Robert Renauer & Matthieu Jaminet - ADAC-GT-Meister 2018

Robert Renauer jaminet renauer Masterschampions 2018(33) und Mathieu Jaminet (23) heißen die ADAC GT-Masters 2018. Beim dramatischen Saisonfinale in Hockenheim (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sicherten sich die beiden Herberth Motorsport-Piloten dank Platz 5 im Sonntagsrennen erstmals den Titel in der deutschen GT3-Top-Serie. Beide trugen sich damit als zweite Porsche-Piloten in die Meisterliste des GT-Masters ein. Den ersten Titel für die Weissacher Marke hatte sich Tim Bergmeister im Jahr 2008 auf dem Mühlner Motorsport-Porsche in der 2. Saison des ADAC GT-Masters gesichert.

"Der größte Erfolg in unserer Teamgeschichte! Wir haben noch gar nicht wirklich realisiert, dass wir es tatsächlich geschafft haben", so Teamchef Alfred Renauer nach dem Titelgewinn. "Das letzte Rennen spiegelte die komplette Saison mit vielen Höhen und Tiefen wider. Am Ende hat es dennoch gereicht und wir sind einfach nur überglücklich." Mit dem Triumph des deutsch-französischen Duos hat sich das kleinste Team im Meisterschaftskampf behauptet. "Neben meinem Bruder und mir haben wir nur zwei weitere feste Angestellte", sagt Robert Renauer, der zusammen mit Zwillingsbruder Alfred seit Sommer 2012 Herberth Motorsport leitet. Alfred, der ebenfalls Rennen fährt, sich aber im ADAC GT-Mastersauf die Rolle des Teamchefs konzentriert, ergänzt: "Alle unsere Mitarbeiter sind Teil der Familie. Egal ob Rennfahrer, Mechaniker oder Ingenieur - jeder trägt seinen Teil zum Erfolg bei. Sie haben das ganze Jahr so hart gearbeitet und sich diesen Erfolg verdient." 2018 ist das Team neben dem Masters auch in der Blancpain GT Serien Endurance Cup und der 24 Stunden-Serie aktiv.

Renauer und Jaminet starteten bereits vielversprechend in die erste gemeinsame Masters-Saison. Schon beim zweiten Lauf in Most übernahm das Duo nach zwei dritten Plätzen erstmals die Tabellenführung. Zwar gab es diese kurze Zeit später wieder ab, doch die Porsche-Fahrer blieben immer in Schlagdistanz zur Spitze. In Zandvoort untermauerten sie mit ihrem Sieg von der Pole-Position aus ihre Titelambitionen. "Der Erfolg war ein Highlight", so Jaminet. "Wir hatten mit dem Sieg nicht gerechnet, denn wir hatten im Freien Training einen Unfall und die Strecke liegt dem Porsche nicht so gut." Beim vorletzten Saisonlauf auf dem Sachsenring eroberten Renauer und Jaminet schließlich die Tabellenspitze zurück und reisten mit vier Punkten Vorsprung nach Hockenheim. Dort machten sie dann am Sonntag nach einer Aufholjagd von Startplatz 10 auf Rang 5 alles klar. "Uns hat in diesem Jahr vor allem die Konstanz ausgezeichnet", so Renauer. "Das war der Schlüssel für den Titelgewinn." Mit 11 Platzierungen in den Top Ten punktete zwar keine andere Fahrerpaarung so regelmäßig wie Renauer und Jaminet. Dabei gelangen dem Porsche Duo nur 4 Podiumsplätze: Neben dem Sieg in Zandvoort und dem 2.Platz beim ersten Lauf in Hockenheim standen am Ende nur die beiden dritten Plätze in Most zu Gute. Die Meisterschafts-Konkurrenten von Callaway Competition, HTP-Motorsport und Land Motorsport hatten deutlich mehr Podien erzielt.

Robert Renauer begann zusammen mit Zwillingsbruder Alfred seine Karriere im Porsche Carrera Cup Deutschland . Von 2008 bis 2010 fuhr Robert erste Rennen im ADAC GT Masters. Seit sechs Jahren pilotiert er in der "Liga der Supersportwagen" jedoch nur noch den "Neunelfer" - und zwar ausschließlich für das von Vater Alfred Herberth gegründete Team Herberth Motorsport, das die Renauer-Brüder seit dessen Unfalltod im Sommer 2012 leiten. In der Saison 2013 feierte Robert Renauer mit der Vizemeisterschaft bis zum diesjährigen Titelgewinn seinen größten Erfolg im ADAC GT Masters. 2017 gewann er daneben die Championship of the Continents der 24 Stunden-Serie.

Teamkollege Jaminet hat sich nach einem kurzen Abstecher in den Formelsport ebenfalls erstmals im Porsche-Markenpokal einen Namen gemacht. Nach dem Vizetitel im französischen Carrera Cup 2015 wurde Porsche auf den jungen Franzosen aufmerksam und fördert ihn seitdem. Im Folgejahr dominierte er die Serie nach Belieben und gewann als erster Pilot in der Seriengeschichte alle Saisonläufe. 2017 debütierte er im GT3-Sport und feierte mit der Pole-Position und dem Sieg in Oschersleben den Einstand im ADAC GT-Masters. Seit Saisonbeginn 2018 bildet er ein Fahrergespann mit Robert Renauer - eine Paarung, die von Anfang an perfekt harmonierte. Nach Jules Gounon (2017) und Dino Lunardi (2011) ist Jaminet der dritte französische Fahrermeister in der Geschichte des Masters.