AvD 100 Meilen Dijon - Sieg für Pegasus / Langer ist GT-Meister

100mdijongrid.jpgIm französischen Dijon-Prenois feierten Sandro Bickel und Julien Schell im Pegasus Racing Ligier bei den AvD 100 Meilen einen eng umkämpften Sieg. Zweiter wurde Mauro Barisone auf seinem Lucchini-Nissan vor dem Team Breitenmoser / Breitenmoser auf dem PRC-Turbo. Bei den GT- und Tourenwagen siegte Porsche-Pilot Thomas Langer vor dem Audi-Duo Cvetkovic / Mies und dem Porsche von Weidt / Haggenmüller. Damit steht der Heilbronner Porsche-Pilot schon vor dem Finale in Monza als neuer Champion bei den GT- und Tourenwagen fest.

Für Sandro Bickel war es in diesem Jahr bereits der zweite Einsatz auf dem Circuit Dijon-Prenois. Bereits Anfang Juli hatte der junge Österreicher dort ein 3h-Rennen bestritten und den Klassensieg für das französische Pegasus Racing-Team eingefahren. Für die AvD 100 Meilen bekam er mit Julien Schell zudem einen starken Partner an die Seite gestellt. Das sollte sich auszahlen, denn nach 58 Runden sah das Duo mit über 21s Vorsprung das schwarz-weiß karierte Tuch. "Pegasus Racing ist ein sehr gutes Team und der Ligier JS53 zudem sehr schnell. Mit Julien Schell hatte ich einen starken zweiten Fahrer, der genau weiß, was er tut. Das war insgesamt ein super Ergebnis", so Sandro Bickel. 

100mdijonpegasus.jpgZwar konnte Mauro Barisone gleich in der ersten Runde den von der Pole gestarteten Ligier-Honda von der Spitze verdrängen. Doch nach 36 Umläufen setzten sich Bickel / Schell erneut an die Spitze des Feldes. Als Mauro Barisone in der 41. Runden einen zusätzlichen Stopp einlegen musste, war der Sieg endgültig in der Tasche der österreichisch-französischen Fahrerpaarung. Hinter Barisone überquerten Turi und Jacques Breitenmoser mit einer Runde Rückstand als Gesamtdritte die Ziellinie. Während der Boxenstopp-Phase konnte sich das Vater-Sohn-Gespann kurzzeitig an die Spitze setzen. Am Ende raubte jedoch eine 18-minütige Zeitstrafe wegen eines zu kurzen Boxenstopps jegliche Sieghoffnungen. Dennoch ist bei den beiden Schweizern ein Aufwärtstrend erkennbar, der mit der schnellsten Runde des Rennens zusätzlich untermauert wurde.

Der zweite Platz in der Division 1 bedeutet aber auch, dass Turi Breitenmoser immer noch eine Mini-Chance auf den Meistertitel wahren konnte. Hier brachte sich vor dem Finale in Monza „Tommy Tulpe“ in die beste Ausgangslage. Gemeinsam mit Jay Boyd war der neue Tabellenleader im PRC WPR60-BMW auf den fünften Gesamtrang und Platz 3 in der Division 1 vor Henry Uhlig im Norma-BMW gefahren. Davor platzierten sich noch die PRC-Honda-Piloten Walter Steding und Norbert Groer, die damit in der Division 2 den zweiten Platz belegten. Somit konnte sich auch Dr. Norbert Groer in Schlagdistanz bringen. Ebenfalls Titelchancen haben Robert Schönau und Hans-Christoph Behler, die mit ihrem Radical SR3 als Dritte der Division 2 vor Eizenhammer / Schönau (PRC-Honda) gewertet wurden.

100mdijonlanger.jpgWährend es bei den Sportwagen weiter spannend bleibt, ist die Entscheidung bei den GT- und Tourenwagen bereits vor dem Finale gefallen. Thomas Langer setzte sich erneut durch und konnte mit dem GT-Sieg und P6 Gesamt den Titel perfekt machen. Zunächst hatte sich Profipilot Christopher Mies mit dem Audi R8 LMS GT3 des Prosperia UHC Speed-Teams in Führung gesetzt und dabei für 4 Runden sogar die Gesamtführung übernommen. Nach dem Fahrerwechsel schmolz der Vorsprung jedoch zusammen und Langer konnte an Slobodan Cvetkovic, der den Audi übernommen hatte, in Runde 44 vorbeiziehen. Der dritte Rang ging an Suzanne Weidt und Dietmar Haggenmüller im Porsche 996 GT3 Cup.

Bei den Sports 2000 Fahrzeugen waren Christensen / Ringström im Swift DB2 nicht zu schlagen. Mit vier Runden Vorsprung wurden die beiden Dänen vor Kovacic / Weil (Tiga SC83) als Sieger abgewinkt. Dritter wurde Friedhelm Stolzer (Swift DB2) vor Schmeyer / Hug im Lola T492.

In Monza steht vom 21.-23. September nun das Saisonfinale vor der Tür. Auf der traditionsreichen Strecke wird die Entscheidung um den Sieger bei den Sportwagen fallen.