Toyota gewinnt WEC-Finale in Bahrain

Die 6h von Bahrain (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten), der letzte Lauf der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft 2017 und gleichzeitig das 50.te Rennen der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft seit der Einführung des Championnats, sind mit dem Sieg des Toyota #8 von Anthony Davidson, Sebastian Buemi und Kazuki Nakajima zu Ende gegangen. Das Porsche 919 Hybrid von Timo Bernhard , Earl Bamber und Brendon Hartley, sowie dem Porsche-Trio Neel Jani, André Lotterer und Nick Tandy ins Ziel. Für die Toyota-Mannschaft war es der 5.Saisonsieg, der allerdings wegen dem verpassten Le Mans-Sieg und Porsches Stallregie danach im Endeffekt doch nicht zum Titel reichte.

Ganz ohne Drama verlief auch dieses Rennen nicht in der Top-Klasse. Siegpilot Anthony Davidson hatte sich bei einem Fahrerwechsel während des Rennens einen Zeh angebrochen und musste seinen Stint daraufhin mit immer weiter zunehmenden Schmerzen absolvieren. Doch auch die Porsche kamen nicht unbeschadet über die Distanz Timo Bernhard sammelte kurz nach dem Rennbeginn einen losen Poller unter seinem Porsche 919 Hybrid auf der bei einem zusätzlichen Boxenhalt entfernt werden musste. Der #1 Porsche von Nick Tandy bleibt bei der Jagd nach dem führenden Toyota am Gulf Racing-Porsche hängen und handelte sich 2 Runden Rückstand ein. Schon zuvor hatten die Porsche die bei in der Nacht kühler werdenden Temperaturen schneller werdenden Toyota ziehen lassen müssen. Ein letzter Versuch der #2 mit einem Trippelstint der Reifen dagegen zu halten, misslang auf der reifenmordenden Strecke und führte mutmasslich auch zum Unfall Tandys mit dem Gulf-Porsche. Den #7 Toyota kostete eine Kollision mit dem GTE-Pro-Porsche von Michael Christensen einen sicheren Platz auf dem Podium.

Mit dem nun 16.ten Sieg in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft verhinderte Toyota das Porsche Audi in der Siegesbilanz der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft überflügeln konnte. Beide deutsche Hersteller stehen nun nach ihrem jeweiligen Ausstieg bei 17 Siegen. Einer Marke die Toyota theoretisch schon in Le Mans 2018 übertrumpfen könnte – was dann ein später aber sicherlich genugtuuender Erfolg für die Japaner wäre.

In der LMP2-Klasse sicherte sich die Rebellion Racing Mannschaft mit Bruno Senna und Julian Canal den Titel mit einem Sieg über die Konkurrenz aus dem Jackie Chan Racing Team. Teamkollege Nicolas Prost verpasste den Titel durch seine zugunsten der Formula E eingelegten Rennpause am Nürburgring. Den GTE-Pro-Titel sicherte sich das Ferrari-Duo Calado/Pierguidi, die in einem Fotofinish hinter ihren Teamkollegen Bird/Rigon den Doppelsieg für AF Corse und Ferrari einfuhren. Mit dem Klassensieg in der GTE-Am holten sich Matthias Lauda, Pedro Lamy und Paul Dalla Lana standesgemäss den Titel in der Privatfahrerkategorie.