Asiatische LMS 2017/18 startet mit geschrumpften Feld

An aslmsburiramstart2diesem Wochenende startet die Asiatische Le Mans Serie in ihre vierte Saison. Nach einer recht vielversprechenden 2016/17´er Kampagne mit einem bis zu 28 Wagen starten Feld  (Foto) muss man allerdings beim Saisonstart im chinesischen Zuhai einen Dämpfer verzeichnen. Nur 16 Autos in 4 Klassen – 6 LMP2, 5 LMP3, 4 GTC und ein Cup-Porsche – werden beim Saisonauftakt an den Start gehen. Piloten aus dem deutschsprachigen Raum sucht man dazu ebenfalls vergebens auf der Starterliste.

Fangen wir mit den positiven News an: Mit 6 LMP2 – alle noch nach der alten, in dieser Saison in der ELMS und FIA Langstrecken Weltmeisterschaft nicht mehr startberechtigten 2016ér Konfiguration – ist die Top-Klasse so stark besetzt wie bislang noch nie in der asiatischen Serie. 4 Ligier JS P2 LMP2 und 2 Oreca 05 kämpfen in der Serie um die Gesamtsiege. Favorit ist dabei das Oreca Team von Jackie Chan DC Racing, die mit Unterstützung des Einsatzteams Jota-Sport 2 nagelneu aufgebaute Vorjahreschassis an den Start bringen. Dem gegenüber stehen 4 Ligiers der Teams BBT (China), Eurasia Motorsport, Algarve Pro und ARC Bratislava (Bild unten) die allerdings in Asien mit einem Vorjahres-Ligier und nicht mit dem aktuellen, in Le Mans eingesetzten Fahrzeug starten.

In der LMP3, die zumindest in Zuhai ein reiner Ligier-Markenpokal ist, starten die beiden aus Hong Kong stammenden Teams KCMG und WIN Motorsport, ein chinesischer Jackie Chan-DC-Jota-Wagen, die taiwanesische GH Motorsport Mannschaft und das Malaiische Viper-Niza-Team.

4 Autos von 3 Teams mit 4 unterschiedlichen Fabrikaten. So sieht es in der im Vergleich zum Vorjahr um 65% geschrumpften GTC/GT3-Klasse aus. Dem Mercedes AMG GT und dem BMW M6-GT3 des taiwanesischen Teams AAI stellen sich ein Audi R8 LMS GT3 der chinesischen Tianshi Racing Mannschaft und ein Spirit of Race Ferrari entgegen. Offensichtlich stehen mittlerweile in Asien mit der Blancpain GT Serie und der geplanten Asiatischen Blancpain 36h Serie attraktivere und vielleicht auch kostengünstigere Formate für den GT3-Sport zur Verfügung. Ergänzt wird das bescheidene GT3-Feld durch einen einzelnen Cup-Porsche der neuseeländischen Team NZ-Mannschaft.

Weder japanische noch australische oder thailändische Teams sind im Feld vertreten. Hier gibt es offensichtlich noch Handlungsbedarf im Marketing der ACO-kontrollierten Serie Das Qualifying findet am Samstag um 17 Uhr Ortszeit statt (ca 11 Uhr MEZ). Das Rennen startet am Sonntag um 13 Uhr Ortszeit und geht über 4 Stunden.