FIA Fahrereinstufungsliste 2019

Die FIA hat die finale Fassung ihrer Fahrereinstufungsliste 2019 – die FIA drivers categorisation list 2019  – auf ihrer Website veröffentlicht. Diese Liste enthält die Namen von 3934 Piloten die weltweit im Motorsport aktiv sind und eine Einstufung nach den Kriterien der FIA beantragt haben. Die Einstufungen sind in die Klassen Platin, Gold, Silber und Bronze vorgenommen worden und sind zwingende Voraussetzung für alle Fahrzeugklassen in denen die Klasseneinteilungen nach Fahrerkategorien vorgenommen werden. Dies umfasst die meisten GT3-Serien, alle GT4-Serien, alle LMP-Serien sowie unter anderem auch die GTE-Am-Kategorie des ACO sowie einige weitere Serien.

In der neuen Liste sind die gegenüber der letzten Saison geänderten Fahrereinstufungen gesondert gekennzeichnet. Diese umfassen in diesem Jahr auch im deutschsprachigen Bereich eine ganze Reihe von Piloten. Von Aufstufungen ihrer Kategorisierung – etwa durch Annahme von Werksfahrerengagements oder durch im vergangenen Jahr erzielte Erfolge – sind unter anderem betroffen:
Nicolas Schöll (Bronze=>Silber),
Tobias Dauenhauer (Bronce=>Silber),
Robert Renauer (Silber=>Gold),
Ferdinand Habsburg (Silber=>Gold),
Mario Farnbacher (Silber=>Gold),
Thomas Preining (Silber=>Gold),
Luca Stolz (Silber=>Gold),
Philipp Eng (Gold=>Platin),

Abstufungen sind im Vergleich zu vergangener Saison für folgende deutschsprachige Piloten verzeichnet worden.
Michael Bartels (Platin=>Gold), Start Zolder 2018
Wolf Henzler (Platin=>Gold),
Marco Holzer (Platin=>Gold),
Pierre Kaffer (Platin=>Gold),
Frank Kechele (Gold=>Silber),
Marco Seefried (Gold=>Silber),
Christian Danner (Silber=>Bronze),
Oliver Mathai (Silber=>Bronze),
Markus Oestreich (Silber=>Bronze),

Die Einstufung durch die FIA wird von den Piloten zumeist ambivalent beurteilt: während eine hohe Einstufung allgemein eine prestigeträchtige Auszeichung der fahrerischen Qualitäten eines Piloten wiedergibt, beurteilen manche Fahrer eine aus ihrer Sicht zu hohe Einstufung – etwa in den Klassen Gold oder Platin – als „Karrierebremse“ im Kundensport. Die Anzahl dieser Piloten in Pro-Am oder Amateurcrews ist allgemein begrenzt, was interessierte zahlungskräftige Wagenbesitzer oder Paydriver davon abhalten kann einen bekannten Profi für entsprechende Einsätze zu verpflichten. Nicht wenige Fahrer haben dadurch in der Vergangenheit schon zugesagte Drives und entsprechend Einnahmen verloren und dann im Endeffekt einen (kostenpflichtigen) Antrag auf Herunterstufung bei der FIA beantragen müssen. Zumindest 2 deutsche Piloten – Nico Bastian und Markus Pommer – haben daher nach Informationen unserer Kollegen von Sportscar 365 im Vorfeld der Veröffentlichung der aktuellen Liste ihrer Heraufstufung von Silber auf Gold erfolgreich widersprochen.