Porsches 991 GTE evo debütiert in Bahrein

Porsche porschebahrein.jpgbringt in Bahrein die 2014´er Spezifikation seines GTE-Boliden erstmals an den Start. Das frühe Debüt war notwendig geworden, weil die technischen Spezifikationen der GTE für das kommende Jahr ab Saisonende für 2014 von der FIA und dem ACO eingefroren werden. Weiterentwicklungen dürfen also nur an den Start gebracht werden, wenn sie 2013 mindestens ein Rennen absolviert haben. Dem trägt Porsche nun Rechnung.

Rein optisch kommt der neue 991 GTE evo mit einer aerodynamisch optimierten Frontschürze und einem 8cm breiteren Heckflügel daher, was das Auto etwas bulliger wirken lässt. Unter der Haube ist ein optimierter Überrollkäfig installiert, wegen dem die Aufhängungen für Vorder- und Hinterachse angepasst werden mussten. Der Tank im Bug ist mit einem niedrigeren Schwerpunkt als beim Vorgänger ausgelegt und die Hinterachse ist mit breiteren Felgen ausgestattet.

Die beiden in Bahrein verwendeten Autos sind nagelneue Chassis. Obwohl das Porsche AG Team Manthey in der Wüste noch die beiden alten Autos als Backups dabei hat, kommen diese nicht zum Einsatz – es wird vermutet, dass diese Chassis 2014 in der Tudor-USCR-Serie ihr Dasein beim dort geplanten Porsche-Semi-Werkseinsatz von Core Autosport fristen werden.

Bei den ersten gestrigen Trainings konnte Richard Lietz zumindest schon einmal mit einer Bestzeit in der Klasse glänzen. Allerdings muss das Team von Olaf Manthey nun in Punkto Reifenverschleiss erneut Basisarbeit bei der Setup-Erstellung leisten. Von daher wird beim Finale, bei dem Lieb / Lietz mit 15 Punkten Rückstand auf das Meisterschaftsführende Aston-Duo Mücke / Turner noch mathematische Chancen auf den Titel besitzen, mehr Augenmerk auf die kommende Saison als auf einen Meisterschafts-Kampf um jeden Preis liegen.

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