Yokohama reagiert auf Kritik an GT Masters-Reifen

corvettehttt.jpgBeim japanischen Reifenhersteller Yokohama standen in der vergangenen Woche Reifentests auf dem HTTT im südfranzösischen Le Castellet an. Im Fokus des zweitägigen Tests stand die Entwicklungsarbeit von neuen Reifen für Sportwagen mit Front- und Mittelmotor. Callaway Competition brachte zwei Corvette nach Südfrankreich. Mit einem Audi R8 LMS GT3 beteiligte sich Mamerow Racing mit Fahrer Chris Mamerow an dem Test.

Der Fokus des Tests lag in der Weiterentwicklung der profillosen Slick-Reifen, am zweiten Testtag ließ Yokohama die in der Provence zwischen Marseille und Toulon gelegene Strecke auch künstlich bewässern, um neue Regenreifen zu testen. "Wir haben am ersten Testtag aus verschiedenen neuen Reifenspezifikationen zwei Kombinationen herausgefahren, mit denen wir dann am zweiten Tag einen long-run über eine Renndistanz gefahren sind", erklärte ADAC GT Masters-Vizemeister Diego Alessi die Vorgehensweise beim Test. "Nach dem Long-Run konnten wir Yokohama ziemlich präzise Angaben über die Reifenspezifikation für 2013 machen." Alessi machte deutliche Fortschritte aus. "Die Performance ist vergleichbar mit den Reifen in diesem Jahr, allerdings hat Yokohama intensiv an Aspekten wie dem Aufwärmen der Reifen, der Balance zwischen Vorder- und Hinterachse und an der Konstanz gearbeitet. Der Test der Regenreifen war hingegen nicht einfach, denn auf der künstlich bewässerten Strecke war das Gripniveau nicht bei jedem Versuch konstant. Grundsätzlich bietet der Regenreifen für die kommende Saison aber mehr Grip, insbesondere auf der Vorderachse, und ist konstanter.“

Yokohama und die deutsche GT-Serie reagieren mit den Weiterentwicklungen offensichtlich auf die Stimmen der Masters-Teams, die eine Benachteiligung der Mittelmotor-Autos bei der Performance der Reifen in der vergangenen Saison ausgemacht hatten (wir berichteten). Offensichtlich ist man bemüht den Audi, Lamborghini, McLaren und Ferrari-Teams für 2013 bessere Grundvoraussetzungen für eine Teilnahme an der Serie zu schaffen. Damit will man ein Grundcharakteristikum der Serie – die Markenvielfalt an der Spitze – weiterhin fördern.

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