ADAC GT Masters - Rennbericht Red Bull Ring

BullraceAm vergangenen Samstag und Sonntag fand das dritte Rennwochenende des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring (der Link führt direkt zum Rennbericht) in der Steiermark statt. Die Rennstrecke in der Nähe von Spielberg ist landschaftlich sicherlich eine der am schönsten gelegenen.

RBR Maskottchen AnjaDas was sich bereits bei den beiden ersten Events des Jahres abzeichnete, hat sich auch in Spielberg fortgesetzt. Die Konkurrenz ist so dicht beisammen, dass zwei Zehntelsekunden bis zu zehn Platzierungen in der Zeitentabelle ausmachen können. Das kleinste Detail kann über hop oder top entscheiden.

Das Feld wurde in Österreich durch die BMW Mannschaft von Robert Šenkýř Motorsport bereichert. Wir erinnern uns, das Team gehörte vor zwei Jahren noch zu den Regulars der Serie mit einem BMW Z4 GT3.Team Senkyr RBR
Damals erzielte man durchaus achtbare Erfolge. Vor zwei Jahren holte das Team in der sogenannten Trophy-Wertung sieben Podestplatzierungen, darunter einen Sieg am Lausitzring. In diesem Jahr gab es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Senkyr BMW M6 RBRDer Tscheche Jakub Knoll griff am Red Bull Ring wieder für Šenkýř ins Lenkrad. Unterstützung erhielt er dabei vom jungen Österreicher Michael Fischer, der sich erst Ende Mai dieses Jahres beim prestigeträchtigen ADAC Zurich 24h-Rennen auf dem Nürburgring, den Sieg in der Klasse SP6 sicherte. Insgesamt bot man eine sehr solide Leistung. Vielleicht ermöglicht Sponsor RAVENOL den ehrgeizigen Tschechen aus Brno dieses Jahr noch mindestens einen weiteren Start im GT Masters. Wir würden uns freuen.

Valvoline Corvette RBRZum ersten Rennen stellte Jules Gounon die Valvoline Corvette C7 von Callaway Competition auf die Pole. Er und Daniel Keilwitz brachten das Auto auch auf genau dieser Position ins Ziel und übernahmen damit die Führung in der Meisterschaft. Eine super Leistung zeigten auch die RWT Corvette Piloten Sven Barth und Maximilian Hackländer, nachdem Barth das Auto im Qualifying auf P4 gestellt hatte. Sie fuhren nach einem starken und überlegten Rennen auf Platz zwei.

Trauriges Highlight des Rennens war aber die rote Flagge nach dem Unfall von Alex MacDowall im Schütz Schutz Motorsport 36Porsche #36, der sich mit Christopher Haase im Land Audi #2 nicht über die Fahrspur auf der Start- und Zielgeraden einigen konnte. Die Auswirkungen dieses Ereignisses sind allerdings das, was letztendlich Sorgen bereitet. Es war der dritte Unfallschaden für die sympathische Mannschaft von Teamchef Christian Schütz am dritten Rennwochenende. Noch in Oschersleben hatte man mit einem hervorragenden zweiten Platz im Samstagsrennen, einen optimalen Start in die Saison hingelegt. Jetzt steht das Team möglicherweise vor dem Aus. Wir würden uns so sehr wünschen, dass es weitergeht, aber erst in Zandvoort werden wir es wahrscheinlich wissen.

CE HelmetSonntags hingegen konnte das Team von Gottfried Grasser endlich seinen Heimvorteil, man kommt aus dem nahegelegenen Knittelfeld, umsetzen. Pole, schnellste Rennrunde und Sieg für Christian Engelhart und Rolf Ineichen im giftgrünen Lamborghini Huracán GT3 mit der #63.

Dahinter aber war der Bär los. Nachdem Maxi Götz den AutoArenA HTP Mercedes-AMG #84 Dreikampf RBRim Qualifying auf P2 in die erste Reihe gestellt hatte, konnten er und Patrick Assenheimer den Platz leider nicht nach Hause fahren. Trotzdem darf man zufrieden auf das Wochenende zurückblicken. Besonders Patrick Assenheimer lieferte in seinem Stint in der zweiten Rennhälfte eine blitzsaubere Leistung, als er sich zunächst gegen DTM-Leader Lucas Auer im BWT Mücke Motorsport Mercedes-AMG verteidigen musste. Und gleich im Anschluss gegen einen, trotz 30 kg Erfolgsballast, unglaublich schnellen Jules Gounon in der Valvoline Corvette C7 eine so geile Show bot, dass es eine wahre Freude und eine super Werbung für diese phantastische Rennserie und den Motorsport allgemein war! Am Ende belegten Götz und Assenheimer mit 0,870 Sekunden Rückstand auf Keilwitz und Gounon einen zwar undankbaren, aber dennoch hervorragenden vierten Platz.

Da es für einmal keine Safety car Phasen gab, erlebten die mehr als 10.000 Zuschauer, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 170,9 km/h, das schnellste Rennen der ADAC GT Masters Geschichte.

Am 22. und 23. Juli 2017 geht es in Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste nahe Amsterdam weiter.