Toyota gewinnt Regenchaos-Lauf in Shanghai

Die 6h von Shanghai, (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) der fünfte Lauf der FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Supersaison, ist am Sonntag mit einem erneuten Doppelsieg von Toyota zu Ende gegangen. Der #7 TS050 Hybrid von Mike Conway, Kamui Kobayashi und José Maria Lopez siegte beim unter widrigen Wetterbedingungen abgehaltenen Lauf mit 1,4s Vorsprung vor dem in der WM immer noch führenden #8 Wagen von Fernando Alonso, Sebastian Buemi und Kazuki Nakajima. Damit fuhr die in der WM-Wertung zurückliegende Crew der #7 nach Fuji ihren zweiten Laufsieg in Folge ein. Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich der SMP Racing BR1-AER von Jenson Button, Mikhail Aleshin und Vitaly Petrov.

Allerdings war der Sieg dieses mal harte Arbeit für die Werks-Hybrid-Crew der Japaner. Ausdauernde Regenfälle und jede Menge Zwischenfälle zu Rennbeginn wegen der unzureichenden Drainage auf dem chinesischen F1-Kurs sorgten dafür, das das Rennen 2 mal für insgesamt 80 Minuten mit der roten Flagge unterbrochen werden musste. Als das Rennen dann endlich in Schwung kam, sorgten zahlreiche Safetycarphasen und Zwischenfälle weiter für einen turbulenten Rennverlauf. Das führte dazu, das zur Rennmitte kurioserweise 3 GTE-Pro – der #92 Porsche von Kevin Estre, der #97 Aston Martin von Maxime Martin und Sam Birds #71 AF Corse Ferrari - das Rennen anführten.

Doch aus einem weiteren möglichen Gesamtsieg für Porsche wurde leider nichts! Als sich die Wetterverhältnisse in der vierten Rennstunde endlich ein wenig besserten, übernahmen die beiden Toyota das Zepter auf der Strecke. Zwar war die Konkurrenz der BR01-bzw R13-Mannschaften dank erneuter Leistungszuwächse deutlich näher dran an den japanischen Werkswagen, jedoch bleib die private Konkurrenz durch den turbulenten Rennverlauf auch nicht unbeschadet. Am Ende konnte mit dem SMP-BR1 von Jenson Button und Co einer der bisherigen Pechvögel der Saison vom Trubel auf der Strecke profitieren.

Als aston95winnnershanghaiGesamt-Siebter kam der GTE-Pro-Sieger, der Aston Martin Vantage GTE von Nicki Thiim und Marco Soerensen vor den beiden Werks-Porsche ins Ziel. Die Aston-Martin-Werksmannschaft holte sich damit den ersten Sieg für die Neukonstruktion in der WM, während Porsche die Tabellenführung ausbaute.

In der LMP2-Klasse dominierte der #38 Jackie Chan Racing Oreca von Aubry/Richelmi/Pin-Tung, weil das Team als eines der wenigen auf der kalten Strecke auf Intermediates setzte. Den Teams von Dragonspeed und Signatech-Alpine blieb auf den restlichen Podiumsplätzen das Nachsehen.

Die GTE-Am-Klasse wurde trotz des Leistungszuwachs für die Ferrari wieder zu einer reinen Porsche-Angelegenheit. Die just aller WM-Punkte beraubte Dempsey-Proton Mannschaft (wir berichteten) holte sich mit Rang 1 und 3 einen Ausgleichs-Erfolg. Den Doppelsieg verhagelte der Truppe Jörg Bergmeister im Project 1 -Porsche in der letzten Runde, indem er sich Platz 2 eroberte und damit die WM-Führung der deutschen Mannschaft weiter ausbaute.