Ferrari gewinnt den 12h-Sprintkrimi in Bathurst

War das ein Finale! Nach einem 12-stündigen Sprintrennen mit 9 Safetycar-Phasen hat Ferrari erstmals den Sieg bei den 12h von Bathurst eingefahren. In einem 12-minütigen Sprint nach der letzten Gelbphase setzte sich der Ferrari des Maranello Motorsport/Il Bello Rosso Teams gegen den HTP-Motorsport Mercedes SLS AMG GT3 nach 12 Stunden Renndistanz mit der Kleinigkeit von nur 0,4138s auf der Ziellinie durch. Die Schlussfahrer Craig Lowndes und Maximilian Buhk lieferten sich im Betonkanal auf dem Mount Panorama einen Schlusssprint, der an Dramatik kaum zu überbieten war. Mindestens zweimal zog Buhk auf der kurvigen Strecke auf gleiche Höhe mit dem Ferrari, bevor er seine Attacken abbrechen musste. Für Ferrari ist es der erste Sieg in der 12-jährigen Geschichte des Rennens, der mit den Piloten Mika Salo, Peter Edwards, Craig Lowndes und dem nun 3-fachen Bathurst Sieger John Bowe gelang.

HTP-Motorsport mit den Piloten Buhk, Harold Primat und Thomas Jäger kämpfte sich nach einem frühen Reifenschaden aufgrund eines zu robusten Überholmanövers in der Anfangsphase und einem Missgeschick mit einer offenen Flügeltür mit anfangs 2 Runden Rückstand noch gut ins Rennen zurück und lag dann 2 Stunden vor dem Rennende wieder in der Führungsrunde. P3 wurde in einem Shootout zwischen dem australisch besetzten Erebus Motorsport Mercedes SLS AMG GT3 und dem VIP Petfoods McLaren MP4-12C GT3 ermittelt, in dem der im Rennen mehrfach brillierende Neuseeländer Shane van Gisbergen aufgrund einer Spritmiskalkulation den dritten Rang in einem ebenso hart ausgefochtenen Duell mit dem SLS nur um 0,6s nach 12h Renndistanz verpasste. Beide kreuzten die Ziellinie nur 3s hinter dem Sieger. Am Ende hatten noch 5 Wagen in der Führungsrunde gelegen.

Weitere Siegeskandidaten bekamen die unerbittliche Härte des Kurses down under zu spüren. Schon im Vorfeld hatten 4 der 44 gemeldeten Teilnehmer ihre Wagen nach Crashs im Training und Qualifying zurückziehen müssen. Der lange führende Erebus Mercedes von Schneider/Engel/Bastian musste nach einem Ausritt Bastians im höchstgelegenen Streckenteil einen Bremsdefekt aufgrund eines im Bremssattel verklemmten Steins beheben lassen, was 6 Runden und den sicheren Sieg kostete. Der Werks-Nissan fiel einem Horrorcrash auf einer von einem Ferrari gelegten Kühlmittelspur zum Opfer. Peter Kox´s Lamborghini fiel nach einer Kollision mit einem Känguruh und einem ominösen Bremsdefekt aus. 

Näheres ist im Rennbericht auf unseren Seiten nachzulesen, der im Laufe des Tages noch um das Rennergebnis ergänzt wird.