24h Fuji 2019
Schon vor 4 Wochen fanden im fernen Japan die 24h von Fuji statt. Ein Event den wir an dieser Stelle noch einmal kurz beleuchten sollten.
Das aktuell einzigste 24h-Rennen in Japan war im vergangenen Jahr im Rahmen der japanischen Super-Taiku-Serie – einer Art „japanischer VLN“ - eingeführt worden. Die Serie hatte von 1994 -2008 bereits ein Rennen dieses Formats im japanischen Tokachi durchgeführt, das allerdings seit 2009 wegen der Weltwirtschaftskrise und der Schliessung der Strecke aus dem Kalender verschwand. Nach jahrelangen Bemühungen gab es im vergangenen Jahr erstmals wieder einen 24h Event, der dieses Mal auf der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Strecke in Fuji abgehalten wurde. Dort war es allerdings nicht der erste Lauf in diesem Format : Bereits 1967 und 1968 hatte es derartige Rennen gegeben, womit man in diesem Jahr die 4. Ausgabe der 24h von Fuji bestritt.
In diesem Jahr siegten nach 801 Runden die Vorjahressieger, der AIM GTNET Nissan GT-R Nismo GT3 von Teruhiko Hamano, Kazuki Hoshino, Kiyoto Fujinami und Kazuki Hiramine. Mit dem MP Racing Nissan GT-R Nismo GT3 und dem Tairoku Racing Nissan GT-R Nismo GT3 gab es am Ende einen Nissan-Dreifachsieg zu bejubeln, wobei sich das älteste Chassis (Baujahr 2015) im Kampf um den Sieg durchsetzte. Neben lediglich 4 GT3 - ferner startete noch ein Audi R8 LMS GT3 im Rennen - bildeten Fahrzeuge aus der GT4, TCR und diverser japanischer Tourenwagenklassen das 48 Wagen starke Feld des fernöstlichen 24h-Rennens.
Das Rennen in diesem Jahr wurde mit lediglich einer Ausnahme (2 Briten und Teambesitzer Paul Ip aus Hong Kong auf dem KCMG Honda-TCR) lediglich von japanischen Piloten bestritten. Somit dürfte man noch einen langen Weg vor sich haben, bis der Event das Prestige eines internationalen Events bekommen könnte. Potential dafür ist angesichts der traditionsreichen Strecke und des international anerkannten Rennformats sicherlich vorhanden.