24. 6h von Vallelunga - Sieg für AF Corse

Im Zuge der dauernden Umgestaltung der Serien- und Veranstaltungsszene gibt es neben zahlreichen neuen und angehenden Klassikern auch welche, die leider ein wenig in Vergessenheit geraten. Ein solches Rennen sind die 6h von Vallelunga, die am vergangenen Wochenende trotz einer sehenswerten Tradition - immerhin war es die 24.te Ausgabe - kaum noch Teilnehmer mobilisieren. 6hvallelungastart.jpgSo stellten sich am Ende lediglich 12 Teams beim Klassiker auf dem Kurs nördlich von Rom in der Startaufstellung auf, bei dem erstmals seit Jahren neben GT und Tourenwagen auch wieder CN-Prototypen startberechtigt waren.

Die Pole hatte das Avelon Formula Team mit seinem Wolf GB08 erzielt, doch ein Wasserpumpenschaden zu Rennmitte beendete die Podiumshoffnungen der wie immer engagierten italienischen Mannschaft. Am Ende konnte das AF Corse-Trio Perrazini/Cioci/Fisichella nach 214 Runden die Ziellinie als erste queren. Noch in der selben Runde kam der zweite der CN-Prototypen im Feld, der MSR-Corse Tatuus PY012 des Duos Lacorte/Sernagiotto mit lediglich 85s Rückstand nach 6h ins Ziel. Auf dem dritten Platz gelang dem AF Corse Duo Duncan Cameron und Matt Griffin der Sprung auf das Treppchen, wobei die beiden treuen Kundenpiloten des Teams von Amato Ferrari den Audi Sport Italia R8 von Francioni/Biagi/Geri um eine Runde distanzieren konnten. Die beiden österreichischen G-Private Mercedes SLS AMG GT3 kamen mit den Piloten Grumert/Coll und dem Trio Adrian, Phillip und Manuel Zumstein auf die Ränge 6 und 7.

Nun hat Veranstalter Peroni Promotions ein Jahr Zeit, um sich Gedanken zu machen, wie man die 25.te Ausgabe des ehemaligen Klassikers angesichts der Konkurrenz von Serien wie der Blancpain Endurance Serie oder der 24 Stunden-Serie sowie einiger Winterserien wieder zu neuer Blüte verhelfen könnte, denn eine Vermarktung als rein nationaler Langstreckenevent dürfte angesichts der derzeitigen italienischen Wirtschaftslage keine nennenswerte Stärkung der Teilnehmerfelder versprechen.