Leistungsschub für die privaten LMP1
Gut einen Monat nach dem 24 Stunden Rennen von Le Mans 2018 hat der ACO endlich auf den Performance-Nachteil der Nicht-Hybrid-LMP1 reagiert. Die Toyota Konkurrenten von Rebellion Racing , SMP Racing Dragonspeed, ByKolles Racing und Manor GP bekommen für den Rest der Superseason eine umfangreiche Leistungssteigerung zugestanden. Damit sollen die Privatteams in ihren Bemühungen unterstützt werden, mit den beiden Werkswagen von Toyota um die Podiumplätze kämpfen zu können.
Als signifikanteste Massname hat der ACO das im Reglement verankerte Performace-Plus der Hybridautos von nominell 0,25% gestrichen. Dieses sollte in der Theorie 0,5s Rundenzeit in Le Mans bzw. über das Rennen hochgerechnet knapp über eine Runde Vorsprung ausmachen. Tatsächlich fiel der Vorteil der Toyotas in der Qualifikation mit 4,1s (2%) im Rennen mit 2,7s (1,25%) und 12 Runden Vorsprung viel grösser als vom ACO vorausberechnet aus. Zusätzlich bekommen die Privaten Teams eine von 108 auf 115kg/h gesteigerte Spritmenge und eine beschleunigte Tankzeit zugestanden. Damit müssen die Piloten nicht mehr so genau auf den Spritverbrauch achten, was nach Aussage speziell der Rebellion-Piloten eine Jagd auf die Toyotas bislang unmöglich gemacht hat. Die mit Gibson-Saugmotoren ausgestatteten Wagen von Rebellion Racing und Dragonspeed dürfen zusätzlich 15kg ausladen.
Nach Aussage des ACO kamen die Neuerungen nach der Analyse der Daten aus Le Mans zustande, die das offensichtliche Performancedefizit der neuen Privatierswagen gegenüber der vorher berechneten Werten untermauerten. Man darf nun gespannt darauf sein wie sich die neuen Leistungswerte auf den Abstand zwischen den Toyotas und den Privatiers bei der nächsten FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Runde, den 6h von Silverstone in einem Monat, auswirken werden.