Peugeots LMH-Technik vorgestellt
Peugeot hat erste technische Details seines für 2022 geplanten Hypercars für die LMH-Klasse der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft veröffentlicht. Der noch ohne Bezeichnung versehene Wagen wird auf Seiten des Verbrennungsantriebs von einem 2,6l Biturbo-V6 Motor befeuert der 670 PS Leistung an die Hinterräder bringen und ein Gewicht des Motorblocks von 165kg aufweisen soll. An der Frontachse wird der Wagen durch einen 200kW Elektromotor unterstützt der von einer unter dem Tank untergebrachten 900V Batterie gespeist wird.
Das Hybrid-Vehikel weist ferner ein 7-Ganggetriebe für die Hinterachse auf, das durch Schaltwippen am Lenkrad angesteuert wird. Die Batterie wird von Peugeot´s Entwicklungspartner Total-SAFT geliefert. Ein Starter-Generator ist dabei zentraler Bestandteil des Energierückgewinnungssystems das sowohl die Batterie lädt als auch die Vorderräder im Bereich unterhalb von 120-160 kmh (je nach Streckenzustand; trocken-nass) antreibt.
Die Wahl auf einen Bi-Turbo fiel nach Aussagen von Peugeot wegen des damit verbundenen niedrigeren Schwerpunktes der sich so realisieren liesse. Ein grosses Augenmerk wird bei der Entwicklung des Wagens auf die von Peugeot zu entwickelnde Motorsteuerungssoftware gelegt. Denn diese darf dem Reglement zur Folge zu keinem Zeitpunkt Leistungswerte von mehr als 500kW zulassen, egal ob das Hybridsystem aktiviert ist oder nicht. Somit muss die Leistung des Verbrennungsmotors auf 300kW abgeregelt werden wenn das Elektro-System seinen vollen Output abgibt – und wieder auf 500kW gesteigert werden wenn das System den Betrieb einstellt.
Peugeot erwartet erste Tests mit dem neuen Wagen zu Beginn der 2021´er Saison ausführen zu können. Zumindest bei der Vorstellung der technik ist Peugeot schon mal im Vorteil gegenüber Toyota , die gleichwohl die Testphase ihres LMH-Wagens schon vor einigen Wochen eingeleitet haben.