36 LMP&GTE für die Supersaison 2018/19

Der ACO hat heute auf seiner Saisonstarts-Pressekonferenz das Feld der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft vorgestellt. 36 Wagen – 10 LMP1, 7 LMP2, 10 GTE-Pro und 9 GTE-Am werden an der Superseason der Weltmeisterschaft, die erstmals und wahrscheinlich einmalig 2 Ausgaben der 24hLM im Kalender vorsieht teilnehmen. Das Feld enthält trotz vieler bekannter Details einige Überraschungen.

In der LMP1 bleibt es bei den 6 bekanten Teams von Toyota Gazoo Racing, ByKolles Racing, SMP Racing, Manor GP GP, Dragonspeed und Rebellion Racing. Sowohl SMP, Toyota ,ts050 2018 Rebellion Racing als letztes bekannt gegebenes Team als auch überraschenderweise Manor GP bingen dabei je 2 Chassis an den Start. Von der britischen Ginetta-Mannschaft, die dank ihres Sponsors unter chinesischer Nennung startet, war bislang nur ein Wagen bestätigt worden. Alle 10 Wagen sind selbstredend für die beiden 24 Stunden Rennen von Le Mans im Kalender gemeldet.

Interessant ist ein reglementatorisches Detail – da es keine Herstellerwertung mehr sondern nur noch eine Teamwertung in der LMP1 gibt hat man nach Wegen gesucht die 2-Wagenteams gegenüber den 1-Wagen Mannschaften gleich zu stellen. Als Konsequenz wird pro Team nur der bestplatzierte Wagen gewertet. Damit werden alle Mannschaften ungeachtet ihres finanziellen Aufwands in der Meisterschaft gleichgestellt. Zudem wird Le Mans statt mit doppelter Punktezahl nur noch mit dem Punktefaktor 1,5 bewertet. Für das 100 Meilen-Rennen in Sebring gilt der Faktor 1,25.

7 Wagen 5 Oreca 07, 1 Ligier und ein Dallara treten 2018/19 in der LMP2-Klasse an die von 11 Autos 2017 aum 4 Wagen - alles Umsteiger in die LMP1 – schrumpft. TDS Racing Signatech-Alpine, Dragonspeed und Jackie Chan DC Racing (mit 2 wagen) sind die Einsatzmannschaften für oreca. Der einzelne Ligier ist von Larbre Competition genannt worden, die damit in die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft zurück kehren.. Das Racing Team Nederland zeichnet für den Einsatz des ersten Dallara in der Meisterschaft verantwortlich.

In Le Mans werden zusätzliche 13 LMP2 in diesem Jahr zum Feld hinzustossen. 2 zusätzliche Jackie Chan Orecas lassen das Kontingent der im letzten Jahr sensationell zweitplazierten Mannschaft auf 4 Wagen ansteigen. Zudem kommen 2 United Autosports-Ligiers, 2 G-Drive-Orecas, und je ein Wagen von Panis-Barthez Competition, Algave Pro Racing, SMP Racing , Graff Racing, Eurasia Motorsport, Villorba Corse und IDEC Sport hinzu.

In der GTE-Pro werden 10 Wagen erwartet. Sowohl das neu eingestiegene BMW Team MTek als auch Ford, Ferrari, Porsche und Aston-Martin bringen 2 der aktuellen Autos an den Start. Sowohl der neue Vantage von Aston Martin als auch der BMW M8 sind dabei neue Variablen im Kampf um die Meisterschaft. Für Le Mans wächst dieses Werkswagen-Kontingent um einen zusätzlichen AF Corse-Ferrari, und je 2 Porsche, Ford und Corvettes auf 17 Werks-GTE an.

Die GTE-Am wächst auf eine Feldstärke von 9 Wagen an und ist damit erstmals wieder nicht die kleinste Klasse – dieses Prädikat gebührt 2018/19 in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft der LMP2. Mit 3 Ferraris der Teams Spirit of Race, Clearwater Racing und MR Racing (alle eingesetzt von AF Corse ) 4 Porsche GTE von Dempsey-Proton, der deutschen Project 1 Mannschaft und Gulf Racing sowie den beiden Aston Martin Vantage GTE von TF Sport und der Aston-Martin-Racing-Truppe um Paul Dalla Lana sind 3 Hersteller in der Meisterschaft vertreten. Für Le Mans 2018 kommen die ELMS-Mannschaften Ebimotors, Proton Competition, JMW-Motorsport und die amerikanische Keating Motorsports Mannschaft mit einem von Risi Competitione eingesetzten Ferrari hinzu, so das 2018 13 GTE-Am an der Sarthe um das Klassenpodium kämpfen werden.

36 Wagen für die FIA Langstrecken Weltmeisterschaft und 60 Autos - 30 Prototypen und 30 GTE - für Le Mans. 2018 hält der ACO das Level in seinem Top-Championat aufrecht. Insbesonders die WEC-Läufe, von denen es in der Superseason nur 4 abseits Le mans in 2018 geben wird, werden vom um 10 Autos angewachsenen Feld profitieren.