Black Falcon verliert Barcelona-Sieg und BES-Titel

Das Finale des Blancpain GT Serien Endurance Cup in Barcelona ( der Link führt zum Rennbericht auf unseren Seiten) sah in den letzten 30 Minuten nach einem echten Titelduell aus. Nachdem sich das Black Falcon Mercedes AMG GT3-Trio Maro Engel , Luca Stolz und Yelmer Buurman schon in der Qualifikation mit der Poleposition punktgleich mit dem bisherigen Tabellenführer Raffaele Marciello gebracht hatte, war die Meuspather Mercedes-Truppe in Richtung eines lupenreinen Start-Ziel-Sieges unterwegs. Anfängliche 31s Vorsprung wurden jedoch von insgesamt 4 Safetycar-Phasen zunichte gemacht. Der Akka-ASP-AMG von Marciello und seinen Teamkollegen Tristan Vautier und Daniel Juncadella hatte sich im Verlaufe des Renenns von Startplatz 6 bis auf P2 nach vorne gekämpft. In der letzten halben Stunde tobte damit an der Spitze der direkte Titelkampf. Als Schlusspilot Buurman schliesslich die Ziellinie 1,7s vor Vautier querte schien der Langstreckentitel für die deutsche Mannschaft unter Dach und Fach zu sein.

Doch wenige Stunden nach dem Rennen wurde das Black Falcon Team disqualifiziert! Ein Klebestreifen an der Airbox wurde von den technischen Kommissaren moniert und als unerlaubte Modifikation eingestuft. Das Team legte umgehend einen Protest gegen den Wertungsausschluss, da man angeblich diese Konfiguration der Airbox schon seit Beginn des AMG-GT-Einsatzes benutzt. Doch vorerst gilt der Wertungsausschluss des siegreichen blauen Mercedes.

Sollte dem Protest nicht statt gegeben werde, dann wäre der italienische AKKA-ASP-Pilot Rafaele Marciello der erste in der Geschichte der Blancpain GT Serie der das Triple aus Sprint-, Langstrecken- und Gesamttitel gewonnen hätte. Durch die Disqualifikation rutscht das AKKA-ASP-Trio auf die oberste Stufe des Podium vor, gefolgt vom SMP Racing Ferrari von Davide Rigon, Mikhail Aleshin und Miguel Molina, den letzterer nach einer Kollision des lange zweitplazierten R-Motorsport Aston Martin Vantage GT3 und des Belgian Audi Club Team WRT Audi R8 LMS GT3 #1 auf einen Podiumsrang hievte.

Den neuen Platz 3 belegt ein Publikumsfavorit, der seine offiziellen Abschiedsvorstellung in der Serie gab. Als bestplaziertes Auto der Silver-Wertung führte der Emil Frey Racing Jaguar G3 das Rennen nach der zweiten Safetycar-Phase sogar zeitweise an. Mit dem dritten Platz wäre dem Team ein Abschied par excellence gelungen, zudem mit dem Resultat sogar der Gewinn des Fahrertitels in der Silverwertung der Blancpain GT Serien Endurance Cup für die 3 Piloten Mikael Greiner, Adrian Zaugg und Alex Fontane heraus sprang.

Der Teamtitel im Blancpain GT Serien Endurance Cup ging mit 79 Punkten ebenfalls an AKKA-ASP die sich damit gegen Emil Frey Racing (73) und Black falcon (53) durchsetzen konnten. Pro-Am-Teamsieger wurde Spirit of Race vo Strakka Racing und Rinaldi Racing. Der Pilotentitel in der Pro-Am ging dennoch an die Strakka-Crew Lewis Williamson, Chris Buncombe und Nick Leventis. Den Am Titel holte sich Barwell Motorsport mit den beiden Piloten Adrian Amstutz und Leo Machitski vor Garage 59 und Akka ASP.