Alonso wird Toyota-Stammpilot

Toyota hat am gestrigen Tag die Besatzungen für die FIA Langstrecken Weltmeisterschafts-Superseason bekannt gegeben. Dabei ist auch das Engagement von F1-Pilot Fernando Alsonso bestätigt worden. Der spanische F1-Weltmeister von 2005 und 2006 ist dabei überraschenderweise als Stammpilot berufen worden und wird somit an allen Events teilnehmen die nicht mit seinem parallelen F1-Engagement bei Mc Laren kollidieren. Das war die Grundvoraussetzung für die Freigabe die McLaren dem langjährigen Stammpiloten für sein Zweitengagement bei den LMP1 erteilte. Die betreffenden Events sind nach derzeitigem Stand der Dinge 2018 der Prolog in Le Castellet und das Rennen in Fuji.

Alonso tritt zusammen mit Sebastian Buemi und Kazuki Nakajima auf der #8 der japanischen Werksmannschaft an, während die Besatzung der #7 mit Mike Convay Kamui Kobayashi und José Maria Lopez unverändert bleibt. Für Alonso tritt Toyota-Veteran Anthony Davidson in den Rang des Edelreservisten zurück. Nicht mehr im Kader sind Stephane Sarrazin, Nicolas Lapierre und Yuji Kunimoto die im vergangenen Jahr das dritte Auto in Le Mans pilotierten. Alexander Wurz bleibt dem Team dagegen weiterhin als Berater und Teambotschafter erhalten.

Toyota wird 2018/19 weiter die über 1000PS starken Hybrid-Chassis des TS050 an den Start bringen. Die japanische Werksmannschaft mit Entwicklungssitz in Köln ist der einzige verbliebene LMP1-Teilnehmer mit Hybridtechnologie und aufgrund seiner Erfahrung für die konventionellen LMP1-Teams von SMP Racing, Dragonspeed, Manor GP, Rebellion Racing und ByKolles Racing der Platzhirsch den es in der kommenden Saison zu schlagen gilt.

Mit der Verpflichtung Alonsos, der sich zum Ziel gesetzt hat mit Siegen in der F1, in Indianapolis und in Le Mans als erst zweiter Pilot in der Motorsport-Geschichte die „Triple Crown“ des Motorsports zu erringen, ist Toyota ein gelungener PR-Coup geglückt. Alonso, der sich bei seinem LMP2-Renndebüt bei den 24h in Daytona am vergangenen Wochenende mehr als beachtlich aus der Affäre zog, dürfte sich nach kurzer Eingewöhnung in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft schnell als Siegkandidat etablieren. Der 36 jährige Spanier testete den Toyota LMP1 bereits beim Rookie-Test der WEC in Bahrain im vergangenen Jahr (Fotos) und legte dabei nicht weniger als 113 Runden zurück.