Le Mans-Vorschau 2018 - LMP2

20 LMP2 Team starten in diesem Jahr bei den 24h von Le Mans. 9 Oreca, 8 Ligier und 3 Dallara-Teams stehen auf der Nennliste. Zudem gibt es auch einen (eingeschränkten) Reifenkrieg zwischen Dunlop und Michelin in dieser Klasse, wobei die Franzosen mit 5 ausgestatteten Teams gegen 15 Dunlop bereifte Wagen antreten.

Die Oreca-Teams hatten nach dem Testtag immer noch einen leichten Vorteil auf dem Circuit de la Sarthe zu verbuchen, wobei der Abstand dank der vom ACO genehmigten Updates an den Konkurrenzchassis etwas geringer ausfällt. Dennoch fehlten beim Testtag des ACO den besten Ligier-Teams etwa 2s und den besten Dallara-teams circa 2,7s auf die Bestzeit des Dragonspeed-Orecas mit einer 3:27,228. Daher dürfte auch in diesem jahr mit einem Oreca-Sieg in der klasse zu rechnen sein – ob das beste Team in der Klasse es dabei auch wie schon im Vorjahr auf das Gesamtpodium schafft (2 LMP2-Mannschaften flankierten den siegreichen Porsche 919 Hybrid nach einem denkwürdigen Rennen im vergangenen Juni) scheint angesichts der mittlerweise bewiesenen Zuverlässigkeit der Chassis zumindest nicht ganz unmöglich zu sein.

Die 9 Oreca-Mannschaften sind die im letzten Jahr haarscharf am Gesamtsieg vorbeigefahrene Jackie Chan DC Racing-Mannschaft mit 2 Autos, G-Drive-Racing, deren beide Autos von 2 verschiedenen Teams (TDS Racing und Graff Racing) betreut werden, TDS Racing mit einem eigenen Wagen, Dragonspeed, die mit ex-F1-Profi Pastor Maldonado einen mehr als schnellen Piloten an Bord haben, die Renault-unterstützte Signatech-Alpine-Mannschaft, die man nie vorschnell aus dem Kampf um einen Klassensieg abschreiben sollte, IDEC-Sport und Graff Racing. Unter diesen Teams setzen Dragonspeed und IDEC-Sport auf Michelin-Reifen – und beide Teams erzielten beim Testtag die Bestzeiten in der Klasse.

Ligiers Einsatzteams sind United Autosports mit 2 Autos, die unter anderem Paul di Resta und Juan-Pablo Montoya im Team haben, 2 weitere Autos von Jackie Chan DC-Racing, die ihre zusätzlichen Entries aus der Asiatischen Le Mans Serie in 2 Ligiers umformierten und somit die Möglichkeit eines direkten Vergleichs zwischen den beiden französischen Herstellern in diesem Jahr haben, Panis-Barthez Competition, Algarve Pro Racing, Eurasia Motorsport, die sich entschieden haben den Entry von Tracy Krohn an den Start zu bringen und Larbre Competition, die wie auch Panis-Barthez auf eine Michelin-Bereifung setzen.

3 Dallara-Teams stehen am Start: Im Racing Team Nederland-Dallara – dem einzigen der Wagen auf Michelins - absolviert Jan Lammers in diesem Jahr seinen 24. Le Mans Auftritt bevor er seinen Fahrerplatz danach an den jüngeren Nyck de Vries abgibt. Ein Le Mans Abschied soll es für den 61-jährigen Ex-Sieger des Klassiker allerdings noch nicht sein. SMP Racing hat den ELMS-Dallara mit einem neuen Pilotentrio (Shaitar/Newey/Nato) ausstatten müssen, da die beiden Stammpiloten im LMP1 antreten. Die italienische Scuderia Villorba Corse komplettiert das Le Mans Feld.

Nicht in diesem Jahr mit dabei, sind die ursprünglich noch auf der Reserveliste stehenden Teams von KCMG, High Class Racing, Racing Engineering und Brian Alder mit dem einzigen auf der Liste stehenden Riley. Noch im Vorfeld hatten ARC Bratislava und IDEC Sport ihre auf der Reserveliste stehenden Wagen (im Falle der Franzosen wäre es das zweite Auto gewesen) kurz nach der Bekanntgabe der Liste zurück gezogen.