ELMS-Saisonstart in Silverstone

Auch die Europäische Le Mans Serie absolvierte in Silverstone ihren Saisonauftakt (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten). Mit 44 Teams (EuroInternational musste den zweiten Ligier mangels Piloten zurückziehen) brachte man das grösste Feld seit 2011 an den Start; wobei damals noch ELMS und der WEC-Vorgänger ILMS in einem Feld zusammen 48 Autos nach Silverstone brachten.

Während der Rennauftakt angesichts verwachsener Wetterbedingungen (am Morgen des Rennens hatte noch ein Schneeschauer im April sämtliche Rennaktivitäten gestoppt!) erwartungsgemäss turbulent ausfiel (siehe Startfoto), entwickelte sich danach ein taktisch und sportlich hochinteressantes Rennen, das allerdings von einer Mannschaft an der Spitze dominiert wurde. Die unter dem Label von G-Drive Racing antretende Team Jota-Mannschaft setzte ihre Silverstone-Erfahrungen aus den Vorjahren, trotz eines aufgrund von Getriebeproblemen am Freitag ausgelassenen 2. freien Trainings optimal um und hatte das Rennen an der Spitze jederzeit unter ihrer Kontrolle. Damit gelang der Mannschaft der erste Sieg seit 3 Jahren, den man damals noch unter eigenem Teamnamen erzielen konnte.

Simon Dolan, Harry Ticknell und Giedo van der Garde landeten in Prinzip einen Start-Ziel Sieg wobei der Vorsprung auf den 2.plazierten SMP Racing BR01-Nissan von Andreas Wirth, Stefano Coletti und Julian Leal Covelli am Ende 35s betrug. In der russischen Mannschaft hatte Wirth zu Startbeginn Probleme mit den Haftung der Vorderreifen auf der kalten Strecke bekommen, die ihn weit zurück warfen. Später kämpfte man sich in der Endphase bis auf P2 zurück. Mit 1 Runde Rückstand auf die Sieger wurde die SO25 by Lombard Racing Equipe Vincent Capillaire, Oliver Lombard und Jonathan Coleman abgewunken.

Der lange auf P2 gelegene Panis Barthez-Ligier musste den Podiumsplatz nach einer Reperaturpause in der letzten Stunde aufgeben. Greaves Motorsport, die in den Rennstatistiken (siehe Link) am ehesten an die Zeiten des Team Jota heran kamen, entwerteten ihr Rennen durch mehrere Strafstopps und mussten am Ende noch einen Schaltungsdefekt beheben. Murphy Prototypes vergab die Chance auf eine bessere Klassierung schon im Qualifying durch einen Abflug und musste sich so zu Rennbeginn durch das gesamte Feld kämpfen.

In der mit 20 Autos besetzten LMP3-Klasse gelang der United Autosport-Mannschaft ein Doppelsieg Alex Brundle, Michael Guasch und Christian England querten knapp eine Runde vor Mark Patterson, Matthew Bell und Wayne Boyd die Ziellinie. P3 belegte am Ende der Graff Racing Ligier JS P3 LMP3 von Eric Trouille, Paul Petit und Enzo Guibbert. Die deutsch-polnische Ligier-Mannschaft Inter Europol-Racing – als Einsatzteam fungiert hier die in Hameln ansässige Keese Motorsport Mannschaft von Teamchef Michael Keese – musste mit den beiden Piloten Jakub Smiechowski und Jens Petersen nach einer starken Vorstellung (zwischenzeitlich agierte man in den Top-3) das Rennen kurz vor dem Ende mit einem Riss an der Getriebeglocke aufgeben.

Reichlich Rennaction bot die mit 9 Autos besetzte GTE-Klasse: Der JMW-Motorsport F458 GTE querte zwar nach einer überzeugenden Vorstellung des Trios Butcher/Smith/Bertolini als erstes Team die Ziellinie, wurde aber nach dem Rennen wegen eines nicht reglementskonformen Frontsplitters aus der Wertung genommen. Dadurch erbte am Ende der Beechdean Aston Martin Vantage GTE von Andrew Howard, Darren Turner und Alex McDowall den Klassensieg. Das dramatische Finish um P3 – der Gulf Racing Vantage setzte sich nach eine Kollision mit dem AT Racing Ferrari in der letzten Kurve auf 3 Rädern über die Ziellinie humpelnd durch – wurde nach dem Rennen im Sinne des Sports korrigiert, indem der Ferrari von Talkanitsa/Talkanitsa/Pierguidi vor dem Aston Martin von Roald Goethe, Stuart Hall und Ritchie Stanaway gewertet wurde.

Der Rennbericht kann unter diesem Link eingesehen werden das Rennergebnis findet ihr hier und Statistiken zu dem Lauf sind unter dieser Seite einzusehen . Das nächste Rennen der Serie findet am 15 Mai in Imola statt.