hirsch gegen Jürgen Alzen. Am Vortag hatte der Mercedes-Pilot noch Pech, als ihm ein verlorenes Teil des vor ihm fahrenden Pumaxs die Bremsbelüftung lahmlegte. Was ohne das Handicap möglich gewesen wäre, zeigte der Bayer am Sonntag. Mit dem Mercedes AMG GT von Race-Art.eu setzte sich Hirsch sogleich an die zweite Position, spürte aber den Atem von Jürgen Alzen im Nacken. Keine einfache Situation, wie Hirsch zugab. Den Nordschleifenspezialisten hatte der Zweitplatzierte dennoch gut im Griff. Auch der Drittplatzierte Alzen zeigte sich mit seiner Leistung im Grunde zufrieden. Mit seinem zweiten Klassensieg brachte sich der Betzdorfer in eine gute Ausgangsposition auf den ersten Metern des Meisterschaftskampfes. 

In R2Thuis Beckerden einzelnen Klassen gab es gleich mehrere Doppelsieger. Henk Thuis sicherte sich zum zweiten Mal die Spezialklasse vor Jörg Lorenz (Porsche dp 935) und Johannes Kreuer (Donkervoort D8R). Als zweimaliger Gesamtachter sah Jorma Vanhanen (Porsche 997 GT3 WRS) das schwarz-weiß karierte Tuch. Der Finne hat die Klassenkonkurrenz um Klaus Horn (Porsche 997 GT3 Cup) und Tjarco Jilesen (Porsche 991 GT3 Cup) gut im Griff. In der 2T siegte am Sonntag Jochen Ayasse (Audi RS4), nachdem am Vortag die Antriebswelle noch ihren Dienst quittiert hatte.