Audis Planungen für 2010 (bis dato ...)
Nach dem Blick auf Porsche lohnt sich heute ein zusammenfassende Übersicht bezüglich der Werkssport-Pläne von Audi. Allerdings sind bei den Ingolstädter ebenfalls noch nicht alle Fakten zum Engagement 2010 fixiert.
Fest steht, dass man im elften Jahr in Folge an der Sarthe präsent sein wird. Der R15 wird derzeit einer Evolutionsstufe (R15+) unterzogen, um die Aerodynamik den aktuellen Erfordernissen anzupassen und die in der letzten Saison strittigen Teile aus dem Frontbereich zu eliminieren. Nachdem der Einsatz von drei Wagen mit einer noch zu benennenden Besatzung (sowohl Tom Kristensen als auch Timo Bernhard und Romain Dumas gehören zum Kreis der in Erwägung gezogenen Kollegen) nun fix ist, hat Audi nebenbei auch schon wie gemeldet den Einsatz im Rahmen des neuen vom ACO geplanten Intercontinental Cups fixiert. Einzig eines der beiden zusätzlichen Rennen, das zur Teilnahme am Cup obligatorisch ist, wurde noch nicht bestimmt. Unsere Kollegen von Endurance-Info.com tippen, dass Audi neben den bereits bestätigten Einsatz bei den 1000km von Spa, wo alle drei Autos antreten sollen, entweder die 8h von Paul Ricard (die Mistralgerade auf der Strecke kommt im internationalen Vergleich der Hunaundieres in Le Mans am Nähesten) oder einen zusätzlichen Lauf im Rahmen der Asiatischen Le Mans Serie absolvieren werden.
Was zum ersten Mal seit zehn Jahren ausgelassen wird, sind dagegen die 12h von Sebring. Wie Audi-Sportchef Dr. Ullrich mittlerweile in verschiedenen Quellen kund tat, reicht den Ingolstädtern die Zeit für die Konstruktion und endgültige Homologation der neuen Teile nicht, um dann mit einem hinreichen ausgetesteten Wagen nach Florida zu fahren. Entscheidender dürfte aber sein, dass Gegner Peugeot schon mit einem Protest gedroht hat, sollte Audi in Sebring mit einem Übergangschassis auftauchen. Nach dem Petit Le Mans hatte man auf dem HTTT bereits eine weitere Runde Vergleichstest zwischen dem R15 und dem R10 ausgefahren. Nun sollen dies Tests in das neue Chassis einfliessen, mit dem man die Kinderkrankheiten des 2009 aufgrund des Rennverzichts von Audi in ALMS und Le Mans Serie nicht hinreichend ausgetesteten neuen radikalen Konstruktion beheben möchte.