GT-Masters-Trophy Hattrick für Remo Lips

Aust Motorsport Audi R8 LMS GT3-Pilot Remo Lips hat sich beim Saisonfinale des ADAC GT-Masters in Hockenheim zum 3.Mal in Folge den Titel in der Pirelli-Trophy-Wertung gesichert. Mit dem dritten Titelgewinn ist Lips nun alleiniger Rekordchampion in der Wertung für Nichtprofis und übertrumpft damit seinen Landsmann Toni Seiler, der sich 2009 und 2010 den Titel sicherte.

Was die Erfolge von Lips außerdem besonders macht: Ihm gelang der Titelhattrick mit drei verschiedenen Fahrzeugen und drei verschiedenen Teams: 2016 in einer Corvette Z06.R GT3 von RWT-Racing, 2017 im Nissan GT-R Nismo GT3 von MRS GT-Racing und nun im Audi R8 LMS GT3 der westfälischen Mannschaft Aust Motorsport, für die es der erste Titelgewinn im Masters ist.

Seine Liebe zum Rennsport begann bei Lips bereits mit 6 Jahren. Im Alter von 14 Jahren kam er vom Kartfahren über die Formel-Nachwuchsschule des ADAC in den Motorsport. Mit 16 startete er in der BMW Formel ADAC und konkurrierte mit späteren Formel-1- oder DTM-Piloten wie Christian Klien, Timo Glock und Maro Engel . Danach folgten Einsätze im Renault-Markenpokal sowie in der Langstrecken-Meisterschaft. remolips2010 und 2011 nahm Lips erstmals sporadisch am ADAC GT-Masters teil, bevor sein Name seit 2012 auf keiner Starterliste mehr fehlen durfte. Mittlerweile ist er dort einer der erfahrensten Piloten überhaupt. Mit bisher 113 Rennen haben nur 5 Fahrer in der Meisterschaft mehr absolviert als der Zürcher.

"Dass mir der Hattrick gelungen ist, ist sehr schön", sagte der 35-jährige Schweizer , der bei seinen Rennen von Maximilian Hackländer unterstützt wurde. "Das ist ein tolle Belohnung für unsere Arbeit in der Saison. Es bedeutet mir sehr viel, dass ich Toni übertroffen habe. Ich kenne ihn sehr gut und bin 2 Jahre in seinem Team gefahren"

Dass Lips in dieser Saison nach mehreren Saisons im GT3-Sportwagen mit Frontmotor auf den Mittelmotor-Audi R8 wechselte, war eine neue Herausforderung: "Ich habe ein bisschen das Problem, dass ich immer noch den Corvette-Style im Kopf habe." Der Audi sei ein riesiger Unterschied zur Corvette Z06.R GT3, mit der Lips fünf Saisons bestritt: "Bei der Corvette wusste man genau, wann man über dem Limit ist. Beim Audi fährt man dagegen ans Limit und muss eigentlich sogar darüber hinaus, damit man schnell ist", so der 35-Jährige. "Daran muss man sich erst einmal gewöhnen."