Maserati GT3-Projekt nimmt neuen Anlauf
Der Schweizer Mauro Calamia gewann schon vor dem Finale der Maserati Tropheo den Fahrertitel in der weltweit ausgetragenen Markenpokalserie. Sein aus dem Tessin stammendes Swiss Team plant aber im nächsten Jahr nicht nur den weltweit angelegten, von AF Corse betreuten Markenpokal der italienischen Marke zu bestreiten, der mit knapp 180.00€ Teilnahmegebühr den teilnehmenden Piloten immerhin die Teilnahme an einer transkontinentalen Serie ermöglicht. Die in Lugano basierte Mannschaft will 2015 einen erneuten Anlauf nehmen, ein GT3-Modell des aktuellen Maserati Tropheo auf die Rennstrecke zu bringen.
„Wir haben vor 2 Jahren ein erstes Auto des Tropheo GT3 entwickelt“, erzählte uns der fliessend deutsch sprechende Calamia anlässlich der 3 Rennen des Cups im Rahmenprogramm der Gulf 12 hours 2014. „Dieses Auto ist zwar mittlerweile an einen Sammler verkauft worden, aber wir haben nun ein zweites Chassis aufgebaut und planen die Entwicklung des Wagens 2015 fortzusetzen. Einen erfolgreichen Test des neuen Wagens haben wir schon in Vallelunga absolviert.
Allerdings sind wir derzeit auf ein sehr imitiertes Budget angewiesen. Daher werden bei der Entwicklung vorrangig Sprintrennen auf der Agenda stehen. Wir prüfen derzeit ein Programm, das sich um Runden der italienischen GT, der britischen GT-Meisterschaft und der GT-Open gruppiert. Je nach Performance des Autos bei diesen ersten Auftritten könnten in der 2. Jahreshälfte auch Langstreckenrennen auf der Agenda stehen, wobei sich dabei die Rennen der 24 Stunden-Serie oder die Gulf 12 hours 2015 anbieten.“
Angesichts des limitierten Entwicklungsbudgets der privaten Swiss-Team-Squadra sollte man nun nicht gleich darauf zählen, dass der Maserati GT3 nun als grosser Bentley-, Mercedes oder Audi-Konkurrent 2015 in Erscheinung treten wird. Dennoch wäre der Maserati schon angesichts der Historie der Marke ein Farbtupfer, den die Fans im internationalen GT-Sport gerne zu Gesicht bekommen würden.