McLaren siegt in Bathurst

Die diesjährigen 12h von Bathurst (der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sind vom australischen Tekno McLaren 650S GT3 Team und den Piloten Shane Van Gisbergen (NZ), Alvaro Parente (P) und Jonathon Webb (AUS) gewonnen worden. Die australische V8 Supercar Mannschaft brachte das Siegerfahrzeug nach der Rekorddistanz von 297 Runden am Mount Panorama mit einem Vorsprung von nur 1,276s auf den in der letzten Runde noch aufholenden Nissan GT-R Nismo GT3 von Rick Kelly, Katsumasa Chiyo und Florian Strauss ins Ziel. McLaren holte damit den grössten Einzelerfolg seit dem Sieg in Le Mans 1995. Den dritten Platz sichert sich nach der Niederlage in der letzten Kurve im Vorjahr das M-Sport Bentley-Trio Steven Kane, Guy Smith und Matthew Bell.

37.000 Zuschauer vor Ort erlebten ein Rennen, das trotz einer im Vergleich zum letzten Jahr relativ unspektakulären Endphase - geprägt von 80 Minuten unter grün - einen spannenden Rennverlauf bot. Nur 20 der 36 gestarteten Teams erreichten am Ende die Ziellinie. Während im Vorjahr 20 Gelbphasen das Rennen in kurze Sprintabschnitte zerpflückten, ging es dieses mal mit „nur“ 12 Gelbphasen - die sicherlich dem kleineren Feld im Vergleich zum Vorjahr (54 Starter) geschuldet war - relativ gesittet zu.

Dennoch fielen genug Favoriten verschiedenen Zwischenfällen zum Opfer. Mercedes verlor den aussichtsreichsten der Erebus-SLS nach einem Reifenplatzer in der 9.Rennstunde aus dem Kampf um die Podiumsplätze. Schon zuvor hatte Mercedes den SLS des deutschen Mishumotors-Teams in der 6.Rennstunde nach einem Unfall von Patrick Simon abschreiben müssen. Audi hatte mit Reifenschäden und kleineren technischen Defekten an den favorisierten australischen Jamec-Pern Audis zu kämpfen. Lediglich Phoenix Racing war in der Endphase noch im Kampf um die Podiumsplätze dabei, den Schlussfahrer Laurens Vanthoor mit nachlassenden Reifen jedoch lediglich auf P4 beendete. Ferrari verlor den einzigen Pro-Wagen, den Maranello Motorsport F458 schon in der 2.Kurve der ersten Runde mit einem Dreher aus dem Kampf um die Spitzenplätze; später beendete ein Defekt die Fahrt vorzeitig. Auch Bentley hatte jede Menge kleinerer Defekte zu vermelden und war mit P3 daher am Ende gut bedient.

So blieben am Ende lediglich Nissan und McLaren für das Duell um die Führung über, das in der langen Grünphase gegen Ende von einer eindrucksvollen Vorstellung von McLaren-Pilot Shane van Gisbergen entschieden wurde.